Flucht aus dem Reich des bösen Königs: Im dunklen Wald 

Kapitel 1

Die Menschen im Reich des eitlen, aber knöchernen Königs Schwarzfels waren erschöpft von den immer neuen Auflagen, mit denen der dumme und grausame Herrscher sie überzog. Zudem plagte sie eine große Sommerhitze, so daß ihnen bald nicht nur König Schwarzfels, sondern die eigene Zunge zum Halse heraushing.

Nur nachts verschafften sie sich Erleichterung, verschwanden in den Zauberwald und verwandelten sich in allerlei Tiere.  Sie hatten Ruhe vor den Zumutungen und den Häschern des hartherzigen Königs und vergaßen die Widrigkeiten des Lebens im Reiche des bösen Schwarzfels und seiner Spießgesellen für eine Weile. Der Wald, den sie durchstreiften, sobald das Zauberreich des Traumes seine Pforten öffnete, veränderte sich jedes Mal, wenn sie ihn betraten. Eines Nachts stieß eine Gruppe Freunde, angeführt von Uskari, dem neugierigen Mischlingshund, an der tiefsten Stelle des Waldes auf einen großen geöffneten Kühlschrank.

Weil sie in ihrer Tiergestalt wenig bis gar keine menschliche Logik besaßen, fragten sie sich garnicht erst, wie ein Kühlschrank mitten im Wald ohne Stromanschluß funktionieren konnte. Sie näherten sich neugierig und hofften, dass im inneren des leuchtenden Gesellen etwas Leckeres für jeden dabei sei. Das war aber nur begrenzt der Fall; das Stück Käse war schnell weggegessen, die Milch leergetrunken und mit den seltsamen Flaschen mit den Korkverschlüssen konnte niemand etwas anfangen.

„Das ist bestimmt wieder so ein Trick des bösen Königs!“ murmelte der Hase, der auf Karotten und anderes Gemüse gehofft hatte. Damit aber hatte er den Bann gebrochen, der die Tierkameraden im Zauberwald für die Dauer ihres Aufenthaltes die bedrückenden Verhältnisse außerhalb des Waldes vergessen ließ. Der Wald und alles mit ihm verschwand zischend wie ein Wassertropfen auf einer heißen Herdplatte und jeder fand sich alleine und in der nächtlichen Hitze schwitzend auf seinem Bett wieder, aufgewacht aus einem Traum, der zu kühl und freundlich war, um wahr zu sein.

Am nächsten Tag mussten alle wieder in der glühenden Sonne ihrer Fron nachgehen, angeleitet und überwacht von den Schergen des bösen Königs. Sie mussten ihre eigenen Häuser Stein für Stein abreißen und die Steine durch die sengende Wüstenhitze zur großen Baustelle schleppen, denn dort sollte eine gewaltige, waffenstarrende Feste entstehen. Die nächtlichen Waldbesucher waren von König Schwarzfels und seinem Hofstaat aus Schurken und Taugenichtsen nämlich dazu ausersehen, in die Schlacht zu ziehen, ob sie wollten oder nicht. 

Es mehrten sich aber Groll und Hader unter den Waldbesuchern, denn auch die königstreuesten unter ihnen merkten, dass ihrem Dasein nach und nach die Freude und die Leichtigkeit genommen ward, vor allem aber konnten sie arbeiten soviel sie wollten und es reichte hinten und vorne nicht…

(Im nächsten Kapitel erfahren wir, wie die Waldbesucher beschließen, fortan nur noch im Dunklen Wald zu hausen und wie sie dem bösen König und seinen grausamen Dienern den Dienst aufkündigen)

Die Ente

„Die Ente“ / Musik: Johann Sebastian Bach, Choral „So fahr ich hin zu Jesu Christ“, Oboenkonzert (BWV 105, 170 & 49) 3. Adagio, Albrecht Mayer & The English Concert


Auch mit den heutigen Mitteln der KI muss man für ein paar Sekunden Film einen beachtlichen Aufwand treiben – jedenfalls wenn’s länger dauern soll, als die 6 Sekunden Animation, die Grok aus hochgeladenen Bildern erstellt. Wenn man dann noch ein paar Minimalansprüche an Inhalt, Präsentation, „Story“ eventuell und passende Soundeffekte und Musikuntermalung hat, müssen in der Regel verschiedene Bearbeitungswerkzeuge (und einiges an Zeitaufwand) zum Einsatz kommen.

