Die Rheinkirmes naht!

Am Freitag beginnt das größte Volksfest in NRW, ausgerechnet quasi vor meiner Haustür. Der lokale Einzelhandel greift das Thema ebenfalls gerne auf; dieser Optiker hat den Vogel abgeschossen und eine ganze Playmobil-Kirmeslandschaft aufgebaut.

Das beste: die eine Figur im Klohäuschen ist in kotzender Haltung dargestellt – eine ziemlich realistische Anspielung auf den zehn Tage währenden Ausnahmezustand, in dem unsere beschauliche linksrheinischen Idylle von den asozialen Horden aus den Unterschichtsstadtteilen oder gar den Prekariatstrollen aus Mönchengladbach, Duisburg und Krefeld heimgesucht wird.

Zombieland

Manchmal landet man ja in Gruppen, die auf Anhieb normal wirken und einen unverfänglichen Namen haben. Bis man dann anhand der Inhalte merkt, wes Geistes Kind die Leute (etliche von ihnen) sind, die sich dort versammelt haben.

Wie eine Facebookgruppe, die sich „Friedensbewegung“ nennt (und mit dem Zusatz „NoSPD“ klarzumachen scheint, das man keine Interessenvertretung kriegführender US-Vasallen sein will) ein Ort sein kann, in dem gruseligste ukrainische Propaganda geteilt und positiv diskutiert wird, ist mir ein Rätsel.

Kein Rätsel ist mir die moralgetränkte Empörung, mit der sich russophob propagandisierte pro-ukrainische Kriegsfans an den Windmühlenflügeln ihres Feindbildes abarbeiten. Eine selbstgerechte Gratismoral, die nicht den Schatten eines Zweifels auf das strahlende Ideal der gerechten ukrainischen Sache fallen lassen will, die jenes tapfere demokratische, geschlossen zusammenstehende Volk dort hinten an der Ostfront gegen den schlimmen Putler, den despotischen Russendiktator und seine unmenschliche Meuchelsoldateska, auszufechten hat.

Fakten, Hintergründe, Wissen über historische, soziale und ethnische Zusammenhänge in dem Gebiet, das bisher Ukraine genannt wurde, sind Fanatikern der gerechten und guten (zufällig auch westlichen und banderistischen) Sache schnuppe; sie wollen den dicken Knüppel ihrer Gratismoral und ihrer emotionalisierten Empörungsbereitschaft umstandslos auf jede Äußerung niedersausen lassen, die nicht die Erzählung bestätigt, die sie vom NATO-PsyOp-Stab und vom Informationsbüro der ukrainischen Präsidialverwaltung gelernt haben

Jedenfalls hatte ich in meinem naiven Glauben an halbwegs normalen Informationsaustausch und gesittete Debatten einer UkroNazi-Anhängerin freundlich geantwortet und ihr zur Weiterbildung den hervorragenden Artikel von Oleg Nesterenko (https://www.nachdenkseiten.de/?p=100476) empfohlen, der eine umfassende und kompakte Beschreibung der Entstehung des Ukraine-Konflikts enthält.

Die Reaktionen dieser mental blau-gelb eingefärbten Dame und der ihr zur Seite springenden Hilfspropagandisten verführten mich zu dieser Stellungnahme, die in eine grundsätzliche Betrachtung solcher Begegnungen in Facebookgruppen mündete, samt begleitender Illustration:

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„Oh Boy, noch einer…

Ich komme mir in dieser Gruppe bzw diesem Thread vor wie der Reisende, der auf der Landstraße anhält und eine einsame Schenke betritt, über deren Eingang „Snacks und Erfrischungen“ steht.

Kaum ist er aber drinnen, muss er feststellen, dass lauter Zombies die Schenke bevölkern.

Er versucht eine normale Ansprache, ahnt aber schon, dass die zombifizierten Gehirne der schwankenden Gestalten nur eines wollen: RUSSENFLEISCH!

Unter entsetzlichem Krächzen und Knurren wanken sie auf ihn zu, schwenken ihre blau-gelben Fahnen und stoßen ruckartig Laute aus wie „Angriffskrieg!“, „Putler!“, „Asow Demokraten!!“.

Schnell springt der entsetzte Reisende zurück auf die Straße, rennt zu seinem Auto und braust davon.

Die enttäuschten Ukro-Zombies wanken noch ein paar hundert Meter auf der verlassenen Landstraße hinterher, um dann wieder zurück in ihr Nest zu taumeln, wo eine Kapelle aus hakenkreuztätowierten Gerippen in SS-Uniformen „Nein, es gibt keine Nazis in der Ukraine“ spielt und nach jeder Zeile „Slawa Ukraini!“ grunzt.

