Wunder gibt es immer wieder, heute oder morgen können sie geschehen

Das Epstein-Syndikat macht uns alle – wie immer – zu Geiseln seiner Bereicherungsbestrebungen. Diesmal aber, mit seinem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Iran, drastisch und spürbar.

Der Hegemoniefanatismus der USA und Israels ist bei BEIDEN Aggressorstaaten auch noch mit apokalyptischem religiösem Fanatismus durchsetzt.

Der unappetitliche, an kein Gesetz mehr gebundene ungeschminkte Imperialismus dieser beiden Schurkenstaaten lässt jetzt schon die Energiepreise weltweit schmerzhaft ansteigen, gefährdet die globale Nahrungsmittelversorgung und wird vermutlich in absehbarer Zeit die Weltwirtschaft auf eine Weise stören und schädigen, die sich die wenigsten vorstellen können und wollen.

Das windelweiche Zögern der europäischen US-Vasallen, vollumfänglich in den neuesten Angriffskrieg der Vormacht mit einzusteigen, ist nicht plötzlicher Einsicht geschuldet. Es entsteht ausschließlich aus dem Kalkül von Konkurrenten, die sich selber (noch) nicht in der Lage sehen, ihren eigenen imperialistische Bestrebungen – sowohl als Nationalstaaten wie als supranationales imperialistisches Projekt EU – mit eigenen Mitteln und auf eigene Rechnung durchzusetzen. Sie arbeiten aber dran. Besonders die deutsche EU-Vormacht hat sich fest vorgenommen, diesmal nichts anbrennen zu lassen und die wuchtigste Militärmaschine des Kontinents aufzubauen.

Insofern distanzieren sie sich jetzt ein bißchen vom Vorgehen der Vormacht und der zionistischen Kolonie in Palästina, machen aber in ihrer Distanzierung klar, dass sie keineswegs von der imperialistischen Weltaufteilung lassen wollen, sondern bei dieser lediglich nach mehr Einfluss und Beute streben.

Das alles bezahlt – wie immer – die Arbeiterklasse, also alle, die von Lohnarbeit leben müsse, mit dem bißchen Wohlstand, der bei ihr hängengeblieben ist. Bei Bedarf auch mit der Gesundheit und dem Leben. Jedenfalls solange sie sich nicht organisiert und der Epstein-Klasse und deren Wirtschafts-, Eigentums- und Gesellschaftsordnung die Gefolgschaft aufkündigt.

Und das wird nicht einfach. Schließlich hat diese Klasse, von Kommunisten „die Bourgeoisie“ genannt, durch ihr Eigentum an allen Produktionsmitteln (zu denen u.a. die meinungsbildenden Medien gehören) es erreicht, dass eine Mehrheit der Geschädigten dieser Ordnung die eigene Schädigung als lauter wunderbare Chancen für Erfolg und Reichtum begreift – und Seit‘ an Seit‘ mit ihren Schädigern FÜR Privateigentum, Kapitalismus eintritt, für die ökonomische, diplomatische und bewaffnete Gewalt, ohne die die weltweiten Geschäfte dieser Ordnung nicht zu haben sind.

Verständige Menschen betrachten all dies und staunen über die eigenartige Weise vieler Mitmenschen, mitten in diesem kollektiven Sturz in die mörderische Irrationalität von Brutalität und Krieg, von verlogener Moral und berechnender Desinformation so zu tun, als wäre alles wie immer.

Daneben und trotz alledem kann und sollte man auch staunen über die kleinen Wunder, die gerade im Frühling rings um einen rum passieren und Mensch und Tier erfreuen!

Der Auftritt von Generalstaatsanwälten Pam Bondi vor dem US-Kongress hat etwas Freislerhaftes

„The Dow is over 50,000 right now. The S&P is at almost 7,000. The Nasdaq is smashing records. Americans’ 401(k)s and retirement savings are booming. That’s what we should be talking about. We should be talking about making Americans safe.”  (U.S.-Generalstaatsanwältin Bondi auf eine Frage nach den Epstein Akten)

Mit erkennbar aufgesetztem und inszeniertem Geifer bügelt diese Charaktermaske des Trump Regimes Fragen und Nachfragen zu ihrem Umgang mit den Epstein Akten ab, beschimpft Kritiker und versucht, das ihr sichtlich lästige Thema mit dem Hinweis auf den Höhenflug von Börsen-Indizes zu ersticken – all das während hinter ihr die Opfer der Verbrechen Epsteins und seiner von ihrem Ministerium geschwärzten (also geschützten) Mittäter sitzen.