Trotzdem ist das ein Klacks gegen die Mühe, die frühere Trickfilmzeichner hatten, als jedes Einzelbild von Hand gezeichnet, koloriert, abfotografiert und schließlich zu einer zusammenhängenden Bewegtbildfolge montiert wurde.

Solch Zeitvertreib scheint zwar eine der kreativeren Einsatzmöglichkeiten der KI, aber nach Lage der Dinge kann das nicht die Nachteile aufwiegen, die diese Technologie im Kontext einer neofeudalen finanzkapitalistischen Klassengesellschaft zwangsläufig mit sich bringt.

Wie die australische Bloggerin und Aktivistin Caitlin Johnston kürzlich schrieb, ergänzen sich KI-Anwendungen und das kapitalistische Bedürfnis nach Kontrolle aller Aspekte der Geschäftemacherei aufs Vortrefflichste:

Eure Herrscher wollen, dass ihr euch beim Denken auf Maschinen verlasst.
Sie wollen, dass ihr euch beim Denken, Recherchieren, Analysieren und Schreiben auf KI verlasst.
Sie wollen, dass ihr leicht kontrollierbare Software benötigt, um euer Verständnis der Welt zu formen und dieses Verständnis anderen gegenüber auszudrücken.
Sie können die Maschinen kontrollieren, aber sie können den menschlichen Verstand nicht kontrollieren. Deshalb wollen sie, dass ihr euren Verstand zugunsten der Maschinen aufgebt.
Sie wollen, dass ihr euch auf künstliche Intelligenz verlasst, damit ihr aufhört, eure organische Intelligenz zu nutzen.
Sie wollen, dass eure Fähigkeiten zum kritischen Denken verkümmern.
Sie wollen, dass eure Fähigkeit, unbequeme Informationen zu finden und zu analysieren, nachlässt.
Sie wollen, dass eure Inspiration und Intuition verfallen.
https://open.substack.com/pub/caitlinjohnstone/p/they-want-you-relying-on-artificial

Anzumerken wäre höchstens, dass man es ja selbst in der Hand bzw. im Verstand hat, die eigene Inspiration, Intuition und generell das kritische Denken nicht den Erfordernissen der Eliten und der politischen Machthaber zu unterwerfen. Man kann die Möglichkeiten der Technologie auch gegen die Herrschenden, gegen die imperialistische Barbarei richten, wenn man sie für listige, geschickte, subversive und gut gemachte Agitation verwendet.

Das möchte ich wenigstens gerne glauben. Aber wie es – unter der Voraussetzung, dass das westliche imperialistische System sich so lange hält – in wenigen Jahrzehnten aussehen wird, mit dann zwei bis drei Generationen, die in einer kollabierenden, deindustrialisierten Gesellschaft KI als allgegenwärtige Denkkrücke und Bespaßungsdroge erfahren haben, vielleicht von irgendeinem Bürgergeld-Grundeinkommen knapp am Überleben gehalten werden – das möchte ich mir lieber nicht vorstellen.


Verwendete Tools für das obige 50-Sekunden-Filmchen:

Concepts – Zeichnung und Kolorierung

PicsArt– Bildbearbeitung

Retouch – Retusche

Grok – Animation

Premiere Rush – Videobearbeitung

Drei Freunde auf Wanderschaft

Vor langer Zeit, als die Tiere noch sprechen konnten, lebten im Südwald drei Freunde: der Bär Bruno, der Fuchs Fredo und der Hase Hugo. Das Ungewöhnliche an ihrer Freundschaft war nicht nur, dass sie überhaupt Freunde wurden – denn normalerweise jagt der Bär den Fuchs und der Fuchs den Hasen. Das Besondere an ihrer Freundschaft war, dass alle drei, so oft sie konnten, zusammen Ausflüge und Wanderungen machten, denn sie waren neugierig, was in Wald und Welt so vor sich ging. Der Fuchs, der der Schlaueste von ihnen war, sagte gerne „Wenn wir immer nur im Wald bleiben, werden wir alle selber Blätter, verfärben uns im Herbst und vergammeln schließlich auf dem Waldboden!“. Das verstanden die anderen beiden zwar nicht, aber es hörte sich sehr klug an, und sie bewunderten den Fuchs dafür. 

