Neulich im Märchenwald


Der Fuchs wollte dem Hasen gerade Gute Nacht sagen, als dieser sich plötzlich in Luft auflöste und ein Flöte spielender Igel erschien. Die Taube konnte es nicht fassen und überlegte schon, vor Schreck zu kacken; nur die Eule beobachtete alles unerschüttert und dachte sich ihren Teil (sie kannte die seltsamen Angewohnheiten des Hasen).

Wie nun ausgerechnet mein Hund in diese Szenerie geraten war, kann ich nur ahnen – er ist passionierter Kaninchenjäger und hat möglicherweise von daher erwas mit dem plötzlichen Verschwinden des Hasen zu tun.

Gemeinsames Ziel: Europa stärker machen

„Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat dem Europäischen Parlament die geplante Struktur und die designierten Mitglieder des neuen Kollegiums der EU-Kommission vorgestellt. Nach ihrem Treffen mit der Konferenz der Fraktionsvorsitzenden des Parlaments sagte von der Leyen: die Struktur leite sich von Kernprioritäten ab, die sich um Wohlstand, Sicherheit und Demokratie drehen, sowie vom Thema Wettbewerbsfähigkeit im aktuellen digitalen und ökologischen Wandel. „Das gesamte College ist der Wettbewerbsfähigkeit verpflichtet. Wir haben die engen und starren Zuständigkeitskorridore abgeschafft.“

Insgesamt gibt es 26 Kommissarinnen und Kommissare, sechs von ihnen sogenannte Exekutive Vizepräsidentinnen bzw. -präsidenten. Von der Leyen betonte bei der Vorstellung: „Sie haben unterschiedliche Hintergründe. Aber alle eint das gemeinsame Ziel und das ist, Europa stärker zu machen.“

Quelle: https://germany.representation.ec.europa.eu/news/ursula-von-der-leyen-stellt-kollegium-der-eu-kommission-2024-2029-vor-2024-09-17_de

Kaugeräusche von den Schreibtischkanten


Man kann das Zähneknirschen und die Kaugeräusche von den Schreibtischkanten förmlich hören, die jetzt in London, Warschau, Riga, Tallin und Vilnius stattfinden.

Auch in Berlin? Im Außenministerium ganz gewiß.

Hält das die Ostland- und Weltkrieger von ihrem Nuklearkriegs-Kurs ab oder reden sie sich selber wieder ein „Putin blufft ja bloß!“? Man weiß es nicht.

Zum Glück sind nicht Washingtons europäische Pudel und baltische Chihuahuas für die Eskalationsstufen im NATO-Krieg gegen Russland zuständig, sondern der westliche Hegemon selbst. Und dort scheint es, jedenfalls im Pentagon, noch ein paar Bremser zu geben; Militärs, die wissen – oder es nicht drauf ankommen lassen möchten herauszufinden – dass Russland nicht blufft, sondern meint, was es sagt:

„Worauf ich Ihre Aufmerksamkeit noch lenken möchte. In der aktualisierten Fassung des Dokuments wird vorgeschlagen, eine Aggression gegen Russland durch einen Nichtkernwaffenstaat, aber mit Beteiligung oder Unterstützung eines Kernwaffenstaates, als deren gemeinsamen Angriff auf die Russische Föderation zu betrachten.

Die Bedingungen für den Übergang Russlands zum Einsatz von Atomwaffen sind ebenfalls klar definiert. Wir werden diese Möglichkeit in Betracht ziehen, sobald wir verlässliche Informationen über den massiven Start von Luft- und Raumfahrzeugen und deren Überschreiten unserer Staatsgrenze erhalten. Ich spreche von strategischen und taktischen Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen, Hyperschall- und anderen Flugzeugen.

Wir behalten uns das Recht vor, im Falle einer Aggression gegen Russland und Weißrussland als Mitglied des Unionsstaates Atomwaffen einzusetzen. Alle diese Fragen sind mit der belarussischen Seite und dem belarussischen Präsidenten vereinbart worden. Dies gilt auch für den Fall, dass der Feind mit konventionellen Waffen eine kritische Bedrohung für unsere Souveränität darstellt.

Abschließend möchte ich anmerken, dass alle Klarstellungen gründlich überprüft wurden und in einem angemessenen Verhältnis zu den aktuellen militärischen Bedrohungen und Risiken für die Russische Föderation stehen.“

https://www.berliner-zeitung.de/news/russland-putin-kuendigt-klarstellungen-bei-atomwaffendoktrin-an-li.2257465

Geschichten, die das Leben schrieb: Was kommt da auf mich zu?

