Die drei kleinen Ukrainerchen

Ich weiß, Body Shaming gehört sich nicht, und von der äußeren Erscheinung der Leute kann man nicht unbedingt auf ihr Inneres schließen.

Trotzdem fällt es auf, dass das ukrainische Machthaberpersonal, also die Insassen des Kiewer Korruptionssumpfes, zu einem nicht unerheblichen Teil aus übergewichtigen, unrasierten finster blickenden und generell ungepflegt wirkenden älteren weißen Dickerchen besteht.

Ich wollt‘s ja nur mal festgestellt haben.

Rente: Gnadenbrot für ausgediente Lohnarbeiter, immerzu mit (zu hohen) Kosten verbunden

„Immer weniger aktiv Berufstätige sollen immer mehr Rentner finanzieren – das KANN doch gar nicht funktionieren!“ und „Der Generationenvertrag ist das Grundprinzip der umlagefinanzierten gesetzlichen Rentenversicherung!“ hört man Propagandaopfer bürgerlicher Ideologie oft sagen. Auch „Linke“. 

Sie sollen sich das Rentensystem als eine Art kollektiver Wohltätigkeitsveranstaltung vorstellen, bei der die fitten Jungen aus Einsicht (und ein bißchen Zwang durch den Lohnabzug für die Rentenversicherung) und Nettigkeit der älteren Generation großzügig den Lebensunterhalt spendieren.

Der GEGENSTANDPUNKT weiß es besser:

„Die Hoheit über das kapitalistische Gemeinwesen besteht eben darauf, dass die gesellschaftliche Gesamtsumme der durch Erwerbsarbeit verdienten Löhne gefälligst leisten muss, was dieser Lohn erklärtermaßen in keinem Einzelfall leistet, nämlich auch über das Erwerbsende hinaus das Leben zu finanzieren. 

Dieses Kunststück soll per Ergänzung dieser Unzulänglichkeit um ein gigantisches Umverteilungsverfahren gelingen, welches keineswegs „die Generationen“ untereinander ausgemacht haben, sondern mit dem der Sozialstaat alle Generationen als Einzahler und Leistungsempfänger auf sich bezieht und sie damit untereinander in den Gegensatz stellt, den er ihnen verordnet. 

Dass es das immer weniger tut, kann der Einrichter dieser Verhältnisse an dem seit Jahrzehnten alljährlich anwachsenden Zuschuss an Haushaltsmitteln ablesen, den er seiner gesetzlichen Rentenversicherung als zweite Finanzierungsquelle neben dem Umlageverfahren spendieren muss, damit die überhaupt weiterwirtschaften kann. 

Diese notorisch zu stopfende Finanzierungslücke behandelt die Hoheit sachgemäß nicht als den Offenbarungseid über den Widerspruch des Erwerbsmittels, das sie dem Großteil ihres fleißigen Volkes verordnet, sondern als ein Problem, welches einer Lösung durch immer neue, auch mal „tiefgreifende“ Reformen bedarf. 

In jedem Fall bleibt es dabei, dass die erwerbsabhängigen Generationen jüngeren Alters die Seite am Widerspruch des Lohns auszuhalten haben, dass dieser zwar durch allerhand staatliche Abzüge kräftig beansprucht wird, aber dabei keineswegs zu teuer werden darf für diejenigen, die ihn bezahlen und die durch steigende „Lohnnebenkosten“ von ihrer sozialen Tat der Schaffung von Arbeitsplätzen abgeschreckt würden. 