An einem gemütlichen Herbsttag machten sie sich auf, um zunächst ihre gemeinsame Patentante Edda die Eule zu besuchen. Edda war waldweit bekannt für ihre Weisheit, die sie gerne mit jedem teilte, der zu ihr kam und sie um Rat frage. Aber die drei Freunde wollten nicht um Rat fragen, sondern bei der Patentante lecker essen und trinken. Edda war nämlich, mehr noch als für ihre eulenmäßige Weisheit, für ihre Kochkunst und ihre Kekse berühmt. Das lag daran, dass viele Eulen weise sind (eigentlich die meisten), aber nur wenige können richtig gut kochen und backen.

Nach einer langen Wanderung durch den herbstlichen Wald kamen die drei Freunde schließlich am Haus der Eule an. Es war gerade Vollmond, und darum flogen alle möglichen Hexen und Gespenster umher und wollten die Wanderer erschrecken. Aber diese lachten nur, denn Gespenster können GAR NICHTS machen, weil sie keinen Körper haben. Selbst wenn sie direkt durch einen durchfliegen, spürt man höchstens einen kühlen Luftzug und das war‘s. Und die Hexen waren erst recht ein Witz, denn jeder im Südwald wusste, was es mit dem Besenritt der Hexen auf sich hatte: sie konnten nur mit FURZ-ANTRIEB fliegen. Damit erzeugten sie den Rückstoß, der sie in der Luft hielt und mit dem sie manövrierten. Sie mussten extra deswegen ständig nur Linsen und Bohnen essen und pupsten im Grunde ohne Unterlaß. Weil den Hexen das selber ziemlich peinlich war, zischten sie immer nur in der Luft hin und her, aber landeten erst, wenn sie wieder zu Hause waren und schnell aufs Klo konnten.

Edda die Eule begrüßte die Wanderer und wedelte mit der Speisekarte rum, auf der all die leckeren Sachen aufgeschrieben waren, die es gleich geben sollte. „Esst erst mal was, ihr müsst doch hungrig wie die Bergziegen sein!“ sagte sie. Das ließen sich Bruno, Fredo und Hugo nicht zweimal sagen. Im Handumdrehen saßen sie am gedeckten Tisch und hauten rein, dass es eine Art hatte – sogar die Rucksäcke vergaßen sie abzulegen, so hungrig waren sie. „Tante Edda, das ist so lecker, davon wird sogar eine Bergziege satt!“, brummte Bruno der Bär zufrieden. Und Fredo der Fuchs wischte sich die Schnauze und sagte: „Lieber eine Mahlzeit auf dem Tisch als eine Speisekarte in der Pfote!“, was wieder mal ein Beweis seiner Klugheit war. Hugo der Hase aber sagte gar nichts; er konnte nicht mehr sprechen, so pappsatt war er. 

Jedenfalls spachtelten die drei, bis sie nicht mehr konnten und Tante Edda freute sich, dass es allen so gut schmeckte. Zum Schluss waren sie so vollgefressen, dass sie sich kaum noch bewegen konnten und ganz schön müde wurden. „Müd und satt, wie schön is dat!“ konnte Bruno der Bär, dem vor lauter Müdigkeit immer wieder die Augen zufielen, gerade noch grunzen. Das ist bei Bären nichts Seltenes, weil Bären eigentlich immer müde sind, besonders wenn’s in Richtung Herbst und Winter geht, wo sie am liebsten nichts anderes als Winterschlaf machen. Aber vorher schlagen sie sich den Bauch richtig voll, denn so will es das Bärengesetz. 

Tante Edda hatte das natürlich kommen sehen, denn sie kannte ihre Pappkartons, wie man bei den Tieren sagt. Die kuscheligen Betten waren schon gemacht und schwups! lagen die drei Wanderer müde und zufrieden unter warmen Decken. Es stellte sich aber heraus, dass der Tag und das Erlebte viel zu aufregend und spannend war, als dass sie gleich einschlafen konnten, und so unterhielten sie sich noch über die Abenteuer, die sie erlebt hatten und noch erleben wollten, erzählten sich Witze und und lachten und alberten herum.

