Ein Bild, das alles sagt.

Einmal über den regenbogenfarbenen Faschismus, in dem alle einst irgendwie progressive Symbolik vereinnahmt ist für Staatsmacht, für Ausbeutung, für Krieg und Gewalt.

Zum anderen über den berechnenden Zynismus der Mächtigen, denen buchstäblich alles recht ist, wenn’s der eigenen Herrschaftsausübung nützlich ist.

Freiheit, die sie meinen

Ah oui, das muß diese Freiheit sein, die die europäischen Wertekrieger u.a. in der Ukraine so entschlossen verteidigen.
Der Meinungsfreiheit scheint nach EU-Definition am besten damit gedient zu sein, dass man sie abschafft.

Aber wir wollen mal nicht übertreiben: für Meinungen, die der offiziellen Politik der EU-Machthaber entsprechen, gelten natürlich nach wie vor umfängliche und garantierte Freiheiten. Alles also halb so wild.

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„EU-Kommissar Thierry Breton kündigt an, dass soziale Medien ab dem 25. August verpflichtet sein werden, „volksverhetzende oder hasserfüllte Inhalte“ unverzüglich zu entfernen, andernfalls könnten sie EU-weit abgeschaltet werden.“

https://t.me/Slavyangrad

Zombieland

Manchmal landet man ja in Gruppen, die auf Anhieb normal wirken und einen unverfänglichen Namen haben. Bis man dann anhand der Inhalte merkt, wes Geistes Kind die Leute (etliche von ihnen) sind, die sich dort versammelt haben.

Wie eine Facebookgruppe, die sich „Friedensbewegung“ nennt (und mit dem Zusatz „NoSPD“ klarzumachen scheint, das man keine Interessenvertretung kriegführender US-Vasallen sein will) ein Ort sein kann, in dem gruseligste ukrainische Propaganda geteilt und positiv diskutiert wird, ist mir ein Rätsel.

Kein Rätsel ist mir die moralgetränkte Empörung, mit der sich russophob propagandisierte pro-ukrainische Kriegsfans an den Windmühlenflügeln ihres Feindbildes abarbeiten. Eine selbstgerechte Gratismoral, die nicht den Schatten eines Zweifels auf das strahlende Ideal der gerechten ukrainischen Sache fallen lassen will, die jenes tapfere demokratische, geschlossen zusammenstehende Volk dort hinten an der Ostfront gegen den schlimmen Putler, den despotischen Russendiktator und seine unmenschliche Meuchelsoldateska, auszufechten hat.

Fakten, Hintergründe, Wissen über historische, soziale und ethnische Zusammenhänge in dem Gebiet, das bisher Ukraine genannt wurde, sind Fanatikern der gerechten und guten (zufällig auch westlichen und banderistischen) Sache schnuppe; sie wollen den dicken Knüppel ihrer Gratismoral und ihrer emotionalisierten Empörungsbereitschaft umstandslos auf jede Äußerung niedersausen lassen, die nicht die Erzählung bestätigt, die sie vom NATO-PsyOp-Stab und vom Informationsbüro der ukrainischen Präsidialverwaltung gelernt haben

Jedenfalls hatte ich in meinem naiven Glauben an halbwegs normalen Informationsaustausch und gesittete Debatten einer UkroNazi-Anhängerin freundlich geantwortet und ihr zur Weiterbildung den hervorragenden Artikel von Oleg Nesterenko (https://www.nachdenkseiten.de/?p=100476) empfohlen, der eine umfassende und kompakte Beschreibung der Entstehung des Ukraine-Konflikts enthält.

Die Reaktionen dieser mental blau-gelb eingefärbten Dame und der ihr zur Seite springenden Hilfspropagandisten verführten mich zu dieser Stellungnahme, die in eine grundsätzliche Betrachtung solcher Begegnungen in Facebookgruppen mündete, samt begleitender Illustration:

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„Oh Boy, noch einer…

Ich komme mir in dieser Gruppe bzw diesem Thread vor wie der Reisende, der auf der Landstraße anhält und eine einsame Schenke betritt, über deren Eingang „Snacks und Erfrischungen“ steht.

Kaum ist er aber drinnen, muss er feststellen, dass lauter Zombies die Schenke bevölkern.

Er versucht eine normale Ansprache, ahnt aber schon, dass die zombifizierten Gehirne der schwankenden Gestalten nur eines wollen: RUSSENFLEISCH!