Die Szene hat einen ebenso surrealen wie perversen Beiklang, der zu dem abscheulichen Inhalt – soweit die Schwärzungen durch FBI und Bondis Justizministerium diesen sichtbar werden lassen – der Epstein Akten passt.

Bondi ist so offensichtlich um Täterschutz bemüht, ihre Lobhudelei auf ihren Boss Donald Trump fällt so aufdringlich übertrieben aus, dass die gesamte Anhörung zu einer entlarvenden Demonstration der Tatsache wird, dass die imperialistische Vormacht in eine dystopische Semidiktatur mutiert ist.

Deren nominelle oberste Rechtspflegerin ist eine zeternde, unter Eid lügende Verteidigerin pädophiler Krimineller. Bondis Justizministerium schützt das pädophile Netzwerk der Reichen und Mächtigen, das sich dank ihr und ähnlich korrupter Charaktermasken (der durch und durch inkompetente und verlogene FBI-Direktor Kesh Patel gehört ebenfalls dazu) nach wie vor als außerhalb des Gesetzes stehend fühlen darf.

„Wenn man etwas aus dieser Anhörung lernen wollte, wäre man bitter enttäuscht worden. Nun, wenn man erfahren wollte, dass Bondi fast alles sagen oder tun würde, um die Worte „Trump“ und „Epstein“ so weit wie möglich voneinander fernzuhalten, dann hat es wohl ganz gut funktioniert.

(…)

Der Kongress muss nicht mehrere Stunden damit verschwenden, ihren Ausflüchten und Angriffen zuzuhören. Noch einmal: Was bringt es, außer zu versuchen, sie zu irgendetwas zu bekennen?

Sie wissen, worum es geht. Es geht darum, Trump mit ihrer Loyalität zu beeindrucken, egal was passiert. Das ist nicht nur ihre wichtigste Aufgabe. Es ist ihre einzige Aufgabe.

Oder, wie Dana Bash es im Laufe der Anhörung auf CNN formulierte: „Es war ganz klar, dass die Generalstaatsanwältin vor einem einzigen Zuhörer sprach.”

(Bill Goodykoonitz in „The Arizona Republic”)

„Hell is empty and all the devils are here.“ *

* William Shakespeare: The Tempest, Act 1, Scene 2

Geopolitics Prime (TG-Kanal) hat sich die Mühe gemacht und eine vorläufige Liste der bekannten europäischen Mittäter des pädophilen Kriminellen und Liebling der herrschenden Klasse Jeffrey Epstein zusammengestellt:

 BIS INS MARK VERROTTET: EUROPAS MACHTZIRKEL VERSINKEN IM EPSTEIN-SKANDAL

Die Verbindungen zu Jeffrey Epstein haben Schockwellen durch die politische Elite Europas geschickt und eine Gegenreaktion ausgelöst, der sie nicht entkommen können.

Wer wurde auf frischer Tat ertappt?

Der frühere britische Botschafter in den USA Peter Mandelson

  • E-Mails und Fotos haben seine Freundschaft mit Epstein aufgedeckt. Er besuchte die Pädophileninsel.
  • Er wurde entlassen, trat aus dem House of Lords aus und wird wegen der Weitergabe von Regierungsdokumenten an den Pädophilen untersucht.

Der engste Kreis um den britischen Premierminister Keir Starmer ist zerfallen.

  • Stabschef Morgan McSweeney trat wegen des Mandelson-Skandals zurück. 
  • Kommunikationsdirektor Tim Allan folgte seinem Beispiel.

