Kurze Buchbesprechung „Esoteric Hollywood“ (Jay Dyer)

Es stellt sich heraus, dass Jay Dyer in diesem Buch vor allem seine idealistische, kreationistische Sicht auf Aufklärung und Wissenschaft (bei ihm verächtlich „scientism“ genannt) breit tritt. Science Fiction Filme wie „Die Zeitmaschine“ und „Krieg der Welten“ oder die diversen Spielberg-Werke aus dieser Richtung („A.I.“) sind für ihn Manifestationen der satanistischen Agenda, die mit der Aufklärung und ihren Protagonisten über die Menschheit gekommen sei.

Am Allerschlimmsten aber ist nach Dyer die furchtbare Irrlehre des Marxismus, die die zerstörerische Ablehnung von Eigentum und Familie, so Dyer, zum Credo hat und die, als „cultural Marxism“, grausligerweise den kulturellen Mainstream Amerika und speziell Hollywoods bestimmt.

Das Buch erstaunt durch seine Fülle an kenntnisreichen Hintergrundinformationenen und Querverweisen, durch seine philosophischen Bezüge und durch Dyers umfangreiches Wissen über alle möglichen okkulten, magischen und „geheimen“ Bünde, Sekten, Rituale und dergleichen (die er alle ins Werk gesetzt und am Wirken sieht in den ikonographischsten und am meisten stilbildenden Hollywoodproduktionen über die Jahrzehnte).

Es stößt ab durch die (klein-)bürgerliche reaktionäre Weltanschaung, die Dyer propagiert und die er wichtigtuerisch mit ostentativer Gelehrsamkeit zu absoluten Wahrheiten aufbläst.

Ich lese es zuende, aber ich empfehle es nicht.

Westlicher Kulturkreis: guten Abend, gute Nacht

Video: Mann aus Algerien („identifiziert“ sich als Frau) boxt gegen Frau aus Mexico (und gewinnt natürlich)

Männer gegen Frauen: im normalen Leben in der Regel eine klare Sache für die körperlich meist stärkeren Männer.

Männer, die Frauen verprügeln: erstens widerlich und zweitens im Strafgesetzbuch ein Vergehen, das mit Geldbußen und Gefängnisstrafen geahndet wird.

Im Sport allerdings gibt es neuerdings Disziplinen, in den Männer, die behaupten, Frauen zu sein, gegen richtige Frauen antreten dürfen. So wollen es jedenfalls die Sportbürokraten und-ideologen.

Was das noch mit Sport zu tun hat, erschließt sich keinem, außer den Ideologen des Wokismus und der Identitäts- und Diversitätsagenda. Das Zerrbild einer sportlichen Großveranstaltung, dass derzeit in der französischen Hauptstadt stattfindet, hat sich bei einigen Kommentatoren schon die Bezeichnung „Satanische Olympiade von Paris“ eingehandelt.

Soweit möchte ich nicht gehen, aber die Unsportlichkeit und die bodenlose Dummheit dieser Pseudogleichstellung von Ungleichem wird bei solchen Gelegenheiten deutlich. Und es zeigt den tiefen Fall des westlichen Kulturkreises, der sich von Schönheit, Anmut und Natürlichkeit verabschiedet hat – und vor seinem Untergang im Orkus der Bedeutungslosigkeit noch einmal die häßlichen Giftfackeln seiner ideologisierten Weltsicht abbrennt, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden.

Edit 05.08.2024:

Nachdem mir weitere Informationen und Fakten zugänglich geworden sind, die die persönliche Geschichte und den biologischen Sonderfall der Algerierin Imane Khelif erklären und erhellen, korrigiere ich meine obigen Text wie folgt:

Imane Khelif ist als Frau geboren, hat aber in ihrer Pubertät wohl einen Hormonschub bekommen, wie er typisch für männliche Jugendliche ist. Das hat nach biologisch-genetischen Kriterien einen „Mann“ aus ihr gemacht, obwohl sie als Mädchen aufgewachsen ist und sich auch so fühlt. Nach Auskunft von Genetikern ist es durchaus angemessen, sie biologisch als Mann einzustufen, was ihre Zeilnahme in einem Frauensport zumindest fragwürdig macht. Und nur darum geht es hier.

