Von Trump lernen heißt die „Kunst des Deals“ lernen!

Als lohnarbeitender Rentner bekomme ich von meinem Arbeitgeber keinen unbefristeten Arbeitsvertrag, sondern jeweils nur einen für ein Jahr. Nun steht mal wieder die Verlängerung an.

Ich hatte der Einrichtungsleitung ursprünglich eine 50-Tage-Frist gesetzt, um den Arbeitsvertrag so zu gestalten, wie ich mir das vorstelle. Unter anderem ist über eine substanzielle Lohnerhöhung, Urlaubsverlängerung sowie zahlreiche Vergünstigungen zu verhandeln.

Von Diakonie-Seite kam aber nichts, und ich musste feststellen, dass die Einrichtung trotz meiner Frist immer wieder Mitarbeiter mit Niedriglöhnen überzog und mit Forderungen nach Zusatzdiensten und Extra-Schichten bombardierte.

Ich muss sagen, das ich sehr, sehr enttäuscht bin.

Nach außen hin wird freundlich mit mir kommuniziert, und wenn ich abends nach Hause kommen, erfahre ich, dass erneut Leute im Spätdienst eingesetzt wurden, die eigentlich frei hatten oder dass die Versorgung der Einrichtungsbewohner mit Billigessen unvermindert weiter geht.

Ich habe mich daher entschlossen, die Frist für die Diakonie auf zehn oder zwölf Tage zu verkürzen.

Ich wollte großzügig sein, aber ich sehe keinerlei Bewegung auf der Gegenseite. Nach dieser Frist werde ich nicht nur meinen eigenen Arbeitgeber, sondern auch Einrichtungen wie Rettungs-Notdienste, Catering-Services, Wäschereien, Fahrdienste und alle anderen, die in Geschäftsbeziehungen mit der Diakonie stehen, mit erbarmungslosen Preisaufschlägen konfrontieren, wenn die Einrichtung nicht unverzüglich an den Verhandlungstisch kommt und meine Forderungen erfüllt.

Ich gehe davon aus, dass diese knallharte Verhandlungstaktik zum Erfolg führen wird und all meine Ansprüche befriedigt werden. Schließlich stammt sie ja von US-Chef Trump.

Theaterprobe und Uraufführung: kommunistisches Lob des Absurden


Dichtet, musiziert und malt!
Auch wenn keiner euch bezahlt!
Tanzt und sprecht und deklamiert
was auf der Seele euch pressiert!
Selbst wenn die Kunst ganz brotlos ist –
Alles andre ist doch Mist!

Macht in der Welt der Konkurrenz
euch lieber einen faulen Lenz
mit Zeit und Raum für das Absurde.
Ich sage euch: Nur damit wurde
und wird in euch die Einsicht reifen
durch die wir diese Welt begreifen:

Nämlich als die Theaterprobe
fürs Primitive und fürs Grobe,
in der die Menschen ausprobieren –
nicht sehr verschieden von den Tieren –
ein Dasein, das erbärmlich ist,
wo einer stets den andern frisst.

Die Uraufführung kommt erst dann
wenn jede Frau und jeder Mann
die Muße hat und freie Zeit
für künstlerischen Zeitvertreib.
Wenn selbst die Arbeit, die man braucht,
von jener Art ist, die nicht schlaucht.

Der Kampf um Obdach, Lohn und Brot 
bringt manchen Reichtum, andren Not. 
Die „andren“ sind die große Masse. 
Doch bilden sie vereint die Klasse,
die diese Mühsal stoppen kann
und Freiheit bringt dem Arbeitsmann.

Das ist absurd! rufst du mit Runzelstirn.
Ich hätt’ vom Leben keinen Dunst!
Genau! Lass das Absurde dir in‘s Hirn
und widme dich erst mal der Kunst!

Alles so wie immer

Die Kriegs-Irren drehen immer weiter am Rad und dabei durch.
Und zwar auf eine Weise, die mittlerweile so bizarr ist, dass man eigentlich nur noch schmunzeln muss über all die ernsthaften Anzugträger und selbstwichtigen Welterklärer, die in Talkshows auftreten und medial durchgereicht werden.