Ja, so fühlt man sich, wenn man nichtsahnend diese Gruppe betritt. Bitte bleibt unter euch, Ukro-Zombies. Fresst euch am besten gegenseitig. Ach, ihr seid schon dabei, und von den abgezweigten 400 Millionen der westlichen Milliarden, die eure korrupte Herrscherclique sich in die eigenen Taschen umgeleitet hat, haben die Elendskijs, Zalushnis, Poldolyaks und übrigen Politgangster schon ihr zukünftiges Luxus-Exil in London, Miami und sonstwo vorbereitet?

Dann will nichts gesagt haben und wünscht einen schönen Leichenschmaus

Die Zombiejäger aus der nicht-zombifizierten Facebook-Zone


„Die Deindustrialisierung kommt schneller, als wir ahnen“: Kapitalistenvertreter

Interessantes Interview mit dem Geschäftsführer des Branchenverbandes der Chemischen Industrie Deutschlands.

Was Ampelregierung und ihre hörigen Medien vor kurzem noch als Verschwörungstheorien von Nazis und Schwurblern, jedenfalls aber von russischer Propaganda erlegenen Putinknechten abtaten, hört man inzwischen verstärkt von Vertretern des BRD-Kapitals.

Natürlich haben Kapitalisten ihre eigene, nämlich logischerweise umsatz- und gewinnorientierte, Sicht auf die Dinge. Verhältnisse, in denen sich die Rahmenbedingungen der Kapitalvermehrung nachteilig für ihre Geschäfte entwickeln, alarmieren sie aufs Höchste. Normalerweise sieht sich „die Politik“ als Erfüllungsgehilfe der Kapitalbedürfnisse; im Kontext des Krieges gegen Russland jedoch hat die deutsche Regierung aufgrund ihres Vasallenstatus zu den USA (und der wohl mit der Vormacht geteilten Russophobie) einiges angestoßen und umgesetzt, was für den Kapitalstandort BRD nachteilig bis schädlich ist.

Der VCI-Vertreter nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht von

„immer tiefer sitzende(n) Zweifel, dass die geplante Transformation von fossilen zu regenerativen Energiequellen in Deutschland gelingen kann.“

Auf die Frage, wie groß die Sorge bei den Unternehmen ist, wird er noch deutlicher:

„Die Sorge ist derzeit riesig. Ich nenne Ihnen mal ein Beispiel: Ich habe unlängst mit dem Chef eines bayerischen Unternehmens gesprochen, das seit über 100 Jahren fest im Freistaat verwurzelt ist. Die denken jetzt erstmals darüber nach, in Singapur und anderen asiatischen Standorten eine Dependance aufzumachen, weil sie mit Blick auf die Energiewende sagen: Ich kriege hier womöglich bald gar keinen Strom mehr, zum Beispiel, weil noch immer 12.000 Kilometer Strom-Leitungen in Deutschland fehlen und statt der von Olaf Scholz versprochenen vier bis fünf Windkraftanlagen pro Tag gerade mal eineinhalb am Tag fertig werden.

Das sind alles Dinge, die zeigen: Wir müssen viel mehr Gas geben, damit Unternehmerinnen und Unternehmer wieder eine Zukunft sehen am Standort Deutschland – sonst kommt die Deindustrialisierung hier schneller als wir alle ahnen.“

https://www.merkur.de/wirtschaft/vci-grosse-entrup-industriestrompreis-wirtschaftsstandort-deutschland-agenda-2010-offensive-2030-zr-92388402.html

Endgeräte-Kühlung in der Dachwohnung

Es ist wieder soweit: das Endgerät muß im Kühlschrank runtergekühlt werden. Leider gibt’s keinen Kühlschrank, in den ICH reinpasse. Und zu irgendeiner Form von Klimaanlage (und sei es ein Ventilator) habe ich es auch noch nicht gebracht. Obwohl ich mir seit ungelogen VIER JAHREN jedesmal sage, dass für den nächsten Sommer aber auf jeden Fall irgendeine Maßnahme ergriffen werden muss, um die Dachwohnung bei plus 30 Grad Außentemperaturen irgendwie zu einem bewohnbaren Obdach zu machen.

Endlich wieder Krieg: Deutschland wird militarisiert. Der Feind ist derselbe wie immer.

Albrecht Müller schreibt in den NDS über Bilder und Botschaften, an die die deutsche Bevölkerung inzwischen gewöhnt wurde, die aber von früheren BRD-Regierungen so nicht zu sehen waren. Er hat recht, auch wenn sich sicher nicht behaupten läßt, dass der BRD-Imperialismus zu Zeiten seiner relativen Zurückhaltung irgendwie harmloser war.

