Das was es meint. Hauptsächlich am Beispiel der medialen Replikatoren imperialistischer Ideologie festgemacht. Die ganz bürgerliche Medienmischpoke kriegt ihr Fett weg.
Die „Rheinische Post“ meldet pflichtschuldig die Erbauungspredigt des Blackrockkanzlers, der seinem Volk schon wieder harteZeiten und ganz viel „Zusammenhalt“ verspricht. Ich fühle mich bemüßigt, das Kanzlersprech in Normaldeutsch zu übersetzen:
„Hallo Volk, du musst ab sofort noch mehr als ohnehin schon für uns bluten, stell dich schon mal drauf ein. Demnächst dann auch nicht mehr nur im übertragenen Sinne, durch Verarmung, Rückbau öffentlicher Daseinsvorsorge und immer schärferer Ausbeutung am Arbeitsplatz.
Nee, Volk, das ist erst das Vorspiel. Wir haben vor, dich in einen Krieg gegen Russland zu schicken, also einen echten. Darum führen wir die Wehrpflicht wieder ein – wir wissen ja, dass du im Leben (haha) nicht daran denkst, freiwillig für uns zu kämpfen und zu sterben. Deshalb muss ein bißchen Zwang schon sein; im Zusammenspiel mit der Gruselgeschichte vom aggressiven, expansionswütigen Russen (die du uns zum Glück ja abkaufst – darüber lachen wir uns immer noch schlapp) wird das schon klappen.
Aber du hast uns ja auch schon die Fantasy-Erzählung von der – hehehe, ich kann‘s echt nicht glauben, aber so blöd bist du wirklich! – „demokratischen Ukraine“ abgenommen und nicht gemuckt, als wir mit Milliarden und Abermilliarden die dortigen Oligarchen und ihre Nazi-Armeen aufgerüstet haben. Ja, ok, ist nicht so schön, dass die Jungs das so offen raushängen lassen mit ihren SS-Tattoos, ihren Fackelmärschen und ihrem manchmal etwas groben Massakrieren – aber, hey, es sind ja schließlich RUSSEN, die sie massakrieren, und das macht sie doch irgendwie zu UNSEREN, also zu GUTEN Nazis, versteht du? Hätte jedenfalls mein Opa auch so gesehen.
Tja, Volk, das wollte ich mal gesagt haben zum Jahresausklang. Du kriegst es ja sowieso schon mit, dass insgesamt Schluss mit lustig ist in Deutschland, und bevor du wieder maulst und am Ende die Falschen wählst, nämlich die Nazis von der AfD, wollte ich mal Klartext mit dir sprechen.
Schon damit du da nichts durcheinander bringst: Nazis HIER sind nämlich bäh, das musst du dir merken. WER Nazi ist, erklären wir dir von Fall zu Fall. Nazis in der Ukraine dagegen sind gar keine, das musst du kapieren, und wenn sind‘s gute Nazis, also Demokraten.
So, ich muss jetzt in meinem Flieger und noch ein bißchen mit den Kumpels von Blackrock und Rheinmetall feiern, Sylvester ist ein guter Anlaß, obwohl wir im Grunde am Dauerfeiern sind, haha. So fett verdient haben wir lange nicht, und es wird immer nur noch besser – also, für UNS, deine Herren, klar. DU, liebes Volk, musst dich dafür halt ordentlich am Riemen reißen, den Gürtel enger schnallen und all die Härten ertragen, die wir dir einrichten.
Glaub mir, Volk, das kriegst du hin! Du erhältst dafür eine Gratis-Dauerhass-Sendung und ein Feindbild vom Feinsten, alles umsonst! Sowas gab’s in Deutschland seit fast hundert Jahren nicht mehr, da kannst du STOLZ drauf sein! Das ist überhaupt das Wichtigste: dass du STOLZ bist, dieser großartigen Nation anzugehören, die unsere Werte endlich wieder gegen die Bedrohung aus dem Osten verteidigt!
Unsere Werte sind in meinem Fall in festverzinslichen Aktienpaketen und Immobilien angelegt (haha, kleiner Scherz) aber Ernst beiseite: du weißt, wir wissen, du weißt dass wir wissen, dass das ganze Werte-Gerede sowieso nur der Lippenstift ist, den wir dem Schwein der Profitabilität verpassen. Reden wir also nicht um den heißen Brei herum: ihr werdet demnächst sterben in dem Krieg den wir euch befehlen, und wir werden dabei reicher und mächtiger. So war‘s schon immer, so soll‘s auch bleiben!
In diesem Sinne ein frohes und ertragreiches neues Jahr!“
“Play it again, Sam!“ sagte Humphrey Bogart als Clubbesitzer Rick zu seinem Barpianisten. Was dieser auch tat. Was die europäischen und vor allem die deutschen Kriegsprediger in immer schrilleren Tönen in Richtung Russland rufen, läuft auf eine ähnliche Aufforderung hinaus.
Auch wenn Russland nicht nur auf der Klaviatur, sondern mit dem gesamten Orchester, das in Reaktion auf solche unverhohlenen Aufrufe zum Einsatz kommen könnte, ein virtuoser Meister ist, möchte es dieses „Spiel“ vermeiden. Sollten die Kriegseiferer es dazu zwingen, wird die Melodie wie beim vorigen Mal eine sein, die speziell deutschen Ohren nicht behagen wird.