Bekanntlich ist die Große Vaterländische Buchaufräumaktion so ausgegangen, dass die Sachbuch- und Belletristik-Bestandteile meiner erlesenen Bibliothek ins Dachbodenexil flüchten mussten.

Die Frau hingegen konnte nach zähen, oft vor dem Abbruch stehenden Verhandlungen vier der zehn vorhandenen quadratischen IKEA-Regalplätze okkupieren – für die zweifelhaften Romane, die sie nun mal so liest.

Bemerkenswerter jedoch ist die Tatsache, dass sie zwei dieser obskuren Krimis auffällig sichtbar vor die anderen Bücher platziert hat, wie einen Hinweis: „Der goldene Tod“ und „Wintersterben“.

Will sie mir damit etwas sagen?

Hat sie etwa vor, mich in diesem Winter noch durch eine Überdosis Opium oder Sex ums Leben zu bringen?

Oder ist alles ein reiner „Zufall“, in Wahrheit aber ein Hinweis des Schicksals, dass meine Zeit gekommen ist?

Fragen über Fragen, die mal wieder keiner beantwortet.

Die Bundesregierung erzählt – ich antworte


Das wird nix mehr mit der deutschen Größe auf dem Schlachtfeld, werte Ostlandkrieger der Bundesregierung.

Ihr habt es redlich versucht, habt 2014 ein veritables Neonazi-Regime in der Ukraine mit an die Macht gebracht und alle friedlichen Koexistenzangebote Russlands mit Tricksereien und Betrug (Minsk 1 & 2) erfolgreich abgeschmettert.

Dann habt ihr euch sogar noch von den Amis in deren seit Wolfowitz geplanten Krieg gegen Russland reinziehen lassen, nachdem Russland nicht anders konnte, als 2022 in den von euch mit angestachelten ukrainischen Bürgerkrieg einzugreifen – in der Hoffnung, von der Beute was abzukriegen.

Und wie hat’s euch der Ami gedankt? Sprengt euch die NordStream-Pipelines und verdealt euch anschließend für teuer Geld sein dreckiges Frackinggas.

Und Olaf der Vergeßliche? Steht neben der dementen Mumie im Weißen Haus wie ein dümmlich grinsender Erstklässler, der sich in die Hosen gekackt hat, während Biden genau diesen Terrorakt gegen die deutsch-russische Energieinfrastruktur ankündigt.

Nee, ihr Genies, ihr habt’s einfach nicht drauf.

Dass wir Bürger von eurem Säbelgerassel, eurer „Kriegstüchtigkeit“ und eurer antirussische Hysterie nicht angesteckt werden wollen, ist euch scheißegal, jaja, wissen wir. Spätestens seit die Trampolinspringerin, die im Außenamt dilettieren darf, es vor aller Welt klargestellt hat: „Egal, was meine deutschen Wähler denken, ich mache, was der Ukraine nützt“.

Aber wenn ihr jetzt mal wieder versucht, dem Iwan mit deutschen Waffen und kräftig antirussischem Geifer eure Werte beizubiegen: Schaut doch mal in ein paar Geschichtsbücher und lest nach, wie das bei einer eurer Vorgängerin unter dem damaligen Kanzler ausgegangen ist.

Der einzige Trost angesichts der permanenten Intelligenzbeleidigung, die deine Kriegs-, Verarmungs- und Zensurpolitik, Bundesregierung, darstellt, ist die Gewissheit, dass ihr nur noch maximal ein Jahr am Ruder seid.

Nicht dass das, was danach kommt, irgendwie anders wäre.

Aber euren ekligen Bellizismus, eure verlogene („Russland hat uns den Gashahn angedreht“) Hetze endlich von euren selbstgerechten Gesichtern weggewischt zu sehen, darauf freut sich jetzt schon

Euer euch herzlich verachtender Nichtwähler
KS

PS: Na, Nancy, muss ich jetzt aufpassen, ob deine Gedankenpolizei bei mir vorbeischaut?