Das Neueste ist jetzt, dass im Kriegsfalle – der übrigens nicht mehr als Eventualität, sondern als unausweichlich dargestellt wird und zwar auch nicht erst 2029, sondern jetzt schon in 2027 – dass jedenfalls im Kriegsfall der LKW-Verkehr zusammenbricht, weil die ganzen Osteuropäer dann angeblich in ihre Heimatländer abgezogen würden.

Deswegen muss der deutsche Rentner jetzt ganz dringend darauf vorbereitet werden, dass er in so einem Fall in die Führerkabine der LKWs zu springen hat, um erstens und vorrangig die Bundeswehr zu beliefern, zweitens aber den kriegstüchtigen deutschen Volksgenossen die benötigten Rationen an Nahrungsmitteln und Klopapier zu bringen.

Dieser Irrsinn wird tatsächlich verkündet, medial ausgeschlachtet und mit bedenkenträgerischen Mienen landauf, landab den Leuten eingeredet.

Leuten, die mit ihrem immer komplizierter und teurer werdenden Überleben beschäftigt sind. Leute, die ein oder zwei oder drei Jobs benötigen, um überhaupt noch über die Runden zu kommen. Leute, die demzufolge überhaupt keine Gelegenheit haben, sich aus anderen Nachrichtenquellen als den staatlichen Propagandasendern oder den Konzernmedien zu informieren. Leute folglich, die irgendwie und am Rande zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Obrigkeit sie auf den unweigerlich kommenden Krieg einstimmt.

Alles so wie in den späten 1930er Jahren.

Also alles so wie immer.

Und wenn’s ein Hinterher geben sollte, wird wohl auch alles so wie immer sein: Keiner hat von was gewusst oder alle waren schon immer dagegen, und es war nur die kleine Clique um den Führer, die all das wollte und im Namen der Deutschen den Krieg gegen Russland und die anschließende Zerstörung Deutschlands bewerkstelligt hat.

Waldkommunismus: Der Besuch des Kängurus


Eines Tages machten sich Bär, Fuchs und Hase auf zu einer Inspektionsreise durch den Nordwald. Sie sollten im Auftrag des Obersten Rates der Freien Tierrepublik untersuchen, wie die Beschlüsse der Großen Tierversammlung umgesetzt wurden und wie die Waldtiere damit zurechtkamen. In der Großen Tierversammlung diskutierten nämlich alle Waldtiere die Anliegen des Waldes und seiner Bewohner und dachten sich neue gute Ideen aus, um das Waldleben noch besser und einfacher zu machen. 

Der neugierige Hase sollte die Waldtiere befragen und alles notieren. Der Fuchs als der Schlaueste von allen Tieren konnte am besten Fragen beantworten und den anderen Tieren die Vorzüge der Tierrepublik erklären. Der Bär war dabei, weil er der stärkste war und eingreifen konnte, wenn Gefahren auftauchten. Zum Beispiel von Menschen, die eigentlich nichts mehr im Nordwald zu suchen hatten, aber immer noch versuchten, Jagd auf die Tiere zu machen und sie zu schwerer Sklavenarbeit in ihren Häusern und Höfen zu verpflichten. 

Besonders auf den Bären hatten sie es abgesehen, denn er war einer der seltenen Buschelbären, so genannt wegen der buschigen langen Rute, die den Buschelbären zu eigen ist. Normale Bären haben bekanntlich nur einen kurzen Stummelschwanz. Schon mehrfach hatten Fangtrupps der Menschen versucht, den Bären einzufangen, um ihn auf ihren Volksfesten zur Belustigung der Besucher zum Tanzen zu zwingen und ihn allerlei Kunststücke aufführen zu lassen.

Außerdem umflatterte sie noch Peter der Rabe, ein Kumpel vom Bären. Peter der Rabe war ein etwas seltsamer Geselle, der meistens in Reimen sprach, weshalb viele sich über ihn lustig machten. Aber das machte ihm gar nichts aus. Im Gegenteil, er lachte dann und freute sich darüber, dass er andere zum Lachen bringen konnte.

Er machte sogar Spottverse über sich selber, wie diesen hier:

Jedenfalls waren Bär und Rabe unzertrennlich und gemeinsam waren sie die besten Beschützer, die man sich denken konnte: der Bär mit seiner Kraft und der Rabe mit seiner Fähigkeit, hoch in die Luft zu fliegen und alle Gefahren schon von weitem zu erkennen.