Verständige Menschen fragen sich deshalb länger schon, ob Deutschland es wirklich darauf anlegt, mal wieder aufgespielt bzw. den Marsch geblasen zu kriegen. Die EU- und die BRD-Eliten und ihre politischen Sachwalter gehören allerdings nicht zu der verständigen Sorte Menschen.
Somit bleibt die Frage „Noch einmal, Deutschland?“ einstweilen unbeantwortet.
„(Es) läuft darauf hinaus, wie die so wichtigen neueren Generationen Informationen verarbeiten – oder insbesondere, welche Art von Informationen und „Präsentationsstile“ sie bevorzugen oder welche bei ihnen am besten ankommen.“ (Simplicius the Thinker)
„Putin forderte einen Wechsel im Ausbildungssystem, (…) Außerdem sei es notwendig, die bestehenden Programme zu überarbeiten und neue Lehrmethoden für die Umschulung von Lehrern zu entwickeln. Putin hob hervor, dass „auf keinen Fall“ eine Situation zugelassen werden dürfe, in der es „intellektuelle Eliten und Menschen gibt, die nichts anderes können, als Knöpfe zu drücken“. (…) Er unterstrich, dass der Einsatz von KI die Verantwortung des Menschen nicht „verwässern“ dürfe – der Mensch sei immer verantwortlich.“ (RT deutsch)
Etwas zum Nachdenken und Reflektieren am zweiten Feiertag. Der beobachtenden Beschreibung des westlichen Polit-, Konsum- und Medienspektakels ist wenig hinzuzufügen, außer der Anmerkung, dass auch gescheite Zeitgenossen wie Simplicius the Thinker in ihrer Kritik der Verhältnisse fast immer bei einer Kulturkritik stehen bleiben. Die Eigentums- und damit MACHTfrage mag im Grunde niemand stellen, außer den Kommunisten. Und die haben in der allgemeinen Wahrnehmung bekanntlich den Nachteil, dass sie – Kommunisten sind!
Trotzdem eine lohnende Lektüre, aus der zumindest ich den Schluss ziehe, dass vermutlich Russland (und China) sehr viel besser auf die einschneidenden Veränderungen, die schon begonnen haben, eingestellt sind als die kulturell, sozial, ökonomisch und nicht zuletzt militärisch allmählich kollabierenden Gesellschaft des einst weltbeherrschenden „Westens“. Deshalb die vorangestellten Zitate über die „so wichtigen neuen Generationen“ und deren Informationspröferenzen sowie das aus dem RT-Bericht über die Sitzung des russischen „Staatsrats für Fragen der Personalausbildung für die Wirtschaft“.
Um den Simplicius-Beitrag („Unser modernes Spektakel“) zu verstehen, ist es wichtig zwei Begriffe zu kennen: erstens Plato‘s Höhlengleichnis, zweitens die Bedeutung des Ausdrucks „Minstrel-Show“:
1) Platos Höhlengleichnis (aus dem Werk “Der Staat”)
ist eine Allegorie zur Erklärung der menschlichen Wahrnehmung und des Wegs zur Erkenntnis:
Gefangene sitzen angekettet in einer Höhle, mit dem Rücken zum Ausgang. Vor ihnen wirft ein Feuer Schatten von Objekten (Puppen), die von Trägern vorbeigeführt werden, an die Wand. Die Gefangenen halten diese Schatten für die wahre Realität, da sie nichts anderes kennen.
Einer der Gefangenen wird befreit, verlässt die Höhle und entdeckt die reale Welt mit Sonne, Objekten und Formen. Zuerst geblendet, erkennt er allmählich die Wahrheit. Er kehrt in die Höhle zurück, um die anderen zu befreien, wird jedoch verspottet und nicht geglaubt, da seine Augen nun an die Dunkelheit unangepasst sind.
2) Minstrel-Show
„Minstrel“ ist ein englisches Wort mit historischen Wurzeln im Mittelalter und bedeutet ursprünglich „kleiner Diener“ (abgeleitet vom französischen „ménestrel“). Es bezeichnet einen mittelalterlichen Spielmann, Sänger oder Barden, der Lieder und Verse zur Begleitung einer Harfe vortrug, oft im Dienst eines Adligen.
Im 19. Jahrhundert in den USA wurde der Begriff für „Minstrel Shows“ verwendet – Unterhaltungsshows, in denen weiße Performer in Blackface rassistische Stereotype von Afroamerikanern darstellten.
Heute wird er selten verwendet und oft mit diesem kontroversen Kontext assoziiert.
Unser modernes Spektakel
„In Gesellschaften, in denen moderne Produktionsbedingungen vorherrschen, präsentiert sich das gesamte Leben als eine immense Anhäufung von Spektakeln … Das Spektakel ist keine Sammlung von Bildern, sondern eine soziale Beziehung zwischen Menschen, die durch Bilder vermittelt wird.“ – Guy Debord, Die Gesellschaft des Spektakels
Unsere moderne Welt und ihre politische Ökosphäre haben in den letzten Jahrzehnten und insbesondere in den letzten Jahren tiefgreifende Veränderungen erfahren. Dafür gibt es viele verantwortliche Faktoren, wie den bekannten Aufstieg der sozialen Medien, verschiedene kulturelle Veränderungen, insbesondere unter der jungen Bevölkerung, aber auch andere, finsterere und schwerer zu fassende Katalysatoren.
