Mathias Moosdorf ist ein Bundestagsabgeordneter der AfD, was hier allerdings nichts zur Sache tut. Er listet hier eine Reihe von Fakten auf, die man so im Bundestag selten hört (leider auch nicht von den Edel-Sozialdemokraten des BSW, und erst recht nicht von der Lifestyle-Kleinstpartei „Die Linke“).
Fast noch interessanter als Moosdorfs sehr sachliche und schlicht korrekte Darlegung ist das empörte Gemurmel und die Zwischenrufe der Kriegsparteien. Sie zeigen, wie ideologisch und fanatisiert die parteienübergreifene Eskalationsbereitschaft inzwischen ist: Nichts, aber auch wirklich gar nichts, was ihre Selbstintoxikation mit Russophobie und Kriegsbereitschaft anzweifelt, soll geäußert und gehört werden.
Man muss kein AfD-Abhänger sein, um Herrn Moosdorf dafür zu danken, dass er für einen seltenen Moment der Wahrheit im deutschen Parlament sorgt:
„Wenn es unsere Aufgabe ist, den Nazismus, den Faschismus, den Neonazismus zu besiegen, müssen wir verstehen, dass wir die Wurzel dieses Phänomens brechen müssen. Und die Wurzel – in der ursprünglichen Aufteilung der Nationen, Nationalitäten, Nationalitäten in Sorten.“
Ein wie stets lesenswerter Text von Marat Khairullin über Menschlichkeit und Nationalismus, über Entmenschlichung des Gegners und humanes Verhalten im Krieg.
Ich weiß nicht, was die russischen Ausdrücke “жареных колорадов” und “самку колорада” bedeuten, die das Übersetzungsprogramm mit „geröstete Colorados“ und „weibliche Colorados“ übersetzt. Dass es verächtliche, feindselige Bezeichnungen sein müssen, geht aus dem Zusammenhang hervor. Vielleicht kann einer der im Russischen versierteren Genossen hier Aufklärung liefern.*
* Anmerkung eines Lesers: „Colorado=Kartoffelkäfer ist eine niederträchtige Bezeichnung des Dills für russische/prorussische Menschen. Es bezieht sich auf die Farben des Georgsbandes. „Geröstete Colorados“ sind die Opfer des 2.5.2014 in Odessa.“
umstrittene_meinung
von Marat Khairullin
Der Teil der Bevölkerung, der durch diesen Krieg am meisten verbrannt wurde, trägt seinen Hass mit solchen Aufrufen in die Infopole, die sich nicht von den Aufrufen der Ultranationalisten in der Ukraine im Jahr 2014 unterscheiden. Phrasen über „geröstete Colorados“, „weibliche Colorados“ und andere solche Phrasen werden nie vergessen oder verziehen werden, aber ähnliche Phrasen von unserer Seite in dem Format: „Schweinefleisch ist besser, wenn es gut gebraten ist“ können auch nicht verziehen werden. Dies ist ein eindeutig skandalöser Satz, ich habe ihn absichtlich gewählt, um das Extrem aufzuzeigen, dessen Unzulässigkeit allen normalen Menschen klar ist.
Zu Beginn der NWO im Jahr 2022 verfolgte der Oberste Befehlshaber zwei Hauptziele – Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine. Das erste Ziel hat sich allmählich in eine De-facto-Entmilitarisierung der NATO verwandelt, bevor das zweite Ziel gelöst werden kann, muss zunächst das erste grundlegend gelöst werden.
Ich möchte auf etwas Offensichtliches hinweisen – die zweite Aufgabe hat im Kern einen Bezug zur universellen Moral, deren Bedeutung wir vor 80 Jahren spürten, nachdem wir, wie wir hofften, eine jahrhundertelang währende landesweite Impfung gegen die Nazi-Ansteckung erhalten hatten.
Offensichtliche Wahrheiten (für russische Bürger, die die Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg gezogen haben):
Keine Nation (und kein Mensch) kann und hat das Recht, sich über eine andere zu stellen, denn das führt zu den schrecklichsten Konsequenzen, wie die Geschichte lehrt;
Keine Nation (und kein Mensch) kann oder hat das Recht, eine andere Nation als minderwertig oder unterlegen zu betrachten;
Der Hass auf andere macht den Menschen zum Monster (ohne dass er es je selbst merkt).