Sie als Mann, der sich als Frau „identifiziert“ zu bezeichnen, wie ich es zuerst getan habe, ist jedenfalls verkürzt und daher unzutreffend. Als Person und als Mensch hat Imane Khelif jeden Respekt und jede Anerkennung verdient, die Männern wie Fruen zusteht.

Werbung auf Facebook II

Bin ich der Einzige, der solche Anzeigen als brutalstmögliche Rentner- und Lohnarbeiterverarsche ansieht?

Offensichtlich kann man in diesem Staat die Rente nur „genießen“, wenn man zu einer kleinen betuchten Minderheit gehört oder im Lotto gewinnt.

Den Leuten für diese winzige, statistisch unwahrscheinliche Hoffnung Geld für Lotterielose aus der Tasche zu ziehen läuft dann einerseits über das absichtliche Spekulieren auf die NOTLAGE, die Bedürftigkeit vieler armer Berufstätiger und Rentner, die keine andere Möglichkeit als einen Lotteriegewinn haben, um ein anständiges Leben führen zu können.

Andererseits über die fromme Masche, das berechnende Ausnutzen der wie ein Damoklesschwert über jedem Lohnarbeiter hängenden Aussicht auf Altersarmut als gute Tat zu verkaufen, denn das Los unterstützt ja die „Aktion Mensch“ (früher „Aktion Sorgenkind“) – wiederum eine Wohltätigkeitsnummer, die per Glücksspiel das organisiert, was eigentlich gesellschaftliche, nämlich staatliche Aufgabe sein sollte: die Hilfe für geistig und körperlich eingeschränkte Menschen.

Alles in allem eine durchweg eklige Angelegenheit und lauter gute Gründe für Kommunismus.

Werbung auf Facebook

Sowas erscheint in meiner Timeline.

Ist ja schon schlimm genug, dass man in der Facebook-App mit jedem dritten oder vierten Posting von Werbung belästigt wird. Außer maximaler Profitabilität zählt nichts in dieser dystopischen Gegenwart, egal ob das Material zur Erzielung der Bereicherung Dinge oder Menschen sind.

Eklig ist nicht so sehr die Tatsache, dass Kapitalismus nun mal so funktioniert (das weiß man ja, wenn man denn will), widerwärtig ist der Umstand, wie offen, rotzfrech und unverschämt die Apologeten dieser feinen Lebensweise ihre Anpassung an das Ausbeutungs- und Bereicherungsdogma anpreisen.

Edit:
Ich glaube, was ich am deprimierendsten an solchen Anzeigen (beziehungsweise den darin kolportierten Inhalten) finde, ist die Selbstverständlichkeit, mit der deren Protagonisten sich keineswegs als rotzfreche Zyniker empfinden, sondern als freundliche Realisten von Verhältnissen, die sie nicht geschaffen haben, in denen sie aber erfolgreich zurecht kommen müssen.

Und das ist das wirklich Traurige und Tragische an dem Konkurrenzsystem.

Hoffnung gegen jede Hoffnung? Es gibt eine Welt außerhalb des kollektiven westlichen Irrsinns.

„In der Weltpolitik, der Wirtschaft und anderen Bereichen der internationalen Beziehungen sind tektonische Verschiebungen im Gange. Es entsteht eine gerechtere multipolare Weltordnung mit breiteren Möglichkeiten für die nationale Entwicklung und eine für beide Seiten vorteilhafte und gleichberechtigte internationale Zusammenarbeit.

Gleichzeitig beobachten wir eine verstärkte Anwendung von Gewalt, regelmäßige Verstöße gegen das Völkerrecht, zunehmende geopolitische Konfrontationen und Konflikte sowie wachsende Risiken für Stabilität und Frieden in der SCO-Region…“

https://eng.sectsco.org/20240709/1438929.html

So beginnt die Abschlusserklärung der Staaten der Shanghai Cooperation Organization (SCO), der die meisten eurasischen Staaten angehören, mit Belarus als neuestem Mitglied.

Diese Organisation ist neben BRICS+ eine der wesentlichen und wichtigsten Körperschaften, in denen die Weichen für die unumkehrbare Entwicklung hin zu der neuen, multipolaren Weltordnung gestellt werden, die jetzt Form annimmt.

Diese Veränderungen, deren Zeugen wir sind und die eine ganze neue Epoche der Menschheitsgeschichte einleiten (während sie die bisherige Epoche der westlichen Hegemonie beenden), sind der Grund, warum Medien und politischer Diskurs im kollektiven Westen voll ist mit Berichten, Analysen und Diskussionen über diese Entwicklung und die sie tragenden und gestaltenden Organisationen.