Der ehemalige britische Prinz Andrew (Andrew Mountbatten-Windsor)

  • Bis über beide Ohren in Epsteins Sexskandal verwickelt. 
  • Alle königlichen Privilegien wurden ihm aberkannt, aber er wurde nicht strafrechtlich verfolgt.

Die ehemalige Herzogin von York, Sarah Ferguson 

  • Andrew’s Ex-Frau bezeichnete Epstein als „Legende” und „den Bruder, den ich mir immer gewünscht habe” 
  • Ihre Wohltätigkeitsorganisation wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen

Der WEF-CEO Borge Brende 

  • Ehemaliger norwegischer Außenminister, der 2018 und 2019 wiederholt mit Epstein zu Abend aß. Er tauschte E-Mails aus und log später, dass er keinen Kontakt zu ihm gehabt habe
  • Wurde vom WEF untersucht, behielt aber seinen Posten. 

Der Ex-Präsident der UN-Generalversammlung Miroslav Lajcak 

  • Ehemaliger slowakischer Außenminister, der mit dem Pädophilen über „wunderschöne Mädchen” sprach und berufliche Treffen arrangierte.
  • Trat als slowakischer Sicherheitsberater zurück. https://t.me/geopolitics_prime/63769

Der frühere französischer Kultur- und Bildungsminister Jack Lang

  • Seit Jahren enge Beziehungen zu Epstein. Langs Tochter Caroline leitete zusammen mit Epstein einen Offshore-Fonds.
  • Trat als Präsident des Institut du monde arabe zurück und wird wegen „Geldwäsche von Steuerbetrugsgewinnen” untersucht

Der frühere norwegischer Premierminister Thorbjørn Jagland 

  • Unterhielt sich mit Epstein über „außergewöhnliche junge Mädchen” in Albanien, wollte die Pädophileninsel besuchen 
  • Wird wegen „schwerer Korruption” untersucht

Die ehemaligen norwegischen Diplomaten Mona Juul & Terje Rod-Larsen

  • Juul und ihr Ehemann Rod-Larsen, der das International Peace Institute (IPI) leitete, erhielten Finanzmittel und persönliche Darlehen von dem Pädophilen 
  • Beide sind zurückgetreten  

Die Norwegische Kronprinzessin Mette-Marit 

  • Enge Freundschaft und Korrespondenz mit Epstein zwischen 2011 und 2013, besuchte Epsteins Residenz in Florida 
  • Fast 50 % der Norweger sagen, sie sollte keine Königin werden

Die ehemalige schwedische UNHCR-Vorsitzende Joanna Rubinstein 

  • Besuchte 2012 mit ihrer Familie die Pädophileninsel des verurteilten Sexualstraftäters und dankte ihm in einer E-Mail
  • Zurückgetreten

Gehen Sie bitte weiter. Hier gibt es nichts zu sehen

Aber wir sollen funktionieren.

Und außerdem sagen uns die Machthaber, dass wir zu faul sind, zu wenig arbeiten, zu zu oft krank sind und zu früh in Rente gehen.

Und nun zum Sport.

„I cannot stop thinking about what is happening in this world. We are not meant to witness violence at this level. We are not able to process what we are consuming day in and day out. Living in current times is incredibly challenging at best, an absolute torture at worst.“

(„Ich kann nicht aufhören, darüber nachzudenken, was in dieser Welt geschieht. Wir sind nicht dafür geschaffen, Gewalt in diesem Ausmaß mitanzusehen. Wir sind nicht in der Lage, das zu verarbeiten, was wir Tag für Tag konsumieren. Das Leben in der heutigen Zeit ist bestenfalls unglaublich herausfordernd, schlimmstenfalls eine absolute Qual.“)

https://fb.watch/F68j5NKdCt/?fs=e

„Lies Lenins „Staat und Revolution”. Rüste dich mit Wissen. Und organisiere dich. Es gibt viel zu tun.“

Die ERPRESSBARKEIT der führenden politischen, finanziellen und kulturellen Charaktermasken des imperialistischen Systens ist die VORAUSSETZUNG für ihre EINSETZUNG als zuverlässige Funktionäre der kapitalistischen Reichtumsproduktion und deren Aneignung durch den neo-feudalen Geldadel.

