Oh Schwein! Du sitzt allein und stumm vor einem leeren Tellerchen – warum? Wohin ist deine Schweinefrau verschwunden, und auch: was genau ist unter jenem runden Deckel auf des Kellners Schale verborgen, aber gleich zum Mahle dir dienend? Lass mich raten: Ist‘s Schweinbraten?
Tief im Osten liegt ein Staat, da herrscht ein übler Autokrat, der alles ganz allein bestimmt und jedem seine Freiheit nimmt, der was dagegen sagt – so wird es hier beklagt.
Dieser schlimme Finger hat den Hunger eines Nimmersatt auf uns, die wir in freien Ländern an seines Riesenlandes Rändern ein feines Leben haben – so hört man viele sagen.
Zwar gibt‘s auch dort, was hier man kennt: Wahlen, Rechtsstaat, Parlament; Doch ist der Westen schwer verdrussen weil Putin™ dort von seinen Russen geschätzt und hoch geachtet wird – und das, sagt man uns, ist verkehrt!
Denn Merz und Starmer und Macron, freuen sich ja sogar schon, wenn keine Eier auf sie fliegen für ihre kriegsbereiten Lügen: „Russland will Krieg!“ – wir ahnen, dass sie ihn selber planen.
Die Pleiteländer der EU und auch die Inselaffen legen geschäftlich nur noch zu mit Rüstung, Krieg und Waffen.
Willst du das Volk zum Krieg bewegen, musst du ihm täglich nahe legen, dass man das Böse stoppen muss – und das Böse ist der Russ‘, der, weil er nun mal Autokrat, nur Aggression im Sinne hat.
Erst Kiew, später Polen, dann kommt er, uns zu holen! „Oh Schreck lass nach, da kommt er schon!“ Das ist sonst nichts als: Projektion.
Europa wird vor Furcht fanatisch und dabei selber autokratisch: Es hat sich in den Krieg verheddert, die eig‘ne Wirtschaft bald geschreddert, ‚ zerschlägt jetzt noch den Wohlfahrtsstaat – Doch Putin™ ist der Autokrat?
„Weil der Russe Böses plant Musst du ärmer werden und demnächst – du hast‘s geahnt – dann auf dem Schlachtfeld sterben.
Dazu müssen wir dein Geld für den Krieg verbraten; im Gegenzug wird dir erzählt das Feindbild „Autokraten“.
Wozu? Das darfst du ruhig erfahren: Wir brauchen diese Waffen, um doch, nach nunmehr neunzig Jahren, den Endsieg noch zu schaffen!“
Der Herr Finanzminister ist ein deutscher Sozialfaschist. Er prahlt mit selbstzufried‘ner Miene mit dem, was schon der Ukraine an deutschen Geldern zugekommen und deutschen Bürgern weggenommen wurde und demnächst noch wird.
Der Bürger denkt „Mich tritt ein Pferd! Ham die Berliner sie noch alle?“ Sein Denken steckt in einer Falle: Der Herr Minister macht dies nicht weil er ein arger Bösewicht oder auch nur ein Dummkopf sei – er denkt sich nämlich was dabei!
Er macht‘s, weil Armut, Krieg und Rüsten der Job ist von Sozialfaschisten, wenn in der Krise wieder mal in Deutschland Staat und Kapital beschließen, dass Geschäft und Macht ganz viel Gewalt jetzt nötig macht.
DAFÜR die Leute zu verarmen, dabei moralisch rumzubarmen und Krieg als edle Tat verkaufen: DAS macht den Mann und seinen Haufen zum unverzichtbar’n Instrument der Bourgeoisie – die keinen kennt, der dafür so geeignet ist wie eben ein Sozialfaschist.
Die Nordsee ist ein wildes Wasser. Ihre Fluten sind viel nasser als die der Ostsee beispielsweise: die ist dagegen lahm und leise.
Und erst die Südsee! Faul und stumm plätschert sie in den Tropen rum. All diese Meere kennt man bestens. Doch was ist mit der See des Westen?
Die Westsee wird gern totgeschwiegen und das kann nur an einem liegen: Im Gegensatz zu and‘ren Meeren Liegt sie im vagen Ungefähren.
Dort wo, weit hinterm Horizont (und auch davor) das Rätsel wohnt, das letzte Wort, der Grund des Seins, wo aufgehoben „deins“ und „meins“, wo schaurig-tief der Abgrund gähnt und ewig-still die Leere stiert – drum wird die Westsee ignoriert, verleugnet, nirgendwo erwähnt.
Jetzt wisst ihr es. Doch wisst ihr NICHTS! Das ist der Zweck dieses Gedichts.
Deutschland marschiert im Sauseschritt zum Krieg, und alle gehen mit. Man hasst den Russen voller Lust weil die im Fernseh‘n sagen: „Der Iwan will uns an den Kragen!“
„Wir haben doch von nix gewusst!“ wird man dann später klagen.