Friedensbewegung in USA

In den USA scheint sich eine Friedensbewegung zu formieren, wohl auch unterstützt durch die Redefreiheit, die konservative Formate wie Tucker Carlson auf FOX genießen.

Das wäre in der gleichgeschalteten Medienlandschaft des deutschen Vasallen der US-NeoCons nicht möglich; gerade ist „Ich erinner mich nicht“-Olaf wieder in Washington zum Befehlsempfang angetreten, wohlweislich ohne Presse, damit keine Fragen nach der fürsorglichen Sprengung der Nordstream-Pipelines durch den Großen Bruder gestellt werden. Und an Sendungen wie „Hart aber fair“ mit #klamrothluegt sieht man, wie erfolgreich die Faschisierung des geistigen Klimas der deutschen US-Kolonie voran gekommen ist. Weiter jedenfalls als bei der Kolonialmacht selbst:

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„Die Kriegstreiber versuchen, uns in den 3. Weltkrieg zu ziehen, der nur auf eine Art und Weise enden kann: nukleare Vernichtung und das Leiden und den Tod all unserer Lieben. Zelensky, Biden, die NATO, die Neocons im Kongress und in den Medien sind wahnsinnig. Und wir sind wahnsinnig, wenn wir passiv zulassen, dass sie uns in diesen Holocaust führen wie Schafe zur Schlachtbank. Wir schöpfen Hoffnung aus der Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit der Amerikaner zurechnungsfähig ist, aber Vernunft allein reicht nicht aus. Wir brauchen auch Mut. Den Mut, den mächtigen Kriegstreibern die Stirn zu bieten und unisono zu verkünden: “Nein! Wir werden nicht zulassen, dass ihr unsere Familien, unsere Gemeinden, unsere Umwelt, unser Land und unsere Welt zerstört!““

Geschichten die das Leben schrieb: Philosophische Betrachtungen im Park

Bei der morgendlichen Runde mit dem Hund kommen der Frau, dem Kumpel und mir im Park zwei Jung-Eltern mit Kinderwagen entgegen. Beide bereits an der dezenten, teuren Bekleidung unschwer als Vertreter der hippen, aber nicht zu flippigen urbanen oberen Mittel- bis Oberschicht zu erkennen, die den Oberkasseler Gentrifizierungscluster bevölkert. In Berlin träfe man diese Schicht vermutlich vorzugsweise am Prenzlauer Berg an.

„Der Kinderwagen! Der ist von Bugaboo, das sind die teuersten, da gibt’s auch noch jede Menge sauteures Zubehör für!“ klärt mich die Frau auf, nachdem die junge Familie uns passiert hat. Sie hat nämlich registriert, dass am Griff des Wagens eine Art Muff für die Hände der Elternperson angebracht ist, damit die zarten Hände der Schiebenden nicht kalt und rissig werden.

Ich wundere mich, woher die Liebste solche Detailkenntnisse über Kinderwägen hat und bin insgeheim froh, dass wir die Nistbau- und Brutpflegephase kinderlos hinter uns gebracht haben. Mir klingt ein Gesprächsfetzen im Ohr, den ich beim Vorübergehen des Paares aufgeschnappt habe: „… und alles doppelt verglast, das muss man auch beachten…“

„Somebody spoke and I went into a dream…“ – Blitzartig entsteht vor meinem inneren Auge das Panorama der Menschheitsgeschichte, der Weg der Spezies vom Einzeller zum Kinderwagenschieber oder Hundeausführer. Männliches und weibliches Prinzip, das Yin und Yang der Natur, die die Fortpflanzung gewährleistende komplementäre Aufteilung der Spezies in zwei Geschlechter – all das liegt wie ein offenes Buch vor mir.

Das weibliche Prinzip dient der Erhaltung, der Hege und Pflege, der Einrichtung und Sicherung der unmittelbaren Umgebung, der Feuerstätte, der Behausung; es ist die Hüterin des individuellen Lebens und primär nach innen gerichtet. Das männliche Prinzip ist auf die Bewahrung des kollektiven Lebens gerichtet, auf Eroberung und Verteidigung des territorialen und mentalen Gruppenverbundes, seine Bewegung geht vorrangig nach draußen, in die Beherrschung der äußeren Bedingungen des Überlebens. Beide Prinzipien sind in beiden Geschlechtern angelegt, manifestieren sich aber in der Regel in den jeweiligen Exemplaren der Spezies entlang des biologischen Geschlechts.