Nein, stimmt gar nicht; das Ausmaß des SCHWEIGENS bzw. der Nichterwähnung, ist erstaunlich, mit dem in westlichen Diskurs so getan wird, als könne der zunehmend sich selbst isolierende Westen so weiter machen wie bisher. Es wird so getan, als handele es sich bei der unumkehrbaren Veränderung der Machtzentren, der Warenströme und der geopolitischen Schwerpunkte auf dem Planeten um ein vernachlässigenswertes Phänomen – jedenfalls vor Publikum. Hinter den Kulissen wird daran gearbeitet, die Unumkehrbarbarkeit dieses Wandels aufzuhalten.

Die einzige Antwort, die der kollektive Westen auf seinen globalen Machtverlust durch die tektonische Verschiebung der Kräfteverhältnisse auf der Erde hat, ist nicht eine Anerkennung der neuen Verhältnisse und das Bemühen, sich an diese anzupassen – die Antwort ist Krieg: Propagandakrieg, Wirtschaftskrieg, echter Krieg.

Die absurde Tragik darin ist, dass all die Anstrengungen, die in den vergeblichen Versuch gehen, den Aufstieg Chinas, Russlands und BRICS+ aufzuhalten, den eurasischen Zusammenschluss durch die SCO, den Nord-Süd-Korridor vom russischen Eismeer bis an den persischen Golf, die Einbindung Afrikas, Südasiens und Lateinamerikas in die globale multipolare Friedensordnung zu verhindern, nicht nur zum Scheitern verurteilt sind aufgrund der schieren Masse an Territorium und ökonomischer Potenz der beteiligten globalen Mehrheit. Sie sind auch Mittel und Katalysator einer Verarmung und Überdehnung der Gesellschaften der westlichen Länder und tragen somit direkt zum beschleunigten Abstieg der „Goldenen Milliarde“, der Profiteure der jahrhundertelangen westlichen Dominanz, bei.

Wenn einen mal wieder der Jammer packt ob der hanebüchenen Kurzsichtigkeit des Macht(erhalts)strebens westlicher Entscheider, wenn man mal wieder an ihrer Konfrontationslust und Kriegsbereitschaft verzweifeln will, kann man ja an zwei einfache Tatsachen denken:

Erstens repräsentieren NATO, EU und Satelliten nur knapp 15% der Weltbevölkerung (und von Repräsentation kann hier eigentlich schon schon lange nicht mehr die Rede sein; die derzeitigen Machthaber werden nur von maximal 20 % Prozent ihrer jeweiligen Bevölkerung unterstützt) und inzwischen auch nicht mehr die weltweit größte kollektive Wirtschaftsleistung. Die ist jetzt in den BRICS-Staan zuhause.

Zweitens können Sie unterhalb der Atomkriegsschwelle militärisch kaum mit Russland und China (schon gar nicht mit der gebündelten Kapazität dieser beiden in Kooperation mit weiteren Staaten wie Iran, Nordkorea u.a.) konkurrieren. Der Zug ist abgefahren. Die militärisch-industrielle Produktion der nichtwestlichen Mehrheit ist vom kollektiven Westen weder mengen- noch qualitätsmäßig einholbar.

Das lässt zwar dem durch die NATO repräsentierten westlichen Neokolonialismus militärisch nur die Möglichkeit der Stellvertreterkriege, des Terrorismus, der Farbrevolutionen und ähnlich hässlicher Machenschaften. Es garantiert aber für die globale Mehrheit (immer unter der Voraussetzungen, dass die zunehmend in die Enge getriebenen Entscheider in Washington sich nicht zum Atomkrieg veranlasst sehen) eine verlässliche und durch die ökonomische Überlegenheit gewährleistete, militärische Unüberwindbarkeit des Weges in die multipolare Weltordnung, mit der die bisherige „regelbasierte internationale Ordnung“ des NATO—Faschismus abgelöst wird.

Ist das eine Hoffnung in hoffnungslosen Zeiten? Ja und nein. Den eurozentristische, westlichen Blickwinkel zu verlassen ist ein Gebot der Vernunft und der intellektuellen Redlichkeit, sofern man an den Fakten interessiert ist. Dass wir alle unter einer Glocke westlicher Propaganda sitzen, ist nicht vermeidbar, solange wir Insassen des kollektiven Westens sind.