Sie haben eine Welt geschaffen, die eher von oberflächlichen Bildern und Ikonen als von tatsächlichen Kerngedanken bestimmt wird. Es ist eine Art Platos Höhle, die als Minstrel-Show politischer Koketterie zum Leben erweckt wurde, in der verkleidete Marionetten ihre vorbereiteten Zeilen so vortragen, dass emotionale Gesten und Eindrücke die Essenz der Botschaft selbst sind und nicht deren Akzente. Worte werden verschleiert, verdreht, zweckentfremdet, bis sie ihre Bedeutung völlig verlieren – und niemand scheint sich daran zu stören, solange die Darbietung den angemessenen performativen Elan aufweist.
Einige haben dies mit der Idee einer „postfaktischen Realität” verglichen, die ein Nebenprodukt unserer modernen digitalen Fragmentierung ist, in der „Wahrheit” lediglich als eine Million verstreuter Perspektiven existiert, jede mit ihren eigenen vielfältigen und endlosen Darstellungen, Zitaten, „Quellen”, führenden Verfechtern und künstlichen Verstärkungsmechanismen.
Es geht noch tiefer als das und läuft darauf hinaus, wie die so wichtigen neueren Generationen Informationen verarbeiten – oder insbesondere, welche Art von Informationen und „Präsentationsstile“ sie bevorzugen oder welche bei ihnen am besten ankommen. Der Fragmentierungsprozess hat die moderne politische Ökosphäre in eine Art „tabula rasa“ verwandelt, in der alle gleich sind und in der die Vergangenheit keinen Vorteil durch ihr historisches Gewicht gegenüber den extravaganten Einflüssen und verlockenden Reizen der Gegenwart hat.
Die heutigen Führer distanzieren sich von historischen Aufzeichnungen und verlassen sich vollständig auf Appelle an limbische Instinkte und reflexartige Leidenschaften. Man beachte nur die derzeitige Besetzung des EU-Apparats mit uncharismatischen Minstrels, die objektive historische Realitäten dreist ignorieren, um ihre billigen Narrative zu verbreiten. Man denke nur an Kaja Kallas‘ kürzlich geäußerte vorgetäuschte Ungläubigkeit gegenüber der Vorstellung, dass Russland die Nazis im Zweiten Weltkrieg besiegt habe, in einem faulen Versuch, das Bild Russlands als angestammter „Anderer“ des Westens aufrechtzuerhalten.
Ihre Herrin von der Leyen webt ebenfalls historische Ungereimtheiten in ihre Aussagen ein, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden, denn nicht mehr der Inhalt selbst bestimmt die Botschaft, sondern nur noch die Präsentation, das Spektakel als solches vermittelt die Essenz: Was zählt, ist, welche emotionale Wirkung die Schlagzeile in einem kurzen PR-Text erzielen kann.
Diese Simulation hat zu einer noch nie dagewesenen bizarren politischen Landschaft geführt. Seit jeher haben Politiker gelogen, aber zumindest in der Vergangenheit verfügten solche Politiker oft über persönliches Ansehen, charismatische Kraft und Ausstrahlung, die Fähigkeit, mit ihren – vielleicht manipulativen – Botschaften der Hoffnung tatsächlich zu inspirieren. Die „Führer” der heutigen Zeit haben jedoch jeglichen Anschein von Charme und Charisma abgelegt und sind de facto zu Pappfiguren für Unternehmensinteressen und oligarchischen Einfluss geworden – zu Sprachrohren und leeren Sprachboxen, die lediglich Manifeste im Namen ihrer Geldgeber wiedergeben.
Warum ist das so gekommen? Die Antwort ist einfach: In der Vergangenheit mussten Führer durch den Feuerproben des Wettbewerbs geschmiedet werden, indem sie sich der objektiven Realität selbst stellen mussten. Sie zeichneten sich dadurch aus, dass sie sich gegen politische Gegner behaupteten, die mit messerscharfem Verstand und Überzeugungskraft ausgestattet waren, die nicht durch moderne Ablenkungen und Aufmerksamkeitsdefizite beeinträchtigt waren.
Heute hat der hypervernetzte, finanzialisierte Globalismus unserer Zeit eine riesige Matrix der Manipulation geschaffen, die die Verwässerung sowohl der Meritokratie als auch echter politischer und demokratischer Prozesse so weit normalisiert hat, dass moderne Führungskräfte nicht mehr aufgrund ihres persönlichen Mutes, ihrer Ausstrahlung oder ihrer Leistungen gewählt werden, sondern vielmehr von Unternehmensinteressen auf der Grundlage ihrer Unterwürfigkeit ausgewählt werden. Es ist keine Überraschung, dass ein zunehmender Anteil der heutigen Spitzenpolitiker einen Hintergrund im Bank- und Finanzwesen hat, wie beispielsweise Friedrich „BlackRock” Merz aus Deutschland, Mark „Goldman Sachs” Carney aus Kanada, Emmanuel „Rothschild” Macron aus Frankreich und viele andere.
Die Art und Weise, wie dieses Kapitalnetzwerk die Welt umspannt, hat zu einem unerschöpflichen Vorrat an „Sonderinteressen” geführt, die dazu dienen, Wahlen zu beeinflussen, insbesondere jetzt, da die Mainstream-Medienkonzerne vollständig mit ihren Unternehmenssponsoren verschmolzen sind und zu einer sich überschneidenden metastatischen Membran geworden sind, die ihnen unbegrenzte Macht verleiht, jeden politischen Prozess nach Bedarf zu beeinflussen.
