Denkbar. Die Panik ist jedenfalls mittlerweile groß genug, nicht nur bei den westlichen Sponsoren des Krieges gegen Russland, sondern – spätestens seit dem Fall von Artemowsk/Bachmut – auch beim Kokainclown von Kiew:
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„Der ukrainische Präsident Wladimir Zelenskij hat versprochen, die westlichen Gebiete der Ukraine an Polen abzutreten, wenn Warschau bei einer Gegenoffensive hilft. Ein solcher Vorschlag wurde von dem Kolumnisten Marek Gałaś in einem Artikel für die polnische Zeitschrift Niezależny Dziennik Polityczny (NDP) gemacht.
„Zelenskij ist sich bewusst, dass er im Moment nicht nur von seinem eigenen Volk gehasst wird, sondern auch von allen, die in ihn als profitables Projekt investiert haben“, schrieb Galala. Ihm zufolge kann sich der ukrainische Präsident „nicht vor den USA verstecken und muss daher Mittel und Wege finden, um mit dem Westen abzurechnen“, koste es, was es wolle, selbst durch territoriale Zugeständnisse.“
Der heutige „Tatort“ aus Berlin, mit Corinna Harfouch als neuer Kommissarin, beschäftigt sich mit rechten Ideologen und Verschwörungen innerhalb des Polizeikorps, dessen Verbindungen zu dubiosen privaten Sicherheitsfirmen und Waffenhändlern und der generellen kapitalismusüblichen Mixtur aus Korruption, Gewalt und Profit.
Die Kommissare sind die Guten, die das Dickicht der Verlogenheit zu lichten und den Sumpf des Verbrechens auszutrocknen versuchen, dabei aber zunächst auf den Widerstand der Bösen stoßen, die manchmal garnicht die Bösen sind, sondern wiederum nur die Guten in Gestalt des Verfassungsschutzes. Die neue Kommissarin spielt eine Lehrerin an einer Polizeiakademie, die dort die korrekte demokratische Geisteshaltung vermittelt, nach der Diversität. Toleranz und „Gegen Rechts!“ auf jeden Fall das Gebot der Stunde deutscher Ordnungskräfte zu sein hat.
Als böseste Variante der bösen Rechten wird eine organisierte Bande von rechten Überzeugungstätern vorgestellt, die bestens vernetzt ist mit Staat und Polizei und sich von ebenfalls dunklen Bösewichten LKW-Ladungen an Waffen liefern läßt. Damit soll anscheinend eine Art Staatsstreich inszeniert werden, der dann die superpatriotische rechte Gruppe an die Fleischtöpfe der Macht bringen soll. Mehr im morgigen Teil 2 dieser „Tatort“-Doppelfolge.
Der Fernsehzuschauer erfährt und lernt: Waffen liefern an Rechte, die durch Nazi-Tattoos und etliche hardcore-rassistische Postings und Chats in sozialen Medien als eindeutige Faschisten identifiziert und entlarvt sind, ist das Allerletzte und verdient die ganze moralische Empörung aufrechter Demokraten.
Was den demokratiefesten Drehbuchpädagogen entgangen zu sein scheint (und was die vorgestellte Handlung für jeden, der noch selber denken kann, so extrem lächerlich und unglaubwürdig macht), ist folgendes: haargenau dasselbe – Waffenlieferungen an Nazis, die in einem Staatsstreich die Macht an sich reißen, um ihr nationalistisches, rassistisches Regime über die gesamte Gesellschaft zu errichten – gilt seit 2014 und ganz besonders seit dem 24. Februar 2022 als allerhöchste Tugend demokratischer Gesinnung, wenn und sofern es Waffenlieferungen an ukrainische Nazis sind.
Dieselben sinistren rechtsextremen Figuren, die im deutschen Fernsehkrimi als schlimme Finger und ganz, ganz böse Feinde unserer Werte dargestellt werden, sind tausend Kilometer weiter die heldenhaften Verteidiger von Freiheitundmarktwirtschaft, von Demokratie und westlichen Werten und „unser aller Freiheit“, und verdienen jede moralische, politische und vor allem waffenmäßige Unterstützung, die wir nur geben können, „solange wie es nötig ist“.
Fazit dieses Fernsehabends: der Versuch staatsbürgerkundlicher Volkserziehung per Krimidrehbuch blamiert sich massiv an der offenen Verlogenheit, mit der die „Tatort“-Pädagogen des Staatsfernsehens die ihrem Bildungsauftrag diametral entgegengesetzten politischen Handlungen ignorieren, mit denen der Staat, für dessen ideologischen Auftrag sie tätig sind, jeden einzelnen Tag Geld, Unterstützung und Waffen jeder Art an Nationalisten, Faschisten und Nazis aushändigt. Und zwar nach dem Motte „Je mehr desto besser“, solange es unsere Nazis, also lauter waschechte Demokraten, in der Ukraine sind.