Joti Brar, Co-Vorsitzende der britischen Kommunisten (CPGB-ML) schreibt präzise und klar, warum „Epstein“ kein Ausrutscher, sondern PRINZIP des imperialistischen Alltags ist:

Mandelson, Starmer, Maxwell … sie alle arbeit(et)en für die herrschende Klasse, nicht für uns.

Die tiefere Wahrheit über das Epstein-Netzwerk besteht nicht darin, dass es einen korrupten Einzelnen oder sogar ein Netzwerk von Degenerierten enthüllt, sondern dass es einige der Mittel aufdeckt, mit denen die inoffiziellen Mechanismen der kapitalistischen Klassenherrschaft hinter den Kulissen ausgeübt werden.

Epstein war nicht nur ein Vermittler sexueller Perversionen und Partyveranstalter, er war ein Geschäftsvermittler, ein Verhandlungsführer hinter den Kulissen für Banker und Regierungen und Teil der Geheimdienst-/Kompromittierungsmaschinerie der angloamerikanischen imperialistischen Staatsapparate.

Wer glaubt, er sei der Einzige gewesen, irrt sich. Genau so funktioniert das System in Wirklichkeit. Die sozialen Bindungen der Eliten auf perversen Partys gehen Hand in Hand mit dem Austausch von Informationen und dem Abschluss von Hinterzimmergeschäften.

Die Teilnahme verschafft den aufstrebenden Mandarinen der Finanzoligarchie Zugang. Und eine detaillierte Kompromat-Akte ist eine notwendige Voraussetzung für ein hohes Amt.

Lenin hatte vielleicht keine Einblicke in die sexuellen Ausschweifungen der Bourgeoisie, aber ihre Herrschaftsmechanismen waren ihm vollkommen klar. In seinem 1916 erschienenen Buch „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ beschrieb er, wie die herrschende Klasse der imperialistischen Länder zahlenmäßig sehr klein wurde, aber auf eine Weise miteinander verbunden war, die ein persönliches und völlig ungewähltes Netzwerk der Entscheidungsfindung schuf.

„Es entsteht sozusagen eine persönliche Verbindung zwischen den Banken und den größten Industrie- und Handelsunternehmen, eine Verschmelzung der einen mit den anderen durch den Erwerb von Aktien, durch die Berufung von Bankdirektoren in die Aufsichtsräte (oder Vorstände) von Industrie- und Handelsunternehmen und umgekehrt.“ (Kapitel 2)

Wie Friedrich Engels bereits früher hervorhob:

„In der demokratischen Republik […] übt der Reichtum seine Macht indirekt, aber umso sicherer aus. Er tut dies auf zwei Arten: durch die schlichte Bestechung von Beamten, wofür Amerika das klassische Beispiel ist, und durch ein Bündnis zwischen der Regierung und der Börse.“ (Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats, 1884, Kapitel 9)

Dieser Zustand kann weder durch Untersuchungen noch durch Abstimmungen beeinflusst werden. Er ist das Ergebnis der Entwicklung kapitalistischer Produktionsverhältnisse und wird durch einen Staatsapparat durchgesetzt, der über viele Jahrhunderte der Klassenherrschaft hinweg perfektioniert wurde.

Um die abscheuliche Kriminalität abzuschaffen, die sich nicht nur in pädophilen Sexringen, sondern auch in endlosen Völkermorden in den kolonialisierten Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas zeigt, ist eine vollständige Veränderung des Sozialsystems erforderlich – die Zerschlagung der Herrschaftsmaschinerie der Finanziers und ihre Ersetzung durch die wirtschaftlichen und politischen Institutionen der Herrschaft der Arbeiterklasse.

Lies Lenins „Staat und Revolution”. Rüste dich mit Wissen. Und organisiere dich.

Es gibt viel zu tun.“

Kinderspiele

Mir fällt gerade der alte Abzählreim ein, mit dem wir in der Kindheit „Verstecken“ spielten.

Die deutschen Leit- und Mainstreammedien zählen so ähnlich ab, wenn es um die Epstein-Akten geht.