Meine eigenen Gedanken dazu:

Das wirkt alles so, als hätten die einschlägigen Kreise nur darauf gewartet, dass ENDLICH, ENDLICH wieder aufgerüstet, militarisiert und Krieg geführt werden darf.

Der deutsche Imperialismus war nie friedlich geworden oder „geläutert“, sondern hatte sich seine relative Zurückhaltung als „Wir haben aus unserer Geschichte gelernt“-Methode zurechtgelogen, um auf Taubenfüßen zurück an den „Platz an der Sonne“ imperialistischer Weltaufteilung zurückzugelangen.

Kaum war die DDR annektiert, fiel die bisherige Zurückhaltung fort und das neue Großdeutschland fühlte sich stark genug, wieder Kriege zu führen.

Inzwischen rechtfertigt die Erzählung über den Ukraine-Konflikt in ihrer politischen und medialen Verzerrung einen Russenhaß, der wohl nie überwunden, sondern nur aus Opportunitätsgründen sediert blieb.

Der Haß auf alles Russische, die aberwitzige Dämonisierung des neuen alten Feindes bis hin zur regelrechten Luziferisierung des russischen Präsidenten erinnert nicht nur an die faschistische Propaganda gegen den „jüdischen Bolschwismus“. Es ist die direkt Fortsetzung davon.

Man spürt, wie froh, wie dankbar, wie erleichtert Politiker und journalistische Schreibtischpolitiker sind, das sie endlich aus ihrem Herzen keine Mördergrube mehr machen müssen. Russophobes Berserkertum ist Mainstream, Miltarisierung der gesamten Gesellschaft ist oberste Bürgerpflicht, Abweichler und Kritiker der politisch-medialen Gleichschaltung sind „Putinknechte“, „Erfüllungsgehilfen der russischen Propaganda“: Volksverräter, die der Wehrhaftigkeit der Heimatfront einen Bärendienst erweisen.

Frankreich: institutionelle Gesamtverarsche des post-kolonialen Menschenmaterials

Zu den ausufernden Protesten gegen die Polizeigewalt und gegen die institutionelle Gesamtverarsche des post-kolonialen Menschenmaterials in Frankreich ist gelegentlich unglaublich bescheuerter Unfug zu vernehmen, etwa der Sorte „muslimische Radaubrüder, von ihrer gewalttätigen Religion aufgestachelt, randalieren sinnlos in der Gegend rum“ u.ä.

Hier eine exzellente Stellungnahme zu den Geschehnissen in unserem Nachbarland aus dem Telegram-Kanal Slavyangrad:

„Es gibt Plünderungen und dann gibt es Proteste. Manchmal ist die Plünderung Teil des Protests. Manchmal aber auch nicht.

Die Unterscheidung ist irrelevant, denn der Kern dessen, was in Frankreich vor sich geht, ist ein berechtigter und gerechter Protest, der ein Echo der kolonialen Gewalt ist, die über Jahrhunderte hinweg ausgeübt wurde, ein Echo, das durch einen einzigen Funken ausgelöst wurde, wie es bei Echos oft der Fall ist. Im Moment ist er noch unausgegoren, aber mit der Zeit wird er vielleicht Substanz und eine Stimme bekommen.

Plünderungen und Gewalt sind unvermeidlich, wenn ein Protest unausgegoren ist, und sie sind in der Regel auch dann unvermeidlich, wenn er eine einzigartige Organisation und Richtung hat. Gewalt ist oft das einzige Mittel, um eine Veränderung zu erreichen.

Plünderungen und Gewalt, die lediglich Begleiterscheinungen eines legitimen Protests sind, aber nicht dazugehören und nicht notwendig sind, können nicht gefeiert werden, aber sie schmälern auch nicht die Legitimität des Protests – Opportunisten lassen sich im besten Fall nicht kontrollieren. Es kann nicht schaden, die Dinge beim Namen zu nennen: Ein Protest ist legitim und gerechtfertigt, und der Opportunist, der kriminelle Handlungen begeht, ist dafür verantwortlich.

Doch genau hier liegt das Dilemma: Nur wenige derjenigen, die sich an Plünderungen und Gewalt bei Protesten beteiligen, sind kriminelle Opportunisten. Bei den meisten findet die unterdrückte Wut über vergangenes Unrecht, wenn sie ausbricht, unweigerlich ein Ventil in Formen, die zu anderen Zeiten als inakzeptabel gelten. Das endgültige Verständnis und die Versöhnung entstehen, wenn man zunächst die bestehende Ungerechtigkeit anerkennt.

