Rendite statt Rente

Rente? Wer braucht denn sowas!

RENDITE ist das Zauberwort, das ohnehin schon in dieser Welt den allerschönsten Klang hat – und so eine schöne, regelmäßige monatliche Rendite, die zuverlässig auf dem eigenen Konto eingeht ist doch mal was ganz anderes als die magere staatliche Rente, die der deutsche Durchschnittsprolet maximal bezieht.

Wie? Renditen sind abhängig von Marktentwicklung, Spekulationsgeschhäften und vom gerade erreichten Stand einer kapitalistischen Akkumulation, die speziell in den westeuropäischen Ländern momentan arg zu wünschen übrig lässt, folglich also nicht gerade ein zuverlässiger Garant gesicherter Ruhestandbezüge ist?

Egal! Sagt nur einmal dieses Wort: RENDITE!
Klingt das nicht wunderbar? Verspricht das nicht ein Leben in Luxus, im Überfluss, im Reichtum? Ist das nicht der Wunsch aller freiheitlichen Bürger der einzig menschengerechten Wirtschaftsweise, der MARKTWIRTSCHAFT?

Eben.

Eine falsche Frage

Falsche Frage.
Jedenfalls keine Entweder-Oder-Frage. Sie offenbart aber das ideologische Dilemma von Nationalisten.

Das In-Eins-Setzen von Volk, Staat und Nation (das bürgerliche Machthaber übrigens mit ihren völkischen Kritikern teilen) entspricht der Art und Weise, mit der sie den nationalem Erfolg definieren: zuhause einen schlagkräftigen, modernen Kapitalismus einrichten, der dank seiner Effizienz in der Lage ist, weltweit Geschäfte zu machen, deren Gewinne in den nationalen Kapitalstandort zurückfließen und die Mittel für einen machtvollen Nationalstaat bereitstellen.

Der imperialistische Zugriff auf andere Länder und deren Ressourcen übersetzt sich für eine ambitionierte kapitalistische Standortverwaltung wie die Berliner Regierung so:

„Beim Weltaufteilen und -ordnen können wir nur effektiv mitreden und mitmischen, wenn wir unsere einheimische Bevölkerung optimal bewirtschaften, um die nötigen Mittel für unsere Einmischungen anderswo zu erzielen!“

Die Verarmung der eigenen Bevölkerung für den Krieg gegen Russland, der von deutsch-europäischen geopolitischen Strategen als existenziell definiert wird, IST insofern der „Dienst am eigenen Volk“, den patriotische Jammerlappen beständig vermissen.

Demokratische Machthaber halten ihnen souverän entgegen, das die nationale Größe ja gerade davon abhängt, dass der deutsche Imperialismus sich an Wucht, Durchschlagskraft und militärischer Stärke mit den Supermächten der Welt messen lassen will und muss.

Nur Deutschlands umfassende Bewaffnung und nötigenfalls rücksichtslose Bereitschaft zu deren Einsatz garantiert der deutschen Nation und ihrem Staat den Erfolg, den sich Regierende und Untertanen gemeinsam wünschen – und DIESEM feuchten nationalistischen Traum haben die Kritiker von AfD, BSW und anderen „Unser Volk zuerst!“-Ideologen nichts entgegenzusetzen, weil sie ihn TEILEN.

Statement der Russischen Botschaft zu einem Angriff auf ukrainische und NATO-Militärs, und dieKommentare dazu

^Die russische Potschaft schreibt auf ihrer Facebookseite:

🗣 Aus dem Interview des Außenministers der Russischen Föderation Sergej Lawrow mit der Zeitung „Kommersant“, den 14. April 2025

💬 Der UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat nach dem Geschrei, dass in Sumy „Dutzende Kinder und Zivilisten gestorben sind“, erklärt, dass er die Beendigung solcher Verletzungen des humanitären Völkerrechts, die Beilegung der ukrainischen Krise auf der Grundlage der UN-Charta und die Achtung der territorialen Integrität der Ukraine auf der Grundlage der einschlägigen Resolutionen der UN-Generalversammlung entschieden unterstützt.

💬 Das humanitäre Völkerrecht verbietet kategorisch, militärische Einrichtungen und Waffen auf dem Gebiet ziviler Objekte zu errichten. Seit den ersten Tagen der Krise sind wir Zeugen von zahlreichen Fällen geworden, in denen ukrainische Streitkräfte Artillerie und Luftabwehrsysteme in städtischen Gebieten und in der Nähe von Kindergärten aufgebaut haben. Viele Videos wurden im Internet veröffentlicht, in denen ukrainische Frauen das Militär auffordern, sich von Geschäften und Spielplätzen zu entfernen. Aber diese Praxis geht weiter.