Die Mischung, die die zugrundeliegenden politisch-psychologischen Muster unaussprechlicher Perversion mit der für diese Eliten garantierten Straffreiheit für jedwedes Verbrechen eingehen, wollen unsere Medien dem Publikum auf keinen Fall zumuten.

Es könnte ja auf den naheliegenden Schluss kommen, dass diese sichtbaren Spitzen etwas mit dem darunter liegenden Eisberg von Kapitalismus und Imperialismus zu tun haben.

Die bürgerlichen Propagandamedien machen also, neben der Wegerklärung all der perversen Scheußlichkeiten als Verfehlungen unerklärlicherweise böser Individuen – das Naheliegende und zählen wie folgt ab:

Screenshot

„Politische Reife bedeutet, zu sehen dass die Kommunisten die ganze Zeit recht hatten“

Getting wise with Caitlin Johnston:
„Political maturity is realizing the communists were correct“ („Politische Reife bedeutet, zu sehen dass die Kommunisten die ganze Zeit recht hatten“

Die australische Autorin und Bloggerin, beschreibt ein Phänomen, das einem sehr bekannt vorkommt:

Politische Reife bedeutet letztendlich, sich einzugestehen, dass der wütendste, beunruhigendste Kommunist, den man je getroffen hat, in fast allem Recht hatte.

Wenn man genug lernt, bescheiden genug bleibt und aufmerksam genug ist, kommt man irgendwann zu dieser Erkenntnis. Man erkennt, dass im Allgemeinen die wirklich hochkarätigen Kommunisten von allen Gruppen das klarste Verständnis der Welt haben, und der einzige Grund, warum das für einen selbst nicht immer offensichtlich war, ist, dass man unter einer kapitalistischen Machtstruktur lebt, die ihrer Bevölkerung von Geburt an aggressiv einredet, dass Kommunismus etwas Schlechtes, Schlimmes ist.

Sie haben das klarste und richtigste Verständnis des Kapitalismus. Sie haben das klarste und korrekteste Verständnis von imperialistischer Ausbeutung. Sie haben das klarste und korrekteste Verständnis von westlicher Kriegstreiberei, globalen Machtverhältnissen, weißer Vorherrschaft, institutionellem Rassismus und Frauenfeindlichkeit. Deshalb werden sie immer wieder bestätigt, in allem, von den Militäraktionen der USA über den Faschismus der extremen Rechten bis hin zur missbräuchlichen Natur der sogenannten „moderaten“ Liberalen und der moralischen Verkommenheit der Milliardäre und der Kapitalistenklasse.

Es ist noch offen, wie ihre Vision für die Welt am besten verwirklicht werden kann, denn es wäre eine Welt, die es noch nie gegeben hat, und weil alle ihre Bemühungen, diese Welt aufzubauen, vom kapitalistischen Imperium immer wieder aggressiv angegriffen und sabotiert wurden. Aber keine Gruppe kritisiert die derzeitige Weltordnung so scharfsinnig und treffend wie sie.

Wenn man sein Leben in ausreichend vielfältigen und interessanten Kreisen verbracht hat, ist man in der Vergangenheit sicherlich schon einmal auf ausgesprochen marxistische Menschen gestoßen. Was sie gesagt haben, hat einen vielleicht damals Unbehagen bereitet, entweder weil man noch zu sehr von der Weltanschauung des kapitalistischen Imperiums indoktriniert war oder weil man noch zu sehr mit jugendlicher Unbekümmertheit beschäftigt war, um sich mit den ernsten Themen auseinanderzusetzen, über die sie diskutierten. Und schließlich wird einem klar, dass das Unbehagen, das man empfunden hat, als kognitive Dissonanz bezeichnet wird, also das Gefühl, im Unrecht zu sein.