Als die Gefährten durch das Waldgebiet der Feen und Elfen kamen, rief der Bär seine Kameraden zu Wachsamkeit und Vorsicht auf, denn dort konnte es einem widerfahren, dass man, wenn man vom Weg abkam,  in eine der Magie- und Schabernackzonen geriet und in etwas ganz anderes verwandelt wurde oder dass irgendetwas sehr Seltsames passierte. Aber da war es schon zu spät, der Rabe hatte mit einem seiner Flügel eine solche Zauberzone gestreift und schon stand er still und stumm wie ein Fisch in der Luft, obwohl Fische ja nicht fliegen können.

Auch den Hasen hatte es erwischt, mit seinem Rumgehoppel war er wohl ebenfalls in den Wirksamkeitsbereich des Feenzaubers geraten. Zum Glück blieb er nicht still und stumm an einer Stelle stehen, sondern konnte sich noch bewegen, aber nur rückwärts. Solche Scherze waren typisch für die Waldelfen, die sich einen Spaß daraus machten, unschuldige Wanderer zu foppen und sich darüber scheckig zu lachen. Sie meinten es aber nicht böse, und ihre Zaubersprüche und magischen Feenstaub-Kreise hielten immer nur etwa zehn Minuten lang, dann war alles wieder wie immer.

So konnten unsere Freunde ihre Reise fortsetzen und wollten gerade zwei Eulen, die am Waldrand saßen, befragen, wie sie in der neuen Tierrepublik so zurechtkamen. Die Eulen gelten nämlich, neben den Füchsen, als die weisesten aller Tiere und die Reisenden versprachen sich von einem Eulen-Interview solide und konkrete Informationen.

Da aber raschelte es im Unterholz und ein Tier kam heraus gehüpft, wie die Wanderer noch nie eines gesehen hatten. Die Hüpfer dieses Tieres, das entfernt an einen Hasen erinnerte, waren schon keine Hüpfer mehr, sondern riesig weite Sprünge, die es mit seinen großen Hinterbeinen vollführte.

Das Hüpf-Tier stellte sich als „Känguru“ vor und erklärte, es käme von der anderen Seite der Welt. „Aus dem Südwald etwa?“ fraget der Bär, denn das war das Weiteste, was er außerhalb des Nordwaldes, seiner Heimat, kannte.

„Nein, von der anderen Seite der WELT!“ 

Das konnte sich der Bär aber nun überhaupt nicht vorstellen, dass es eine andere Seite der Welt geben sollte, denn seine Welt war wie gesagt der Wald. Aber der Fuchs, weil er sehr schlau und belesen war, verstand genau, was das Känguru meinte, denn er hatte einmal, als er durch das Fenster einer menschlichen Behausung schaute, einen Globus gesehen und sofort verstanden, was das war.

„Wenn du aber von so weit her kommst, wie hast du dann diese gewaltige Entfernung zurückgelegt?“, wollte er wissen. „So weit ich sehen kann, hast du ja keine Flügel, sondern nur dicke Hinterbeine. Und auch wenn du damit sehr schnell springen kannst, würde es doch Jahre brauchen, bis du hier zu uns in den Nordwald gelangst!“

„Hm“ machte das Känguru und kratzte sich am Kopf. „Das weiß ich nicht mehr! Wir Kängurus haben ein SEHR kurzes Gedächtnis, deswegen bewahren wir alle möglichen Zettel in unserem Beutel auf, auf denen alles aufgeschrieben steht, was wir tun und besorgen müssen!“

Das leuchtete den drei Nordwaldkameraden ein, und der vierte von ihnen, Peter der Rabe, hüpfte von der Buschelrute des Bären auf dessen Kopf und begann, ihm die Kopfhaut zu kratzen. Das machte er immer, wenn der Buschelbär nachdenken musste, denn das beschleunigte die Gedanken des Bären, die normalerweise ziemlich langsam waren und hauptsächlich um Honig und um Schlaf kreisten. Jetzt aber, angeregt vom „Kritze-Kratze“ der scharfen Rabenkrallen, kam dem Bären die Erleuchtung und er platzte heraus: „Ich hab‘s! Du bist bestimmt von euren Feen und Elfen verzaubert worden und auf diese Weise hierher gekommen!“

Mit dieser Erklärung waren alle zufrieden. Nun griff das Känguru in seinen Beutel und holte einen Stapel Bücher hervor, die es als Geschenk für die Nordwaldtiere mitgebracht hatte. Es waren aber lauter Bücher mit gewichtigen, komplizierten Themen, schwer zu lesen und schwer zu begreifen – deshalb fielen sie bei der Übergabe an den Hasen erstmal zu Boden. 