Meine Betrachtung geht weiter: im Grunde ist die gesamte Spezies immer noch im Kindheitsstadium. Kinder nehmen die Welt so hin, wie sie ist, sie fragen nicht nach dem Warum, sie interessieren sich nicht für Ursachen und Hintergründe der Erscheinungen. Für Kinder IST die Welt eine unverrückbare Realität, in die die Natur oder das Leben sie hineingestellt hat.

Der moderne Mensch, genau wie der Höhlenbewohner vor 500.000 Jahren, ist sein Leben lang damit beschäftigt, in einer unverständlichen und ihm vor die Nase gesetzten Welt sein Überleben zu sichern. Auch die schlauen Anzug- und Krawattenträger, die unsere Welt beherrschen und die Ökonomie kommandieren, wissen zwar, WIE man die vorgefundene Welt zu seinem Vorteil (oder dem seiner Gruppe) benutzt. Sie WOLLEN aber überhaupt nicht wissen, WARUM das so ist. Ganz besonders wollen sie nichts davon wissen, wie sehr dieses WARUM mit Eigentumsverhältnissen und Geldvermögen als Kapital verknüpft ist.

Die Menschheit, so scheint mir, wird den Schritt in die Adoleszenz erst machen können, wenn sie ihre Reproduktion geplant und bedürfnisorientiert organisiert und die infantile, primitive Einteilung in Besitzende und Besitzlose, in arm und reich, in Kapital und Arbeit endgültig hinter sich läßt. Bis dahin bleibt die Spezies als solche auf der Stufe eines unmündigen Kindes, das so gut es eben geht versucht, mit der Welt, die es vorfindet, zurecht- und in ihr auszukommen.

Aus der Inneren Reise durch Raum und Zeit, vom Morgengrauen des Homo sapiens bis in eine hoffentlich nicht noch einmal eine Million Jahre entfernte Zukunft gesellschaftlicher Vernunft und Freiheit, komme ich zurück in den menschlichen Körper, der, einen Hund an der Leine führend, mit einem anderen Exemplar der Spezies durch einen Düsseldorfer Park läuft.

Ich versuche, der Liebsten meine Gedankengänge nahezubringen und berichte ihr von meiner Reise durch die Menschheitsgeschichte, die insgesamt höchstens ein paar Sekunden Erdzeit gedauert hat.

Sie hört zu. Am Ende schweigt sie eine kurze Weile und verkündet dann: „Also, ich sag dir jetzt mal was: Ich hab Hunger!“

Quod erat demonstrandum.

Das grausame Endspiel in der Ukraine

Von James Richards

Über den Autor:

James G. Rickards ist der Herausgeber von Strategic Intelligence, Project Prophesy, Crash Speculator und Gold Speculator. Er ist ein amerikanischer Rechtsanwalt, Wirtschaftswissenschaftler und Investmentbanker mit 40 Jahren Erfahrung auf den Kapitalmärkten an der Wall Street. Er war der Hauptvermittler bei der Rettung von Long-Term Capital Management L.P. (LTCM) durch die US-Notenbank im Jahr 1998. Zu seinen Kunden zählen institutionelle Anleger und Regierungsstellen.

Über seine Arbeit wird regelmäßig in der Financial Times, dem Evening Standard, der New York Times, dem Telegraph und der Washington Post berichtet, und er ist häufig Gast bei BBC, RTE Irish National Radio, CNN, NPR, CSPAN, CNBC, Bloomberg, Fox und dem Wall Street Journal. Er hat als Berater für Kapitalmärkte für den US-Geheimdienst und das Büro des Verteidigungsministers im Pentagon gearbeitet. Er hat auch vor dem US-Repräsentantenhaus über die Finanzkrise 2008 ausgesagt.

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„Die USA werden die Waffenlieferungen nicht einstellen, weil Joe Biden Angst hat, sein Gesicht zu verlieren, und seine engsten Berater wie Victoria Nuland einen irrationalen Hass auf Russland haben und absolute Kriegstreiber sind.

Jetzt können wir eine neue Gefahr hinzufügen, die aus Verzweiflung resultiert. Das ist die Tatsache, dass die USA selbst der größte Verlierer des Krieges sein könnten.

Während die Ukraine unter dem massiven russischen Angriff verschwindet, werden die USA immer verzweifelter. Ihre Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel, nachdem sie so viel Geld, Material und moralisches Gewicht in die Verteidigung der Ukraine gesteckt haben.

