„Der Krieg macht mehr böse Menschen, als er deren wegnimmt.“(Antisthenes, Schüler von Sokrates)

Russlands erfolgreicher Einspruch gegen das westliche Ukraine-Projekt, mit dem Russland eine „strategische Niederlage“ zugefügt werden sollte, sowie der unaufhaltsame Aufstieg des BRICS-Blocks, der die westliche Vorherrschaft beendet, versetzt die imperiale Machtzentrale in Washington (und ihre Vasallen in Brüssel, London und Berlin) in solche Panik, dass sie bereit ist, einen Weltkrieg vom Zaum zu brechen, um den unumkehrbaren weiteren Hegemonieverlust umzukehren.

Von daher erklärt sich der zunehmend harsche Ton, in dem der Frontmann des US-Imperialismus über Russland und den russischen Präsidenten spricht. Trump entpuppt sich zunehmend als „Biden mit MAGA-Mütze“ und wird, wie jeder US-Präsident seit George W. Bush, spätestens kurze Zeit nach Amtsantritt auf die übergeordneten Ziele des „permanenten Staates“ bzw. der Finanzoligarchie des Imperiums eingeschworen.

Als Insasse des Kollektiven Westens und damit als automatisch in Geiselhaft genommenes Menschenmaterial kann man nur hoffen, dass die vereinigte militärische Macht Russlands, Chinas und eventuell Nordkoreas den kommenden Krieg, den der Westen führen will, zu einer kurzen Angelegenheit macht, die mit der vollständigen Niederlge des Imperialismus endet. Da dieser Krieg aber nach Lage der Dinge schnell in einen nuklearen Schlagabtausch eskalieren wird, ist auch diese Hoffnung vergeblich.

Auch von der Tatsache, (theoretisch) hinterher sagen zu können, das man es doch gewusst und davor gewarnt hätte, hat diesmal niemand etwas. Bin ich zu pessimistisch? Glaub ich nicht. Ich halte das für eine realistische Einschätzung der Verhältnisse, ermittelt aufgrund der zugänglichen Informationen und dem inzwischen erreichten Stand der sich gefühlt täglich potenzierenden Kriegspropaganda, mit der Politiker und Leitmedien der NATO-Staaten ihre Bevölkerungen rund um die Uhr aufstacheln und auf den kommenden Krieg – den außer ihnen niemand will, den sie aber als unausweichlich darstellen – vorbereiten.


Zwei Tweets von Alan Watson über das was kommt:

1)
Die ukrainische Armee hat mit einem Personalmangel zu kämpfen. Die ukrainischen Verteidigungslinien brechen zusammen wie billige Gartenstühle. Männer werden von der Straße weggeholt und ohne oder mit nur wenig Ausbildung an die Front geschickt. Russland rückt überall entlang der Kontaktlinie vor, und die Verluste der Ukraine sind nicht tragbar.

Weitere Sanktionen, Druck oder zusätzliche Waffen werden an der Situation vor Ort nichts ändern. Niemals in der Geschichte hat die unterlegene Seite, die einen Krieg provoziert hat, einen Waffenstillstand erhalten, um sich auszuruhen, neue Soldaten zu rekrutieren und sich wieder zu bewaffnen. Selenskyj weiß, dass seine einzige Überlebenschance darin besteht, dass die USA direkt in den Krieg eingreifen.

Wenn Trump auf Selenskyjs Köder hereinfällt, wird er fatalerweise unterschätzen, wie weit Putin, der Kreml, die Duma und die russische Bevölkerung gehen werden, um ihre Feinde aus den historischen russischen Grenzgebieten zu vertreiben. Nur wenn Russlands legitime Sicherheitsbedenken anerkannt werden, kann es Frieden in Osteuropa geben.