Aber aus den Augenwinkeln hatte der Hase einen der Titel gelesen: „Physikalische und Mathematische Grundlagen der Känguru-Sprungtechnik: Wissenschaftliche  Studie und  Praktischer Leitfaden“ und war wie elektrisiert, den obzwar er ein ziemlich schneller Läufer und auch ein recht guter Hüpfer war – an die Geschwindigkeit und Weite der Känguru-Sprünge kam er bei weitem nicht heran. Schon stellte er sich vor, wie er mit dem Wissen und den Kniffen aus diesem Buch seine Sprungtechnik so verbessern könnte, dass er der ungekrönte König der Hasenwelt sein würde. Mit der Hasenwelt meinte er natürlich vor allem die Welt der Hasendamen, in der die Heiratschancen der Hasenmänner stiegen, je größer und eleganter ihre Sprünge waren.

Die Freunde nahmen die Gastgeschenke dankend an und revanchierten sich mit einer Ausgabe der NORDWALD-FIBEL, dem Manifest der Freien Tierrepublik des Nordwaldes, in dem die Prinzipien und Ziele der Tierrepublik beschrieben wurden.

Das vergeßliche Känguru fand in seinem Beutel sogar noch den Zettel, auf dem der Grund seines Besuches stand, und las den Freunden die Grußadresse der Tiere von der anderen Seite der Welt vor:

„Die Kunde eures erfolgreichen Aufstandes gegen die Tyrannei der Menschen ist zu uns gedrungen! Wir Tiere von der anderen Seite der Welt freuen uns mit euch und für euch, und wünschen eurer Republik alles Gute und immer genug zu essen!

Hier bei uns gibt es sehr wenig Wald, dafür aber ganz viel Wüste und Grasland, und viele Millionen Rinder und Schafe. Wie ihr wißt, sind die ziemlich dumm und glauben den Menschen alles, was die ihnen erzählen. Darum haben wir wohl noch einen langen Marsch vor uns, bis es auch bei uns Freiheit für die Tiere gibt.

Hurra dem vollen Bauch!
Hurra der sicheren Höhle!
Hurra der Tierrepublik Nordwald!
Hurra der Tier-Freundschaft!“

Das fanden die anwesenden Tiere von dieser Seite der Welt richtig klasse, und man verabschiedete sich unter großem Hallo und Hurra, denn das Känguru musste sich auf den Weg machen, sonst wäre der Reisezauber verflogen und es hätte für immer im Nordwald bleiben müssen. 

Nach dieser erstaunlichen Begebenheit hatten unsere Freunde keine große Lust mehr auf weitere Befragungen und Interviews, außerdem neigte sich der Tag seinem Ende zu. Alle hatten inzwischen Durst und Hunger wie ein Bär, obwohl ja nur einer von ihnen ein Bär war. Nur der Hase wollte noch etwas bleiben und in dem Buch lesen, damit er bald so große Sprünge wie das Känguru machen konnte. „Komm doch mit, Hase!“, versuchte ihn der Bär zu überzeugen , „wir gehen in die Waldschänke und lassen uns prächtig auftischen!“

„Geht nur vor!“ antwortete der Hase, „Ich komme später, ich kann das Buch noch nicht weglegen!“

Aber wenig später wurde es zu dunkel zum Lesen und bald darauf fand sich auch der Hase in der berüchtigten Waldschänke „Zur Blauen Eule“ ein. Die Schänke hieß so, weil die Wirtin einmal Streit mit einem Zauberer bekam und dieser ihr aus Rache das Gefieder blau einfärbte. Was der dumme Zauberer nicht wusste, war, dass die Eulenwirtin sowieso schon immer blau sein wollte. Blau war nämlich ihre Lieblingsfarbe, weil ihr Schatz ein Blauwal war. Natürlich verriet sie das dem Zauberer nicht. So wurde sie immer an ihren Schatz den Blauwal erinnert, wenn sie sich im Spiegel sah, denn wie man weiß, lebt der Blauwal im Meer und ist nebenbei das größte Tier der Erde, so dass er garnicht in die Waldschänke hineingepasst hätte. Darum sahen sich die beiden so gut wie nie, aber ihre Liebe war frisch wie am ersten Tag. Vielleicht gerade deswegen!