Unter entsetzlichem Krächzen und Knurren wanken sie auf ihn zu, schwenken ihre blau-gelben Fahnen und stoßen ruckartig Laute aus wie „Angriffskrieg!“, „Putler!“, „Asow Demokraten!!“.

Schnell springt der entsetzte Reisende zurück auf die Straße, rennt zu seinem Auto und braust davon.

Die enttäuschten Ukro-Zombies wanken noch ein paar hundert Meter auf der verlassenen Landstraße hinterher, um dann wieder zurück in ihr Nest zu taumeln, wo eine Kapelle aus hakenkreuztätowierten Gerippen in SS-Uniformen „Nein, es gibt keine Nazis in der Ukraine“ spielt und nach jeder Zeile „Slawa Ukraini!“ grunzt.

Ja, so fühlt man sich, wenn man nichtsahnend diese Gruppe betritt. Bitte bleibt unter euch, Ukro-Zombies. Fresst euch am besten gegenseitig. Ach, ihr seid schon dabei, und von den abgezweigten 400 Millionen der westlichen Milliarden, die eure korrupte Herrscherclique sich in die eigenen Taschen umgeleitet hat, haben die Elendskijs, Zalushnis, Poldolyaks und übrigen Politgangster schon ihr zukünftiges Luxus-Exil in London, Miami und sonstwo vorbereitet?

Dann will nichts gesagt haben und wünscht einen schönen Leichenschmaus

Die Zombiejäger aus der nicht-zombifizierten Facebook-Zone


Russophobie und Propaganda. Ein Facebook-Beispiel

Tom J. Wellbrock schreibt in einem Facebook Posting dies:

Ich fasse es nicht, was in den sozialen Medien über die AfD geschrieben wird. Im Übrigen deckt sich das mit der Mehrheit der Äußerungen aus Politik und Medien. Insofern ist der lässig vorgebrachte Vorwurf, das alles sei doch nur Blasen-Gedöns, schlicht Unsinn.

Ihr Schreihälse!

Ist euch nicht bewusst, dass die Bundesregierung und fast alle Oppositionsparteien einen lokalen Krieg dahingehend befeuern, dass daraus ein europäischer oder sogar weltweiter heißer Krieg werden kann?
Mit vielen Toten!
Jeden Tag!

Ist euch nicht klar, dass das Verhältnis zum europäischen Land Russland auf Jahre oder Jahrzehnte durch politische Feindseligkeiten zerstört wurde?

Wisst ihr denn nicht, dass der wirtschaftliche Abstieg Deutschlands, der ja erst langsam Fahrt aufnimmt, zu sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verwerfungen führen wird, die im schlimmsten Fall die gesamte Konstruktion zerschießen, die bisher wenigstens einigermaßen funktioniert hat?

Begreift ihr nicht, dass die Schuldigen für diese Grausamkeiten die sind, die sie in die Wege geleitet haben und ständig fortführen und eskalieren?

Ehrlich, die AfD muss man nicht mögen, ich selbst traue ihr auch nicht recht über den Weg. Aber dieses faschistoide Gebaren, das im ganzen Land rumgeht, seit die Umfragewerte der AfD steigen, ist für mich ein Zeichen von kompletter Ahnungslosigkeit und dem Tappen in die Falle der Verbrecher, die uns mit sanfter Stimme und an die Hand nehmend an den Abgrund führen.

Als „relevantester Kommentar“ platziert das Zuckerberg-Portal diese Einlassung eines Frank G. Gerigk unter den Beitrag.

Das möchte ich nicht so stehen lassen und antworte dem NATO-Troll:

Frank G. Gerigk hält exklusiv das für Propaganda, was seinem propagandisiertem Verstand von der Propaganda, die er glauben möchte, als solche, nämlich „russische“, vorgestellt wird.

Die Kennzeichnung von Informationen aus der „feindlichen“ Informationssphäre als „Propaganda“ ist in sich und per se schon selber Propaganda: sie arbeitet mehr oder weniger erfolgreich daran (und damit), dass Menschen dazu neigen, sich mit ihrer Obrigkeit zu identifizieren. Besonders, wenn’s gegen einen angeblichen Feind geht.

Der propagandisierte Verstand ist ein geschlossenes System. Fakten, die seinem Bedürfnis widersprechen, zu GLAUBEN, was die Herrschaft ihm auftischt, werden umstandslos als („russische“ in diesem Fall) Propaganda etikettiert, was dem Verstandesinhaber die Mühe erspart, sich mit dem INHALT der Information zu beschäftigen.