Und dieselben erwerbsabhängigen Gestalten älteren Semesters haben auszubaden, dass die für ihren Lebensabend abgezwackten Teile der notorisch beschränkten Löhne bloß nicht zu groß ausfallen dürfen, damit diese für die Jüngeren überhaupt noch als Lebensmittel reichen. Auch mit Rente bleiben die Lebensnotwendigkeiten des Alters eben eine Kost, die der Lohn weder hergibt noch verkraftet.“

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/herbst-reformen#artikeltext

Das europäische „Ja, aber“ ist das „NEIN“ von zahnlosen Memmen, die ihre Kriegsniederlage nicht zugeben wollen

Der „28-Punkte-Plan“ der US-Administration zur Beilegung der Ukraine-Krise, der in den Medien zirkuliert, ist eine UKRAINISCHE Veröffentlichung (durch den „Rada“-Abgeordneten Oleksiy Goncharenko, Mitglied der Partei des Ex-Präsidenten Poroshenko) und angeblich von der ukrainischen Seite „modifiziert“.  

Die Festlegung einer zukünftigen ukrainischen Armee auf eine Stärke von 600.000 Mann und der Ersatz der Klausel, die eine penible Überprüfung der Zahlungen und Waffenlieferungen an die Ukraine vorsieht durch eine „Amnestie für alle“-Klausel (laut „Washington Post“ auf Drängen der Ukrainer) spricht eine deutliche Sprache.

Trotz dieser durchsichtigen Schadensbegrenzungsmaßnahmen durch die Verlierer des Krieges befinden sich die Co-Verlierer, die europäischen Kriegshetzerstaaten und ihre Machthaber, im Zustand kollektiver Schnappatmung und wilder Friedenspanik.

In Südafrika, beim G20-Gipfel, separierten sich die EU-Bellizisten eine Zeitlang vom Rest der Teilnehmer um eine Antwort auf diese aus ihrer Sicht unglaubliche und katastrophale Bedrohung ihrer Kriegspläne zu geben. Diese Antwort konnte natürlich nur in einer Weise ausfallen, nämlich als beleidigte Zurückweisung des Planes. Für die Europäer gilt ausschließlich die Kapitulation Russlands als Lösung des Ukraineproblems:

  • die „Begrenzung“ der ukrainischen Armee auf 600.000 Soldaten würde gewährleisten, dass die Nachkriegsukraine die größte Armee Europas (außer Russland) behält,
  • NATO-Mitgliedschaft der Ukrain soll weiterhin möglich sein
  • ein Einfrieren des Konflikts entlang der derzeitigen Frontlinie

und ein paar weitere delirierend Fantasien der Europäer und der Ukrainer, die Russland niemals akzeptieren wird.

Die Europäer tuen also immer noch so, als wären sie bzw. ihre ukrainischen Schützlinge die Gewinner des Krieges und als hätten sie deswegen ein Mitspracherecht bei der Nachkriegs-Abwicklung.

Das „Ja, aber“ von Merz & Co ist das „Auf keinen Fall“, das man auch im Privatleben gelegentlich hört, wenn ein Gegenüber so tut, als wäre es diskussionsbereit und würde die Gegenposition berücksichtigen. In Wahrheit hat der Gesprächspartner nicht vor, auch nur um ein Jota auf die Wünsche oder Forderungen der Gegenseite einzugehen und beabsichtigt, ausschließlich die eigenen Absichten (in diesem Fall also reines Wunschdenken) durchzusetzen.

Das kann man machen, aber eben nur, wenn man die Möglichkeiten dazu hat, im geopolitischen Macht- und Erpressungsgeschäft also die ökonomischen oder militärischen Mittel, die einem die Durchsetzung seiner Ziele ermöglichen. Dass weder die Europäer noch sogar die Amerikaner (außer um den Preis eines Nuklearkrieges gegen Russland) diese Möglichkeiten haben, macht die „Ja, aber“-Farce der europäischen Politzwerge so lächerlich und armselig.

Auf einem ganz anderen Blatt steht die Fähigkeit und der Willen der Trump-Administration, diesen Plan in Absprache mit Russland so anzupassen, dass er für Russland akzeptabel ist. Das nämlich ist das Realisierungskriterium für den „28-Punkte-Plan“.