Wir können uns aber aus nicht-europäischen, nicht-amerikanischen Quellen sachkundig machen; wir können die unabhängigen Medien bei uns, in USA und anderswo konsultieren. Dann kann ein frischer Wind der Aufklärung durchs westlich kontaminierte Oberstübchen pusten. Das hat gleichzeitig den unterhaltsamen Vorzug, dass das unendlich dumme, so kindische wie aggressive Kriegsgeschrei der westlichen Herren von Geschäft & Gewalt sich immer mehr anhört wie Live Comedy und unfreiwillige Satire.

Man muss sie trotzdem tödlich ernst nehmen, immerhin wollen sie uns als Geiseln, Melkkühe und Kanonenfutter für ihre Kriege hernehmen. Aber lachen muss man über sie schon können, sonst wäre alles nur noch ins Zwielicht suizidaler Dämmerung getaucht.

Eine bellizistische Hetzerin und intellektuelle Nullnummer im Außenamt

Die Distanz, die die BRD-Außenminsterdarstellerin inzwischen zu Fakten und Realitäten erreicht hat, lässt sich wohl nur in Lichtjahren messen.

Bei Baerbock muss man allerdings annehmen, dass die Frau tatsächlich so dumm ist, dass sie GLAUBT, was sie da von der „russischen Terrorbesetzung“ erzählt, unter der „die Menschen“ im Donbass „seit zweieinhalb Jahren leiden“ – dieselben Menschen, die sich schon 2014 von dem neo-nazistischen Regime in Kiew abgewendet haben und die seitdem von eben diesem Regime mit Krieg überzogen werden. Dieselben Menschen, die in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit ihre Rückkehr in die Russische Föderation beschlossen haben.

Aber 360-Grad-Baerbock fabuliert munter weiter über die „Ost-Ukraine“ unter der „russischen Terrorbesatzung“ und wirkt dabei wie jemand, der vor einem Berg Tomaten steht und inbrünstig behauptet, diese wäre erstens blau und zweitens Kiwis.

Ja, ich denke, die Frau lügt nicht einfach frech drauflos wie ihre sonstigen Kollegen aus der „NATO gut, Russland böse“-Abteilung, sondern IST wirklich so dumm, wie sie daherredet.

Das Gute daran: mit jedem Satz, den diese Schwätzerin öffentlich verkündet, redet sie sich weiter um Kopf und Kragen und zeigt, was für eine bellizistische Hetzerin und intellektuelle Nullnummer sie ist.

https://freedert.online/meinung/207206-baerbock-will-donbasshilfe-leisten-waere

Neue Normalität auch im Fußball

Da haben sich zwei gefunden, in der „neuen Normalität“.

Ob die Düsseldorfer FDP-Kriegshexe Flak-Zimmermann jetzt statt Fortuna-Anhängerin BVB-Fan wird?

Wer jetzt noch den gelb-schwarzen Schal anzieht, sollte sich lieber gleich freiwillig an die Ostfront melden:

„Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung von Borussia Dortmund: „Sicherheit und Verteidigung sind elementare Eckpfeiler unserer Demokratie. Deshalb halten wir es für die richtige Entscheidung, uns sehr intensiv damit zu beschäftigen, wie wir diese Eckpfeiler schützen. Gerade heute, da wir jeden Tag erleben, wie Freiheit in Europa verteidigt werden muss. Mit dieser neuen Normalität sollten wir uns auseinandersetzen. Wir freuen uns auf die Partnerschaft mit Rheinmetall und öffnen uns als Borussia Dortmund ganz bewusst für einen Diskurs.“

Armin Papperger, Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall AG: „Mit dem BVB und Rheinmetall haben sich zwei Partner gefunden, die mit ihren Ambitionen, ihrer Haltung und ihrer Herkunft gut zueinander passen. Der BVB ist ein Verein aus dem Herzen von Nordrhein-Westfalen und steht wie kaum ein anderer für das Streben nach Spitzenleistung und internationalem Erfolg. Rheinmetall ist in der Metropolregion Rhein-Ruhr tief verwurzelt und möchte seine Marke als führendes Systemhaus der Verteidigungsindustrie und als Treiber industrieller Innovationen in zivilen Märkten auch international noch bekannter machen.“

Borussia Dortmund setzt im Rahmen seiner Partnerschaftsprogramme neben sportlichen und wirtschaftlichen Perspektiven bewusst auch auf gesellschaftliche, soziale und ökologische Entwicklungspotenziale. Unter anderem engagiert sich der Verein im Rahmen bereits bestehender Partnerschaften für die Förderung regenerativer Energien, digitale Teilhabe oder Vielfalt und Gleichberechtigung.“

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Quelle: http://www.bvb.de/Partner/Business-News/News/Taking-responsibility-Rheinmetall-wird-Champion-Partner-des-BVB

Theoretische Grundlagen der Phantasierealität westlicher Kriegsherren

Die Stärken von Brian Berletics Lageberichten sind sein militärischer Background als früherer US Marine und sein konsequenter Rückgriff auf ausschließlich westliche Quellen, um seine Einschätzungen und Analysen zu belegen.

Sein neuester Report ist besonders interessant, weil er sich darin mit der Phantasierealität beschäftigt, die westliche Politiker, Medien und Think-Tanks bewohnen – und die sie gleichzeitig auf Russland projizieren. Das kollektive westliche Denken, das Politik- und Medienmachern von ihren Denkfabriken mundgerecht dargereicht wird, ging vor der Militärischen Sonderoperation und eine gute Weile bis zur ukrainischen „Gegenoffensive“ 2023 hinein von einem Wunschbild russischer Schwäche aus. 

Inzwischen kommen etliche westliche Quellen – Medien, Vordenker, gelegentlich und zögernd auch politische Entscheider – zu der Einsicht, dass ihr Stellvertreterkrieg gegen Russland nicht nur nicht gewinnbar, sondern definitiv und unwiderruflich verloren ist. Die Realitäten auf dem Schlachtfeld lassen ihnen keine andere Möglichkeit, als die desaströse Situation ihrer ukrainischen Schützlinge einzuräumen. Trotzdem gibt es Stimmen, die den Krieg um jeden Preis verlängern wollen und sogar von einem Sieg über Russland sprechen.

Zwei davon gehören Andriy Zagarodnyuk, früherer Verteidigungsminister der Ukraine und Elliot A. Cohen, ein Vorzeigeintellektueller der US-NeoCons und Mitglied des Project for the New American Century, eines der einflussreichsten Think-Tanks des vormaligen Hegemons.

Brian Berletic nimmt den Artikel dieser beiden Premium-Kriegstreiber Stück für Stück auseinander, indem er ihn mit den Fakten abgleicht. Die in dem „Business Insider“-Artikel geäußerten Standpunkte sind in ihrer Realitätsferne und ihrem Wunschdenken oft so bizarr, das es beinahe komisch wirkt – allerdings muss man sich vor Augen führen, dass dies die intellektuellen Richtlinien und Eckpunkte sind, anhand derer westliche Politiker ihre politischen Entscheidungen fällen und die ihr Handeln gegenüber Russland bestimmen.

Der Einfluss solcher Thesen aus Strategiepapieren, Op-Eds und Vorträgen auf die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung der westlichen Eliten ist nicht zu unterschätzen, und deshalb ist es so wichtig, dass Leute wie Brian Berletic sich die Mühe machen, aus den Gedankenblasen der Kriegstreiber die Luft rauszulassen.

Linksradikale Mißverständnisse über Imperialismus und die russische Militäroperation in der Ukraine oder Trotzkismus: Fünfte Kolonne des Imperialismus

Von manchen „Linken“ hört man zum Ukraine-Konflikt diese Einschätzung: „Das ist ein Kampf zwischen zwei imperialistischen Lagern; Kommunisten sollten nicht für eines der beiden Partei ergreifen, sondern sich mit der ukrainischen Arbeiterklasse gegen den ukrainischen und den russischen kapitalistischen Staat solidarisieren!“

Dieser Unsinn kommt tatsächlich bei etlichen besonders rrrrrevolutionären (meist jüngeren) Zeitgenossen an. Warum das ein Fehler ist und worin dieser Fehler begründet liegt, erklärt die famose Joti Brar, Co-Vorsitzende der britischen CPGB-ML, in ihrem äußerst hörenswerten Freitags-Beitrag – an diesem Wochentag ist sie stets bei Garland Nixon zu Gast ist, wo sie mit ihm und uns ihre brillanten, kenntnisreichen und treffenden Einsichten in den Lauf der imperialistischen Welt, Geopolitik und Klassenkämpfe teilt.