Das Feindbild Russland und der Krieg im Osten ist wieder ideologisch gefordert – gegen die unzivilisierten Horden, die lauter Verbrechen begehen, die gegen unsere „abendländische Zivilisation“ (NSDAP damals) und „Werte“ (fast alle Parteien heute) verstoßen.

Damit ein bürgerliches Gemüt dieses etwas peinliche nahtlose Anschließen an die russophobe Staatsräson des BRD-Vorgängerstaates aushält, ohne auf allzu unbequeme Gedanken zu kommen, setzt wertewestliche Kriegspropaganda zwei unschlagbare Tricks ein (unschlagbar bei Untertanen, die bereits ihr ganzes Leben lang mit wertewestlichen Glaubenssätzen propagandisiert worden sind):

Erstens redet sie den Leuten ein, die Minderheit des imperialistischen Lagers, die den ukrainischen Krieg gegen Russland inszeniert hat und jetzt betreut, kuratiert und unerbittlich ( und ganz buchstäblich bis zum letzten Ukrainer) eskaliert, also der Westblock mit seinen 15% der Weltbevölkerung, wäre „die Internationale Gemeinschaft“. So wird die Fiktion einer pro-NATO Mehrheit in der Staatenwelt erzeugt, die bei durchschnittlichen Westbürgern – die im Zweifelsfall nicht wissen, dass alleine die BRICS-Staaten inzwischen schon ein größeres BIP haben als die G7 – verfängt.

Der zweite unschlagbare Kniff ist die umstandslose Klassifizierung jeder Kritik am Regierungshandeln und am Krieg gegen Russland (und demnächst gegen China) als „rechts“, und der Kritiker als „Nazis“. Nazi möchte keiner sein, und wen einmal die Nazikeuke trifft, der ist erstmal aus der öffentlichen Debatte ausgemischt. Vor allem aber: wenn die Kritiker der russophoben Kriegspolitik die Nazis sind, dann können ja unmöglich diejenigen, die mit ihrer russophoben Kriegs- und Verarmungspolitik, der Gleichschaltung der Meinungslandschaft, der Bestrafung pro-russischer Standpunkte eine ganz demokratische Faschisierung der westlichen Gesellschaften durchsetzen, unmöglich die Nazis sein. Denn eines wissen Untertanen wie Frank G. Gerigk: NAZIS sind immer nur die anderen!

Damit ist die Sache geklärt, der Seelenfrieden gewahrt, und die Frank G. Gerigks dieser Welt können sich die jetzt anstehende umfassende Deindustrialisierung und kriegstaugliche Zurichtung der BRD mit der schönsten und einfachsten (und gerade in Deutschland seit jeher bewährtesten) aller Coping-Strategien erklären: Der RUSSE war’s und isses schuld!

Weshalb jetzt natürlich ganz schnell ganz viel Kriegsgerät an unsere demokratischen Nazis in der Ukraine geliefert werden muss, denn der Russe will unseren hakenkreuztötowierten Freiheitskämpfern dort ihren Beitritt zu NATO und EU versauen (nur weil die Ukrainer seit 2014 im Donbas so ein bisschen völkermorden – dabei wohnen da doch nur pro-russische Separatisten!)

Medialer Dauerorgasmus leider schon wieder vorbei

Die Meuterei des vormaligen „Wagner“-Chefs hat der westlichen Propaganda und ihren Kriegsmedien einen 24-Stunden-Orgasmus beschert.

Während für verständige Beobachter klar war, dass ein Milliardär als Eigentümer einer privaten Militärfirma, die in all ihrer Ausrüstung – sogar der personellen – vom russischen Staat abhängt, keine Chance hat, ausgerechnet in Kriegszeiten dessen Staatsführung zu „stürzen“, delirierten die NATO-Medien in genau dieser Fantasie und sahen einen ganzen Tag lang den ersehnten Regime Change und den diesmal erfolgreichen Endsieg über Russland gekommen, wenigstens aber in greifbare Nähe rücken.