Russland hält alle Karten, Russland gewinnt den Krieg. Der russische Präsident hat in seiner Ansprache vor dem Nationalen Sicherheitsrat Russlands deutlich gemacht, dass man seitens der Russen gesprächsbereit ist, weil Russlands Freunde und Alliierte dies bevorzugen. Russlands Präferenz ist jedoch der vollständige militärische Sieg und die bedingungslose Kapitulation des kriminellen Regimes in Kiew. 

Insofern ist der europäische Einspruch gegen den „28-Punkte-Plan“ letztlich ein Manöver, das – wenn es zur von den Europäern gewünschten Fortsetzung des Krieges kommt – den russischen Interessen entgegenkommt:

  • Regime Change in Kiew
  • vollständige Demilitarisierung und Entnazifizierung des Bandera-Staates
  • Option für die jetzt noch ukrainischen Gebiete mit mehrheitlich oder signifikant hoher russischer Bevölkerung, sich für die Vereinigung mit der Russischen Föderation zu entscheiden.

Warenfetisch, Eigentumsbegriff, die kapitalistische und „echte“ Religion

Der Ausgangspunkt:

How to Argue with Pro-Capitalist Cultists
PETERJOSEPH.SUBSTACK.COM


Kommentar des Genossen J. aus B.

Einerseits sind Freiheit, Demokratie und Markt die dreifaltige Heiligkeit im bürgerlichen Pantheon. Scharen bildungsbürgerlicher Priester verkünden deren frohe Botschaft, diesen sei zu huldigen, weil auf der anderen Seite des Styx das Böse lauert: die Diktatur und die Unfreiheit der (nicht funktionierenden) Planwirtschaft.

Und natürlich predigt der politische Teil der Messe, dass man diesen Gottheiten die Füße küssen soll und man die Volksfeinde daran erkennt, dass sie es nicht tun. Selbstredend muss man fleißig arbeiten und auch in den Krieg ziehen, wenn die über allem thronende Hauptgottheit Nation nach himmlischen Heerscharen ruft.

Die naturwüchsige Basis dieses Glaubensedikts aber hat Ketzer Joseph zumindest im Zitat nicht erwähnt. Die Erzählung vom weisen Markt nämlich braucht an ihrer ideellen Basis die Deutung von alltäglich Erlebtem als „zweite Natur“, darin den Warenfetisch, also den Glauben, es sei naturgegeben, dass alles einen Preis hat und ge- bzw. verkauft werden muss.

Dass Produkte nur als Waren erscheinen, ist nicht nur sichtbare Gegebenheit, sondern auch Gegenstand täglicher Sorge, wie zum Kauf das nötige Geld zu erlangen sei oder eben, ob die Geschäfte gut laufen werden. Es ist Inhalt des täglichen Klarkommens, dem man sich in der Eigentumsordnung stellen muss. Und Eigentum als pantheistische Göttermutter wird daher eher gefühlt als gewusst.

Dieses Ideologiegebäude bildet sich quasi von selbst, wie auch die Stellung zu sich selbst als konkurrierendes Eigentümersubjekt, als Bürger, der ohne gewaltliche Inrechtsetzung keiner ist.



Meine zwei Pfennig dazu:

So naturwüchsig diese Basis auch sein mag (der Warenfetisch, der unhinterfragte Eigentumsbegriff), so geläufig ist dem Bürger und Marktwirtschaftsuntertanen aber auch deren wenigstens ideelle Aufhebung in den Gospeln der offiziellen Religionen.

Mehr allerdings in den östlichen Lehren von Überwindung des „Ichs“ und der Geringschätzung „weltlichen Erfolgsstrebens“ als im Christentum, das als „westliche“ Religion viel Zeit und Gelegenheit hatte, vom Kapitalismus von dessen Entstehung an absorbiert und zu seinen Zwecken umgemodelt zu werden (Calvinismus z.B.)