Die Regierung Biden hat den Krieg in der Ukraine im Grunde zu einer existenziellen Krise für die USA und die NATO gemacht, was er nie hätte sein dürfen. Die Ukraine war nie ein vitales Interesse der Vereinigten Staaten. Aber für Russland ist der Krieg existenziell, und es wird nicht aufgeben.

Werden die Vereinigten Staaten einfach die Hände in den Schoß legen und den russischen Sieg anerkennen? Angesichts eines solch spektakulären Scheiterns könnte die NATO tatsächlich zerfallen. Also werden wir wahrscheinlich noch einen draufsetzen.

Vielleicht beordert ein verzweifelter Biden Truppen in die Westukraine als Puffer gegen eine vollständige russische Übernahme des Landes. Sie können sich vorstellen, was schief gehen könnte. Die Situation könnte sich schnell zu einem direkten Krieg zwischen den USA und Russland auswachsen, anstatt zu einem Stellvertreterkrieg, wie es jetzt der Fall ist.“

Geschichten die das Leben schrieb: Flucht aus dem Wohnzimmer

Ich sitze in meiner Mittelschichts-Altbau-Dachwohnung am Rechner, versuche ein bißchen zu arbeiten und erfreue mich an dem sonnigen Wetter draußen. Aus dem Fernseher dringen Soundbits einer Übertragung der Wagenknecht-Schwarzer-Veranstaltung in Berlin – offensichtlich kann das staatliche Fernsehen nicht umhin, von diesem Ereignis zu berichten.

Ein ARD-Angestellter befragt einen Sprecher der Friedensbewegten und gibt bei jedem Satz, mit jeder Frage drüber Auskunft, dass er sich nicht als Reporter oder gar Journalist sieht, sondern als Propagandist der regierungsamtlichen Sichtweise (auf Nachfrage würde der Mann sicher behaupten, dass dies seine ganz eigene, selbstermittelten “Meinung“ wäre). Seine Suggestivfragen geben die Sprachregelungen und die Denkrichtung vor, mit denen BRD-Bürger das Geschehen in der Ukraine einzuordnen haben: ob es sich für Demokraten nicht verbieten würde, „den Aggressor mit dem Angegriffenen gleichzusetzen“; ob man für einen Waffenstillstand, gar ein Friedensabkommen, nicht „Putin vertrauen müsste“ und ob der Befragte dies denn könne „nachher all dem was in der Ukraine passiert ist“ usw.

Das Niveau des Kenntnisstandes über den Konflikt, die historische Ahnungslosigkeit, besonders aber die unbedingte Parteilichkeit und der moralisierende Fanatismus des Fragestellers ist zum Fremdschämen lächerlich. Man muss wohl davon ausgehen, dass dies schon die informiertere Version der generellen Verdummung ist, die im aufgeklärten demokratischen Faschismus der BRD 2023 vom mündigen Untertanen erwartet wird.

Nach diesem Vorortbericht aus Berlin, der den Informationsauftrag des Staatsfernsehens erfüllt und dem Zuschauer gleichzeitig mit Wucht die staatlich gewollte Sicht der Dinge aufdrückt, wird ins Studio geschaltet, wo ein „Experte“ sich zum Thema äußert. Sein Expertentum beläuft sich auf das ziemlich zusammenhanglose Aneinanderreihen einiger NATO-Talking Points, die man rund um die Uhr so oder leicht variiert von jedem politischen und medialen Propagandisten der US-Hegemonie und des NATO-Krieges gegen Russland untergejubelt kriegt. Wichtiger als der Hinweis auf die Schurkenrolle Putins, die bei solchen Papageien der Herrschaft nie fehlen darf, ist dem „Experten“ heute aber ein beinahe genauso schlimmes Gedankenverbrechen gegen die ideologische Landschaftspflege der BRD im Krieg: die Demonstranten – Organisatoren wie Teilnehmer – sind ziemlich eindeutig der KONTAKTSCHULD überführt!

Es ist nämlich so, das auch Rechte, also „AfD-Mitglieder, Verachwörungstheoretiker, Schwurbler“ und ähnlich vaterlandslose Gesellen zu dieser Demo aufgerufen haben und am Ende sogar mitlaufen. Damit ist erwiesen, dass sich hier ein im Grunde staatsabträgliches und gänzlich verurteilungswürdiges Völkchen tummelt, von dem alle anständigen Demokraten tunlichst die Finger lassen sollten.

Diese These wird hin- und her gewälzt, ausgebreitet, von allen Seiten betrachtet und beleuchtet, und dem Zuschauer ist spätestens jetzt klar, dass schon durch die Kontaktschuld mit „Rechten“ der Zweck und die Forderungen der Demo zum einen gar nicht mehr zu interessieren haben, andernfalls aber – wenn man sie dann trotzdem noch aufgreift – auf jeden Fall entwertet und diskreditiert sind.

Ich bitte die Liebste, die sich seit einer geschlagenen Stunde diese Berieselung antut, um Gnade: „Mach bitte mal aus. Das will ich mir nicht anhören.“

„Ich will aber die Reden hören!“, entgegnet sie.

Mein Einwand „Dann stell doch solange den Ton ab, bis das gesendet wird…“ wird erhört und sie stellt leiser.

Nach all der begleitenden und einbettenden Aufklärung und Einordnung besinnt sich der Staatsfunk aber jetzt wieder auf seinen Informationsauftrag: „Wir schalten sofort nach Berlin, wenn die Reden auf der Demo beginnen!“, hatte der Mann vor Ort versichert, und nun ist es soweit.

Eine vom Blatt ablesende Friedensbewegte erzählt irgendwas von „Heute ist der 365. Tag des Beginns des Krieges und des Mordens in der Ukraine“ und angesichts von so viel geballter Moral und Lüge (heute, also Ende Februar 2023, ist ca. schon der dreitausendste Tag des seit acht Jahren währenden Krieges dort) fliehe ich aus dem Wohnzimmer und überlasse die Frau der Übertragung des „Aufstands für den Frieden“, der mindestens genauso moralisch, verlogen und berechnend ahnungslos ist wie die staatliche Version der Friedensstiftung. Nur dass die Wagenknechts und Schwarzers dieser Republik statt mit Panzern und Bomben den Russen mit Verhandlungen und Verträgen einhegen wollen.

Dass letzterer – als Russe an sich und als Feind unserer regelbasierten NATO nämlich – sowieso an allem schuld ist, sieht der Aufruf zu dieser Demonstration bekanntlich genauso wie die große staatliche Friedensbewegung namens Bundesregierung: „Die von Russland brutal überfallene ukrainische Bevölkerung braucht unsere Solidarität.“ Wer so etwas schreibt, will nichts von Ursachen und Entstehung des Konflikts wissen, sondern schließt sich den Lügen der einen Kriegspartei, nämlich der NATO, an.

Das viele schöne Geld für Kriegsgerät und Unterstützungszahlungen, mit dem die Berliner Friedenspolitiker die Befriedung der Ukraine auf Kosten Russlands durchsetzen wollen, sähen die friedensbewegten Demokraten um Wagenknecht und Schwarzer lieber in nationale Vorhaben wie Klimaziele, Armutsbekämpfung, Wohnungsau etc. investiert.

Und das ist auch schon der einzige Unterschied zu den von ihnen Kritisierten. Beide sind sie Nationalisten, die sich über den besseren Weg zu Deutschlands Erfolg in der Staatenkonkurrenz streiten. Die Regierung hat da allerdings eindeutig die besseren Karten, da sie per definitionem die Entscheidungen trifft und obendrein noch – wie gerade in solchen Berichterstattungen wie der zur Wagenknecht-Schwarzer -Demo deutlich wird – die öffentliche Meinung dominiert und kontrolliert.

Trotz meiner festen Absicht, mich aus dem Fernsehkonsum meiner Liebsten rauszuhalten, kann ich bei meinem Fluchtversuch nicht an mich halten und mache eine Bemerkung zur Falschheit solcher Aussagen wie „Der Krieg hat vor einem Jahr begonnen“.

„Geh Mittagsschlaf machen“, kriege ich freundlich geantwortet. „Und nimm den Hund gleich mit!“

Der böse Bär muß besiegt werden! Eine Neuerscheinung als Fortsetzung eines Kinderbuchklassikers

Onkel Robert schreibt Bücher für Kinder. Und für alle, die er für Kinder hält.

Und weil Onkel Robert eine Arbeit als Geschichtenerzähler am Hof des Grafen vom Germanenland hat, liest er daraus täglich den Kleinen vor.

Den kleinen Untertanen nämlich, die verstehen sollen, dass Robert und die anderen großen, wichtigen Männer und Männer*innen zu jedem Opfer bereit sind, das die Untertanen erbringen können.

Und die Untertanen sollen ja begreifen, warum diese Opfer nötig sind. Der böse Bär lauert nämlich vor der Pforte Europas, und wenn Onkel Robert und Tante Anna-Lena nicht ganz doll aufpassen, frisst er auch DICH.

Darum wird das Leben im Germanenland erst wieder schön, wenn der böse Bär in die Knie gezwungen und besiegt ist.

Onkel Robert‘s Buch ist nämlich schon die Fortsetzung. Schon im ersten Band, der vor vielen Jahren von Großonkel Dolfi verfasst wurde, sollte der böse Bär zur Strecke gebracht werden. Aber durch einen Irrtum der Vorsehung hatte das damals nicht geklappt.

Schlimmer noch: der böse Bär hatte sich anschließend die Hälfte vom Germanenland einverleibt und dort so fürchterlich gehaust, dass die Menschen heute noch Schrecken an diese schlimmen Zeiten denken:

In dieser dunklen Epoche mussten die Germanen in der Bärenzone auf alles verzichten, was ein Leben in Freiheit ausmacht und sich selbst um ihr Land und ihre Fabriken kümmern. Sie lebten sorglos in den Tag hinein und mussten sich nicht anstrengen, um einen vollen Bauch und eine warme Wohnung zu haben.

Kein Wunder, dass ohne die großen, wichtigen Lehns- und Fabrikherren alles den Bach runter ging und am Ende die Bärenzone wieder in die Freiheit zurück wollte. Und damit das Germanenvolk auch versteht, worin die Freiheit besteht und was ihr heiligster Kern ist, schreiben Onkel Robert und viele andere Kinderbuchschreiber es auf:

Der böse Bär muß besiegt werden!

Das ist und bleibt die Aufgabe, für die die Vorsehung das Germanenvolk auserwählt hat. Und diesmal muss es diese Aufgabe auch nicht alleine bewältigen, sondern darf dem großen, starken Dollarvolk und seinem weisen, aber etwa tüdeligen König dabei helfen, die Aufgabe zu erfüllen!

Onkel Robert und all die anderen Onkels und Tanten am Hof des Germanenvolk-Grafens wünschen sich natürlich, dass die Geschichte diesmal gut ausgeht und der böse Bär ein für allemal gehäutet wird. Aber leider hat die Vorsehung schon wieder ein Hindernis für die guten und gerechten Bärenjäger aufgestellt, und das ist fast noch unüberwindlicher als der Irrtum der Vorsehung vom vorigen Mal:

Diesmal hat der böse Bär einen mächtigen Verbündeten, den großen Östlichen Feuerdrachen!

Wird der König des Dollarvolkes mit Onkel Roberts Hilfe den bösen Bären UND den großen Östlichen Feuerdrachen bezwingen können?

Dafür haben sich Onkel Robert und die Ritter des Dollarvolk-Königs einen schlauen Trick ausgedacht: sie locken Bär und Drachen in den verwunschenen Twitterwald, in dem sie dank ihrer Zauberkraft jedes Duell gewinnen. Doch werden sich der böse Bär und der große Östliche Feuerdrache, die auf die Finten des Dollarvolkkönigs und seiner Wesire immer wieder hereingefallen sind, darauf einlassen? Lassen sie sich erneut überlisten?

Das steht alles in Onkel Roberts tollen neuem Buch „Wie der Wilde Westwind wieder auf der ganzen Welt weht und alle Bösen wegpustet“.

Geschichten die das Leben schrieb: Verrückte aller Länder, vereinigt euch!

Zwei Reden, zwei Präsidenten, zwei Welten:

Während der russische Präsident in Moskau, vor der Bundesversammlung der Russischen Föderation eine in würdigem und maßvollen Tonfall vorgetragene, mit Fakten und Detailwissen über die ökonomische, kulturelle und soziale Entwicklung des Landes gespickte Rede hält, hört man vom US-Präsidenten in der Warschauer Burg eine Ansprache, die – die Kenntnis des demenzbedingten Geisteszustandes des Mannes vorausgesetzt – in ihrer Substanzlosigkeit und Inhaltsleere nicht überrascht.

Auffällig ist sie eher dadurch, dass sie neben den üblichen Sprechblasen und Versatzstücken aus dem Zettelkasten der Neocon-Propaganda (im wesentlich: „wir sind die Guten, der Feind hingegen das Böse schlechthin“) eine erstaunliche Menge an beleidigenden und herabsetzenden Bemerkungen über den russischen Präsidenten enthält, dessen strategisches und psychologisches Denken der US-Präsident (oder die Leute, die seinen Teleprompter füttern) andrerseits erkannt und durchschaut haben will.

Die undiplomatische, primitive und faktenfreie Respektlosigkeit Bidens kontrastiert nicht nur mit der Tatsache, dass Putin in seiner Rede vor der Föderativen Versammlung keinen einzigen westlichen Führer beim Namen nennt, sondern vor allem damit, dass der senile Biden seinen vor dem Warschauer Showauftritt erfolgten Kurzbesuch in Kiew überhaupt nur antreten konnte, weil derselbe Putin, über den er auf so unangemessene und despektierliche Weise beleidigend herzieht, es ihm erlaubt hat.

Insgesamt zeigt die Biden-Rede, insgesamt zeigt vor allem auch deren Rezeption in den westlichen Medien, in welchem himalayaesken Ausmaß die seltsame Mischung aus Verrohung, Verdummung und gänzlicher Inhaltsleere, mit der der demokratische NATO-Faschismus die westlichen Gesellschaften in Wagenburgen der Feindbildpflege umgewandelt hat, bereits den öffentlichen Diskurs bestimmt. Es wird überhaupt nicht mehr der Versuch gemacht, einen Ausgleich der strategischen Interessen der USA mit denen Russlands zu suchen (zugebenermaßen auch schwierig, wenn das eigene strategische Ziel die Eliminierung des Gegners ist), die Tür zu Gesprächen wenigstens nicht zuzuschlagen oder den Konflikt perspektivisch durch Verhandlingen mit der Gegenseite zu lösen. Es wird nur noch agitiert, emotionalisiert und ein Feindbild beschworen, das in seiner grotesken Überzeichnungen und Verzerrung die Intelligenz jedes Beobachters mit einem IQ oberhalb der Teppichhöhe aufs Schärfste beleidigt.

Möglicherweise ist das aber auch alles, wozu der demenzkranke Achtzigjährige im Weißen Haus noch fähig ist. Ein früher für die Begutachtung des Gesundheitszustandes der Amtsinhaber zuständiger Mediziner soll gesagt haben, dass Biden überhaupt nicht mehr in der Lage ist, komplexere Zusammenhänge zu erfassen, strategische Überlegungen anzustellen oder kohärente Reden zu halten (und das, obwohl er alles, wirklich alles, vom Teleprompter abliest – weshalb seine Umgebung ständig in Angst und Schrecken lebt, dass er von Manuskript abweichen und frei reden könnte).

Gleichwohl werden seine beschämenden und inkohärenten Äußerungen von westlichen Medien kolportiert wie die Offenbarungen eines Messias; es wird in einem Umfang berichtet, der umgekehrt proportional zum Inhalt des Gesagten ist.

Es fällt schwer, angesichts der in bitterer Entschlossenheit von Politik und Medien vorgetragenen Sprachhülsen – von der „Demokratie“, die angeblich in der Ukraine verteidigt wird, vom „Diktator“ und „Autokraten“ Putin, von der Entscheidungsschlacht zwischen „Demokratie und Autokratie“, als die die westlichen Propagandisten den Angriff des Imperiums der Lügen auf Russland vermarkten – ernst zu bleiben.

Noch schwerer fällt es (mir), angesichts all dessen nicht das Gefühl zu kriegen, den Verstand zu verlieren. Wenn alle Welt um dich herum, oder der Großteil davon, dem Wahnsinn huldigt bzw. so tut, als ob es diesen Wahnsinn gar nicht gäbe, drängt sich dem Einzelnen, der nicht vom allgemeinen Irrsinn befallen ist, leicht der Eindruck auf, dass vielleicht nicht all die vielen anderen verrückt (geworden) sind, sondern er selber der Verrückte ist.

Dann sei es so. Ich erkläre hiermit, dass ich in einer Welt, in der die Bidens, Barbocks, Scholzens und Selenskijs die Kriterien der „Normalität“ sind, lieber der Verrückte bin. Wenn Millionen Mitbürger und Zeitgenossen nichts anderes zu tun haben, als sich mit ihrem bißchen Zurechtkommen unter immer ungemütlicheren Umständen abzumühen; wenn jeder sich dabei, ohne innezuhalten oder aufzublicken, von seiner Herrschaft in den Abgrund schicken läßt und das alles für normal hält – dann bin ich lieber verrückt. Zumal ich weiß, dass es noch ein paar andere Verrückte da draußen gibt.

Verrückte aller Länder, vereinigt euch!

Untote Nazis wanken gen Osten

Im Grunde gut, dass die untoten Nazi-Ideologen so langsam, nach und nach, sich alle wieder aus ihren demokratischen Gräbern erheben und Richtung Osten wanken. So sieht man, wer und wo sie sind und kann sie unschädlich machen. Also, nicht wir hier in Deutschland, dafür ist das Land zu zombifiziert. Russland muss es halt wieder richten, wie beim letzten Mal.

Geschichten die das Leben schrieb: sechs Tage Delirium, offiziell genehmigt

Die schlecht bezahlte Lohnarbeitskraft im REWE setzt sich im Matrosenkostüm ihre ganze Schicht über an die Kasse, „weil Karneval ist“. Eine ihrer Hauptaufgaben als Kassiererin in diesen Tagen: die Identitätsnachweise (die echten diesmal, nicht irgendwelche eingebildeten sexuellen Vorlieben oder Abwege der Persönlichkeitsfindung) der Jugendlichen prüfen, die in Horden in die Supermärkte strömen. Ihr Ziel: soviel Alkohol wie möglich zu kaufen, um sich so voll wie möglich zu saufen.

Das scheint tatsächlich der eigentliche Inhalt der „tollen Tage“ für die erbittert feiernde Jugend zu sein: in allen möglichen Verkleidungen – die Jungs bevorzugt im Ganzkörper-Tierkostüm, die Mädchen meist in lustigen Röckchen und mit auf Katze, Zombie oder Teufelchen geschminkten Gesichtern – im öffentlichen Raum soviel Alkohol wie irgend geht zu trinken. Während und nach diesem Vorgang ist es oberste Pflicht, im Pulk so lautstark wie möglich auf das eigene adoleszente Vorhandensein aufmerksam zu machen.

Dankbar, im Zeitraum von Altweiber bis Faschingsdienstag für dieses Vorhaben generelle soziale Genehmigung und Absolution erhalten zu haben, versuchen sich hunderte oder tausende von Jugendlichen in ernsthaftem Komasaufen – der Erfolg sind die von morgens um zehn bis spät in die Nacht heulenden Sirenen der Rettungswagen, die die Schnapsleichen einsammeln müssen.

Anschließend machen die massenhaft herumliegenden Müllhaufen und Scherben von zerschmissenen Bier- und Weinflaschen die Hundespaziergänge zu einem Slalomlauf und den Anblick der Straßen und Bürgersteige des Viertels zu einem der traurigeren Art.

Ja, der Karneval gehört zum Rheinland wie die Pickel zur Teenager-Haut.

Deutsches Staatsfernsehen betreibt mal wieder per Krimi Aufklärung über sexuelle Minderheiten und Identitäten.

Ich bin sicher, dass Transsexuelle die Unterstützung und Akzeptanz verdienen, die jedem zusteht, egal was für eine sexuelle Ausrichtung oder Identität er hat. Worüber ich mir nicht so sicher bin, ist die vom Fernsehen suggerierte „Realität“, nach der zumindest die konfektionierten TV-Krimiserien zu über 50% bevölkert sind von „non-binären“, „gender-fluiden“, nicht heterosexuellen Personen.

Und bevor mir hier irgendjemand dumm kommt mit „Alter weißer Mann, was redest du für transfeindlichen Scheiss“: ich habe selber einen solchen Fall in der direkten Familie, bin also im Bilde über die mannigfaltigen Schwierigkeiten, die solche Abweichler von der normativen Geschlechtlichkeit auszustehen haben. Da liegt wirklich viel im Argen.

Nur die permanente aufdringliche Belehrung und Volkserziehung, die einem so scheinbar „unaufdringlich“ per Drehbuch untergeschoben wird, nervt mich. Man spürt die Absicht, und man ist verstimmt über die Beleidigung der eigenen Intelligenz, mit der die staatlichen Auftragsschreiber einem die derzeitigen Fokuspunkte ihrer Ideologie unterjubeln.