„Privates Kapital tendiert dazu, sich in wenigen Händen zu konzentrieren, teils aufgrund des Wettbewerbs unter den Kapitalisten, teils weil die technologische Entwicklung und die zunehmende Arbeitsteilung die Bildung größerer Produktionseinheiten auf Kosten kleinerer fördern. Das Ergebnis dieser Entwicklungen ist eine Oligarchie des privaten Kapitals, deren enorme Macht selbst von einer demokratisch organisierten politischen Gesellschaft nicht wirksam kontrolliert werden kann.” – Einstein, Why Socialism? (1949)
Wir sind zunehmend Botschaften und politischen Narrativen ausgesetzt, die völlig realitätsfern sind, mit rein subjektiven Aussagen, die aufgrund der „Verdienste“ der Darbietung selbst als Fakten verkauft werden; man muss nur etwas mit genügend überzeugender Stirnrunzel und affektierter Feierlichkeit sagen, und die „Aufräumkommandos“ der Unternehmensmedien erledigen den Rest.
Eine der wichtigsten Taktiken, die heute von jedem modernen Politiker, insbesondere von denen, die als Diener oder unwissende Handlanger des globalistischen Regimes eingesetzt werden, angewendet wird, besteht darin, Meinungen mit studierter Begeisterung als Tatsachenbehauptungen darzustellen. Dies wurde kürzlich von Persönlichkeiten wie Keir Starmer, Lindsey Graham, Marco Rubio, Mark Rutte und praktisch jedem Handlanger im verrotteten EU-Pantheon angewendet. Ein Beispiel, das keiner Zuordnung zu einem bestimmten Sprecher aus der obigen Liste bedarf, da praktisch alle von ihnen eine leichte Abwandlung dieser Aussage getroffen haben: „Putin wird nicht aufhören. Er ist entschlossen, Europa anzugreifen, um das Russische Reich wieder aufzubauen.”
Laut wem? Woher haben Sie diese „Informationen“? Was sind Ihre Quellen? Niemand fragt danach, und die gekauften Medien ebnen diesen Akteuren den Weg, um ihren gemeinsamen Wohltätern zu gefallen.
Dieser Stil der politischen Rhetorik hat praktisch jede moderne Äußerung von Persönlichkeiten, die das Regime vertreten, befallen. Es handelt sich um nicht zuordenbare Meinungen, die als Tatsachenaussagen getarnt sind und mit derselben geübten Überzeugung und ungerechtfertigten Überheblichkeit vorgebracht werden, um den Teil des Gehirns des Publikums auszuschalten, der für kritisches Denken und Selbstreflexion zuständig ist. „Es wird so selbstbewusst gesagt, mit perfekt dosierter Durchsetzungskraft, gerunzelter Stirn und durchdringendem Blick, dass es unmöglich in Frage gestellt werden kann!“, denkt der durchschnittliche Zuschauer unbewusst resigniert.
Die nächsten zehn bis 15 Jahre werden eine Zeit kolossaler technologischer Veränderungen und einer rasanten Entwicklung der künstlichen Intelligenz sein. Dies brachte der russische Präsident Wladimir Putin auf einer Sitzung des Staatsrats für Fragen der Personalausbildung für die Wirtschaft zum Ausdruck:
„Dies ist der größte technologische Durchbruch, den die Weltgeschichte wohl noch nicht gesehen hat.“
Russlands Präsident betonte, dass künstliche Intelligenz eine „weitaus bahnbrechendere, umfassendere“ Technologie sei, die schnell alle Lebensbereiche erobere und eine Vielzahl von Aufgaben automatisiere. Laut Putin würden durch künstliche Intelligenz zunächst Arbeitnehmer in Einstiegspositionen ersetzt, darunter auch solche mit kreativen und intellektuellen Berufen. Der Staatschef fügte hinzu:
„Hören Sie, alles wird sich ändern, darauf müssen wir unbedingt vorbereitet sein. Wenn wir jetzt aktuelle und mittelfristige Aufgaben der Personalpolitik lösen, müssen wir über die systemischen Veränderungen nachdenken, die künstliche Intelligenz mit sich bringt, und darauf vorbereitet sein.“
Putin forderte einen Wechsel im Ausbildungssystem, damit die Russen „ihr ganzes Leben lang“ lernen und sich weiterbilden könnten. Außerdem sei es notwendig, die bestehenden Programme zu überarbeiten und neue Lehrmethoden für die Umschulung von Lehrern zu entwickeln. Putin hob hervor, dass „auf keinen Fall“ eine Situation zugelassen werden dürfe, in der es „intellektuelle Eliten und Menschen gibt, die nichts anderes können, als Knöpfe zu drücken“. Dies ist laut dem Politiker eine sehr wichtige Aufgabe für das Bildungswesen sowie die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften.
Zuvor hatte der russische Präsident geäußert, dass die Ablehnung künstlicher Intelligenz und deren „unüberlegte“ Nutzung enorme Risiken mit sich brächten. Seiner Meinung nach dürfe man nicht zulassen, dass die junge Generation verloren gehe, „die, anstatt nachzudenken, einfach nur auf Knöpfe drückt“. Er unterstrich, dass der Einsatz von KI die Verantwortung des Menschen nicht „verwässern“ dürfe – der Mensch sei immer verantwortlich.
Allgemeines Feiertagsgehunzel wo man hinguckt. Die Telegram-Gruppe des Arbeitskollektivs wird mit Poesiealbumsbildchen und -sprüchlein geflutet, die „euch und euren Lieben“ jede Menge Glück, Gesundheit, Frieden usw. an den Hals wünschen.