💬 Wir haben Nachweise dafür, wer sich in der Einrichtung befand, die in Sumy getroffen wurde. Dort gab es eine weitere Zusammenkunft ukrainischer Militärkommandeure mit ihren westlichen Kollegen – Militärangehörigen aus NATO-Ländern. Die „New York Times“ hat kürzlich erläutert, dass die Amerikaner von Anfang an eine entscheidende Rolle bei den Angriffen auf Russland gespielt haben. Ohne deren Rolle dabei hätten die meisten Langstreckenraketen ihre Basen gar nicht erst verlassen.

🔗 Link zum Auszug aus dem Interview: https://www.mid.ru/ru/foreign_policy/news/2009008/?lang=en

Die Kommentare darunter sind eine Mischung aus Verständnis und Zustimmung, aber auch einer unappetitlichen und hasserfüllten, dabei völlig faktenfreien) ungefilterten Hetze gegen Russland und seine Vertreter.
Mein Kommentar dazu:

Die Faschisierung der bundesdeutschen Gesellschaft und die russophobe Infiltration der Bürgergehirne kann mal wieder live in der Kommentarspalte unter diesem sachlichen Posting der russischen Botschaft bestaunt werden.

Die nüchternen Fakten: eine Ansammlung von höherrangigen Armeeangehörigen des Kiewer Regimes und ihrer westlichen Anleiter (also ein legitimes militärisches Ziel) wird von den Veranstaltern mit menschlichen Schutzschilden umgeben, nämlich völkerrechtswidrig mitten in ein Stadtgebiet gelegt. Bei dem russischen Präzisionsschlag mit zwei „Iskander“-Lenkraketen treffen Trümmer der ukrainischen Luftabwehrgeschosse zivile Objekte in der Umgebung und töten Zivilisten.

In der Ukraine selbst findet gerade eine scharfe öffentlich geführte Debatte über die UKRAINISCHEN Verantwortlichen für die Planung und Durchführung einer solchen Veranstaltung mitten in einem Stadtgebiet statt. Es ist dort jedem klar, dass die Durchführung des Treffens und die Ansammlung einer so großen Menge aktiver, hochrangiger Militärs automatisch als legitimes militärisches Ziel die Aufmerksamkeit des russischen Kriegsgegners auf sich ziehen muss.

Soweit die Fakten. Die interessieren im Zusammenhang mit der Militärischen Sonderoperation Russlands in der Ukraine aber sowieso längst keinen mehr, jedenfalls keinen der maßgeblichen westlichen Kriegstreiber und ihres aufgehetzten Publikums. Erfreut wird die Gelegenheit ergriffen, dem russischen Feind mal wieder „Kriegsverbrechen“, „absichtliche Angriffe auf zivile Ziele“ und dergleichen vorzuwerfen.

Schon fast reflexhaft werden die Propaganda-Sprachregelungen der ukrainischen Seite wiederholt, die Kommentare triefen teilweise von irrationalem Russenhaß und einer abstoßenden, rassistischen Dämoniserung Russlands, seines Präsidenten und alles Russischem.

Mit der Geisteshaltung des russophoben Kommentariats unter dieser Stellungnahme der russischen Russische Botschaft in Deutschland / Посольство России в Германии wird deutlich, warum die regierungsamtlichen und medialen Kriegstreiber immer noch soviel Resonanz finden in einer seit Jahrzehnten (und seit 2022 noch einmal potenziert) russlandfeindlich indoktrinierten Bevölkerung.

Die Bevölkerung wird kriegstüchtig gemacht für die Korrektur der Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges, des letzten Versuchs einer deutschen Regierung, Krieg gegen Russland zu führen.

Den begeisterten Fanatikern eines neuen Waffenganges gegen die größte Nuklearmacht der Erde seien an folgendes Axiom erinnert: „Grundregel Nummer 1 in Politik, Diplomatie und Geschichte: STARTE NIE EINEN KRIEG GEGEN RUSSLAND.“

Wer so tut, als wüsste er nicht, wo das unvermeidlich endet – gerade als Deutscher, aber auch Ukrainer und ihre NATO-Sponsoren machen derzeit diese Erfahrung – soll sich bitte freiwillig in eine entsprechende Betreuungseinrichtung einweisen lassen.

