Eine „Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung“ – anscheinend eine Einrichtung des staatlichen Verwaltungsapparates der BRD – nimmt sich die Ehefrau eines sanktionierten Journalisten vor und sperrt deren Bankkonten.
Die vier Kinder des Paares sind damit automatisch Mitbetroffene der EU-Sanktionspraxis und deren Vollstreckung durch die deutschen Behörden. Die Botschaft scheint zu sein: „Aufgepasst, Kritiker! Wenn du abweichende Meinungen öffentlich äußerst, überleg es dir lieber zweimal, wenn du deine Wohnung behalten willst und deine Kinder nicht verhungern sollen.“
Es empfiehlt sich, den ganzen Artikel der BerlinerZeitung genau durchzulesen, insbesondere die Begründungen der staatlichen Stellen, mit denen diese die de facto Vernichtung der finanziellen Existenz Dogrus und seiner Familie rechtfertigen.
Man fragt sich, was in den Gehirnen der Beamten vorgeht, die solche Schreiben verfassen, solche Entscheidungen treffen und diese Beschlüsse auch noch offensiv vertreten. Mit ähnlicher bürokratisch-legalistischer Argumentation haben einst deutsche Beamte Mitbürger in gewisse Lager eingewiesen. Werden Mitarbeiter der “Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung“ auch eines Tages sagen, dass sie nur Gesetze und Befehle befolgt haben?
Sippenhaft ist eine Praxis, die Kennzeichen faschistischer Regime ist.
Alle Reden vom Iran-Krieg und haben darüber den anderen Schauplatz vergessen, wo unsere Werte und unsere Freiheit mit allen Mitteln gegen das Böse schlechthin, also den Russen, verteidigt werden: Die Ukraine!
Nur die wackere „Bild“-Zeitung steht eisern und stramm zu unseren Demokratiehelden in Kiew. Die verlassen gelegentlich ihre goldenen Klositze, um den bolschewistischen Steppenbewohnern aus dem unheimlichen Reich des dämonischen Kremlfürsten zu zeigen, wo der Frosch die Locken hat.
Die Siegesmeldung von der Ostfront, an der unsere Lieblingsnazis einen Sieg nach dem anderen gegen den Russen erringen, sind ähnlich großartig, wahrheitsgetreu und überwältigend wie die triumphalen Verlautbarungen, die der großartigste US-Präsident aller Zeiten über seine gigantischen militärischen Erfolge gegen die bolschewistischen (oder waren die fundamentalistisch? – egal, auf jeden Fall die BÖSEN!) persischen Mullahs verkündet.
Insofern ist die westliche Propagandawelt noch in Ordnung. Ob sie der Realität entspricht oder nicht ist sowieso schon seit längerem völlig egal. Wie ein guter Facebook Freund kürzlich anmerkte: Früher zählte das Erreichte, jetzt reicht die Erzählung.
Heute komplett technologisch, smart, algorithmenbasiert und natürlich nur, „um die Demokratie zu schützen“.
Davon hätten sich braunhemdtragende und parolengrölende Primitivlinge aus den 1930ern ein fette Scheibe abschneiden können.
Eines allerdings ist „wie damals“: Die Bereitschaft zum Mitmachen bzw. zum resignierten „Kammanixmachn“ ist in Deutschland nach wie vor ungebrochen.
Es lässt sich 2026 sogar viel eleganter und mit gutem Gewissen mitmachen, weil man das Gefühl haben darf (und soll), dass Faschisierung und militaristisch-reaktionärer Staatsumbau eigentlich etwas ganz anderes sind, nämlich die Stärkung der Demokratie, und dass man sogar als gesinnungsschnüffelnde Meldemuschi, Polizist oder Staatsanwalt diesmal auf der Seite der Guten, also der demokratischen Verteidiger „unserer liberalen Werte gegen Rechts!“ steht.