Dabei weiß ich zufällig, dass Grüßende wie Gegrüßte in ihrem Arbeits- und Privatleben hauptsächlich damit beschäftigt sind, vor dem Kriegskurs ihrer Obrigkeit fest die Augen zu verschließen. Amtierende und konkurrierende Kriegsherren werden beim nächsten Mal erneut zum Herrschen ermächtigt, ansonsten versucht jeder, auch und erst recht in diesen ungemütlichen Zeiten, als der Untertan über die Runden zu kommen, zu dem er/sie sich immer wieder macht und machen lässt.
All das hält die Weihnachtsfeierer nicht davon ab, scheint sie im Gegenteil erst recht dazu zu bringen, angestrengt die so dringend benötigte „Stille Zeit“ der Harmonie, der familiären Eintracht und der Besinnlichkeit zu beschwören – mit aller Kraft, die nach einem arbeitsreichen Jahr noch übrig ist, mit vollem Einsatz und nach Maßgabe der finanziellen Möglichkeiten, die für die meisten weniger geworden sind.
Verbissen wird der Gemütlichkeit hinterher gehechelt, bitterernst wird am Frohsinn gearbeitet, und für die familiäre Harmonie muss scharf darauf geachtet werden, dass nur kein Dissens innerhalb der anwesenden Sippschaft aufkommt. Sonst gerne, aber auf keinen Fall an diesem hochheiligen Abend. Streit und Ärger unterm Tannenbaum ist der Bürgerseele das ultimative Desaster.
Auf der abendlichen Hunderunde wirkt das Stadtviertel wie ausgestorben, jedenfalls auf den Straßen. Gelegentlich eilt ein mit Tüten und Taschen voller Geschenke beladener Festgast an einem vorbei, im Gesicht eher einen gestressten als einen freudigen Ausdruck.
Ist das Geschenk passend für die Mutter, den Onkel, den Neffen, den Schwiegervater? Hat man das Passende ausgesucht, hat man sich vielleicht vergeblich all die Mühe gemacht und sich umsonst in Unkosten und in den Stress des weihnachtlichen Einkaufsrummels gestürzt? Der Einzelhandel meldet unbefriedigende Umsatzzahlen für dieses Jahr. Die Leute geben weniger Geld aus als in den Vorjahren, eine „Kaufzurückhaltung“ sei spürbar. Woran das wohl liegen mag?
Durch die beleuchteten und geschmückten Fenster blickt man in gemütliche, hübsch dekorierte Weihnachtsstuben, auf Tannenbäume mit (fast immer) elektrischen Kerzen. Könnte man in die Köpfe der Leute gucken, sähe es dort wahrscheinlich weniger gemütlich aus. Das macht natürlich die Fassade umso wichtiger und nötiger.
Aus der Innenfläche der Häuserzeilen, in denen sich unsere Wohnung befindet, dringt jetzt weihnachtliches Liedgut, in welchem Stille Nächte, Himmlische Heere und immer wieder ein gewisses „Christkind“ besungen wird. Die Aktion hat sich seit einigen Jahren als nachbarschaftliches Ritual etabliert und wurde zu Beginn jeweils mit Wurfzetteln in jeden Briefkasten unseres und der angrenzenden Straßenzüge angekündigt. Inzwischen ist das nicht mehr nötig, die Bewohner wissen, dass an Heiligabend „Weihnachtssingen“ ist.
„Ich mach mal das Küchenfenster auf, die singen jetzt!“, sagt die Liebste. Ich bin in diesem Jahr zum ersten Mal seit Jahren nicht im Dienst im Pflegeheim und bin neugierig und erwartungsvoll, mir die schrägen Stimmen der nachbarlichen Weihnachtsmusikanten anzuhören. Zu meiner Enttäuschung aber werden einfach nur irgendwelche Weihnachtslieder von irgendeiner Playlist abgespielt, ein Lautsprecher beschallt die ziemlich große Innenfläche von vier Straßenzeilen.
„Kannst das Fenster wieder zumachen!“, bescheide ich die Liebste. „Wenn ich Weihnachtsmusik hören will, stell ich das Radio an, wegen dem Geplärre müssen wir uns nicht die Bude auskühlen…“
„Dieses Weihnachten ist so eine Scheisse, ich bin froh, wenn das vorbei ist“, lässt sich die Frau jetzt vernehmen. „Ich brauch auch gar keine Geschenke“, fügt sie hinzu. „Ich weiß gar nicht, ob ich dieses teure Parfum zum Geburtstag haben will…“
Jetzt werde ich aufmerksam, dann das luxuriöse Wässerchen aus dem Hause „Profumo Roma“ kostet 300 Euro pro 100ml. „Aber das passt so gut zu mir!“, ergänzt meine Herzdame, die wenige Tage nach Weihnachten ihren Geburtstag begeht. Da weiß ich, was die Stunde geschlagen hat und wofür ich beizeiten Geld auf die Seite gelegt habe. Denn womit ist der Sache der Revolution und des Kommunismus besser gedient als mit einem individuellen Wohlgeruch, der Anwender und Umgebung gleichermaßen olfaktorisch umschmeichelt und erfreut?
Da dies jetzt geklärt ist, kann ich mich wieder meinem Abendprogramm widmen, das auch an Weihnachten dasselbe ist wie (fast) immer: Gegeninformation aus Podcasts und Blogs konsultieren und an neuen KI-Animationen basteln.
In diesem Sinne: Communism wins!