Edda die Eule, die ja schon etwas älter und strenger war, aber ein gutes Herz hatte, hörte sich das alles an und lachte sogar manchmal mit. Da sie nicht nur weise war, sondern in ihrem langen Leben auch ein bisschen Zauberei gelernt hatte, sprach sie hinter vorgehaltenem Flügel einen Flugzauber über die Rucksäcke aus, so dass diese sich erhoben und durch den Raum zu schweben begannen.

Da staunten die drei Freunde nicht schlecht; sie konnten gar nicht mehr aufhören zu kichern, weil sie ja ohnehin schon am Rumalbern waren. „ Ich glaub, mein Rucksack fliegt!“ rief Fredo, und Hugo entgegnete „Ich glaub, mein Rückflug sackt!“. Darüber musste Bruno so lachen, dass er sich verschluckte. Als er sich wieder eingekriegt hatte, wollte er selber auch etwas Witziges sagen und begann „Ich glaub’……äh…. Ich glaub mein Flugzeug ruckelt!!“ und das war für Bärenverhältnisse so brillant, dass er selber ganz beeindruckt war von seiner Witzigkeit. Aber da plumpsten die Rucksäcke alle wieder zu Boden, denn der Flugzauber hielt nur wenige Minuten an, mehr Zauberei beherrschte die Eule nicht.

„Jetzt wird aber mal geschlafen!“, sagte Edda. Das war eigentlich überflüssig, denn die Kameraden wurden nach und nach jetzt so richtig müde. Bruno der Bär versuchte zwar noch, ein Auge aufzuhalten, und Fredo der Fuchs wollte noch einen Witz erzählen, aber er verlor vor Müdigkeit den Faden, und Hugo der Hase war schon eingeschlafen. Auf einmal begann es mitten im Raum zu funkeln und zu glitzern, was von alters her ein Zeichen dafür ist, dass das Sandmännchen im Landeanflug ist. Und richtig, da war es auch schon; es verstreute seinen glitzernden Enschlafsand und im Handumdrehen waren alle tief und fest eingeschlafen, sogar die Eule, die ja eigentlich ein Nachtvogel ist. Aber wenn das Sandmännchen sein Schlafpulver verstreut, hat man keine Chance: man muss einschlafen.

Am nächsten Morgen mit dem ersten Krähengekrächze waren alle wieder putzmunter. Hastdunichtgesehen waren sie auf den Beinen und in den Klamotten. Schnell waren die Rucksäcke umgeschnallt und die drei Freunde verabschiedeten sich von ihrer Patentante, die gar nicht erst fragte, ob sie nicht frühstücken wollten – denn nach dem ganzen Gefresse vom Vorabend waren alle noch satt wie die Walfische nach der Hochzeit.

Natürlich hatten die Waldtiere noch nie im Leben einen Walfisch gesehen und wussten gar nicht, was Walfische essen, schon mal gar nicht bei einer Hochzeit. Aber dass der Walfisch das größte und schwerste aller Tiere war, DAS wussten sie. Fredo der Fuchs, als der Schlaueste unter ihnen, sagte sogar, dass Walfische gar keine Fische wären, aber das konnten die übrigen Waldtiere nur schwer glauben, denn – so der Einwand des Wildschweins – „Wenn sie keine Fische sind, warum heißen sie dann so?“ Zwar galt das Wildschwein bei den anderen Tieren als etwas doof, aber an dieser Stelle waren sie geneigt, ihm Glauben zu schenken, weil selbst der schlaue Fuchs keine Antwort darauf hatte.

Bruno, Fredo und Hugo brachen also auf, denn der Besuch bei Edda der Eule sollte nur ein Zwischenstopp sein auf dem Weg in noch größere Abenteuer: Die Freunde wollten diesmal bis zum Rand des Südwaldes und darüber hinaus wandern, und – wenn das Schicksal es so wollte – in die Menschenwelt gelangen, um dort Neues zu lernen. Damals waren die Menschen den Tieren noch freundlich gesonnen, und noch heute erinnern Sätze wie „Ich hab Hunger wie ein Bär!“ oder „Sei doch kein Angsthase!“ an die lange Verbundenheit mit den Tieren.

Inzwischen waren die Drei schon ein gutes Stück vorangekommen und vermißten nun doch ein gutes Frühstück. „Mann Mann Mann, sind wir blöd gewesen!“ seufzte der Bär. „Wir hätten ja wenigstens einen Kaffee trinken können bei Tante Edda…“ – „Jetzt mach mir bloß keine lange Nase! Mir läuft schon das Wasser in der Schnauze zusammen, wenn ich nur dran denke!“ ließ sich der Fuchs vernehmen und leckte sich die Lippen.