2)
Putin weiß, dass Trump Bidens Politik, die CIA zu ermächtigen, die Niederlage Russlands zu verfolgen, nicht aufgehoben hat, dass der DC Beltway die #Ukraine nicht im Stich lassen kann, dass die Banderiten des Rechten Sektors, die Kiew und die Armee kontrollieren, bis zum Tod kämpfen werden. Putin weiß, dass ein Krieg auf Leben und Tod bevorsteht…

Narrativkontrolle in Medien und -politik Voraussetzung für die kollektive Trance, in die westliche Machthaber die Bevölkerung versetzen möchten und dabei einigermaßen erfolgreich sind


Der Krieg gegen Russland, den USA, NATO und EU in der Ukraine gegen Russland führen, ist auch ein Krieg der Worte und der Narrative:

  • Wer Frieden will, ist rechts
  • Wer gegen die Neuauflage des Nazi-Krieges gegen Russland protestiert, ist – selber Nazi!
  • Die ukrainischen Bandera-Nazis sind Kämpfer für Freiheit und Demokratie
  • Waffenlieferungen sind Friedenspolitik
  • Krieg ist Frieden. Unwissenheit ist Stärke. Freiheit ist Sklaverei.

Das imperialistische Narrativ über das Ukraine-Projekt stellt alle Sachverhalte auf den Kopf und hämmert den Leuten das vorgeschriebene Denken in die Köpfe.

Die unerbittlichen Sprachregelungen erfordern auf der einen Seite Adjektive wie „völkerrechtswidrig“, „brutal“ und „unprovoziert“ in Verbindung mit dem ebenso zwingend zu verwendenden Begriff „Angriffskrieg“ für Russlands militärische Sonderoperation;

Andererseits verhüllen diejenigen, die den Krieg geplant, provoziert und finanziert haben, ihre eigene Rolle in diesem geostrategische Schachspiel, indem sie die Bezeichnung „targets“ für ihre militärische Zielauswahl, satellitengestützte Lenkung der Angriffswaffen und Durchführung der Luftschläge ersetzen mit den schönen Wort „points of interests“.

Damit, wie uns die New York Times informiert, konnten die amerikanischen Strategen, die diesen Krieg nicht nur provozierten, sondern bis auf die ukrainischen Fußsoldaten aktiv und maßgeblich FÜHREN, öffentlich abstreiten, an der Zielauswahl, -erfassung und -eliminierung („targeting“) beteiligt zu sein und so die gewünschte Fiktion der Nichtbeteiligung aufrechterhalten.

Ein Krieg der Worte und der Narrative, der untrennbar mit dem tatsächlichen Krieg am Boden vermischt ist und erfolgreich die Gehirne des westlichen Publikums vernebelt und verwirrt hat.

Im Gegensatz zu diesem Krieg der Worte allerdings (und zum Glück für die ukrainische Bevölkerung und die friedliebende Menschheit) VERLIEREN die imperialistischen Kriegstreiber den Krieg am Boden.

„Achtzig Jahre sind genug!“Deutschland wird wieder kriegstüchtig – gegen denselben Feind

Während sie den Leuten einreden, „der Russe“ bereite sich gerade auf einen „Angriff“ auf quasi ganz Europa vor und würde das unter Garantie auch bis spätestens 2030 durchziehen, planen sie bis ins Detail ihren Krieg gegen Russland.

Die offensichtliche Identität dieser Propaganda mit NS- und Kalte-Kriegs-Narrativen und die ebenso zynische wie erfolgreiche Spekulation auf die Vergeßlichkeit des Publikums in Bezug auf Geschichte und auf Angreifer und Angegriffene versetzt verständige Menschen in tiefste Hoffnungslosigkeit.

Immerhin versteht man jetzt, angesichts der erneuten umfassenden Propagandisierung von Staat, Medien und Bevölkerung, wie sich vor neunzig Jahren nicht-fanatisierte Zeitgenossen gefühlt haben müssen. Ein Trost ist das nicht.

Das Führerbärtchen tragen deutsche Kanzler jetzt nicht mehr unter der Nase, sondern auf der Stirnglatze

Es war zwar nicht der Vater, sondern der Großvater des CDU-Kanzleraspiranten, der in der faschistischen Wehrmacht diente, aber die neuen deutschen Ostlandkrieger sollten Dimitri Medwedews Warnung ernst nehmen.

Sie machen mit ihrer Bundeswehr da weiter, wo Hitlers Wehrmacht 1945 aufhören musste. Und das Führerbärtchen tragen deutsche Kanzler jetzt nicht mehr unter der Nase, sondern auf der Stirnglatze.
Ansonsten ist das Ziel dasselbe: die Zerschlagung der östlichen Großmacht, die Unterwerfung und Ausblutung Russlands.