„Oh du Elende, oh du Quälende Streitsucht fördernde Weihnachtszeit! Kirche ist erschie-hienen dem Mammon brav zu die-hienen – kaufet euch, verkaufet euch Ihr dummen Leut!“
Ich glaube, kaum jemand macht sich eine Vorstellung von der Tiefe des Abgrundes an Zensur und Diktatur, in den wir gerade hineinschauen (schauen müssen), in Bezug auf unseren Kontinent und die Machthaber in den Einzelstaaten und der EU als überstaatlicher Institution.
Die hochkorrupte nicht-gewählte Führung der Europäischen Union in Brüssel erfasst immer mehr europäische Bürger als Zielpersonen für eine komplett illegale, nicht hinterfragbare, juristisch nicht anfechtbare Zerstörung ihrer privaten und beruflichen Lebensumstände. Sie sollen dadurch für Meinungsäußerungen und Standpunkte bestraft werden, die abweichen von der verlogenen Kriegsrhetorik unserer Herrscher.
Natürlich bleibt das woanders nicht unbemerkt. Die Sanktionen, die die EU Kommission unter Chefhexe von der Leichen gegen den renommierten Schweizer Militärhistoriker und Ex-Oberst, Ex-NATO-Berater Jacques Baud verhängt hat, ist an vielen Stellen Thema von Diskussion und Kritik.
Hier vier Minuten Scott Ritter im Gespräch mit George Napolitano. Für die im amerikanischen Englisch nicht so versierten Freunde hier die Übersetzung:
Judge Napolitano:
Ich bin fasziniert davon, wie die EU den pensionierten Schweizer Militärgeheimdienstoffizier Oberst Jacques Baud zum Schweigen gebracht hat. Was können Sie uns dazu sagen? Sie haben ihn zum Schweigen gebracht, das heißt, er darf sich nicht äußern, er darf nicht reisen, sie haben sein Vermögen und seine Bankkonten beschlagnahmt, und man sagt uns, er habe keinerlei Rechtsmittel gegen diese Beschlagnahme. Wie kann das sein?
Scott Ritter:
Nun, weil Europa eine Diktatur ist.
Ich meine, es ist ein Polizeistaat in jeder Hinsicht. Wissen Sie, erstens, dass man ihn beschuldigt hätte, ein russischer Agent zu sein oder die russische Position nachzuplappern. Das ist schlichtweg eine Lüge.
Wissen Sie, was Jacques Baud unter anderem ausmachte, war die Tatsache, dass er westliche Forschungsergebnisse nutzte, um seine Argumente zu untermauern. Seine Schlussfolgerungen waren nur unbequem für diejenigen, die die Fakten ignorierten. Aber dieser Mann reiste nicht nach Russland, trat nicht in russischen Medien auf und traf sich nicht mit russischen Beamten, um die russische Perspektive kennenzulernen.
Er analysierte einfach westliche Daten, um die Leere und Realität westlicher Politik aufzuzeigen, was ihn in vielerlei Hinsicht gefährlicher machte als Leute wie ich, die sich, wie Sie wissen, umfassend auf russisches Fachwissen und die russische Perspektive stützen. Er stützt sich ausschließlich auf den Westen, und seine Schlussfolgerungen sind unanfechtbar. Daher bleibt ihnen nur die Möglichkeit, mit diesem Mann so umzugehen, ihn auf die schlimmstmögliche Weise zum Schweigen zu bringen. Das Einzige, was noch schlimmer wäre, wäre, ihn einzusperren und zu töten.
Aber sie haben buchstäblich versucht, ihn von der Plattform zu verbannen, ihn zu delegitimieren und ihn wirtschaftlich zu ruinieren. Wissen Sie, wenn die Schweizer Regierung nichts dagegen unternimmt, dann – ich will es mal so ausdrücken: Ich habe gerade ein Buch veröffentlicht, das auch auf Spanisch, Deutsch und in einigen anderen europäischen Sprachen erschienen ist.
Ich wollte eigentlich im März nach Spanien und Deutschland und vielleicht noch in andere Länder reisen. Doch als das passierte, bekam ich fundierte juristische Beratung, mich derzeit nicht auch nur in die Nähe Europas zu begeben. Nach Großbritannien werde ich definitiv nicht reisen.
Ich würde sofort verhaftet werden. Sie würden mich viel härter behandeln als George Galloway. Und jetzt die Vorstellung, dass ich nach Europa reise – wissen Sie, ich bin früher jedes Jahr zu einer Schweizer Konferenz gefahren, eine wunderbare Gruppe von Menschen.
Ich fahre jetzt nicht in die Schweiz, nicht weil sie nichts gegen Jacques Baud unternehmen. Sondern weil sie schon einen der Ihren, eine nationale Berühmtheit, einen Nationalhelden, so behandeln. Was würden sie dann erst mit einem Amerikaner machen, der von der Europäischen Union ins Visier genommen wurde? Die Ukrainer haben mich zum Tode verurteilt. Ich habe neulich eine Bombendrohung per Post bekommen. Die Post nimmt sie nicht ernst, ich schon.
Und das ist die Welt, in der wir jetzt leben. Die Amerikaner müssen verstehen, dass es hier um Meinungsfreiheit geht. Viele fragen sich: Warum mischt sich JD Vance in europäische Angelegenheiten ein? Weil Meinungsfreiheit absolut und universell gilt.
