Die Mücke

Mücken summen in der Nacht.
Eine hab ich platt gemacht
mit einem Schlag von meiner Hand. 
Ihr Blut – mein Blut! – klebt  an der Wand

Ich sinke langsam in den Schlummer 
Da höre ich den nächsten Summer.
Entrissen Schlafes sanften Armen
kenn‘ ich jetzt keinerlei Erbarmen:

Sämtliche Lampen angemacht
und alle Mücken umgebracht!

Ermüdet sink‘ ich auf die Matte 
und schreite grad durch Hypnos‘ Tor,
spür‘ schon des Traumes weiche Watte –
da dringt ein Summen an mein Ohr….

Kein Anschluß unter dieser Nummer:Poetische Annäherung an deutsche Geopolitik

Donnerwetter, Potzenblitz
da vorne kommt der Fotzenfritz!

Er hebt warnend seine Hand
nach Westen, Richtung Ami-Land:
„Onkel Donald, das ist schlecht
was in der Zeitung steht!

Es ist mir ganz und gar nicht recht,
wenn dieser Krieg zu Ende geht!
Der Russe ist doch unser Feind
(Was auch mein Freund Wolodja meint),
Wir müssen ihn bekriegen!

Denn sollte Putin siegen,
dann haben wir kein Feindbild mehr
um unserem Volk zu sagen:
„Armut und Teuerung sind schwer
und bitter zu ertragen.
Doch muss es sein
weil: BÖSER RUSS‘!“
Das Volk, das glaubt uns diesen Stuss,
es fällt zu gern drauf rein!

Ohne diese Lügenmär
setzten die sich noch zur Wehr
und das wär‘ uns fatal.
Drum wart‘ noch bis zur nächsten Wahl,
sonst hat dich Putin reingelegt…

DONALD?? Scheiße, aufgelegt!

Donnerwetter, Potzenblitz
da hinten heult der Fotzenfritz…

Endzeit-Ode ohne Happy End

Es läuft ja letztens ziemlich dumm
für das US-Imperium:
Das Land zerfällt, die Armut steigt,
den Ukraine-Krieg vergeigt.
Dazu wächst unaufhaltsam BRICS
trotz Donald’s Wut und Strafzoll-Tricks.

Verzweiflung steigt, Renditen sinken
der Westen, er beginnt zu stinken
nach Angst vor seiner Niederlage –
nicht „ob“ mehr, „wie“ ist jetzt die Frage.

Die Menschheit schnuppert und sie riecht,
wie ein Geruch die Welt durchkriecht
der streng und ziemlich eklig stinkt
je lauter Trump das Liedchen singt,
wie mächtig und wie wunderbar
und great durch ihn America!

Und ist die Panik groß genug,
sind diese Herrschaften am Zug:

Theaterprobe und Uraufführung: kommunistisches Lob des Absurden


Dichtet, musiziert und malt!
Auch wenn keiner euch bezahlt!
Tanzt und sprecht und deklamiert
was auf der Seele euch pressiert!
Selbst wenn die Kunst ganz brotlos ist –
Alles andre ist doch Mist!

Macht in der Welt der Konkurrenz
euch lieber einen faulen Lenz
mit Zeit und Raum für das Absurde.
Ich sage euch: Nur damit wurde
und wird in euch die Einsicht reifen
durch die wir diese Welt begreifen:

Nämlich als die Theaterprobe
fürs Primitive und fürs Grobe,
in der die Menschen ausprobieren –
nicht sehr verschieden von den Tieren –
ein Dasein, das erbärmlich ist,
wo einer stets den andern frisst.

Die Uraufführung kommt erst dann
wenn jede Frau und jeder Mann
die Muße hat und freie Zeit
für künstlerischen Zeitvertreib.
Wenn selbst die Arbeit, die man braucht,
von jener Art ist, die nicht schlaucht.

Der Kampf um Obdach, Lohn und Brot 
bringt manchen Reichtum, andren Not. 
Die „andren“ sind die große Masse. 
Doch bilden sie vereint die Klasse,
die diese Mühsal stoppen kann
und Freiheit bringt dem Arbeitsmann.

Das ist absurd! rufst du mit Runzelstirn.
Ich hätt’ vom Leben keinen Dunst!
Genau! Lass das Absurde dir in‘s Hirn
und widme dich erst mal der Kunst!