Klar, dass es sehr spät wurde, denn die Ereignisse des Tages mussten wieder und wieder erzählt werden, jedem fielen andere und neue Details ein, und mit jedem Mal schien den Freunden das Erlebte seltsamer und zauberhafter, so dass sie am Ende nicht mehr wussten, ob sie es wirklich erlebt hatten oder ob alles eine Auswirkung des Feenzaubers in der magischen Zone des Waldes gewesen war. Da sie aber Tiere waren, war ihnen das herzlich egal. Sie lachten und tranken, und lachten noch etwas mehr und bestellten sich noch eine Runde zu trinken, und wann das Gelage geendet hat, wusste am nächsten Morgen niemand zu sagen.

Duckmäuser vs Rebellen? Oder alles hörige Untertanen?

Eine „Frau Flamingo“ schreibt auf X:

Woher kommt das eigentlich, dass ein Teil der Leute so hörig ist, und der andere nicht? Der Riss zieht sich ja wie wir wissen durch alle Bevölkerungsschichten, alle Bildungsgrade. Schulfreunde von mir sind heute linksgrünwoke und ich bin es nicht. Woher kommt es, dass die einen Duckmäuser sind und die anderen Rebellen?


Das verdient eine Antwort:

Auch die „Rebellen“ sind in der Regel „hörig“. ‬

‪Nämlich in Bezug auf die politökonomische Ordnung, in der sie ihr Leben leben und ihr Einkommen sicherzustellen haben. Hör dich mal um unter Freunden und Gegnern der Kriegsregierung und ihres Verarmungs-, Deindustrialisierungs- und anti-russischen Konfrontationskurses. ‬

‪Auf die kapitalistische Ordnung lassen sie alle nichts kommen, egal ob sie für oder gegen den Krieg gegen Russland, die Zensur, die regierungsamtlichen Lügen usw. sind. Weil sie (fälschlich) davon ausgehen, dass die privatwirtschaftlich organisierte Reproduktion der Gesellschaft , die Einteilung der Gesellschaft in Eigentümer und Besitzlose (ich meine die Produktionsmittel, nicht dein Auto oder dein Haus) die natürliche Ordnung der Dinge ist. Oder jedenfalls eine, an der sie nicht ändern können.‬

‪Ich höre gerade Col. Doug MacGregor, der ungefähr dasselbe gefragt wird, auch in Bezug auf Deutschland. Seine Antwort: Solange der amerikanische, französische, britische, deutsche Durchschnittsbürger nicht mit tatsächlicher kriegerischer Zerstörung konfrontiert ist, wird er immer sagen „Ach, die in Berlin (London, Washington…) machen was sie wollen, das ist nicht mein Bier, ich muss mein eigenes Leben auf die Reihe kriegen, ich muss dafür sorgen, dass Essen auf dem Tisch steht .“‬

‪Das ist die Situation, in der die westlichen Gesellschaften heute sind. Jeder (fast jeder, die Profiteure des Systems natürlich nicht) meckert, jeder spürt dass der Zug mit vollem Tempo in den Abgrund rast, jeder erlebt die Teuerung, die Zensur, die Einschränkung der Bürgerrechte, die zunehmende Ungemütlichkeit des Lebens und jeder sieht die erstaunliche Tatsache, dass trotz (oder wegen) all dieser Alarmzeichen eine vernünftige Debatte, eine, die Probleme und Ursachen benennt, nicht nur nicht möglich ist, sondern aktiv verhindert wird. ‬

‪Abweichende Meinungen werden ausgegrenzt aus der öffentlichen Diskussion und zum Teil kriminalisiert, die Vorbereitungen auf den Krieg gegen Russland (später gegen China) laufen mit Hochdruck und kein Einspruch, keine Kritik, kein Protest scheint in der Lage zu sein, die Machthaber in Berlin und Brüssel davon abzubringen.‬