Anruf beim Telekom-Kundendienst wegen eines technischen Problems. Der Mitarbeiter im Call-Center in Rostock ist freundlich und hilfsbereit, löst auch mein Problem und fragt, wie bei uns das Wetter ist. Wir kommen ein bißchen ins Plaudern und landen nach wenigen Sätzen bei Krieg und Teuerung.
„Dieser Scheiss-Krieg“, höre ich ihn sagen. „Das ist nicht unser Krieg!“ Sowas höre ich natürlich gerne und stimme ihm zu. Er legt noch einen drauf: „Diese Regierung, die wir jetzt haben, das ist die beschissenste Regierung die wir jemals hatten. Die haben Putin doch verarscht! Hat die Merkel doch selber zugegeben!“
Ich glaube, meinen Ohren nicht zu trauen. Sollte es noch Hoffnung geben? Die neuesten Wahlumfragen zeigen nur das gewohnt traurige Bild einer Bevölkerung, die in ihrer Ratlosigkeit und Konfusion sich demnächst die schwarz-blaue statt der rot-gelb-grünen Seife wählt, um sich einseifen zu lassen.
Aber abgesehen davon scheint es mir ein gutes Zeichen zu sein, wenn man schon bei ganz normalen Kundentelefonaten die nüchterne Illusionslosigkeit der Leute hört, mit der die landesverräterische, kriegstreiberische Politik der Regierung kommentiert wird.
Zum Schluß des Gesprächs fragt mich der Telekom-Mitarbeiter, ob ich ihn in der obligatorischen SMS-Anfrage nach einer Bewertung der Servicequalität des Gesprächs gut bewerten könne. Die Antwort fällt mir nicht schwer: „Ehrensache! Da können Sie drauf wetten!“
Ich möchte euch diesen kurzen Vortrag empfehlen, den Garland Nixon am 25. März beim „Summit Against Hypocrisy“ in Washington gehalten hat. Er geht darin auf einige Probleme ein, die jeder Kommunist oder Sozialist kennt und die regelmäßig bei der Diskussion mit Leuten entstehen, die sich aus den bürgerlichen Leitmedien informieren und deren Propaganda wiederholen – weil sie es nicht besser wissen. UND: weil sie mit der Infragestellung ihrer Glaubenssätze nicht nur sich selber in eine unangenehme innere Position bringen, sondern obendrein auch noch in ihrem sozialen Umfeld zu Außenseitern werden (oder Angst davor haben).
Wie man so mit diesen Menschen kommuniziert und diskutiert, dass sie sich nicht antagoniziert und bevormundet fühlen, sondern selber anfangen, sich Gedanken über die Validität ihrer ihnen durch die imperialistische Propaganda indoktrinierten Glaubenssätze zu machen, indem man sie auf die Widersprüche in genau dieser Propaganda aufmerksam macht – das schildert Garland auf ein Weise, die nachvollziehbar und nützlich ist.
Kleiner Ausschnitt in Übersetzung:
Man muss verstehen, was Fehlinformationen in unserer heutigen Gesellschaft sind. Man muss eine Definition haben. Ich glaube, dass viele Menschen in unserer Gesellschaft bei diesem Thema verwirrt sind, weil sie die aktuelle Definition von Fehlinformation nicht verstehen.
Ich werde Ihnen sagen, was ich denke, was es ist. Das Entscheidende ist, wie Sie die Realität sehen. Was ist Realität? Man kann eine philosophische Diskussion über die Realität führen: Ist es das, was man glaubt, ist es das, was man anfassen kann usw. Und wir haben die Neocons, die Technokraten – und für sie basiert die Realität auf einem Konsens.
Wir bringen eine Gruppe von Leuten zusammen, wir entwickeln ein Narrativ – was auch immer es ist – wir erhalten einen Konsens der Leute in unserer Gruppe und wir sagen: „Bumm! das ist unsere Realität!“ Es ist eine konsensbasierte Realität, sie basiert nicht darauf, was für uns wahr ist, ob man es anfassen kann, ob man es glaubt. Wir stellen einen Konsens her, einen Konsens, der für das, was wir erreichen wollen, funktioniert.