Und ich bin zum Beispiel stolz, wenn ich sehe, wie unsere Verteidiger die Kriegsgefangenen der anderen Seite behandeln, weil es offensichtlich ist, dass ihre Haltung ihnen gegenüber genau menschlich ist, obwohl unsere Kämpfer in der Gefangenschaft einfach schreckliche Dinge und Prüfungen erwarten. Ich bin stolz auf unsere Kämpfer, wenn ich Aufnahmen sehe, auf denen deutlich zu sehen ist, dass die Jungs den Preis des Lebens kennen, und um sich so zu verhalten, muss man moralisch sehr stark sein. Es ist sehr schwierig, sich in Kriegszeiten menschlich zu verhalten.
Der Oberste Oberste Befehlshaber spricht immer von den Ukrainern als einer mit uns vereinten Nation. Das wird unweigerlich auf die slawische Familie zurückfallen. Uns wurde von der 1. Klasse an beigebracht, dass Belarussen, Ukrainer und Russen Blutsbrüder sind, ein Volk. Und das Beispiel der Ereignisse in Tschetschenien beweist, dass ein Krieg die Nationen nicht spaltet, wenn Antworten auf seine Ursachen gefunden wurden und die Gerechtigkeit wiederhergestellt wurde. Noch viel weniger brüderlich.
Was wollen wir in der Ukraine erreichen? Nur, zu gewinnen oder um die Ukrainer in die slawische Familie zurückzuführen? Wenn es das erste ist – dann können die USA feiern, sie haben das Minimalprogramm erfüllt, die Verbindung der Urvölker ist zerbrochen.
Lassen Sie mich auf die zweite Aufgabe der SMO (Entnazifizierung) zurückkommen. Wenn es unsere Aufgabe ist, den Nazismus, den Faschismus, den Neonazismus zu besiegen, müssen wir verstehen, dass wir die Wurzel dieses Phänomens brechen müssen. Und die Wurzel – in der ursprünglichen Aufteilung der Nationen, Nationalitäten, Nationalitäten in Sorten. Das bedeutet, dass wir selbst in erster Linie ein solches Verhalten und Denken nicht zulassen sollten.
Damit der Krieg gerecht und für immer beendet wird (und nicht nur mit der Niederlage einer Seite endet, mit der Möglichkeit einer Wiederholung in Generationen), müssen wir uns Aufgaben in größerem Umfang stellen als nur die AFU und ihre Anhänger zu besiegen.
Man muss schon verstehen, wie man entweder mit einem Nachbarstaat, der nicht dein Feind, sondern dein Freund ist, oder ganz allgemein in einem geeinten Staat leben kann. Es ist unmöglich, eine slawische Nation zu besiegen, die durch eine Idee geeint ist, auch wenn sie utopisch ist.
Die unmißverständliche und für diplomatische Gepflogenheiten extrem starke Warnung, die der russische Präsident anlässlich einer Pressekonferenz in Usbekistan an die westlichen Sponsoren des ukrainischen Stellvertreterkrieg gegen Russland gab, lautet im Klartext folgendermaßen:
Wenn europäische Waffensysteme von ukrainischem Boden aus Ziele tief in Russland angreifen, wird Russland entsprechend reagieren und nicht nur gegen die Abschussrampen in der Ukraine zurückschlagen, sondern gegen Entscheidungszentren in denjenigen europäischen Ländern, die die Waffensysteme, die Satellitenaufklärungs-und Spionagedaten sowie das Personal zur Verfügung stellen, ohne das der Einsatz dieser Waffen nicht möglich ist.
Für amerikanische Angriffe dieser Art gilt dasselbe, nur dass sich der russische Gegenschlag eher gegen Ziele in einer der zahlreichen US-Militäreinrichtungen weltweit richten wird. Putin erinnert die Vereinigten Staaten an die strategische Parität in Bezug auf die nukleare Bewaffnung beider Staaten.