PPS: Achso, eh ich’s vergess‘: Ich erkläre hiermit öffentlich und gerichtswirksam, dass ich den obigen Text aus satirischen Gründen verfasst habe, um zu demonstrieren, wie russische Desinformation arbeitet!! Selbstverständlich stimme ich bis ins letzte Detail der Sprachregelungen mit der Position der Bundesregierung überein, dass gegen den völkerrechtswidrigen, unprovozierten und grundbösen russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, auf unsere Werte und auf das Weltklima gar nicht genug aufgerüstet und über die sinistren Machenschaften des PUTIN™ aufgeklärt werden kann!!

Ukraine, Israel vor dem Spiegel: Wer ist der Hässlichste im ganzen Land?

Es scheint, dass bandera-faschistisches und zionazistisches Regime miteinander um den Preis des inhumansten, an kein Recht (noch nicht mal das Kriegsrecht) gebundenen Gemetzels wetteifern. Momentan – derzeit ist die ukrainischen NATO-Stellvertreterarmee an allen Fronten in Auflösung begriffen und das Kiewer Regime greift deshalb auf nackte terroristische Kriegführung zurück – hat der zionistische Siedlerstaat die Nase vorn:

Israel setzt auf den Völkermord in Gaza noch einen drauf, bombardiert zivile Ziele im Libanon, macht Zehntausende von Libanesen zu Binnenflüchtlingen und rechtfertigt das auf gewohnt zynische Weise mit Hezbollah-Stellungen, die sich angeblich immer genau in den Wohnhäusern befinden, die die IDF zerstört und dabei bis jetzt hunderte von Zivilisten ermordet.

All dies nach dem terroristischen Angriff auf tausende von Pager- und Funkgerätenutzer im Libanon, weil unter denen nach Ansicht der Netanyahu-Regierung Hezbollah-Mitglieder waren.  Im libanesischen Bekaa-Tal lässt die israelische Armee Flugblätter mit Barcodes abwerfen, die über Bombardierungsziele und Ausweichregionen informieren sollen. Wer diesen Barcode einscannt, dessen Endgerät wird von der Zielerfassung der IDF registriert und zum Abschuss freigegeben, auch dies angeblich eine „anti-terroristischer“ Maßnahme gegen Hezbollah.

Derweil tritt eine 43jährige Trampolinhüpferin, die es aus irgendwelchen Gründen ins Amt der Außenministerin Deutschlands geschafft hat, vor die UN und blamiert nicht nur sich selbst, sondern ihr Amt und ihr Land mit emotional unkontrollierten Ausfällen gegen Russland und dessen Präsidenten. Die verzerrten Züge Baerbocks während ihrer Rede gaben ihren Hass und ihre Verachtung für Russland und dessen Präsidenten preis, vor allem aber die völlige Nichteignung dieser emotionsgesteuerten Person für ein diplomatisches Amt. Abgesehen von den absurden Anschuldigungen und Lügen, die sie verbreitete, wirkte Baerbock wie eine trotzig-wütende Pubertierende, die mit Herzrasen und Flecken im Gesicht den Nachbarn anraunzt, weil dieser ihrer Ansicht nach den Gehweg nicht gefegt hat.

Momentaufnahmen einer Welt, die sich rapide verändert und deren bisherige Herren (und ihre Vasallen) verzweifelt versuchen, sich dem unumkehrbaren Wandel in den internationalen Beziehungen, dem unaufhaltsamen Ende der westlichen Hegemonie, entgegenstemmen, dabei aber immer verzweifelter wirken und immer lächerlicher aussehen. Leider haben diese abgehalfterten Gestalten einer abgelaufenen Epoche immer noch genügend Gewaltmittel zur Verfügung; Gewaltmittel, die den Übergang zur multipolaren Phase verzögern, erschweren und unter Umständen um den Preis der Vernichtung allen Lebens um der Erde verhindern können.

Vernünftige Zeitgenossen betrachten die Situation ohne Hoffnung und ohne Panik; mit der Absicht vielleicht, im eigenen Wirkungsumfeld, im eigenen Land, mit den bescheidenen eigenen  Kräften den sich abzeichnenden Untergang der imperialistischen Mächte zu beschleunigen, so gut man kann (und wenn’s durch Aufklärung und Information ist), und mit dem Wunsch, dass – sollte alles schief gehen – man genügend gute Freunde und gute Drogen hat. 

Hoffnungslosigkeit als Kampfposition

Dick & Doof, die beiden Chefs der grünen Ampelpartei, zurückgetreten?