Vielleicht hat es einen genervt, dass sie ihre Politik viel zu ernst genommen und zu ihrem einzigen Thema gemacht haben, indem sie ständig auf Ungerechtigkeiten und Missstände in allen möglichen Bereichen hingewiesen haben, während man selbst einfach nur entspannen und das Leben genießen wollte. Und schließlich wird einem klar, dass man nur deshalb ohne große Gedanken an Politik dahinleben konnte, weil die eigene Weltanschauung ausreichend mit dem politischen Status quo übereinstimmte, um all die Ausbeutung, Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Propaganda, die jeden Aspekt unserer Gesellschaft durchdringen, nicht zu bemerken. Man hat es nicht bemerkt, weil es nicht mit dem damaligen Weltverständnis kollidierte.

Wenn man offen bleibt, weiter über die Welt lernt, bescheiden genug ist, um seine Fehler zu erkennen und entsprechend Kurskorrekturen vorzunehmen, durchschaut man schließlich all diese Verzerrungen und versteht, dass man die Kommunisten völlig falsch eingeschätzt hat.

Natürlich gibt es immer noch einzelne Kommunisten, die Dinge falsch verstehen, und wie die meisten Menschen in dieser psychisch gestörten Welt sind viele von ihnen emotionale Wracks, die noch viel innere Heilung brauchen. Aber es gibt keine Gruppe, die die missbräuchliche Dynamik dieser Zivilisation als Ganzes mit größerer intellektueller Klarheit wahrnimmt.

https://www.caitlinjohnst.one/p/political-maturity-is-realizing-the

Was die „Epstein Files“ politisch und sozialpsychologisch für die westlichen Gesellschaften bedeuten. Zwei lesenswerte Beiträge 

Mord, sexueller Missbrauch von Männern, Frauen und Kindern, Kannibalismus – es gibt kein Verbrechen, und sei es noch so viehisch und widerwärtig, dem die westlichen Eliten in Kapital, Politik und Medien sich nicht begeistert gewidmet haben, sobald sich via Jeffrey Epstein die Gelegenheit dazu bot.

Das, liebe Mitbürger, sind die Eliten, denen ihr bereitwillgst die Märchen von Demokratie, Wohlstand, Kriegstüchtigkeit und überlegener westliche Moral abkauft, mit denen sie euch seit Jahrzehnten einseifen.

Das sind die Eliten, deren Herrschaft(ssystem) ihr mit jeder Wahl neu ermächtigt.

Das sind übrigens auch die Eliten, die euch verarmen und verarschen, um (im Namen ihrer auf Epstein‘s Insel und anderswo demonstrierten WERTE) von ihrer ukrainischen Stellvertreterarmee Russen töten zu lassen.

Insofern, werte(westliche) Freiheitundmarktwirtschaft-Fans, seid ihr alle kleine Epsteins.

Das schönste der „absurden Ersatznarrative“ mit der sich, im Zuge der Epstein-Dokumente, die leitmediale Mehrheit derzeit in ihrer hektischen Bemühung blamiert, von dem abzulenken, was sie nicht mehr leugnen oder verschweigen kann, ist der erbärmliche Versuch, der ganzen Geschichte den gewohnten Russland.- bzw. Putin-Spin zu geben. „Epstein war ein KGB-Spion“ und „Alle Spuren führen nach Moskau“ war der erwartbare Dreh, der dieser Geschichte verpasst wird.

Möglicherweise können die Propandamedien einer Elite, die jetzt durch die Veröffentlichungen der perversen Machenschaften eines wesentlichen Teils von ihr bloßgestellt ist, noch darauf bauen, dass das irgendwie, eine Weile vielleicht, bei einem Teil ihres gründlich russophob verhetzten Publikums funktioniert.

Vermutlich aber gilt selbst für die umfassend propagandisierte „Mehrheitsgesellschaft“, die moderne Kapitalstandorte bevölkert, der alte, Abraham Lincoln zugeschriebene Satz “You can fool all of the people some of the time, and some of the people all of the time, but you cannot fool all the people all the time.“

Das dürfte – müsste – der Effekt der teilweisen Aufdeckung der unaussprechlichen Verbrechen der Herren dieser Welt durch die Epstein-Dokumente sein. Dagegen sprechen zwei Aspekte: einmal die Lethargie der „Kammersowiesonixmache“-Bürger, die zu großen Teilen längst resigniert haben. Zum anderen (wesentlichen) Teil die Beharrungskraft – und die Möglichkeiten – der herrschenden Klasse, v.a. derjenigen Teile von ihr, die die Fäden ziehen, an denen Medien, Politik und Justiz hängen. Das sind dieselben Kreise und Individuen, die ihre kranken Perversionen im Gefühl ihrer Unantastbarkeit auf Epsteins Insel und anderswo ausgelebt haben. Und vermutlich noch ausleben.