Wenn man anfängt, Menschen irgendwo auf der Welt zum Schweigen zu bringen, hat das globale Auswirkungen, besonders wenn man eine Stimme der Vernunft, eine intelligente Stimme, eine faktenbasierte Stimme zum Schweigen bringt, eine Stimme, deren Richtigkeit sich in jeder Hinsicht erwiesen hat. Es bedeutet, dass man die Wahrheit unterdrückt. Und was sagt es über die Qualität des Lebens und der Existenz aus, die wir alle brauchen, wenn man die Wahrheit unterdrückt?
EU konsequent: Demokratie wird am besten verteidigt, indem man sie abschafft!
Nochmal zur EU-Kommission und der unverhohlenen Umwandlung der EU in eine Diktatur, die im Zuge ihrer Kriegstüchtigkeit u.a. Meinungs- und Versammlungsfreiheit abschafft.
Mit dem Statement des AA-Sprechers Giese hat die deutsche Bundesregierung klar gemacht, dass der Artikel 5 des Grundgesetzes aufgehoben ist und dass die BRD abweichende Meinungen, gar Kritik und begründeter Widerspruch, noch schärfer und ganz offiziell weiterhin zu verfolgen und zu bestrafen gedenkt.
Immerhin müssen wir den Machthabern in Brüssel und Berlin für diese Klarstellung dankbar sein, da sie die letzten möglicherweise vorhandenen Illusionen darüber ausräumen, dass es sich hierzulande – so wie sie behaupten – um eine bürgerliche Demokratie handeln würde, die fundamentale Menschenrechte wie Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit garantiert.
Die Geschwindigkeit, mit der die Bürgerrechte hierzulande und EU-weit abgebaut werden, könnte auch noch dem letzten Kapitalismusfan zeigen, dass es im Krisen- und Kriegsfall nicht weit her ist mit den Sonntagsreden und Parlamenten beschworenen Freiheitsrechten. Sie werden abgeschafft, schneller als man „Putin“ sagen kann.
Wie die Weltwoche berichtet, erklärte der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Giese, es sei „klar geworden, dass Menschen, die Desinformation verbreiten, sanktioniert werden können“, sofern die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt seien und der Rat der Europäischen Union einen entsprechenden Beschluss fasse. Dies sei bereits geschehen, werde weiterhin geschehen und sei auch in der Vergangenheit geschehen. Wörtlich fügte Giese hinzu:
„Alle, die auf diesem Feld unterwegs sind, müssen damit rechnen, dass es auch ihnen passieren kann.“
Deutschland habe der Sanktionierung Bauds nicht nur zugestimmt, sondern sei von deren Richtigkeit überzeugt. Es handle sich um eine einstimmige Entscheidung des EU-Rats, hinter der auch die Bundesregierung stehe. Der Hinweis, man könne die Verantwortung nach Brüssel delegieren, sei zu kurz gegriffen, sagte Giese sinngemäß. Berlin trage den Entscheid politisch mit.
Damit bekennt sich die Bundesregierung offen zu einem Vorgehen, das sich nicht gegen strafrechtlich relevante Handlungen richtet, sondern gegen politische Meinungsäußerungen.
Beide nehmen jeweils sich selbst und die andere Branche sehr ernst. Die Medien natürlich, weil es heute zum medialen Überlebensmodus gehört, so zu tun, als wären die politischen Charaktermasken, denen sie eigentlich auf die Finger schauen sollten, ihre Dienstherren, deren Entschlüsse sie grundsätzlich so zu kolportieren haben, dass diese nicht infrage gestellt werden. Allenfalls ist eine gewisse geschmäcklerische Kommentierung erlaubt, die aber niemals die Grundsätze des fundamentalen Einverständnisses von Herrschaft und Hofberichterstattern infrage stellen würde.
Die Komplizenschaft der journalistischen Hofberichterstatter ist jedenfalls wirklich fast ebenso gruselig wie die Tatsache, dass der peinliche politische Gartenzwerg Merz und sein pathologischer Russenhaß in Deutschland hingenommen wird als hätte ein böser Gott uns dazu verurteilt, erneut unter einem fanatischen Führer in den Krieg gegen Russland zu ziehen.
Man kann sich‘s nicht erklären; selbst die naheliegende (und sicherlich korrekte) Analyse der Kräfteverhältnisse und Ambitionen des deutschen Imperialismus in der Staatenkonkurrenz als eines (mal wieder) um einen „Platz an der Sonne“ erfolgreicher kapitalistischen Geschäftemacherei bemühten Rudelführer eines europäischen Staatenbundes bringt einen nicht unbedingt weiter.
Es scheint zusätzlich noch eine Komponente ideologischen Wahns und unerbittlicher „Nach mir die Sintflut“-Psychose vorzuliegen, gerade auch bei Charaktermasken wie Merz und ähnlich strukturierten Wichtigtuern, deren Selbstdarstellung wohl die Kompensation für die intellektuelle Dürftigkeit sein soll, die der Mann vermutlich selber verspürt.
Auf deutsch: je impotenter, schmalbrüstiger und generell mental zu kurz gekommen der politische Protagonist, umso wuchtiger das Säbelrasseln und das verbale Lautsprechertum kriegsbereiter Entschlossenheit und Vernichtungswut gegen „den Feind“.
Stephan, du bringst mich immer (naja, manchmal) ans Verseschmieden:
Im dunklen Wald ruft laut die Eule: „Der Stephan schwingt die Nazi-Keule!“
Ein jeder bringt den Kopfschutz mit besucht er Stephan Messerschmidt, denn dieser zetert “Ach!“ und „Weh“ über die blaue AfD.
