Nachts

Nachts. Zur Ruh‘ kommt Mensch und Vieh.
Jetzt öffnen sich die Pforten
zu all den rätselhaften Orten
der Gaukelei und Fantasie,

Wo Pflanzen sprechen, Tiere singen,
Geistgesichter in den Bäumen 
oder deren Zwischenräumen 
wunderliche Träume bringen.

Umringt von namenlosen Wesen,
die dir entfernt bekannt erscheinen,
spürst du:  du kannst von keinem
dieser Bilder dich mehr lösen

Bis am Ende dieser Nacht
die neue Morgenröte glimmt,
und die Bilder mit sich nimmt –
Jetzt bist du aufgewacht!

Fort sind die schwebenden Gestalten,
verklungen das Geraune
der Nebelfeen und Faune.
Alles ist beim Alten.

Es war mal wieder schön.
Nun kannst du schlafen geh‘n.