Diesmal nehmen Garland und Joti sich die ideologische Waffe vor, die die imperialistische Propaganda gerade gegen Linke, vor allem gegen (potentielle) Kommunisten, seit Jahrzehnten erfolgreich einsetzt: den Trotzkismus.

Am Beispiel eines „linksradikalen“, scheinbar anti-imperialistischen Pamphlets eines „Ukraine Solidarity Movements“ nimmt Joti hier die Lügen auseinander, mit der diese trojanischen Pferde des Imperialismus mit linken Phrasen die Agenda des Imperialismus durchzusetzen versuchen – und damit speziell unter jungen Leuten, Studenten usw. oft sehr erfolgreich sind.

Die grundlegende Prämisse in dieser Aussage ist eigentlich die Lüge, dass der Krieg in der Ukraine ein zwischenimperialistischer Krieg ist. Aber sie sagen nicht, dass die USA die Guten sind, sondern sie sagen, es gibt zwei Bösewichte. Und die Bösewichte sind einerseits der US Imperialismus und andererseits der russische Imperialismus.

Diese Aussage stellt die Realität auf den Kopf, denn sie zieht einen Vergleich zwischen dem Krieg in der Ukraine und dem Krieg in Palästina – aber sie hat es auf den Kopf gestellt, in welche Richtung der Genozid ging.

In der Erklärung wird der russische Krieg in der Ukraine mit dem Krieg des Westens in Palästina verglichen, aber das Problem ist, dass sie ihn auf den Kopf gestellt haben. Der russische Krieg in der Ukraine ist ein antifaschistischer Krieg der Selbstverteidigung und der nationalen Befreiung, aber der von den USA unterstützte zionistische Angriff in Palästina ist ein faschistischer Angriffskrieg, um die imperialistische Herrschaft über Palästina und den gesamten Nahen Osten zu erzwingen, also haben sie alles auf den Kopf gestellt. (…)

Es ist eine klassische trotzkistische Taktik, die vorgibt, von einem fortschrittlichen Standpunkt in Bezug auf Russland zu kommen; sie erklären, dass Russland die Ukraine als Volk auslöschen will, ihre nationale Identität auslöschen will – genau das Gegenteil von dem, was passiert ist, nämlich dass die ukrainische Elite, das ukrainische Regime, und insbesondere der faschistische Teil davon, das ausdrückliche Programm hat, die russische Identität, die russische Sprache von ukrainischem Boden zu löschen. (…)

https://www.youtube.com/live/VNh7zw9dQd0?si=z5tJqdFXObP3DMfa

Die allumfassende Idiotie bürgerlicher Propaganda: bei Wahlen und im Krieg noch debiler als sonst

In Wahlkampfzeiten wird die allgegenwärtige Beleidigung der Intelligenz, die das politische Leben eines bürgerlichen Staates ohnehin darstellt, noch einmal potenziert. Die unfreiwillig satirischen Slogans und Parolen speziell auf Plakaten von Parteien, die gar nicht genug Krieg führen und darüber den eigenen Standort deindustrialisieren können, erklimmt himalayaeske Höhen. 

Wie immer ganz vorne mit dabei: die ökoimperialistische Fraktion der Faschisierung, genannt „Grüne“. Ob diesen Moralaposteln und Verzichtspredigern, diesen Russenhassern und China-Bashern, überhaupt auffällt, wie bizarr ihre Schlagzeile „Wirtschaft stärken“ wirkt? 

Haben sich die „Grünen“ als Speerspitze von Faschisierung und Krieg den Bundeswehr-Werbeslogan „Mach, was wirklich zählt“ absichtlich (nur leicht abgewandelt) zu eigen gemacht („Machen, was zählt“)? Soll das die unbedingte Kriegstüchtigkeit und -Bereitschaft dieser Ostlandkrieger unterstreichen? 

All dies im Umkreis einer Straße, deren höchstes Wohnhaus eine große Statue des Vogels ziert, der seit alters her Weisheit und Klugheit symbolisiert: die Eule. Heute wacht sie über den Abgrund von Dummheit und über die bellizistische Idiotie, die sich unweigerlich einstellt, wenn die Dummen sich für klug halten und die Machthaber Idioten sind.