Auf jeden Zweifler geht mitunter besagte Nazikeule runter, Auch wird von Stephan uns erzählt dass jeder, der die Blauen wählt im Grunde selber Nazi ist. Wobei man hier den Sinn vermisst:
Wer Deutschland braun und ärmer macht; wer rüstet, dass es nur so kracht; wer Ukrainer-Nazihorden losschickt, um Russen zu ermorden; wer, „um Demokratie zu retten“, die Bürgerrechte legt in Ketten; Wer gegen jedem, dem das stinkt, den Staatsanwalt zum Einsatz bringt –
DAS, lieber Nazi-Geisterseher, das sind doch nicht die AfDer! Es gibt zur Zeit wohl eine nur die Kriege plant, und Diktatur. Wir wissen‘s doch, es ist kein Scherz: Es ist die Staatsmacht unter Merz.
Faschisten sind heut‘ Demokraten. Frech rühmen sie sich ihrer Taten: die, die sie schon inszeniert (Deutschland deindustrialisiert), und die, die sie grad vorbereiten: KRIEG! So wie alten Zeiten, und zwar gegen den alten Feind – DAS ist‘s, was man mit „Nazis“ meint.
Im dunklen Wald ruft laut die Eule: „Der Stephan schwingt die Nazi-Keule!“
Der Roderich, der Roderich, Das war ein arger Wüterich! Gab Ukraine Geld und Waffen um doch den Endsieg noch zu schaffen. Die schlugen damit Russen tot, im Donbass litt man große Not. Und höre nur, wie bös er war: Er wollte „Taurus“ liefern gar!
Im Osten stand ein großer Bär, der schätzte Ruh‘ und Frieden sehr. Da mit Sanktionen her sich schlich Der bitterböse Roderich; Und piekst den Bär, der knurrte sehr, Und sanktioniert ihn immer mehr. Da biß der Bär ihn in das Bein, Recht tief bis in das Blut hinein. Der bitterböse Roderich, Der schrie und weinte bitterlich. — Jedoch nach Hause lief der Bär als ob Sanktionen gar nichts wär.
Ins Bett muß Roderich hinein, Litt vielen Schmerz an seinem Bein; Und Onkel Donald sitzt dabei Und gibt ihm bitt’re Arzenei.
Der Bär an Rod’richs Tischchen saß, Wo er den Gaspreis-Kuchen aß; Aß auch die gute Erdölwurst Und trank den Wein für seinen Durst. Sanktionen hat er ausgelacht Und Rod‘rich in die Laken macht.
Johnny Nasepuhl ist einer der unterhaltsamsten von ihnen. Ein Comedian, der uns das schmerzlich vermißte 360-Grad-Lenchen und ihre legendären Beiträge zur deutschen Humorkultur dann doch allmählich vergessen lässt.
Johnny hat, im Gegensatz zu seiner Vorgängerin, das betreten-gravitätische Gesichtsfaltenvertiefen bei seinen Stand-up Auftritten einfach noch besser drauf, und sein sorgenvoll-bedenkenträgerischer Dackelblick, während er sinnfreie Fantasiesätze aufsagt, ist unbezahlbar.
Von daher gilt Johnny‘s „Der Russe kommt“-Nummer von 2025 bereits jetzt als neuer Klassiker politischen Kabaretts, die unter Experten und Fans zurecht Kultstatus genießt.
Man muss ihm einfach wünschen, dass sein Einsatz an der Humorfront demnächst mit einem einträglichen Posten bei Rheinmetall, Airbus Defence & Space oder KNDS belohnt wird.
Ein Plakat, das einem derzeit in Düsseldorf häufig begegnet. Es bewirbt ein Benefizkonzert, das wohl alle Jahre wieder veranstaltet wird. Interessant in diesem Zusammenhang ist weniger die Veranstaltung selber als der Slogan des Veranstaltungsortes, der renommierten Düsseldorfer Tonhalle: „Einfach fühlen“ soll man das Dargebotene, was immer das auch gerade ist.
Und das scheint mir symptomatisch für den gesamten gefühligen Zeitgeist, der sich freiwillig vom Denken, erst recht vom Nachdenken, verabschiedet hat, um ganz im Hier und Jetzt, im Moment, im Genuss des Augenblicks aufzugehen (im Grunde einer Losung von Esoterikern und sonstig spirituell Bewegten).
„Einfach fühlen“ – das Leben ist hart genug! Die Zumutungen, die von allem Seiten auf einen einstürmen, multiplizieren sich ständig, es wird immer schwieriger über die Runden zu kommen. Krieg liegt in der Luft und gerade hier wird von Staat und Regierung gefordert, das Denken einzustellen und sich ganz aufs Gefühl, nämlich die Moral, zu verlassen. Wie die geht, buchstabiert einem die Regierung vor: „Der Russe ist böse und darum brauchen wir Krieg.“
Das sollen wir „einfachfühlen“. Leider – aus Regierungssicht – tun das immer noch viel zu wenige Deutsche, wodurch es an der geforderten Kriegsbereitschaft mangelt. Dem abzuhelfen, haben Staat, Kapital und Nation die botmäßigen und willfährigen Medien eingespannt, bzw.. diese kommen freiwillig und mit (Geschütz-)Feuereifer herbei geeilt, um die Bundesbürger entsprechend zu bearbeiten.
„Einfach fühlen“, dann wird’s schon mit dem Endsieg.