Die Diskussion über Plünderungen und Gewalt geht mich persönlich nichts an, da es mir schwer fällt, Sympathie für diejenigen zu empfinden, die Krieg gegen mein Vaterland führen – selbst wenn ich dazu geneigt wäre. Die französischen Eliten sollen sich für ihre Verbrechen verantworten – bevor sie es wagen, einen Stein in die Richtung derer zu werfen, die sie missbraucht haben. Das französische Volk soll sie zur Rechenschaft ziehen.“

Quelle: https://t.me/s/Slavyangrad

Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigall

Vor einer Woche, als der russische Oligarch und formelle „Wagner“-Chef Prigoshin seine Meuterei inszenierte, quollen westliche offizielle Statements (und erst recht diejenigen der Leitmedien) über mit händereibender Schadenfreude. Man beschrieb Russland als instabil, taumelnd, am Rande des Abgrunds und wollte Putin auf jeden Fall durch die Geschehnisse „geschwächt“ sehen.

Die kaum verhohlene Enttäuschung über die weitgehend unblutige, schnelle und elegante Lösung der Angelegenheit war Politikern und Medien des kollektiven Westens mehr als deutlich anzumerken. Währenddessen erreichen die Zustimmungswerte zur Politik und Person Putins Höchststände, bei einem Besuch in Dagestan nimmt der russische Präsident ein Bad in der Menge und wird gefeiert wie ein Popstar. 

Eine Woche später kommt es in Frankreich zu massiven sozialen Unruhen. In allen großen Städten rebellieren und randalieren die empörten Unterschichten, setzen Geschäfte und Autos in Brand, wehren sich gegen die vom Regime militärisch aufgerüstete Polizeibrutalität und lassen ihrer Wut auf den extrem unpopulären Präsidenten des Landes freien Lauf.

Steht jetzt Frankreich vor dem unmittelbaren Zusammenbruch? Ist Macron so geschwächt, dass das gesamte „System Macron“ diskreditiert ist und es Land dringend einen Regime Change braucht? Nichts dergleichen hört, liest und vernimmt man von den westlichen Ideologen. Schließlich ist der Bankster im Élysée-Palast einer von uns und von daher stellt sich höchstens die Frage, wie er möglichst effektiv die Unruhen zu beenden und wieder Ruhe und Ordnung in Frankreich herzustellen in der Lage ist.

Man kann sich zum Spaß ja einmal vorstellen, wie NATO-Politiker und -Medien reden und berichten würden, wenn gewaltsame Aufstände wie in Frankreich nicht dort, sondern in RUSSLAND passiert wären.

Beide Ereignisse jedenfalls, die Meuterei des „Wagner“-Chefs und die sozialen Unruhen in Frankreich, sind insofern vergleichbar, als das mediale Echo im Westen die abgründige Verlogenheit und das ganze Ausmaß der Heuchelei zeigt, mit denen hierzulande (und in allen Ländern des Westens) die journalistische Profession zersetzt und zu einem Sprachrohr der politischen Herrschaft gemacht worden ist.

Kriegsgewinnler

Das Kiewer Regime verkauft nicht nur sämtliche Bodenschätze, Schwarzerdeflächen und alles, was in 404-Land nicht niet- und nagelfest ist an ausländische (vorwiegend amerikanische) „Investoren“, sondern privatisiert auch praktisch alle Bereiche der öffentlichen Infrastruktur und Dienstleistungen.

Die Profiteure auch hier überwiegend us-amerikanische Invetsmentfirmen, Banken und die üblichen finanzkapitalistischen Geier. Alles wird zu Geld gemacht, was sich zu Geld machen lässt. Und das ist: ALLES. Morgan & Stanley z.B. vermeldet 60%ge Gewinne auf ukrainische Schuldscheine. Die Schulden selber hat das Naziregime bei seinen westlichen Strippenziehern und deren Institutionen gemacht, um zunächst den Krieg gegen die Donbas-Republiken, dann gegen Russland und schließlich ausnahmslos ALLE Ausgaben des ukrainischen Staatshaushaltes bezahlen zu können.

Der noch existierende Rumpfstaat auf dem Territorium, das als Ukraine bekannt war, wird bis auf sein Gerippe ausgeschlachtet; er ist nichts anderes als Brennstoff für den Krieg, den der kollektive Westen zum Erhalt seiner globalen Dominanz gegen Russland führt.

Im Falle des ukrainischen Menschenmaterials geht der praktische Zynismus des neokolonialen westlichen Systems ganz buchstäblich über Leichen, nämlich über die von bis jetzt 300.000 – 350.000 überwiegend junge Ukrainer, die den geopolitischen Schachspielern in Washington als billiges Kanonenfutter gegen Russland herhalten mussten und müssen.