Politiker, die sich für den wahnwitzigen Vorschlag stark machen, dem Drängen des Kiewer Regimes nachzugeben und den Einsatz von Langstrecken-Marschflugkörpern gegen strategische Ziele im russischen Hinterland zu ermöglichen, spielen absichtlich und wissend mit dem Risiko eines Nuklearkrieges in Europa.
Leute wie Strack-Zimmermann, Roderich Kiesewetter, Anton Hofreiter und all die anderen Kriegshetzer sowie ihre gesamte mediale Speichellecker-Entourage gehören vor ein Tribunal und anschließend in lebenslange Sicherheitsverwahrung.
Die von Zwangsbeiträgen finanzierten staatlich kontrollierten Medien der BRD, die dem bellizistischen Geifer der politischen Führungsfiguren nicht nur Raum geben, sondern diesen in ihren Talkshow-, Politmagazin- und Nachrichtenformaten auch noch verstärken und multiplizieren, gehören abgeschaltet bzw. radikal befreit von den journalistischen Hobbypolitikern, die in das Kriegshorn der Obrigkeit blasen und das Volk auf „Zeitenwenden“ und „neue Normalitäten“ einschworen.
Heute muss man in Deutschland erneut mitansehen, wie eine Regierung unter Zustimmung der (oder mit Duldung durch die) Bevölkerung das Land nicht nur ruiniert, sondern umfassend propagandistisch, medial und juristisch faschisiert und – wenn es nach den lautesten Scharfmachern geht – in einen Krieg gegen Russland führt. Das ist unterm Strich der Stand der Dinge 2024.
Ich komme immer mehr zu der Einsicht, dass die wirkliche Kunst, die eigentliche Weisheit im Leben darin besteht, angesichts des grassierenden Irrsinns der immer krasseren – vorerst noch verbalen – kriegerischen Eskalation durch die Machthaber (und der gewohnt folgsamen Komplizenschaft der Untertanen) nicht selber irre zu werden.
Die Distanz, die die BRD-Außenminsterdarstellerin inzwischen zu Fakten und Realitäten erreicht hat, lässt sich wohl nur in Lichtjahren messen.
Bei Baerbock muss man allerdings annehmen, dass die Frau tatsächlich so dumm ist, dass sie GLAUBT, was sie da von der „russischen Terrorbesetzung“ erzählt, unter der „die Menschen“ im Donbass „seit zweieinhalb Jahren leiden“ – dieselben Menschen, die sich schon 2014 von dem neo-nazistischen Regime in Kiew abgewendet haben und die seitdem von eben diesem Regime mit Krieg überzogen werden. Dieselben Menschen, die in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit ihre Rückkehr in die Russische Föderation beschlossen haben.
Aber 360-Grad-Baerbock fabuliert munter weiter über die „Ost-Ukraine“ unter der „russischen Terrorbesatzung“ und wirkt dabei wie jemand, der vor einem Berg Tomaten steht und inbrünstig behauptet, diese wäre erstens blau und zweitens Kiwis.
Ja, ich denke, die Frau lügt nicht einfach frech drauflos wie ihre sonstigen Kollegen aus der „NATO gut, Russland böse“-Abteilung, sondern IST wirklich so dumm, wie sie daherredet.
Das Gute daran: mit jedem Satz, den diese Schwätzerin öffentlich verkündet, redet sie sich weiter um Kopf und Kragen und zeigt, was für eine bellizistische Hetzerin und intellektuelle Nullnummer sie ist.
Die Stärken von Brian Berletics Lageberichten sind sein militärischer Background als früherer US Marine und sein konsequenter Rückgriff auf ausschließlich westliche Quellen, um seine Einschätzungen und Analysen zu belegen.
Sein neuester Report ist besonders interessant, weil er sich darin mit der Phantasierealität beschäftigt, die westliche Politiker, Medien und Think-Tanks bewohnen – und die sie gleichzeitig auf Russland projizieren. Das kollektive westliche Denken, das Politik- und Medienmachern von ihren Denkfabriken mundgerecht dargereicht wird, ging vor der Militärischen Sonderoperation und eine gute Weile bis zur ukrainischen „Gegenoffensive“ 2023 hinein von einem Wunschbild russischer Schwäche aus.