‪Jeder versucht, abzutauchen, sich irgendwie durchzuschlagen, an dem festzuhalten, was er (noch) hat und fürchtet um seinen Lebensunterhalt und um seine Zukunft. Hinzu kommt, dass die sehr konkreten Aufrüstungs- und Kriegspläne der Bundesregierung so ungeheuerlich sind, dass sich der gesunde Menschenverstand weigert, das als Realität oder auch nur Möglichkeit zu betrachten. Man kann und will sich nicht vorstellen (müssen), dass diese Leute allen Ernstes nach 85 Jahren SCHON WIEDER den Krieg gegen Russland auf die Tagesordnung setzen.‬

‪Aber sie tun es, und eine normale menschliche Reaktion ist, das nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen und so zu tun, als ob alles so weitergehen würde wie bisher – „Gehen Sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu sehen. Die Demokratie funktioniert und die russische Bedrohung ist real. Seien sie kriegstüchtig und gehorchen Sie der Regierung!“‬

‪Um zurückzukommen auf Col. Doug McGregor:

Das ist die Lage, und so wird sie bleiben – bis die Oreshniks, die Iskanders, die Kinshals und wie sie alle heißen, in Deutschland und den anderen Staaten der europäischen Kriegstreiber einschlagen.

Hinterher waren’s dann wieder nur die Führer in Berlin schuld, es wird Heulen und Zähneklappern herrschen, das Gejammer wird groß sein, und wieder mal wird keiner davon etwas geahnt haben wollen.‬

“Kratz an einem Deutschen, und es kommt ein Nazi zum Vorschein“

„Kratz an einen Deutschen, und es kommt ein Nazi zum Vorschein. Das ist eine Tatsache, die sich vor unseren Augen abspielt“

Was die Einschätzung der Rolle der BRD im gegenwärtigen imperialistischen Hauen und Stechen gegen Russland betrifft, ist Scott Ritter der hellsichtigste und in seiner Ausdrucksweise drastischste unter den geopolitischen Kommentatoren.

Im heutigen Gespräch mit Nima Alkhorshid lässt er sich über Deutschland aus, inklusive kurze historische Streifzüge zur Funktion der Nazi-Generäle für die Bundeswehr und zur gruselige Kontinuität vom Dritten zum Vierten Reich, das gerade entsteht (Minute 14:59 – 23:30).

U.a. ist folgendes von ihm zu hören:

„Die Deutschen sind einfach dumm. Sie sind wirklich dumm. Ich meine, wir beobachten schon seit einiger Zeit die Wiedergeburt des Vierten Reiches. Das macht mir Sorgen. Es ist real. Diese Idioten sind wirklich da draußen. (…)

Um das zu erreichen, was Deutschland will, müssen sie Geld ausgeben, das sie nicht haben, und sie müssen eine Wirtschaft ankurbeln, die nicht funktioniert, um eine Verteidigungsindustrie zu unterstützen, die es nicht gibt. Es ist also alles nur Gerede, Gerede, Gerede. Aber irgendwann werden diese Worte zu einer Art begrenzter Aktion führen, die Russland provozieren wird. Und Russland, das kann ich Ihnen garantieren, redet nicht nur. Russland will keinen Krieg. Aber mein Gott, wenn die Deutschen ihn provozieren wollen, gibt es nichts, was die Russen glücklicher machen könnte, als dieser Dummheit den Todesstoß zu versetzen, diesem deutschen Verteidigungsminister, diesem deutschen Bundeskanzler, der davon spricht, dass Deutschland es erneut tun wird, aber diesmal richtig. (…)

Die Deutschen sind eine kranke Gesellschaft. Ich sage das nur ungern, aber das ist die Wahrheit.

Mit den Deutschen stimmt etwas grundlegend nicht. Sagen Sie mir, dass ich Unrecht habe. Hören Sie sich die Aussagen an. Die Tatsache, dass Sie einen deutschen Kanzler und einen Verteidigungsminister haben, die diese Aussagen machen, und dass Millionen von Deutschen nicht auf die Straße gehen und sagen: „Nie wieder, nicht in unserem Namen, das wird nicht passieren!“ – stattdessen sitzen sie da wie die gehorsamen guten Deutschen

Kratz an einen Deutschen, und es kommt ein Nazi zum Vorschein. Das ist eine Tatsache, die sich vor unseren Augen abspielt.

Aber weißt du, Pistorius und Merz versuchen, etwas zu kreieren, dieses Vierte Reich, und das sollte jedem eine Heidenangst einjagen.