Die ruhige, gewaltlose und in jeder Hinsicht elegante Lösung, die die russische Führung über den belorussischen Präsidenten mit dem aufmüpfigen Prigoshin aushandelte, hat das NATO-Lager kalt erwischt. Auch den westlichen Sponsoren und Kuratoren des ukrainischen Krieges gegen Russland ist klar, dass die Ereignisse um die Meuterei keine Schwäche Russlands gezeigt, sondern im Gegenteil die russische Fähigkeit demonstriert haben, gerade in einer Zeit existenzieller Bedrohung zu der Stärke und Geschlossenheit zu finden, die schon 1941-1945 das Land vor der Auslöschung bewahrte und dem Angreifer die Niederlage zufügte, die er heute weit genug überwunden glaubt, um es erneut zu versuchen.

Vor allem gibt die schnelle und friedliche Lösung der Meuterei Auskunft über die Weisheit der russische Führung und des Oberkommandierenden. Obwohl Putin in seiner Ansprache deutliche Worte gewählt hat, von „Dolchstoß“ und „Landesverrat“ sprach (was die Aktion Prigoshins de facto war), einigte man sich schließlich auf eine gesichtswahrende, gütliche Beendigung der Sache, um den eingetretenen Schaden (der nach Lage der Dinge vor allem im PR- bzw. propagandistischen Bereich entstanden war) zu minimieren.

Geschichten die das Leben schrieb: Talkrunden im Staatsfernsehen sind nicht gut für die geistige Gesundheit

Ich sitze in der Wohnzimmerecke, höre Musik über Kopfhörer und zeichne. Irgendwann kriege ich Durst, setze die Kopfhörer ab und stehe auf, um mir etwas zu trinken zu holen.

Das hätte ich nicht tun sollen, denn nun dringen an meine unschuldigen Ohren Gesprächsfetzen einer Diskussionsrunde bei Maybritt Illgner, einer bekannten und hochbezahlten Mietpropagandistin des Staatsfernsehens. Zu Gast diesmal erstaunlicherweise der AfD-Chef Chrupalla und ein aalglatter FDP-Funktionär, ersterer vermutlich aufgrund des Umfragehochs seiner Partei, das die etablierten bürgerlichen Parteien in helle Panik versetzt.

Was ich in den etwa fünf Minuten mitbekomme, die ich fassungslos der „Debatte“ – in Wirklichkeit eine Art medialer Pranger, an den Moderatorin und Establishment-Politiker das „rechte“ Schmuddelkind der DEMOKRATIE stellen wollen – lausche, ist folgendes:

Alle sprechen sehr schnell, scheinen also zu denken, dass sie lieber eine gewaltige Menge an Behauptungen, Sprechblasen und Sprachregelungen unter- oder „rüber“bringen müssen statt ein paar vernünftige Argumente. Ausnahme der AfD-Mann. Er redet zwar auch vergleichsweise schnell, scheint aber noch der Coolste der Drei zu sein. Er wird immer wieder unterbrochen, man läßt ihn so gut wie nie ausreden und seine Sätze zuende bringen.

Chrupalla ist der einzige in der Runde, der auf ein paar Fakten hinweist: der Sanktionskrieg gegen Russland schadet vor allem dem Westen, Deutschland solle wieder russisches Gas beziehen, die Ampelregierung ruiniert und deindustrialisiert den Standort Deutschland, der Ukraine-Krieg ist nicht ausschließlich Schuld Russlands etc.

Damit ist er – was zu beweisen war – entlarvt als Demokratiefeind und Putinfreund. Überhaupt scheinen alle – besonders der FDP-Mann – zu wissen, was Demokratie ist: sie tragen den Begriff wie einen Fetisch vor sich her, erläutern ihn nie und setzen voraus, dass alle sich einig sind, dass DEMOKRATIE natürlich nur erstens und allgemein die wertewestliche Lebensart und Staatsform sein kann, zweitens und im Besonderen aber die wunderbaren Verhältnisse, die dank ihr in dem wunderbaren und gewissermaßen erz- und urdemokratischen Deutschland herrschen.

Die Ausgrenzung der AfD aus dieser gedachten Idealform bürgerlicher Herrschaft erfolgt heute vor allem durch den Nachweis mangelnder Russophobie und Kriegsbereitschaft seitens der Partei und ihrer Vertreter. Chrupalla weist auf den verlogenen Selbstbetrug der Sanktionskrieger hin, die mit dem Verzicht auf russisches Erdgas eine „Abhängigkeit“ von Russland beenden wollen und sich dafür in die viel drastischere Abhängigkeit von amerikanischem LNG begeben. Er hat kaum „Russland“ und „Gas“ in einem Atemzug gesagt, als die FDP-Charaktermaske ihm triumphierend in die Parade fährt und die ganz dicke Moralkeule auspackt: „Wollen Sie etwa diesen schrecklichen Angriffskrieg Putins relativieren? Da sterben FRAUEN und KINDER!“ Jetzt hat er ihn!