„Was hier entsteht, ist die deutsche Variante jenes Überwachskapitalismus, den die Tech-Oligarchie weltweit durchsetzt. Nicht mit Stiefeln und Hakenkreuz, sondern mit Verträgen, Cloud-Anbindungen und dem wohlfeilen Versprechen, dass der Zweck – „die Sicherheit“ – alle Mittel heiligt. Es ist die Kapitulation der Politik vor der Technologie, die Kapitulation des Rechts vor der Effizienz.
Das Menschenbild, das hier propagiert wird, ist das des gläsernen Bürgers: folgsam, durchschaubar, jederzeit kontrollierbar. Wer sich dieser totalen Transparenz verweigert, macht sich automatisch verdächtig. Die Umkehrung von Freiheit ist perfekt, denn plötzlich muss derjenige seine Unschuld beweisen, der nicht überwacht werden will.
Die vermeintliche Zäsur, vor der wir angeblich stehen, entlarvt sich bei genauerem Hinsehen als das, was sie in Wahrheit ist: keine Revolution, sondern eine Konsolidierung. Der Überwachungsstaat, der sich heute mit Palantir-Software und KI-gestützten Analysesystemen auftürmt, ist keine neue Gruppe, die plötzlich die Macht an sich reißt – er ist die logische Vollendung jener Kräfte, die unsere Wirtschaft seit dem Zeitalter des Computers leiten. Die Tech-Oligarchen erfinden nichts Neues. Sie perfektionieren nur ein altes Versprechen.
Thiel recycelt dabei die Ideologie der „konservativen Revolution“ der Weimarer Zeit. Bei ihm treffen Oswald Spenglers Untergangsrhetorik und Carl Schmitts Freund-Feind-Denken auf milliardenschwere Finanzkraft, um den faschistischen Staat von heute zu bauen.“
„The demon of death approaches like twilight’s shadows; what the future holds is like translucent fish in cloudy waters; Lifes’s experiences are like last nights’ dreams.“ (Padmasambhava)
Tom Böhner, Hochenergiephysiker an der Uni Bonn, erläutert in einem faszinierenden und extrem kenntnisreichen Vortrag auf der Mitgliederversammlung der DKP im März 2026 Grundlagen, Definitionen, Anwendungsgebiete und wissenschaftlich-ethische Fragen von Künstlicher Intelligenz, die sich bekanntlich immer rasanter entwickelt.
Spoiler-Alert: noch besteht keine Gefahr, dass unbelebte KI auch nur die Stufe 5 (von 8) – selbstwahrnehmende Intelligenz – erreicht. Jeder Wurm, jeder biologische Organismus hat diese Stufe erreicht, weil er sonst nicht (über-)leben würde. Dazu könnten zukünftige neuromorphe Systeme in der Lage sein:
Noch sind neuromorphe Systeme und Quantencomputer nicht sonderlich intelligent. KI-Systeme, die einen hohen rationalen IQ benötigen, wie beispielsweise ChatGPT, AlphaZero oder das frühere IBM Watson, sind digitale Systeme, bei denen die Intelligenz algorithmisch erzeugt wurde, weil das schlichtweg viel leichter zu realisieren ist. Diese Systeme können zwar kein Bewusstsein ausprägen, aber man braucht es dort auch nicht. Systeme mit Bewusstsein benötigt man erst, wenn reale Wahrnehmungsprozesse implementiert werden sollen, weil sich die Systeme in natürlicher Umgebung aufhalten sollen und nicht nur in digitalen Big-Data-Umgebungen.
Für mich natürlich am nachvollziehbarsten sind konkrete Beispiele aus den Anwendungsgebieten der KI, die mit Kunst zu tun haben
Was unterscheidet KI von NI (Natürlicher Intelligenz)
Auch heutige technische KI-Systeme können kreativ sein, allerdings nur fast. Bekannt geworden ist beispielsweise das Ölbild „Edmond de Belamy“, das durch eine KI erstellt wurde. Dieses KI-System hatte vorab Tausende Ölporträts „gesehen“ und konnte daraufhin eigene Ölporträts „malen“, also Ölbilder, die es vorher noch nicht gegeben hatte.