Die Nazi-Armee wurde umstrukturiert und wurde Teil der NATO als Bundeswehr, und seitdem haben sie sich im Schatten versteckt, und jetzt kommen sie heraus. Das ist die Realität des heutigen Deutschlands. Es ist das Vierte Reich. Es ist das Beängstigendste, was seit langem in Europa passiert ist. Und wenn es nicht im Keim erstickt wird, werden wir einen weiteren europäischen Krieg erleben, in dessen Mittelpunkt Deutschland steht.“

Neuer Versuch, achtzig Jahre später: Deutsche Generäle träumen erneut vom Endsieg

Deutscher General in Kiew:

„Wir brauchen Waffensysteme, die weit auch in die Tiefe des russischen Raumes reichen, die angreifen können – die Führungseinrichtungen, Flugplätze, Flugzeuge“
(Generalmajor Christian Freuding)

Der General ist Leiter des Sonderstabs Ukraine im Bundesverteidigungsministerium und verantwortlich für die Koordinierung der Waffenunterstützung für die Ukraine.

Nochmal, damit keiner bezweifelt, WAS diese Leute vorhaben:

„Wir brauchen Waffensysteme, die weit auch in die Tiefe des russischen Raumes reichen, die angreifen können – die Führungseinrichtungen, Flugplätze, Flugzeuge“

Der Faschismus an der Macht

Georgi Dimitroff definierte den Faschismus als die „offene, terroristische Diktatur des reaktionärsten, chauvinistischsten und imperialistischsten Teils des Finanzkapitals“. Er betonte, dass der Faschismus nicht eine über den Klassen stehende Macht sei, sondern vielmehr die Herrschaft des Finanzkapitals selbst, die sich in einer terroristischen Form gegen die Arbeiterklasse und andere Teile der Bevölkerung richte.

Ich denke, man sollte seine Definition für den heutigen Gebrauch zur Charakterisierung der Entwicklungen in Europa minimal abwandeln, nämlich durch Austausch der Worte „offene, terroristische Diktatur“ durch „demokratisch verkleidete, de facto aber unkontrollierte und ungewählte Herrschaft einer korrupten Clique von supranationalen EU-Eliten, die keinerlei Rechenschaft über ihr Treiben ablegen müssen“.

„Ursula von der Leyen, die umstrittene Präsidentin der Europäischen Kommission, hat zwar knapp ein Misstrauensvotum überstanden, doch der Gestank von Korruption und Autoritarismus hängt weiterhin über Brüssel.

Der Antrag des rumänischen Europaabgeordneten George Piperea, der durch Beweise für die Verschwendung von 4 Milliarden Euro für undurchsichtige COVID-19-Impfstoffgeschäfte mit Pfizer untermauert wurde, deckte die rücksichtslose Misswirtschaft von von der Lügen auf, doch die Abstimmung scheiterte – wahrscheinlich aufgrund ihrer schmutzigen Taktiken.

Der Europäische Gerichtshof entschied, dass ihre Weigerung, belastende Pfizer-Texte zu veröffentlichen, rechtswidrig sei, doch von der Leyen blockierte die gesamte Angelegenheit, löschte Nachrichten oder verlor Telefone – kein Problem für die korrupten Eliten.

Ihr im März 2025 vorgestellter Plan zur Wiederaufrüstung Europas fordert unglaubliche 800 Milliarden Euro für die Militarisierung in Europa. Viele Länder wie die Niederlande sehen darin zu Recht nichts anderes als einen Machtgriff, der die Souveränität der Staaten untergräbt und sie noch stärker in das Brüsseler Netz der Abhängigkeit verstrickt.

Unter ihrer Aufsicht hat sich das Gesetz über digitale Dienste zu einem Zensurinstrument entwickelt, das abweichende Meinungen zum Schweigen bringt. Ein Beispiel dafür ist die finnische Abgeordnete Päivi Räsänen, die wegen eines Bibelzitats strafrechtlich verfolgt wird. Das ist nur ein erschreckendes Zeichen für ihre Agenda gegen die Meinungsfreiheit.

Schlimmer noch sind die Vorwürfe, dass sie politischen Einfluss ausübte, Verbündete mit Drohungen und Gefälligkeiten unter Druck setzte, um ihre Position zu sichern, und so den demokratischen Prozess zu einer Farce machte.