Man kann sich vorstellen, mit welcher hektischen Aktivität in diesen Zirkeln derzeit Schadensbegrenzung zu betreiben versucht wird.

Letztlich wird es am Souverän liegen, die Konsequenzen aus diesem real gewordenen Albtraum einer komplett monströsen, dämonisch enthemmten herrschenden Klasse zu ziehen sind. Bestimmte seinerzeit innovative Instrumente aus dem Frankreich des späten 18. Jahrhunderts kommen einem in den Sinn, mit denen man sich damals der parasitären, zutiefst dekadenten ausbeuterischen Oberschicht entledigt hat.

Aber bei uns? Heutzutage und hierzulande? Ich wage es zu bezweifeln.


1) Aya Velazquez (Journalistin, Kulturanthropologin)

Meine 5 Cent zu den Epstein-Files: Wir erleben gerade ohne jeden Zweifel ein Hyper-Event im Massenbewusstsein, allerdings mit ambivalenten Implikationen. Dass sich plötzlich reihenweise Menschen bei als „Verschwörungstheoretikern“ gebrandmarkten Personen wie Xavier Naidoo entschuldigen, dass Springer-Journalisten öffentlich ihre völlige Konsternierung offenbaren – hinter diese grundlegende Erkenntnis geht es nun nicht mehr zurück. Es ist ein ultimativer „Black Pill“-Moment für den Mainstream. Arroganz gegenüber abgefahren klingenden Verschwörungstheorien lässt sich ab jetzt nicht mehr so einfach als „Default“-Sichtweise vertreten, ohne die eigene Ignoranz gegenüber neuen, offiziellen Erkenntnissen zur Schau zu stellen.

Denn es handelt sich um offizielles Regierungsmaterial. Dagegen lässt sich – in Analogie zu den RKI-Files – nun einmal schwer gegen andiskutieren. Man kann die Causa Epstein höchstens ignorieren (siehe rechtspopulistisch-zionistische Medien wie Nius oder Apollo, aber auch unsere üblichen „linken“ Faktenchecker vom Dienst, etwa die Amadeu-Antonio-Stiftung, sind plötzlich eigenartig verstummt) oder sich mit albernen „Russland“-Behauptungen vollkommen zum Löffel machen (BILD).

Die Realität ist – ab sofort amtlich bestätigt – noch viel abgefahrener, als die abgefahrensten Verschwörungstheoretiker es seit Jahren behauptet haben. Hinter diese Erkenntnis geht es nun nicht mehr zurück – zumindest, wenn man sich auch nur rudimentär in sozialen Medien informiert. Soviel zum durchaus erfreulichen Aspekt dieser Veröffentlichung.

Man muss sich jedoch eines ganz klar bewusst machen: Solange es keine Verhaftungen gibt, handelt es sich hier vor allem um Massentraumatisierung und Verstetigung von schwersten Verbrechen als „Privilegien“ der Superreichen und Mächtigen. Öffentliche Beschämung ist das einzige, was der Öffentlichkeit bislang als „Strafe“ oder „Sühne“ der Verantwortlichen dargeboten wird. Kindesmissbrauch und -mord wird somit in unseren Köpfen als „neues Normal“ und „ultimatives Statussymbol“ installiert: Wer DAS straffrei tun darf, ist WIRKLICH reich und mächtig. Das ist okkultes Social Engineering. 