An diesem Beispiel kann man auch die Schwachstellen der KI gegenüber Menschen erkennen: Ein solch trainiertes KI-System kann nun zwar Ölporträts malen, aber zum Beispiel keine Formel-1-Autos. Ein menschlicher Maler kann das. Ein Künstler, der sein Handwerk gelernt hat, kann extrapolieren, sein Handwerk also auf beliebige Kunstwerke erweitern. Eine KI kann das nicht. Hier fällt der Unterschied zwischen einer Simulation (von Kreativität) und dem Original (der echten Kreativität) bereits auf. Menschen sind echt kreativ, KI-Systeme pseudokreativ. Bis heute ist noch nichts wirklich Neues durch eine vollautonome KI entstanden, das auch funktioniert.
Das erste Kunstwerk, das mithilfe künstlicher Intelligenz geschaffen wurde und jemals unter den Hammer kam, „Portrait of Edmond de Belamy“ (2018), übertraf heute Vormittag bei Christie’s in New York alle Erwartungen, als es nach einem lebhaften Bieterwettstreit, der mehr als sechs Minuten dauerte, für 350.000 Dollar zugeschlagen wurde.
Der Endpreis belief sich inklusive Aufgeld auf 432.500 Dollar – eine satte Steigerung von 4.320 Prozent gegenüber der höchsten Schätzung vor der Auktion von 10.000 Dollar. Der intensive Wettbewerb zwischen Bietern am Telefon, im Saal und online trieb den Preis des Werks rasch über die Schätzung von 7.000 bis 10.000 Dollar hinaus. Erst als der Preis 200.000 Dollar überschritt, ließ die Spannung etwas nach. Ein anonymer Telefonbieter gewann das Los nach einem Bietergefecht zwischen zwei Telefonbietern, einem Online-Teilnehmer in Frankreich und einem Mann im Saal.
Laut der Beschreibung im Christie’s-Katalog gehört das Gemälde – „wenn man das so nennen kann“ – zu einer Gruppe von Porträts der fiktiven Familie Belamy, die von einer KI geschaffen wurden, die von Obvious, einem in Paris ansässigen Kollektiv, trainiert wurde. Dessen Mitglieder – Hugo Caselles-Dupré, Pierre Fautrel und Gauthier Vernier – erforschen die Bereiche Kunst und künstliche Intelligenz mithilfe einer Reihe von Algorithmen, die unter dem Akronym GAN bekannt sind, was für „generative adversarial network“ steht.
Das Fazit Böhners, am Schluß seiner Einleitung, lautet jedenfalls:
Die Tech-Gurus, die einst vor der Weltherrschaft der KI warnten, sind jetzt selbst in einem wahnwitzigen Rennen um die Herrschaft über diese KI. Chips und Rechenleistung, wer das hat, der beherrscht die KI. Wie das funktioniert, verstehen sie. Der Rest der Welt ist Rohstoff für Profit, und vor dieser Welt ängstigen sie sich so, dass sie am liebsten auf den Mars fliehen würden. Hier liegt unser Potential. Als Kommunist:innen können wir die Welt verstehen und wir wollen sie verstehen. Und wir wollen sie auch verändern. Deshalb müssen wir sie verstehen
Wanderer, kommst du nach Garath komm lieber nicht mit dem Fahrrad
Garath ist der proletarische Unterbauch der schicken NRW-Landeshauptstadt. Logischerweise besteht Düsseldorf nicht nur aus Regierungsviertel, Medienhafen, Oberkassel und Pempelfort, sondern auch aus Stadtteilen und Vierteln, in denen die Klasse haust, deren Angehörige froh sein können, wenn sie einen Niedriglohnjob ergattern können.
Die Großwohnsiedlung „Wohnstadt Garath“ – mit 8000 Wohnungen für mehr als 30.000 Einwohner das bis heute größte zusammenhängende Bauprojekt Düsseldorfs – wurde (…) von 1961 bis 1972 gebaut.