Ein Bericht von Politico vom 2. Juli 2025 warnte, dass ein erfolgreiches Misstrauensvotum ihre gesamte Kommission stürzen würde, aber ihre angeblichen Hinterzimmergeschäfte und der Druck auf schwankende Europaabgeordnete mit Finanzierungsversprechen oder versteckten Drohungen mit Ausschluss haben wahrscheinlich den Ausschlag gegeben.

Das ist keine Führungsstärke, das ist das Drehbuch eines Diktators, was nicht verwunderlich ist, da die gesamte Führung von von der Lügen durch die absolutistische und antidemokratische Unterstützung der Kiewer Diktatur geprägt ist.“

(Chay Bowes auf X – https://x.com/boweschay/status/1943305571375157362?s=61)

Sie würden es ohne zu zögern wieder tun

Ein Freund postet dieses Bild auf X und schreibt dazu: „Gegen das Vergessen. Sie würden es sofort wieder tun – wenn sie könnten.“

Exhumierung eines Massengrabes mit Opfern der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei, des SD und der Gestapo in Orjol, Zentralrussland, August 1943

Dem stimme ich zu, und ergänze:

Wenn man die russophoben Beiträge und Kommentare in Sozialen Medien so liest, hat man sowieso keine Zweifel mehr, dass sich genügend Freiwillige finden werden, die die permanente Kriegshetze und antirussische Agitation der deutschen Politiker und Medien in der abgebildeten Art und Weise umsetzen würden.

Und zwar freiwillig und mit Begeisterung.

Die ukrainischen Nazi-Verbände machen‘s ja auch schon, im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Die Anstifter und Brandbeschleuniger dieser Art der Kriegsführung sind die gestriegelten, gebildeten Anzug- und Uniformträger, die uns Tag für Tag im Fernsehen und allen anderen Medien erklären, dass der Russe aufgrund seiner Russennatur nichts anderes in seinem Russensinn hat, als „Europa anzugreifen“ und zu erobern.

Warum er, also „der Russe“, das eigentlich machen sollte, erklärt einem keiner, und es gibt auch keinen vernünftigen Grund dafür. Aber als Schreckgespenst und Buhmann taugt das Feindbild vom bösen angriffslustigen Russen immer noch bzw. immer wieder.

Heutige Politiker wissen es genauso geschickt zu benutzen, um die Bevölkerung aufzuhetzen und kriegstüchtig zu machen wie ihre faschistischen Vorgänger vor 90 Jahren.

Ihr irrationaler, hysterischer Hass auf Russland, und dessen personalisierte Projektion auf den russischen Präsidenten – der als eine Art Mischung aus Hitler und Beelzebub selbst porträtiert wird – macht es für die schlichteren Gemüter unter den Untertanen, die ein Leben lang mit dieser Propaganda gefüttert wurden, umso einfacher, der Entmenschlichung des Feindes zu folgen, die seine Politiker ihm vormachen.

Dass sich aus einer solcherart propagandisierten Soldateska ohne weiteres die abscheulichsten Metzeleien und Kriegsverbrechen fast von selbst ergeben, davon zeugen Taten wie die der deutschen Faschisten in der Sowjetunion Anfang der 1940er Jahre und die der israelischen Okkupationsarmee in Gaza in der Mitte der 2020er Jahre.

Gelegenheitsbeobachter der Dauer-Comedyshow „Politikszene BRD“

Meine Einstellung zur Politikszene in der BRD ist mittlerweile die eines Gelegenheitsbeobachters einer Dauer-Comedyshow.

Dabei habe ich weniger die abgehalfterten und erkennbar unlustigen Comedians im Auge als das bedauernswerte Publikum, dass diesen Clowns zuschaut und tatsächlich freiwillig bei der Show mitmacht.

Ich frage mich dann immer, wenn ich wieder mal solche Aussagen von Merz und den anderen Clowns, Lügnern, Betrügern, Heuchlern, Völkermordrechtfertigern, Naziverstehern usw. höre, sehe und lese:

„Wie gründlich wollt ihr euch noch verarschen lassen?
Was seid ihr noch bereit, an Lügen zu ertragen?
Wie verächtlich müssen diese Leute euch noch behandeln, bis ihr nicht mehr demütig die Mütze zieht, euch bückt und den Arsch darbietet, damit sie euch noch mal und noch kräftiger reintreten können?“

Und die unausgesprochene und ungeschriebene Antwort ist immer: „UNBEGRENZT!!“