Michael A. Hoffman beschrieb es in seinem Buch „Secret Societies and Psychological Warfare“ als ‚the Revelation of the Method‘, zu Deutsch „die Offenlegung der Methode“: Man verrät, was man macht, und wie man es macht, und konditioniert damit das Massenbewusstsein hin zu einer neuen Realität. Die dadurch erzeugte Ohnmacht ist eine weitere bewusste Demütigung, Machtdemonstration, und Verstetigung dieser Macht. Er spricht von einer „clown-like, grinning mockery of the victims“ – einer clownesken, grinsenden Verhöhnung der Opfer.

Solange es keine Verhaftungen gibt, dient die Epstein-Files-Veröffentlichung in erster Linie solchen „Social-Engineering“-Zwecken: Eine okkulte Konditionierung des Massenbewusstseins hin zur Anerkennung einer für die Massen bis dahin neuen, monströsen Realität als „normal“. Nur wenn rechtliche Konsequenzen folgen, kann hier von einer echten Aufklärung die Rede sein. Ich bezweifle, dass solche Konsequenzen folgen werden, denn für Razzien und Verhaftungen war seit Epsteins Verhaftung nun wirklich genug Zeit. Daher bin ich – bei aller Erfreulichkeit des bahnbrechenden Erkenntnisgewinns für Normies –  hier eher bei Michael A. Hoffman.


2) Caitlin Johnston (australische Bloggerin)

Sie müssen verstehen, dass hinsichtlich der Epstein-Akten nichts unternommen werden wird.

Gar nichts.

Die in den Dokumenten genannten Personen werden keine Konsequenzen zu befürchten haben. Die Institutionen, die für die Missbräuche verantwortlich sind, von denen Sie erfahren haben, werden nichts an ihrer Vorgehensweise ändern. Ihre Regierung wird absolut nichts an ihrer Politik und ihrem Verhalten ändern.

Es wird nichts unternommen werden, wenn Sie die andere politische Partei wählen. Es wird nichts unternommen werden, wenn Sie neue Politiker wählen. Es wird nichts unternommen werden, wenn Sie Briefe an Ihre Senatoren und Abgeordneten schreiben. Es wird nichts unternommen werden, wenn Sie vor Regierungsgebäuden protestieren.

Es werden keine bedeutenden Gesetze verabschiedet werden. Es wird keine Strafverfolgungen mit nennenswerten Konsequenzen geben.

Sie glauben mir nicht? Beobachten Sie einfach und passen Sie gut auf.

Die Machtstruktur, die die Missbräuche von Epstein hervorgebracht hat, wird nichts gegen die Missbräuche von Epstein unternehmen. Das Einzige, was sich möglicherweise ändern könnte, ist, dass einige Menschen sich gegen diese Machtstruktur radikalisieren.

Das ist der einzige wirkliche Vorteil, der sich aus diesen Veröffentlichungen über Epstein ergeben könnte, die die Öffentlichkeit seit Jahren fordert. Dass vielleicht ein paar mehr Menschen erkennen, wie widerwärtig und böse die Menschen sind, die ihre Gesellschaft lenken.

Wie widerwärtig und böse der Kapitalismus und das westliche Imperium sind. Wie widerwärtig und böse Israel und der Zionismus sind. Dass die Gemeinschaft sich vielleicht etwas mehr bewusst wird, dass wir in einer Dystopie leben, die die Schlimmsten unter uns in Führungs- und Machtpositionen befördert.

Das ist es. Das ist die einzige positive Veränderung, die aus all dem hervorgehen könnte. Unsere Herrscher werden nichts tun, um das Unrecht zu beseitigen, aber die Menschen könnten etwas mehr bereit und willens sein, unsere Herrscher zu stürzen.

Das ist der einzige Weg, wie Gesundheit und Menschlichkeit diesmal gewinnen können. Indem wir ein Paar Augenlider nach dem anderen öffnen und erkennen, dass alles im Arsch ist, weil wir unter einem beschissenen System leben, das beschissene Menschen in Machtpositionen bringt, und dass wir keine gesunde Welt haben werden, solange wir dieses beschissene System nicht abschaffen, das die beschissenen Menschen an die Macht bringt.

Die Veröffentlichungen über Epstein werden nichts an der Missbräuchlichkeit des Systems ändern. Aber sie könnten die Menschen dazu bewegen, dieses System abzubauen.