„Achtzig Jahre sind genug!“Deutschland wird wieder kriegstüchtig – gegen denselben Feind

Während sie den Leuten einreden, „der Russe“ bereite sich gerade auf einen „Angriff“ auf quasi ganz Europa vor und würde das unter Garantie auch bis spätestens 2030 durchziehen, planen sie bis ins Detail ihren Krieg gegen Russland.

Die offensichtliche Identität dieser Propaganda mit NS- und Kalte-Kriegs-Narrativen und die ebenso zynische wie erfolgreiche Spekulation auf die Vergeßlichkeit des Publikums in Bezug auf Geschichte und auf Angreifer und Angegriffene versetzt verständige Menschen in tiefste Hoffnungslosigkeit.

Immerhin versteht man jetzt, angesichts der erneuten umfassenden Propagandisierung von Staat, Medien und Bevölkerung, wie sich vor neunzig Jahren nicht-fanatisierte Zeitgenossen gefühlt haben müssen. Ein Trost ist das nicht.

Das Führerbärtchen tragen deutsche Kanzler jetzt nicht mehr unter der Nase, sondern auf der Stirnglatze

Es war zwar nicht der Vater, sondern der Großvater des CDU-Kanzleraspiranten, der in der faschistischen Wehrmacht diente, aber die neuen deutschen Ostlandkrieger sollten Dimitri Medwedews Warnung ernst nehmen.

Sie machen mit ihrer Bundeswehr da weiter, wo Hitlers Wehrmacht 1945 aufhören musste. Und das Führerbärtchen tragen deutsche Kanzler jetzt nicht mehr unter der Nase, sondern auf der Stirnglatze.
Ansonsten ist das Ziel dasselbe: die Zerschlagung der östlichen Großmacht, die Unterwerfung und Ausblutung Russlands.

Die Führer des deutschen Imperialismus haben ihren Kriegskurs – wie immer mit aktiver Hilfe der SPD – festgeschrieben, die politischen Lemminge in Parlament, Medien und Bevölkerung traben wie immer mit.

Dass auch das Ergebnis dieser aggressiven Konfrontationspolitik „wie immer“ sein wird, davon wollen deutsche Barbarossa 2.0-Strategen nichts wissen. „DIESMAL schaffen wir’s, diesmal ist der Endsieg unser!“.

Glauben die kriegsbereiten Führer in Berlin, wenn deutsche Taurus nach Russland fliegen, würden umgekehrt KEIINE Iskanders, Kinshals, Sarmats und Oreshniks nach Deutschland fliegen? Sie scheinen es ausprobieren zu wollen.

London beleidigt über Washingtoner Anmaßung: Die Champions beim Russenbekriegen sind WIR, nicht IHR!

Nachdem die „New York Times“ letzte Woche einigermaßen stolz von der umfassenden Verwicklung der USA in den ukrainischen Stellvertreterkrieg gegen Russland berichtete (Tenor: bis auf die ukrainischen Fußsoldaten wird der gesamte Krieg von A bis Z – von der Planung über Waffen und Munition bis zur satellitengestützten Aufklärung inklusive Zielfestlegung und Lenkung der Cruise Missiles – von den USA selbst geführt), wollen die Briten nicht zurückstehen.

Die „Times“ stellt klar, dass es auch und vor allem die Briten waren und sind, die an vorderster Fromt dem russischen Feind die ukrainische Stirn bieten!

Irgendjemand in Londen fühlte sich sichtlich auf den militaristischen Schlips getreten: „Die Scheiß-Amis wollen sich mit unseren Lorbeern schmücken! Frechheit! WIR sind diejenigen, die da hinten Russen metzeln lassen und diie ganze Sache geplant haben! Arrogante, kulturlose Emporkömmlinge, wir hätten die niemals in die Unabhängigkeit entlassen sollen!!“

https://www.thetimes.com/uk/defence/article/the-untold-story-of-british-military-chiefs-crucial-role-in-ukraine-3j2zpgrxg

Geschichten, die das Leben schrieb: Nichts wird verschont von der Vergänglichkeit

„Obschon ein Regenbogen klar und unbewegt
am Firmament erscheint,
verschwindet er doch, ganz plötzlich
Obschon die Sommerblüten
in leuchtenden Farben blühen,
verwelken sie schnell, wenn die Jahreszeit wechselt
Nichts wird verschont von der Vergänglichkeit!“
(Yogini Mandarava*)

Mandarava war eine indische Prinzessin aus dem 8. Jahrhundert, die ihre Heimat verließ und auf ihr Geburtsrecht verzichtete, um den Dharma zu praktizieren. Sie wurde eine der beiden Hauptschülerinnen von Padmasambhava (Guru Rinpoche) und wurde schließlich zu einer Dakini der Weisheit, des Wissens und des Bewusstseins.