Inzwischen kommen etliche westliche Quellen – Medien, Vordenker, gelegentlich und zögernd auch politische Entscheider – zu der Einsicht, dass ihr Stellvertreterkrieg gegen Russland nicht nur nicht gewinnbar, sondern definitiv und unwiderruflich verloren ist. Die Realitäten auf dem Schlachtfeld lassen ihnen keine andere Möglichkeit, als die desaströse Situation ihrer ukrainischen Schützlinge einzuräumen. Trotzdem gibt es Stimmen, die den Krieg um jeden Preis verlängern wollen und sogar von einem Sieg über Russland sprechen.
Zwei davon gehören Andriy Zagarodnyuk, früherer Verteidigungsminister der Ukraine und Elliot A. Cohen, ein Vorzeigeintellektueller der US-NeoCons und Mitglied des Project for the New American Century, eines der einflussreichsten Think-Tanks des vormaligen Hegemons.
Brian Berletic nimmt den Artikel dieser beiden Premium-Kriegstreiber Stück für Stück auseinander, indem er ihn mit den Fakten abgleicht. Die in dem „Business Insider“-Artikel geäußerten Standpunkte sind in ihrer Realitätsferne und ihrem Wunschdenken oft so bizarr, das es beinahe komisch wirkt – allerdings muss man sich vor Augen führen, dass dies die intellektuellen Richtlinien und Eckpunkte sind, anhand derer westliche Politiker ihre politischen Entscheidungen fällen und die ihr Handeln gegenüber Russland bestimmen.
Der Einfluss solcher Thesen aus Strategiepapieren, Op-Eds und Vorträgen auf die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung der westlichen Eliten ist nicht zu unterschätzen, und deshalb ist es so wichtig, dass Leute wie Brian Berletic sich die Mühe machen, aus den Gedankenblasen der Kriegstreiber die Luft rauszulassen.
Es muss darauf hingewiesen werden, dass dies keine Panikmache oder Hysterie ist, sondern die Richtung, in die sich der Stellvertreterkrieg in der Ukraine gerade bewegt.
„Aber die Mutter aller Provokationen ist, dass die Ukraine jetzt ein strategisches russisches Frühwarnradar für nukleare ICBM-Langstreckenraketen in Woronesch angegriffen und beschädigt hat:
„Offenbar hat die Ukraine ein russisches Frühwarnradar für ballistische Raketen in Armavir (Russland) angegriffen. Die Zerstörung dieses speziellen Radarknotens hat aufgrund seiner Reichweite nur einen begrenzten direkten militärischen Nutzen für die Ukraine. Ich schätze, da will jemand wirklich die Stabilität testen.“
Fighter Bomber schreibt:
„Der Feind schaltet langsam die Komponenten unseres Hauptarguments aus – die Komponenten des nuklearen Schutzschildes. Angriffe auf strategische Nuklearwaffenträgerbasen und nukleare Angriffswarnelemente. Sobald der Feind merkt, dass der Schaden kritisch ist und wir nicht mit inakzeptablem Schaden reagieren können, wird er sofort mit allem, was er hat, zuschlagen. Das ist genau das, was ich tun würde.“
Dies hat das Potenzial, Russlands Fähigkeit, auf nukleare Bedrohungen zu reagieren, zu lähmen, und löst effektiv 19c der russischen Doktrin für nukleare Reaktionen aus:
„Absatz 19c der Grundprinzipien besagt: „Angriff eines Gegners gegen kritische Regierungs- oder Militäreinrichtungen der Russischen Föderation, dessen Störung die Reaktionsfähigkeit der Nuklearstreitkräfte beeinträchtigen würde“. Das bedeutet, dass jede Art von Störung der zivilen oder militärischen Infrastruktur, die die Fähigkeit zur nuklearen Vergeltung unterminieren würde.
Die Ukraine führt nun im Auftrag der NATO die langsame Entwaffnung und Neutralisierung von Russlands nuklearer Triade durch, was für Russland eine äußerst existenziell gefährliche Situation darstellt. Somit ist Russland nun im Rahmen seiner Doktrin berechtigt, mit nuklearen Vergeltungsmaßnahmen zu reagieren – und die Ukraine beginnt gerade mit ihren Eskalationen.