Die Führer des deutschen Imperialismus haben ihren Kriegskurs – wie immer mit aktiver Hilfe der SPD – festgeschrieben, die politischen Lemminge in Parlament, Medien und Bevölkerung traben wie immer mit.

Dass auch das Ergebnis dieser aggressiven Konfrontationspolitik „wie immer“ sein wird, davon wollen deutsche Barbarossa 2.0-Strategen nichts wissen. „DIESMAL schaffen wir’s, diesmal ist der Endsieg unser!“.

Glauben die kriegsbereiten Führer in Berlin, wenn deutsche Taurus nach Russland fliegen, würden umgekehrt KEIINE Iskanders, Kinshals, Sarmats und Oreshniks nach Deutschland fliegen? Sie scheinen es ausprobieren zu wollen.

Überraschung: Kriegskosten werden durch Kahlschlag bei den Sozialkosten wieder reingeholt

Wer hätte denn auch mit sowas rechnen können….!

Alle möglichen Politiker der Kriegskoalition (KriKo) entdecken plötzlich gewaltigen Kürzungsbedarf bei Sozialausgaben, z.B. bei Transferleistungen an das aussortierte, überflüssige oder sonstwie für keinen gescheiten Kapitalverwertungsprozeß taugliche Menschenmaterial des Standortes.

Das kann und will sich ein anspruchsvoller Imperialismus vom Kaliber der BRD nicht länger leisten, zumal Krieg gegen Russland ansteht und dafür alles andere zurückzustehen hat.

„Die Kriegskredite sind vom abgewählten Parlament bewilligt, bald wird sich Deutschland in seinem neuen Größenwahnsinn unbegrenzt verschulden können, um hochzurüsten. Umsonst ist das nicht: Um „massive Einsparungen“ würden CDU, CSU und SPD bei ihren Koalitionsverhandlungen „nicht herumkommen“, stellten Medien, darunter der Münchner Merkur, tags darauf in Aussicht. Nun gilt es, anvisierte Kürzungsorgien zulasten der Ärmsten zu rechtfertigen: beim Bürgergeld, Elterngeld und der Rente.“

https://freedert.online/meinung/240125-nach-kriegskrediten-merz-propaganda-fuer

Grillwetter!

Der „Spiegel“, das Special interest Magazin für Russenforschung und Kremlastrologie, hat seit kurzem ein neues Betätigungsfeld für seinen leitmedialen Qualitätsjournalismus gefunden: Die Amerikanologie und den angewandten Trumpismus!

Da das ehemalige Nachrichtenmagazin aus Hamburg nebenher auch noch offizielles und autoritatives Demokratieamtsblatt ist,, eignet sich kein anderer als der „Spiegel“ so gut dafür, dem liberalen Bürger zu erklären, was Demokratie ist (nämlich alles, was dem EU-Imperialismus unter deutscher Führung beim Krieg gegen Russland förderlich ist) und was nicht:

FriedensHetzer wie Putin, Orban und Co. schon mal gleich nicht, neuerdings aber auch nicht übertrieben isolationistische Anführer derjenigen Macht, an deren im Kollektiven Westen unschlagbarer Kombination von Geschäft und Gewalt sich der BRD- und EU- Imperialismus messen lassen will.

Angesichts ihrer untergeordneten Rolle beim Ukraine-Projekt hat der prüfende Blick der europäischen Machthaber ergeben, dass es hier noch ganz viel Aufhol- (sprich: Aufrüstungs-)bedarf gibt, wenn man beim Weltordnen ein hörbares Wörtchen mitreden will. Das Thema wird von der imperialen Hofpresse beflissen und begierig aufgegriffen und für das belesenere Klientel der nationalen Untertanenschaft aufbereitet.

Der „spiegel“-lesende Bürger ist beruhigt, fühlt sich in seiner guten Meinung von der hiesigen Ordnung der Dinge bestätigt und hofft nur, dass die von ihm beauftragten Politiker dem Russen diesmal seinen ihm gebührenden Platz zuweisen, also den am Katzentisch Europas als botmäßiger Lieferant von Rohstoffen und Absatzmarkt für unsere Produkte.

Grillwetter! Und den Reifenwechsel vormerken! Den Rest wird die Politik schon richten.