Einer der ältesten Freunde meiner Frau, zu dem sie immer Kontakt gehalten hatte (naja, eher er zu ihr; jedenfalls trafen sie sich und wir uns mehrmals im Jahr), konnte letztes Jahr mit Dreiundsechzig in Rente gehen. Er hatte einen wichtigen und gutbezahlten Job in der produzierenden Industrie und konnte genug Vorsorge treiben und Vermögen ansammeln, um entspannt seinem Ruhestand entgegenzublicken.

Als Hobbyfotograf mit künstlerischen Anspruch und als leidenschaftlicher Koch hatte er große Pläne. Zusammen mit seiner Frau wollte er ein Wohnmobil kaufen und Europa auf der Spur landschaftlicher Schönheit und kulinarischer Entdeckungen bereisen.

Vor fünf Wochen fiel seiner Frau auf, dass er sich beim Kofferpacken seltsam verhielt, die Sachen wahllos und ungeordnet in den Koffer schmiss und nicht zu wissen schien, was er da tat. Darauf angesprochen, reagierte er – ausgesprochen untypisch für ihn – extrem aggressiv, stieß sie fort und wirkte völlig durcheinander und ratlos.

Sie hatte den guten Sinn, ihn umgehend zu einer neurologischen Untersuchung zu schicken, bei der ein Hirntumor festgestellt wurde. Ohne Operation wäre seine Lebenserwartung äußerst gering, sagten ihnen die Ärzte.

Bei der OP ging dann scheinbar einiges schief – ob durch ärztliche Fehler oder einfach durch Pech vermag niemand zu sagen. Er erlitt einen Schlaganfall, kurz darauf noch einen, wodurch das Sprachzentrum im Gehirn so massiv beeinträchtigt wurde, dass er Sprache und Schluckreflex verlor.

Nach einem dritten Schlaganfall liegt er nun für den Rest seiner vermutlich nicht mehr lange währenden Lebenszeit weitgehend bewegungslos in einem Pflegebett und muss künstlich ernährt, gewaschen und gewendet werde.

Die irreversible Schädigung seines Gehirns bewirkt unter anderem, dass seine Erfahrung der Realität im ihn herum und ihn ihm selbst nicht übereinstimmt mit seiner früheren Wahrnehmung bzw. Person. Er scheint zu begreifen, dass er fast kommunikationsunfähig in einem Körper mit lädiertem Gehirn eingesperrt ist, reagiert (manchmal) auf Ansprache, lässt aber dabei erkennen, dass er auch „normale“ Fragen und Sätze inhaltlich nicht verstehen kann. Die Verbindung von Wahrnehmung, Sprache, Erkennen, Selbstempfindung und Orientierung in der Welt scheint an mehreren Stellen fundamental geschädigt und gestört zu sein.

Er gilt als „austherapiert“, d.h. die Mediziner sehen keine Möglichkeit einer Besserung oder gar Heilung. Demnächst wird er vom Krankenhaus in ein Hospiz verlegt.

*** Warum schreibe ich darüber so ausführlich? ***

Weil es jedem passieren kann. Und weil man sich zwar nicht auf solche Ereignisse, aber auf die dadurch notwendigen Entscheidungen einstellen kann und sollte.

Die Frau dieses Mannes hat Zeit ihres Lebens alles ihm überlassen, von der Verwaltung der Gelder über sämtliche „offiziellen“ Angelegenheiten bis hin zur Vorsorgeplanung. Die beiden sind finanziell bestens aufgestellt, aber eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht zählte nicht zu ihren Planungen.

Jetzt steht sie vor allen möglichen Entscheidungen, weiß nicht, wie sie reagieren soll, was die tatsächliche Wünsche ihres Mannes sind, ist überfordert usw.

Das Leben ist eine fragile und vorübergehende Sache. Macht eure Patientenverfügung und eure Vorsorgevollmacht! Wenn eine Situation ähnlich der oben geschilderten Eintritt, werdet ihr es bitter bereuen, wenn ihr keine gemacht habt. Dann bestimmen nämlich im Zweifel andere über euch als die, von denen ihr es wünschen würdet.

Patientenverfügung: https://www.verbraucherzentrale.de/patientenverfuegung-online

Vorsorgevollmacht: https://www.verbraucherzentrale.de/gesundheit-pflege/onlinevorsorgevollmacht-jetzt-kostenlos-erstellen-und-vorsorgen-76131