Dies ist also der Hauptgrund, warum wir uns jetzt an einem möglichen Scheideweg befinden:
Die Ukraine ist in der Lage, Russland einen schweren Schlag zu versetzen, und verfügt nun nachweislich über die Fähigkeit, dies zu tun, ohne dass Russland in der Lage wäre, die Bedrohungen zuverlässig zu neutralisieren. Wenn die Ukraine grünes Licht für den Einsatz von ATACMS und vielleicht sogar Storm Shadows, Taurus usw. auf russischem Boden erhält – die Krim nicht mitgerechnet, was sie bereits getan hat, da sie diese nicht als russisches Territorium betrachtet -, dann könnte die Hölle losbrechen, da Russland nicht die Fähigkeit bewiesen hat, die ATACMS zuverlässig zu stoppen, und die Ukraine könnte sehr wohl äußerst sensible Ziele treffen, die die russische Befehls- und Kontrollstruktur an einen historischen Scheideweg stellen würden.
Aber warum hat die Ukraine plötzlich damit begonnen, eine solche Fähigkeit zu demonstrieren, wichtige russische Objekte zu treffen? Antwort: Vor allem, weil es den Rest seines Geldes in die asymmetrische Kriegsführung gesteckt hat. Sie sehen, keiner dieser Angriffe schadet der echten russischen Armee oder ändert etwas am Kalkül vor Ort. Aber da die Ukraine weiß, dass nichts, was sie tun kann, daran etwas ändern wird, hat sie klugerweise beschlossen, den Rest ihrer Ressourcen in Drohnen und Langstreckenwaffen zu investieren, die die Dinge zumindest auf sehr asymmetrische Weise durcheinanderbringen können.
Das Ziel ist klar: Zelensky und Co. wollen wahrscheinlich, dass Russland mit taktischen Atomwaffen antwortet. Für Zelensky – den Diktator eines Landes, das bereits die schlimmste Reaktorkatastrophe der Welt in Tschernobyl hinter sich gebracht hat und sein eigenes Land munter mit vom Westen gelieferten abgereicherten Uranmunition bestrahlt – ist ein kleiner nuklearer Zwischenfall der kleinstmögliche Preis für die Rettung seines Regimes durch eine spätere NATO-Intervention.“
Die Niederlage der NATO in der Ukraine darf keine sein, oder wenn dann nur um den Preis des größtmöglichen Schadens, den die Kriegsherren in Washington, London und Brüssel „Putin“ zufügen wollen.
Zu diesem Zweck wird derzeit die westliche Öffentlichkeit einer zusätzlichen Gehirnwäsche unterzogen, die den nächsten Eskalationsschritt nicht nur akzeptabel, sondern notwendig erscheinen lassen soll, ohne dass das Publikum den Braten riecht, der da in die Röhre geschoben wird.
Dieser Braten heißt Nuklearkrieg, zumindest aber Ausweitung des Krieges über die Ukraine hinaus. Russland hat Frankreich und Großbritannien gegenüber unmissverständlich klar gemacht, was ein Angriff mit westlichen Waffen auf russisches Territorium durch das Kiewer Regime nach sich ziehen wird: Vergeltungsschläge gegen militärische Ziele der dann unmittelbar am Krieg beteiligten NATO-Staaten – auch auf deren eigenem Territorium.
Diese rote Linie zu überschreiten schickt sich die Biden Administration jetzt an. Damit hätten die unablässigen Versuche des inzwischen illegalen ukrainischen Diktators Selenskij Erfolg, der in der direkten Verwicklung der NATO in den ukrainischen Stellvertreterkrieg (zu recht) die einzige Chance für sein politisches und physisches Überleben sieht.
Simplicius the Thinker beschreibt in seinem aktuellen Blogbeitrag Hintergründe und mögliche (wahrscheinliche) Konsequenzen des nächsten Schrittes in den Dritten Weltkrieg, den der vormalige Hegemon und seine Vasallen unternehmen wollen:
Kommen wir gleich zur dringlichsten Entwicklung: Das Thema der Genehmigung ukrainischer Angriffe auf russischem Boden hat sich zu einer wahren Flut von Meldungen ausgeweitet. Es ist plötzlich zum wichtigsten koordinierten Fokus für das gesamte Deepstate-Establishment geworden, wobei Zelensky und mitschuldige Kongressmitglieder eine kritische Masse an Druck gegen die Biden-Administration bilden, wobei einige behaupten, dass sie Fortschritte machen.
Man muss wirklich zwischen den Zeilen lesen, um die verborgenen Schichten dessen, was vor sich geht, zu verstehen: solche stark koordinierten Kampagnen sind nie spontan, sondern fast immer Teil einer tief durchdachten strategischen Verschiebung, um den Krieg in eine neue Richtung zu lenken.
Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Ukraine befindet sich an einem Scheideweg und an einem möglichen Bruchpunkt. Die politische Lage ist am Tiefpunkt angelangt, und Zelenskys Autorität und Legitimität schwinden schnell; die Personallage ist Berichten zufolge sehr schlecht und wird durch die neu angekündigte Mobilisierung nicht verbessert; und zu allem Überfluss scheint Russland kurz davor zu stehen, eine weitere einer Reihe neuer Fronten zu eröffnen, die die AFU an den Rand des Abgrunds bringen könnten, indem sie die Linien wie nie zuvor dehnen.
Hier beginnen die ominösen Zeichen. Es mehren sich die Anzeichen, dass der verdeckte Plan der globalistischen Kontrolleure darin besteht, die Ukraine dazu zu bringen, Russland keine andere Wahl zu lassen, als eine drastische Eskalation herbeizuführen und die NATO in irgendeiner Form, ob begrenzt oder nicht, in den Kampf einzubeziehen. Der ehemalige britische Parlamentsabgeordnete Andrew Bridgen erklärte, dies sei der wahre Grund, warum Rishi Sunak vorgezogene Neuwahlen anberaumt habe – er weigere sich, ein „Kriegszeitpräsident“ zu sein.
Dies folgt auf Artikel wie den folgenden (Bild 2), aus dem hervorgeht, dass britische Spezialeinheiten bereits an der Front in der Ukraine operieren, und zwar in größerer Zahl, als wir glauben:
Rybar ist zwar nicht mehr die beste Quelle, behauptet aber ebenfalls, dass sich Taurus-Raketen bereits in der Ukraine befinden:
‚Taurus-Raketen sind bereits in der Ukraine, ihr Kampfeinsatz ist nur eine Frage der Zeit. Berlin wartet nur auf Anweisungen, um dies zu verkünden“, so der Autor des analytischen Expertenprojekts „Rybar“, der die Aussagen des britischen Verteidigungsministers bewertet. Zuvor hatten Militärexperten berichtet, dass Waffenlieferungen (einschließlich ATACMS und Storm Shadow | Scalp-Raketen) immer durchgeführt werden, bevor von „schnellen Lieferungen“ die Rede ist. Ein kolossaler Skandal wurde auch durch das Durchsickern von Verhandlungen zwischen der Bundeswehrführung über den Abschuss von „Dutzenden von Taurus über die Krim-Brücke durch die Hände des NATO-Militärs“ ausgelöst.‘
Darüber hinaus stellten westliche Militäranalysten fest, dass Taurus-Raketen in der Lage sein werden, von der ukrainischen Region Sumy in die russische Hauptstadt Moskau und andere Städte, Fabriken usw. zu fliegen.
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Der ganze Artikel (Englisch): https://open.substack.com/pub/simplicius76/p/sitrep-52424-situation-turns-critical?r=ljeix&utm_medium=ios
Von manchen „Linken“ hört man zum Ukraine-Konflikt diese Einschätzung: „Das ist ein Kampf zwischen zwei imperialistischen Lagern; Kommunisten sollten nicht für eines der beiden Partei ergreifen, sondern sich mit der ukrainischen Arbeiterklasse gegen den ukrainischen und den russischen kapitalistischen Staat solidarisieren!“
Dieser Unsinn kommt tatsächlich bei etlichen besonders rrrrrevolutionären (meist jüngeren) Zeitgenossen an. Warum das ein Fehler ist und worin dieser Fehler begründet liegt, erklärt die famose Joti Brar, Co-Vorsitzende der britischen CPGB-ML, in ihrem äußerst hörenswerten Freitags-Beitrag – an diesem Wochentag ist sie stets bei Garland Nixon zu Gast ist, wo sie mit ihm und uns ihre brillanten, kenntnisreichen und treffenden Einsichten in den Lauf der imperialistischen Welt, Geopolitik und Klassenkämpfe teilt.