Das Gelände wurde ausgewählt, weil das Areal an die Bahnstrecke Düsseldorf–Köln gut angebunden war. Weiter war es an der parallel geführten Bundesstraße gelegen.
Ein kompletter neuer Stadtteil zwischen Schnellstraße und Bahnstrecke – sowas galt in den 1970ern als fortschrittlich und zukunftsträchtig. Heute leben hier rund 19.000 Menschen, die meisten davon wohl in eher prekären. Verhältnissen. Man sieht unwahrscheinlich viele Alte; Kinder und junge Leute sind dem Anschein nach so gut wie ausschließlich migrantischer Herkunft. (…) Es gibt aber deutlich mehr Kinder und Jugendliche (22% als im Rest der Stadt (15,8%) und einen im Vergleich zum Düsseldorfer Stadtdurchschnitt hohen Anteil Älterer ab 65 Jahren (20%).
Ein paar zusätzliche Zahlen zu diesem Stadtteil:
• Migration: Ausländeranteil 24,4 % (ähnlich Stadt), aber Migrationshintergrund bei 51,5 % (Stadt: 43,1 %). Häufigste Herkunftsländer: Syrien, Irak, Polen, Russland und Ukraine – viele Spätaussiedler und Flüchtlinge.
• Sozialstruktur & Arbeitsmarkt: Deutlich schlechter als im Rest der Stadt. Beschäftigungsquote nur 52,5 % (Stadt 58,4 %), Arbeitslosenquote 18,2 % (Stadt 9,8 %). Hoher Anteil an SGB-II-Beziehern (ca. 29 % der Unter-65-Jährigen in Bedarfsgemeinschaften) und Wohngeldempfängern. Viele Alleinerziehende und kinderreiche Haushalte in prekären Lagen.
Bei der Kommunalwahl im letzten Jahr wurde die AfD klar die stärkste Partei:
• Kommunalwahl 2025: AfD mit 31,5 % klarer Spitzenreiter (Rekordwert in Düsseldorf, Stadt-Durchschnitt nur 10,6 %). In der Bezirksvertretung 10 (Garath/Hellerhof) fast gleichauf mit der CDU (je 5 Sitze), Beteiligung stieg auf 41,1 %.
• Bundestagswahl 2025: AfD ebenfalls stärkste Kraft in Garath (ca. 30–31 % der Stimmen), während Düsseldorf insgesamt CDU-dominiert ist.
Update Strafbefehl von 3000 Euro wegen „Verbreitung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“:
Diesen X-Beitrag von Angelo Giuliano (Screenshot) hatte ich letztes Jahr auf dem russischen Facebook-Equivalent vK geteilt. Daraufhin bekam ich Post von Polizei und Staatsanwaltschaft, die mir „Verbreitung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ vorwarf (die Armbinde des früheren deutschen Kanzlers zeigte im Original das Swastika-Symbol der damaligen Regierungspartei) und mich zur Stellungnahme aufforderte.
Natürlich unterließ ich dies, nach Rücksprache mit meinem Anwaltsgenossen. Ich leistet mir aber den Spaß, die Unverschämtheit der Staatsmacht wiederum auf X zu posten.
Im Februar dieses Jahres holte ich einen Strafbefehl über 3000 € aus dem Briefkasten. Jeweils 1500 für Verbreitung des Bildes auf VK sowie auf X.
Heute traf ich mich mit meinem Anwalt, der inzwischen Einspruch eingelegt und Akteneinsicht beantragt hatte. Jetzt wissen wir folgendes:
1) mein re-posting auf vK wurde automatisiert ermittelt und zwar von einer KI, die die Zentrale Meldestelle für strafbare Inhalte im Internet (ZMI) einsetzt. Menschliche Intelligenz, sofern man bei solchen Vorgängen überhaupt von so etwas sprechen kann, findet nur in dem Umfang statt als Kriminalbeamte die erfassten Verstöße an die Staatsanwaltschaft weiterleiten und ein Richter den Strafbefehl unterschreibt.