„Haha, du hast doch sowieso schon eine lange Nase…“ kicherte der Hase, der sich nichts aus Kaffee machte und lieber Karottensaft trank. Das fand der Bär schon wieder so witzig, dass er sich fast verschluckte, aber da kamen sie an den Rand des Waldes und der Blick auf die Menschenwelt öffnete sich.

Die Freunde blieben eine Weile stehen und bewunderten den Anblick. Sie schauten sich an und waren stolz, dass sie es so weit geschafft hatten. Jetzt würden Abenteuer auf sie warten, deren Großartigkeit alles bisher Erlebte und Erzählte in den Schatten stellen würde, sogar die Hochzeit der Amsel mit der Drossel, die immerhin so berühmt war, das sogar die Menschen darüber Lieder machten. Das lag freilich nicht an Allerweltsvögeln wie Amsel und Drossel, sondern an einem Vorkommnis, das im ganzen Südwald und darüber hinaus nur als „Der Finkenskandal“ bekannt war. In der betreffenden Zeile des Menschenliedes, das über diese Ereignisse gesungen wird, heißt es etwas unklar „Die Finken, die Finken, die gaben der Braut zu trinken…“.

Aber WAS sie der Braut zu trinken gaben, darüber sagt das Lied aus gutem Grunde nichts. Es hat jedenfalls etwas mit dem „Fiderallala“ zu tun, von dem ebenfalls in dem Lied die Rede ist, aber das ist eine andere Geschichte, und wenn die drei Freunde ihr auf den Grund gegangen sind, werden sie, wenn wir Glück haben, uns davon berichten.


Nachts

Nachts. Zur Ruh‘ kommt Mensch und Vieh.
Jetzt öffnen sich die Pforten
zu all den rätselhaften Orten
der Gaukelei und Fantasie,

Wo Pflanzen sprechen, Tiere singen,
Geistgesichter in den Bäumen 
oder deren Zwischenräumen 
wunderliche Träume bringen.

Umringt von namenlosen Wesen,
die dir entfernt bekannt erscheinen,
spürst du:  du kannst von keinem
dieser Bilder dich mehr lösen

Bis am Ende dieser Nacht
die neue Morgenröte glimmt,
und die Bilder mit sich nimmt –
Jetzt bist du aufgewacht!

Fort sind die schwebenden Gestalten,
verklungen das Geraune
der Nebelfeen und Faune.
Alles ist beim Alten.

Es war mal wieder schön.
Nun kannst du schlafen geh‘n.

Stöckchen und Freundschaft: Herausforderung für die Hundekumpels


Dienstag ist Paradiesstrand-Tag für die Hundekumpels.

Ihre Freundschaft wurde heute auf eine harte Probe gestellt, als Harald der Mops meinem zotteligen Freund ein Stöckchen streitig machte, das ich ihm ins Wasser geworfen hatte.

Da versteht mein Kamerad keinen Spaß, er raunzte den Gefärten zornig an und machte klar, dass auch in der Hundewelt klare Eigentumsverhältnisse herrschen. So weit wie im Wakdkommunismus ist man eben in Hundistan noch nicht.

Anschließend gerieten wir in einen Platzregen, vor dem die beiden Abenteurer gemeinsam unter dem Bäckerwagen auf dem Wochenmarkt Schutz suchten. Alle Rivalitäten waren längst vergessen und die wackeren Freunde verabredeten sich für übermorgen auf ein neues Abenteuer.

Herrchen dagegen sah aus, als würde er an akuter Inkontinenz leiden, doch es war nur Regenwasser, schwör.

Verschwörer II

Hatte ich nicht neulich noch gefragt, ob der harmlos wirkenden Zusammenkunft von Igel, Bär und Fuchs nicht ganz andere, sinistre Pläne zugrundeliegen könnten?

Ob die geschickt als Sympathieträger getarnten Verschwörer nicht sogar DEN UMSTURZ aushecken würden?

Jetzt liegen mir zusätzliche Daten vor, die meine schreckliche Vermutung bestätigen!

Aber seht selbst: