Von Trump lernen heißt die „Kunst des Deals“ lernen!

Als lohnarbeitender Rentner bekomme ich von meinem Arbeitgeber keinen unbefristeten Arbeitsvertrag, sondern jeweils nur einen für ein Jahr. Nun steht mal wieder die Verlängerung an.

Ich hatte der Einrichtungsleitung ursprünglich eine 50-Tage-Frist gesetzt, um den Arbeitsvertrag so zu gestalten, wie ich mir das vorstelle. Unter anderem ist über eine substanzielle Lohnerhöhung, Urlaubsverlängerung sowie zahlreiche Vergünstigungen zu verhandeln.

Von Diakonie-Seite kam aber nichts, und ich musste feststellen, dass die Einrichtung trotz meiner Frist immer wieder Mitarbeiter mit Niedriglöhnen überzog und mit Forderungen nach Zusatzdiensten und Extra-Schichten bombardierte.

Ich muss sagen, das ich sehr, sehr enttäuscht bin.

Nach außen hin wird freundlich mit mir kommuniziert, und wenn ich abends nach Hause kommen, erfahre ich, dass erneut Leute im Spätdienst eingesetzt wurden, die eigentlich frei hatten oder dass die Versorgung der Einrichtungsbewohner mit Billigessen unvermindert weiter geht.

Ich habe mich daher entschlossen, die Frist für die Diakonie auf zehn oder zwölf Tage zu verkürzen.

Ich wollte großzügig sein, aber ich sehe keinerlei Bewegung auf der Gegenseite. Nach dieser Frist werde ich nicht nur meinen eigenen Arbeitgeber, sondern auch Einrichtungen wie Rettungs-Notdienste, Catering-Services, Wäschereien, Fahrdienste und alle anderen, die in Geschäftsbeziehungen mit der Diakonie stehen, mit erbarmungslosen Preisaufschlägen konfrontieren, wenn die Einrichtung nicht unverzüglich an den Verhandlungstisch kommt und meine Forderungen erfüllt.

Ich gehe davon aus, dass diese knallharte Verhandlungstaktik zum Erfolg führen wird und all meine Ansprüche befriedigt werden. Schließlich stammt sie ja von US-Chef Trump.