2) die Strafanzeige wegen des zweiten Postings auf X (wo ich die Anzeige öffentlich gemacht hatte) stammt von der „Meldestelle REspect!“, einer „zivilgesellschaftlichen Anlauf- und Meldestelle gegen Hass und Hetze im Internet“, also einer staatlich finanzierten NGO. Träger ist die Jugendstiftung Baden-Württemberg mit Sitz in Sersheim, die Mittel für dieses Denunziationsportal stammen aus dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“
Der Anwaltsgenosse meinte, dies wäre die erste Anzeige in dieser Art, mit der er in Berührung kommt. Er war ziemlich erstaunt über den Umfang der KI-gesteuerten Überwachung, der von der BRD-Staatsmacht mittlerweile betrieben wird.
Den Akten war weiterhin zu entnehmen, dass die Kripobeamtin, die als erste die Information des KI-Crawlers bearbeitete hatte, den Vorgang aus eigenem Antrieb an das Bundeskanzleramt weitergeleitet und um Information gebeten hatte, ob Herr Merz selber eine zusätzliche Anzeige wegen Beleidigung erstatten möchte. Da weder das Bundeskanzleramt noch Herr Merz sich bis zum Zeitpunkt der Ausstellung des Strafbefehls geäußert hatten, wurde diese Option fallen gelassen. Die Anklage lautet jetzt lediglich auf „Verbreitung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ unter dem Stichwort „rechte Hetze im Internet“.
Mein Anwalt sieht Chancen, dass das Verfahren entweder eingestellt wird oder dass es bei einer Verhandlung zum Freispruch kommt. Jeder kann sehen, das hier eine eindeutig antifaschistische (Bild-)Aussage mit dümmsten formaljuristischen Argumenten in die Befürwortung faschistischer Ideologie und Symbolik verkehrt wird, um Kriegsgegner und Antifaschisten einzuschüchtern.
Stand der Dinge ist jetzt, dass wir abwarten, wie sich Staatsanwaltschaft und Richter zu dem Einspruch und der Forderung nach Einstellung des Verfahrens äußern. Im Zuge der immer ausufernderen Faschisierung und Gesinnungskontrolle an der Heimatfront ist durchaus damit zu rechnen, dass die Staatsmacht solche Kritik an Kriegstüchtigkeit und am Gleichschritt in Überwachungsstaat und Verarmung nicht dulden will. Dann wird es zur Hauptverhandlung kommen und wir werden weitersehen.
Jedenfalls schwebt mal wieder das Damoklesschwert einer empfindlichen Geldstrafe über mir. Hätte ich nicht Frau und Hund wäre ich sehr geneigt, die Strafe – falls sie als Ergebnis einer Hauptverhandlung fällig werden sollte – lieber auf Staatskosten in einem Gefängnis abzusitzen.
Ja, nee, danke, Amt für Soziales und Jugend der Stadt Düsseldorf.
Ich suche KEINE „Inspiration für die Zeit nach meiner Berufstätigkeit“, außer wie ich möglichst billig an einen Sarg oder eine Urne komme und den Übriggebliebenen möglichst wenig Kosten aufbürde. Denn die Zeit nach meiner Berufstätigkeit werde ich auf dem Friedhof beziehungsweise im Nirvana verbringen.
Warum das so ist, Amt für Soziales und Jugend der Stadt Düsseldorf?
Das will ich dir sagen: weil die armselige Niedrigrente, die du bzw. der Staat, dessen Armutsverwaltungsfiliale du bist, mir zugesteht, mich dazu zwingt, so lange es irgendwie geht einer Lohnarbeit nachzugehen.
Dein Angebot, irgendwo in deinen oder sonstigen Diensten ehrenamtlich und für lau arbeiten zu gehen kannst du dir in die Haare schmieren bzw. es den Wohlstandsrentnern unterbreiten, die sich zuhause langweilen und noch darüber erfreut sind, die Zeit mit unbezahlter Arbeit totzuschlagen.
Danke, aber nein danke, Amt für Soziales und Jugend der Stadt Düsseldorf.
Das Epstein-Syndikat macht uns alle – wie immer – zu Geiseln seiner Bereicherungsbestrebungen. Diesmal aber, mit seinem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Iran, drastisch und spürbar.
Der Hegemoniefanatismus der USA und Israels ist bei BEIDEN Aggressorstaaten auch noch mit apokalyptischem religiösem Fanatismus durchsetzt.
Der unappetitliche, an kein Gesetz mehr gebundene ungeschminkte Imperialismus dieser beiden Schurkenstaaten lässt jetzt schon die Energiepreise weltweit schmerzhaft ansteigen, gefährdet die globale Nahrungsmittelversorgung und wird vermutlich in absehbarer Zeit die Weltwirtschaft auf eine Weise stören und schädigen, die sich die wenigsten vorstellen können und wollen.
Das windelweiche Zögern der europäischen US-Vasallen, vollumfänglich in den neuesten Angriffskrieg der Vormacht mit einzusteigen, ist nicht plötzlicher Einsicht geschuldet. Es entsteht ausschließlich aus dem Kalkül von Konkurrenten, die sich selber (noch) nicht in der Lage sehen, ihren eigenen imperialistische Bestrebungen – sowohl als Nationalstaaten wie als supranationales imperialistisches Projekt EU – mit eigenen Mitteln und auf eigene Rechnung durchzusetzen. Sie arbeiten aber dran. Besonders die deutsche EU-Vormacht hat sich fest vorgenommen, diesmal nichts anbrennen zu lassen und die wuchtigste Militärmaschine des Kontinents aufzubauen.
Insofern distanzieren sie sich jetzt ein bißchen vom Vorgehen der Vormacht und der zionistischen Kolonie in Palästina, machen aber in ihrer Distanzierung klar, dass sie keineswegs von der imperialistischen Weltaufteilung lassen wollen, sondern bei dieser lediglich nach mehr Einfluss und Beute streben.
Das alles bezahlt – wie immer – die Arbeiterklasse, also alle, die von Lohnarbeit leben müsse, mit dem bißchen Wohlstand, der bei ihr hängengeblieben ist. Bei Bedarf auch mit der Gesundheit und dem Leben. Jedenfalls solange sie sich nicht organisiert und der Epstein-Klasse und deren Wirtschafts-, Eigentums- und Gesellschaftsordnung die Gefolgschaft aufkündigt.
Und das wird nicht einfach. Schließlich hat diese Klasse, von Kommunisten „die Bourgeoisie“ genannt, durch ihr Eigentum an allen Produktionsmitteln (zu denen u.a. die meinungsbildenden Medien gehören) es erreicht, dass eine Mehrheit der Geschädigten dieser Ordnung die eigene Schädigung als lauter wunderbare Chancen für Erfolg und Reichtum begreift – und Seit‘ an Seit‘ mit ihren Schädigern FÜR Privateigentum, Kapitalismus eintritt, für die ökonomische, diplomatische und bewaffnete Gewalt, ohne die die weltweiten Geschäfte dieser Ordnung nicht zu haben sind.
Verständige Menschen betrachten all dies und staunen über die eigenartige Weise vieler Mitmenschen, mitten in diesem kollektiven Sturz in die mörderische Irrationalität von Brutalität und Krieg, von verlogener Moral und berechnender Desinformation so zu tun, als wäre alles wie immer.
Daneben und trotz alledem kann und sollte man auch staunen über die kleinen Wunder, die gerade im Frühling rings um einen rum passieren und Mensch und Tier erfreuen!
Die Kräfteverhältnisse auf der Welt verschieben sich in einem Ausmaß, das noch vor wenigen Wochen undenkbar schien. Jedenfalls für die westlichen Politiker, Medien und all die, die ihnen ihre Propaganda glauben.