Das scheinbar handverlesene Publikum scheint zu 90% aus Gläubigen der Staatsmedien zu bestehen, denn es applaudiert dem liberalen Moralprediger und seiner höchst verlogenen Nummer. Der AfD-Chef kontert ziemlich abgebrüht mit dem Hinweis bzw der Frage, was denn sein Gegenüber zu den Kriegen der USA im Irak („Fünfhunderttausend tote Kinder!“) sagen würde, gibt also die Moralheuchelei des Regierungsheinis in gleicher Münze zurück.

So geht es in den paar Minuten, die ich auf den Fernseher starre, hin und her. Die Liebste, die sich diese Art Sendungen öfters antut, zieht die richtigen Schlüsse und bemerkt: „Die haben den AfD-Typen doch nur eingeladen, um ihn fertigzumachen. Dabei ist der der einzige, der die Wahrheit sagt. Stimmt doch alles, was der sagt!“

Wenn es die Absicht des Staatsfernsehen sein sollte, die AfD durch zähneknirschend eingeräumte Sendezeit in Kreuzverhören und lächerlichen Moralanwürfen wie in dieser Talkrunde bloßzustellen und die Zuschauer als Wähler wieder auf die regierungsamtliche Linie der Kriegs- und Verarmungsbefürwortung zu bringen, dann ist dieser Plan gründlich schief gegangen.

Wieder meine ansonsten streng unpolitische Gattin: „Mit jedem solcher Auftritte sorgen die doch bloß für noch mehr Stimmen für die AfD…“

Es ist leider so: die AfD ist momentan die einzige wahrnehmbare politische Gruppierung, die Kritik am Regierungskurs, an der Russophobie, an Krieg und Verarmung, an Deindustrialisierung und der rotgrüngelben Klima- und Wokeness-Ideologie überhaupt noch artikuliert.

Was Aufgabe einer sozialistischen Opposition sein müsste, wird im Deutschland des Jahres 2023 wahrgenommen von einer Partei, die nach herkömmlichen Maßstäben „ganz rechts“ im politischen Spektrum angesiedelt ist und – soweit ich es verstehe – einen völkischen statt eines neoliberalen „grünen“ Kapitalismus (mit ganz bestimmt nicht weniger Ungemütlichkeiten für die Arbeiterklasse als der der Regierung) anstrebt.

Man möchte dran irre werden.

Parallelrealitäten

Vorhin beim Zeichnen mit halbem Ohr das “heute-journal” des ZDF gehört (hören müssen), in denen über die Ukraine und die „Offensive“ der ukrainischen NATO-Armee berichtet wurde.

Dem unbedarften Zuhörer wird folgendes Bild nahegebracht: alles gut, Offensive rollt; läuft zwar nicht ganz wie erwartet, aber wird schon. Der Russe ist einfach scheisse fies und tötet viele von den Guten. Dann Homestory mit Ukro-Offizier, der den bösen Iwan bekämpft, Tenor: der nette Nazi von Nebenan.

Wer immer diese Nachrichten macht, muß in einer absurden Parallelrealität leben, in der die Erzählung immer und unbedingt die Oberhand über die Tatsachen hat. Wenn die Tatschen schwarz sind und man behauptet, sie seien weiß oder bunt, dann SIND sie eben bunt. Der Zuschauer wird’s schon glauben, er hat ja sonst keine Informationsquellen.

Kinder bombardieren geht im Wertewesten voll in Ordnung (wenn’s Russenkinder sind). Wer ihnen hilft, ist Feind der Freiheit und böser Autokrat.

NATO- und Ukro-Faschismus so: (bombardieren acht Jahre lang die russische Bevölkerung im Donbass)

Russland: (entschließt sich, den schleichenden Genozid zu beenden, bringt die Kinder aus den Volksrepubliken in Sicherheit zu Pateneltern auf bisherigem russischen Territorium)

NATO- und Ukro Faschos: „Heul, jammer, wehklag, Kindesverschleppung! Iwan böse, Ukro gut!!“ (starten internationale PsyOp-Propagandakampagne)

Westmedien: (nicken begeistert, lassen den russophoben Speichel sturzbachmäßig von den Lefzen triefen)

Video Quelle: https://t.me/s/Slavyangrad