Ende eines Gauklers

Er klimperte auf dem Klavier mit seinem Pimmel.
Das weiße Pulver brach ihm das Genick
im übertrag‘nen Sinn. Das echte wird demnächst durch einen Strick
gebrochen. Doch wird nicht der Himmel
die letzte Heimat dieses Gauklers sein,
sondern der Ort, wo Seelen laut im Feuer schrei‘n.

Vorfreude

Der Juli geht zum Glück zu Ende,
der Lohnarbeiter reist behende
am ersten Tag schon vom August
ins Mekka seiner größten Lust:

Zum Ostseestrand, wo Fischer Kruse
in seiner blau gestreiften Bluse
dem Fisch seine Bestimmung schenkt,
ihn zwischen Brötchenhälften zwängt,

um ihn dann mir und meinesgleichen
aus seiner Bude zuzureichen.
Wer dies nicht schätzt, der ist gewiß
kein Kenner (und kein Kommunist!).

Endsiegpoesie

Der Kanzler spricht zu seinen Deutschen:
„Der Russe kommt! Er will uns peitschen
mit seinen Hyperschallgeschossen
mit denen Putler und Genossen

– so wie‘s des Russen Art nun mal –
uns so bedroht wie dazumal,
als der brutale Bolschwik
uns zwang zu Gegenwehr und Krieg!

Diesmal, ich schwör‘s beim Schwarzen Stein,
fängt sich der Russe eine ein!
Seid kriegstüchtig, wie‘s euch befohlen!
Es gilt, den Endsieg nachzuholen!“

Moritat vom vergnügungssüchtigen Weib, die den Tod traf und ihn um ein Lied bat, weil sie ihn nicht erkannte

„Gevatter, spiel Er mir ein Lied
es ist schon spät, lang war der Tag!“
„Lieb Frouw, erlaubet dass ich frag:
Ihr wißt, was euch geschieht

Heb ich zu spielen an?
Ihr müsst mir folgen immerdar
mir fügsam dienen alle Jahr‘,
verlassen euren Mann.“

„Oh weh,, ihr garstig Gaukeltrug,
Ihr wollt mich arg verstören!
Nimmer will das Lied ich hören,
ich hab von euch genug!“

„Zu spät,, zuend‘ ist Eure Zeit!!
Der letzte, der mich fragt am Tage,
der trägt die Folgen seiner Frage
und ist dem Tod geweiht!“

„Seid Ihr‘s gar selber, bleicher Hans?
Ich Schaf! Ich kam nicht drauf!
Weh mir! Schon fordert er mich auf
zum allerletzten Tanz!

Leb wohl, geliebter Ehemann
du warst ein braver Gatte,
der beste den ich hatte!
Das war‘s, adieu, ich gehe dann.“

“Ich Armer, Trauer muss ich tragen!
Sie geht mit diesem Knochenmann!
Wer wird denn für mich kochen dann?
Ich werd‘ die Schwester fragen!“

Im Totenreich für alle Zeit
sind Frouw und Knochenmann;
Die Schwester (die nicht kochen kann)
die hat der Mann gefreit.

Der Islam und ich: das wird nichts mehr

Versuch einer poetischen Annäherung an islamische Partenerschaftskonzepte

Es zieht der brave Muselmann
der Muselfrau die Burka an,
denn Weibsgesichter sind von Übel
für den frommen Muselschniedel


Kränkung

(Ich hab’s heute mit den Muslimen. Ich hoffe, meine muslimischen Freunde verzeihen es mir noch mal.)

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Schlimm.
Gemein, wie die Muslime gekränkt werden.
Kein Wunder, dass die alle dasitzen und weinen:.

Reinkarnationsballade

Von oben, vom Zenith der Brücke,
betrachte ich mir diese Welt.
Es ist ein Reich von List und Tücke,
ein Kampf um Liebe und um Geld.

Der Mensch, blind für die Knappheit seiner Zeit,
begreift sein kurzes Leben nicht.
Er wühlt in Dreck und Dunkelheit
und selten strebt er nach dem Licht.

Zum Schluß legt er sich müde nieder,
fragt sich erschöpft: Was soll das bloß?
Dann stirbt er, kommt als Käfer wieder
und alles geht von vorne los.

DAS SANKTIONSLIED

Wer hierzulande nicht pariert
der wird in Zukunft sanktioniert!

RT auf deinem Telefon?
ZACK! Schon setzt es ne Sanktion!
Russophobie ist dir nicht recht?
Sanktionen rücken dich zurecht!

Das Russland uns EUROPA raubt:
Wir sanktioniern euch bis ihr’s glaubt!
In deinem Oberstübchen wohnen
falsche Gedanken? Dann: SANKTIONEN!

Du magst im Winter nicht gern frieren?
Du PUTINKECHT! Wir sanktionieren!

Doch sanktioniern wir DEMOKRATICH,
und euch Russenfreunden rat‘ ich:
Seid klug und huldigt diesen Vieren,
dann müssen wir nicht sanktionieren:

Die Uschi, Stahmer, Merz, Macron –
sie geben vor den neuen Ton
der heute durch Europa schallt,
in Bürgerköpfen widerhallt,
bis alle nur noch einig blaffen
„Zu den Waffen! Zu den Waffen!“

Wer weiter unsre Politik
bemäkelt und in Zweifel zieht,
der weiß ab jetzt, wohin das führt:
Er wird dann nämlich sanktioniert
bis Ärger, Strafen und Verdruß
ihn heilen von dem Russenstuß,
auf dass er wieder Teil werde
der russophoben Kriegerherde.

Zum Tag des Sieges: »Runter die Fahne!«

Möchtest du vielleicht erfahren,
Wie vor achtzig, neunzig Jahren
Hitlers Nazis sich benahmen
gegenüber Russenfahnen?

Du musst keine Bücher lesen
oder damals dort gewesen.
Den Geist des Führers sieht man zieh‘n
durch das heutige Berlin.

»Runter die Fahne!«

Am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park wird ein Mann von Einsatzkräften der Berliner Polizei abgeführt.

Sein »Verbrechen«: das Mitführen einer russischen Flagge und einer Fahne mit einer Friedenstaube

(Junge Welt auf X)

Die politische Elite, die ihre Legitimität auf der Grundlage von Werten beansprucht, begeht Selbstmord

Wer von diesen netten Beiden
kennt sich aus im Halsdurchschneiden?
Beide! Hättet ihr‘s gedacht?
Doch einer nur hatˋs selbst gemacht –
der and‘re, hier beim Freundbegrüßen,
LÄSST lieber metzeln, morden, schießen.

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„Die politische Elite, die ihre Legitimität auf der Grundlage von Werten beansprucht, begeht Selbstmord:

Die liberale Demokratie wird heutzutage verteidigt, indem man die Opposition verhaftet, Wahlergebnisse annulliert, die Meinungsäußerung kriminalisiert und sich mit Terroristenführern verbündet“

(Glenn Diesen auf X)