Der Imperialismus ist weltweit auf dem Rückzug, in seiner (hoffentlich) letzten Abwehrschlacht. Das legt die hemmungslose, von keinem Gesetz und keiner ethischen und moralischen Erwägung mehr eingeschränkte Gewalt nahe, mit der die imperialistischen Kriege geführt werden. Auch die delirierenden, eschatologischen Begründungen für diese Kriege, die fundamentalistische Endzeit-Terminologie mit der die imperialistische Vormacht ihr neuestes Gemetzel im Iran zu verkaufen versucht, deuten auf eine Zustand äußerster Panik über den unumkehrbaren Machtverlust des westlichen, US-geführten Imperiums hin.
Das macht die Epstein-Bourgeoisie und ihre politischen Handlungsbevollmächtigten umso gefährlicher. Die anti-imperialistischen Kräfte müssen jeden Schritt genau kalkulieren, um den imperialistischen Räubern keinen allzu einfachen Vorwand für einen nuklearen Krieg zu liefern.
Joti Brar fasst im Gespräch mit Garland Nixon mal wieder auf ihre unnachahmliche Weise den Stand der Dinge zusammen.
Angesichts der Tatsache, dass sie (die Familienmonarchien am Golf) sich so deutlich als reine Werkzeuge des Imperialismus entlarvt haben – als völlig unfähig und zudem unwillig, ihr eigenes Volk zu verteidigen, während der Südlibanon im Grunde genommen dem Erdboden gleichgemacht wird –, zieht die libanesische Regierung ihre Armee ab und beschwert sich über die Hisbollah, die die einzige Kraft ist, die das libanesische Volk jemals vor dem Zionismus geschützt hat und dies nun erneut tut.
Wenn man sich also umschaut, sieht man, wie sich dieses Kräfteverhältnis verschiebt, und man erkennt, wie richtig es war, dass die Achse des Widerstands ihre Kräfte, ihre Waffen, ihre Fähigkeiten und ihre Vernetzung stetig auf diesen Moment vorbereitet hat, von dem sie wussten, dass er eines Tages kommen würde. Nicht sie haben den Zeitpunkt gewählt, nicht wahr?
Die Imperialisten haben den Zeitpunkt gewählt, aber die Achse des Widerstands war bereit. Sie wussten, dass es diesmal um alles geht. Wir müssen bis zum Ende durchhalten. Und ich sehe nicht, dass die Iraner einen Ausweg suchen. Aber ich muss sagen, wenn sie aus irgendeinem Grund beschließen, dass sie eine Verschnaufpause brauchen – sie wissen, dass es dann noch nicht vorbei ist –, dann ist das ein Moment, in dem sie das mitnehmen, was sie haben, Luft holen und ein anderes Mal erneut angreifen. Das müssen sie selbst entscheiden. Ich möchte das nur ansprechen, weil ich weiß, dass, wenn das passiert, alle schreien werden: „Verräter, Verräter!“
Und was sie damit meinen, ist: Wir wollen, dass ihr für uns kämpft und sterbt, während wir hier sicher sitzen und nichts riskieren müssen. Aber was ich wirklich sehen möchte, ist, dass Arbeiter und insbesondere die Menschen, die die Arbeiter anführen sollten – Menschen, die sich selbst als Antiimperialisten, Sozialisten, Kommunisten bezeichnen, jeder, der glaubt, gegen den Imperialismus zu sein –, die Verantwortung dafür übernehmen, ihren eigenen Leuten in den westlichen Ländern verständlich zu machen, dass der Iran gerade jetzt sein Blut für uns vergießt.
Russland vergießt in diesem Moment sein Blut für uns. Sie kämpfen für uns gegen unseren Feind, und wir müssen uns in den Kampf einbringen, denn der Kampf wird nicht vorbei sein, bis wir uns ihm anschließen. Dann wird der echte K.o.-Schlag kommen. Die Iraner und die Akteure des Widerstands können im Nahen Osten einen K.o.-Schlag landen. Aber alles, was sie gewinnen, wird erst dann wirklich sicher sein, wenn der K.o.-Schlag auch zu Hause kommt. Und ich sage immer, dass es genau das ist, was die herrschende Elite wirklich fürchtet: einen inneren Aufstand.