Diesmal nehmen Garland und Joti sich die ideologische Waffe vor, die die imperialistische Propaganda gerade gegen Linke, vor allem gegen (potentielle) Kommunisten, seit Jahrzehnten erfolgreich einsetzt: den Trotzkismus.
Am Beispiel eines „linksradikalen“, scheinbar anti-imperialistischen Pamphlets eines „Ukraine Solidarity Movements“ nimmt Joti hier die Lügen auseinander, mit der diese trojanischen Pferde des Imperialismus mit linken Phrasen die Agenda des Imperialismus durchzusetzen versuchen – und damit speziell unter jungen Leuten, Studenten usw. oft sehr erfolgreich sind.
Die grundlegende Prämisse in dieser Aussage ist eigentlich die Lüge, dass der Krieg in der Ukraine ein zwischenimperialistischer Krieg ist. Aber sie sagen nicht, dass die USA die Guten sind, sondern sie sagen, es gibt zwei Bösewichte. Und die Bösewichte sind einerseits der US Imperialismus und andererseits der russische Imperialismus.
Diese Aussage stellt die Realität auf den Kopf, denn sie zieht einen Vergleich zwischen dem Krieg in der Ukraine und dem Krieg in Palästina – aber sie hat es auf den Kopf gestellt, in welche Richtung der Genozid ging.
In der Erklärung wird der russische Krieg in der Ukraine mit dem Krieg des Westens in Palästina verglichen, aber das Problem ist, dass sie ihn auf den Kopf gestellt haben. Der russische Krieg in der Ukraine ist ein antifaschistischer Krieg der Selbstverteidigung und der nationalen Befreiung, aber der von den USA unterstützte zionistische Angriff in Palästina ist ein faschistischer Angriffskrieg, um die imperialistische Herrschaft über Palästina und den gesamten Nahen Osten zu erzwingen, also haben sie alles auf den Kopf gestellt. (…)
Es ist eine klassische trotzkistische Taktik, die vorgibt, von einem fortschrittlichen Standpunkt in Bezug auf Russland zu kommen; sie erklären, dass Russland die Ukraine als Volk auslöschen will, ihre nationale Identität auslöschen will – genau das Gegenteil von dem, was passiert ist, nämlich dass die ukrainische Elite, das ukrainische Regime, und insbesondere der faschistische Teil davon, das ausdrückliche Programm hat, die russische Identität, die russische Sprache von ukrainischem Boden zu löschen. (…)
Endlich wieder nach Herzenslust gegen Russland hetzen und in den Krieg ziehen – wenn Wehrmachtsträume wahr werden und die Volksgenossen wieder mal begeistert dabei sind:
Nach dem Postkartenmaler sorgt jetzt u.a. ein Kinderbuchautor für die nötige Wehrhaftigkeit und Kriegstüchtigkeit nicht bloß hierzulande, sondern vor allem bei unseren demokratischen Lieblingsnazis in Kiew. Die führen ja schließlich unseren Stellvertreterkrieg gegen Russland.
Absehbarerweise wird die russische Armee auch diesmal wieder das Vorhaben zunichte machen; in der Zwischenzeit aber gibt’s nicht nur schöne Profite für die einschlägigen Unternehmen aus der Wehr-Branche – fällig sind auch die in diesen Zeiten unumgänglichen Opfer, die die deutsche Bevölkerung für den Kriegskurs ihrer Obrigkeit zu erbringen hat sowie massenhaft Leichen auf Seiten des ukrainischen Kanonenfutters.
Demokratie in Aktion:
„Deutsche Rüstungsunternehmen gehen zunehmend zur Produktion von Waffensystemen in der Ukraine über und nehmen dabei international eine führende Stellung ein. Die Ukraine soll einer der größten Waffenproduzenten der Welt werden.“