
„The Dow is over 50,000 right now. The S&P is at almost 7,000. The Nasdaq is smashing records. Americans’ 401(k)s and retirement savings are booming. That’s what we should be talking about. We should be talking about making Americans safe.” (U.S.-Generalstaatsanwältin Bondi auf eine Frage nach den Epstein Akten)
Mit erkennbar aufgesetztem und inszeniertem Geifer bügelt diese Charaktermaske des Trump Regimes Fragen und Nachfragen zu ihrem Umgang mit den Epstein Akten ab, beschimpft Kritiker und versucht, das ihr sichtlich lästige Thema mit dem Hinweis auf den Höhenflug von Börsen-Indizes zu ersticken – all das während hinter ihr die Opfer der Verbrechen Epsteins und seiner von ihrem Ministerium geschwärzten (also geschützten) Mittäter sitzen.
Die Szene hat einen ebenso surrealen wie perversen Beiklang, der zu dem abscheulichen Inhalt – soweit die Schwärzungen durch FBI und Bondis Justizministerium diesen sichtbar werden lassen – der Epstein Akten passt.
Bondi ist so offensichtlich um Täterschutz bemüht, ihre Lobhudelei auf ihren Boss Donald Trump fällt so aufdringlich übertrieben aus, dass die gesamte Anhörung zu einer entlarvenden Demonstration der Tatsache wird, dass die imperialistische Vormacht in eine dystopische Semidiktatur mutiert ist.
Deren nominelle oberste Rechtspflegerin ist eine zeternde, unter Eid lügende Verteidigerin pädophiler Krimineller. Bondis Justizministerium schützt das pädophile Netzwerk der Reichen und Mächtigen, das sich dank ihr und ähnlich korrupter Charaktermasken (der durch und durch inkompetente und verlogene FBI-Direktor Kesh Patel gehört ebenfalls dazu) nach wie vor als außerhalb des Gesetzes stehend fühlen darf.
„Wenn man etwas aus dieser Anhörung lernen wollte, wäre man bitter enttäuscht worden. Nun, wenn man erfahren wollte, dass Bondi fast alles sagen oder tun würde, um die Worte „Trump“ und „Epstein“ so weit wie möglich voneinander fernzuhalten, dann hat es wohl ganz gut funktioniert.
(…)
Der Kongress muss nicht mehrere Stunden damit verschwenden, ihren Ausflüchten und Angriffen zuzuhören. Noch einmal: Was bringt es, außer zu versuchen, sie zu irgendetwas zu bekennen?
Sie wissen, worum es geht. Es geht darum, Trump mit ihrer Loyalität zu beeindrucken, egal was passiert. Das ist nicht nur ihre wichtigste Aufgabe. Es ist ihre einzige Aufgabe.
Oder, wie Dana Bash es im Laufe der Anhörung auf CNN formulierte: „Es war ganz klar, dass die Generalstaatsanwältin vor einem einzigen Zuhörer sprach.”
(Bill Goodykoonitz in „The Arizona Republic”)