Das Jesuswort, dass man „so werden solle wie die Kinder“, um ins „Himmelreich“ einzukehren (Matthäus 18:2-4) deutet ja bereits in die kommunistische Richtung: keinem Kind leuchten automatisch die Eigentumsgesetze einer kapitalistischen Gesellschaft ein, und erst recht nicht die Tatsache, dass jedes Ding auf der Welt ein Preisschild aufkleben hat (unsichtbar oder sichtbar). Das müssen die lieben Kleinen erst beigebracht kriegen, damit sie in der kapitalistischen Realität eine Chance haben, zu funktionieren.

Der Buddhismus geht weiter und macht das Durchschauen der „Naturwüchsigkeit“ des Eigentums-, also des Ich-Begriffs, zum Kern seiner Botschaft. Er ist insofern die kommunistischste aller Religionen, jedenfalls was die Theorie betrifft. Schaut man sich die Realität an, beispielsweise den tibetischen Sklavenhalter- und Leibeigenenstaat bis 1951, wird man schnell eines Anderen belehrt.

Umgekehrt lässt sich vom Christentum sagen, dass dessen ausgesprochen soziale, mitmenschliche Orientierung am ehesten einer Ordnung entspricht, die sich die Solidarität unter den Leuten zum Ziel setzt und nicht die Bereicherung der Rücksichtslosesten und Gerissensten.

Bleibt aber alles graue Theorie und taugt bestenfalls als inneres Trostpflaster zur Gewissenberuhigung für Einzelne, der religiöse Zinnober. Wir kommen nicht drum herum, die Verhältnisse in der Welt, in der wir leben (müssen), so zu gestalten, das sie ein ständiges Leben für alle hergeben. Und das heiß nach Lage der Dinge: Abschaffung des Privateigentums n Produktionsmitteln wo erforderlich und Entmachtung der Kapitalisten als Klasse (nicht als Organisatoren der gesellschaftlichen Reichtumsproduktion, sofern das unter der strengen Kontrolle der Gesellschaft erfolgt, siehe China).

Soweit die religions- und gesellschaftspolitische Erörterung während des ersten Kaffees am Sonntagmorgen.

Unsichtbare Grüße.

Erster und zweiter Schlaf

Once, men and women did not sleep as we do now. The notion of “eight hours straight” was foreign. In the Middle Ages, the night unfolded in two distinct breaths: the first sleep and the second sleep.

As the sun dipped below the horizon and the sky turned to dark velvet, people would retire early, surrendering to the hush of night. After four or five hours, their eyes would open—not from anxiety or disruption, but from rhythm. This pause in the night was a quiet, secret world.

By candlelight, they prayed, leafed through worn books, or sipped spiced wine. Some crossed the street to knock on a neighbor’s door, while others lingered in the kitchen, telling stories to their children, hands wrapped around warm cups. It was the heart of the night, and yet life moved gently—intimate, unhurried, profound.

When the invisible clock of darkness signaled, they returned to bed. The second sleep carried them to dawn, when the rooster’s crow marked the beginning of the day.

For centuries, this was the rhythm of rest—recorded in diaries, stories, even medical manuals. But the 19th century arrived with street lamps, factories, and the clamor of urban life. The middle hours of the night lost their enchantment, and people began to sleep “all in one go.”

By the 20th century, the memory of segmented sleep had faded. What was once a natural rhythm became misunderstood. Today, we might call it insomnia.

Then… it was simply the most human way to live in harmony with the night.

Kriegspoesie

Man sieht hier drei Politgestalten
wie Sie Panzerbilder halten.
Sie zeigen gern die Bilder her –
Die Rüstungsfirma freut es sehr.
An ihrem Grinsen lässt sich ahnen
dass sie bereits den Einsatz planen.

Der Ausdruck hohler Dümmlichkeit
belegt, wie freudig kriegsbereit
sich diese Säbelrassler geben –
es ist ja schließlich nicht IHR Leben
das gerne sie zum Opfer bringen
wenn sie den Endsieg neu erringen.