Man kann nur hoffen, dass die braungrüne Partei, ebenso wie die regenbogen-rosafarbene PdL-Truppe, in der politischen Versenkung verschwindet, in die sie gehört. Und die Hoteliers- und Sylthochzeitersekte, die jetzt noch lukrative Minister- und Staatssekretärspöstchen besetzt, gleich mit.

Erst recht auch die sozialdemokratischen Kapos der Bourgeoisie (dank an Klaus Linder für diesen Begriff) und der rechte Flügel der Einheitspartei der Bourgeoisie, CDU/CSU/AfD, also all die NATO- und Bundeswehrparteien.

Aber genauso gut kann man sich eine Frikadelle aufs Knie nageln und dran drehen bis UKW kommt. Ohne organisierten Widerstand der Arbeiterklasse unter Führung einer kommunistischen Partei, die den Namen verdient, wird die imperialistische Gesamtverarsche namens BRD weiter vor sich hin taumeln, sich faschisieren und ihren Insassen das Leben immer ungemütlicher machen.

Soweit meine Mittwochspredigt zur Lage.

Geschichten die das Leben schrieb: Bücher und Menschen, alle wollen ihren Platz finden

Aufräumarbeiten in den diversen Schränken und Regalen. Die Bücher müssen gesichtet werden. Gegebenenfalls muss man sich von einigen trennen, so fordert es jedenfalls die Mitbewohnerin, deren Buchbestand (zum Großteil flott wegzulesende 08/15-Krimiunterhaltung) solche Maßnahme locker wegsteckt und, unter uns, auch verdient.

Ich dagegen nenne in jedem literarischen Bereich eine exzellente, mitunter erlesene Auswahl an Werken mein eigen; ein bibliophiler Schatz an gewichtigen, lesenswerten, ausgesprochen GUTEN Büchern, die ich natürlich nie im Leben wegschmeißen würde.

Nun stehen harte Verhandlungen an. Der begrenzte Platz in dem IKEA-Regal, dessen schlichte Häßlichkeit zu meinem Leidwesen ein echtes Bücherregal ersetzen muss, bis mal wieder Geld für irgendwelches Mobiliar vorhanden ist, erfordert scharfe Selektion.

Aus meiner Sicht betrifft das zu 95% die Bücher der Liebsten, die als „Literatur“ zu bezeichnen angesichts der Tatsache, dass diese literarische Dutzendware so etwas wie die geschriebene Analogie zu Serienkrimis im Zwangsgebührenfernsehen darstellt, ein Euphemismus wäre. Aus IHRER Sicht hingegen ist alles, was zwischen zwei Buchdeckeln steht, gleichwertig und kann daher gleichermaßen Platz beanspruchen.

„Kannst du von deinen ganzen Büchern nicht auch mal was wegschmeißen?“, werde ich gefragt. Ich sortiere drei oder vier wirklich überflüssige Regalhüter („Dalai Lama: Mitgefühl leben“ oder sowas) aus und schlage ihr großzügig vor, die zehn verfügbaren quadratischen Regalelemente „drei zu sieben“ aufzuteilen, was rein inhaltsmäßig schon ein enormes Zugeständnis meinerseits ist. Finde ich jedenfalls.

Das kommt aber nicht gut an bei meiner Krimienthusiastin. „Dann bring doch wenigstens welche davon auf den Dachboden!“, kriege ich zu hören. Das wäre eine Notfallmaßnahme, die ich mir jedoch als letzten Auweg aufsparen will. Zum Glück kommt die Liebste von selber auf den naheliegenden Gedanken, die Bücher, die sie mit hundertprozentiger Garantie nie wieder lesen wird, weiterzuverschenken: „Habt ihr nicht so eine Bücherei im Heim?“, fragt sie.

Haben wir, aber es handelt sich dabei um ein einziges 1,25m breites und 2m hohes IKEA-Regal, das schon ziemlich befüllt ist. Zwanzig bis dreißig weitere Bücher wird es aber verkraften. Weitere etwa vierzig Bücher wandern in den „Literaturschrank“ vor der Sparkasse, so dass ich meiner Einschätzung nach meine „Drei-zu-Sieben“-Ausgangsverhandlungsposition halten kann.

Noch ist die (Buch-)Messe nicht gesungen, aber mit diesem Zwischenergebnis begeben wir uns beide erstmal in die Mittagspause, jeder zufrieden, dass demnächst wieder übersichtliche Ordnung herrscht.