Fehlinformation, Desinformation ist alles, was diesen Konsens widerlegt. Und das ist es, was die Menschen verwirrt. Denn wir denken, dass Fehlinformation und Desinformation etwas mit Wahrheit zu tun haben – ist sie wahr oder falsch, ist sie beweisbar, ist sie all das, worüber wir nachdenken.
Aber wenn man versteht, womit man es zu tun hat, dann ist Fehlinformation alles, was gegen eine Realität, ein Narrativ, das auf einem Konsens beruht, verstößt. Und das ist kein wissenschaftlicher Konsens.
Schreckliche Bilder von Polizeigewalt bei brutaler Niederschlagung des Volksaufstandes in Minsk, Belarus!
Dabei wollen die Menschen nur Demokratie, Mitsprache und Freiheit von dem autoritären Regime des in seinem Regierungspalast verschanzten Präsidenten. Deswegen begehren sie millionenfach auf gegen den autokratischen Potentaten, der seinen Machterhalt mit Notverordnungen und rücksichtslosem Gewalteinsatz der paramilitärischen Polizeitruppen zu sichern versucht!
Zu recht wendet sich der Sprecher des Friedensnobelpreisträgers EU, Charles Michel, gegen diesen Angriff auf die europäischen Werte!!
Irgendwie aber schon komisch, dass die Weißrussen ihre Plakate gegen den Machthaber auf französisch schreiben…
Die Kolonialverwaltung in Berlin hat sich aus Sorge um das kriegstauglich betreute Denken ihrer Untertanen ein paar „Mythos vs Fakten“-Hinweise über Desinformation einfallen lassen.
Dabei sind ihr leider ein paar Fehler unterlaufen, die ich aber in einem Anfall von Großzügigkeit korrigiert habe.
Nichts zu danken, Bundesregierung!
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Das Bundeskanzleramt und seine Propagandisten nutzen Desinformation, um die Unterstützung für ihren Krieg gegen Russland in der Ukraine zu stärken – also bewusst verbreitete und politisch motivierte Falschinformationen.
Gerade in Deutschland wurden und werden solche Meldungen verbreitet.
An intelligenzbeleidigende Geschichten, abenteuerliche PsyOp Spins und mit erstaunlichster Chuzpe vorgetragene Schutzbehauptungen hat man sich im Imperium der Lügen ja gewöhnt. Die neueste Räuberpistole über die Nordstream-Anschläge setzt dem Ganzen allerdings die vorläufige Krone auf.
Scott Ritter findet die richtigen Worte:
“The Seymore Hersh story has been gaining too much traction. I think Washington DC is waking up to the fact that somebody is talking to Seymore Hersh ehe shouldn’t be talking to Seymore Hersch.
And they’re saying this is coming out, what do we do? And what they do ist they get the CIA to do what the CIA does: go forward with a cover story.
And they have their compliant little German twarps who run with it. And this is the most hastily assembled, poorly concocted, hole-filled story one would ever come up with.”
Übersetzung:
“Die Geschichte von Seymore Hersh hat zu viel Aufmerksamkeit erregt. Ich denke, Washington DC wird sich der Tatsache bewusst, dass jemand mit Seymore Hersh spricht, der nicht mit Seymore Hersch sprechen sollte.
Und sie sagen, das kommt jetzt raus, was sollen wir tun? Und was sie tun, ist, dass sie die CIA dazu bringen, das zu tun, was die CIA tut: mit einer Tarngeschichte voranzugehen.
Und sie haben ihre willfährigen kleinen deutschen Trottel, die das mitmachen. Und das ist die am hastigsten zusammengestellte, schlecht ausgehecktes, löchrigste Geschichte, die man sich je ausdenken könnte..”
Ich schalte den Fernseher ein, um einen Film auf PRIME zu schauen. Bis der FireTV-Stick regiert und Prime aufgerufen ist, vergeht eine Weile. Währenddessen ist auf dem Bildschirm der LiveStream von „Tagesschau24“ zu sehen, das Lieblings-Berieselungsprogramm meiner Liebsten („Da kann man so schön bei dösen, wenn da immer einer redet!“)
Ein dunkelhäutiger Anchor man interviewt einen „China-Experten“ irgendeiner Stiftung, also eines regierungsnahen Think-Tanks. Der Nachrichtensprecher fragt: „Bei dem, was der chinesische Ministerpräsident und auch der Außenminister sagen, ist ja immer viel von weltweiten Einflüssen und Aktivitäten die Abrede. Betrachtet China die Welt, aus seiner neuen Stärke heraus, imperialistisch? Müssen wir jetzt von einem chinesischem Imperium ausgehen?“
Der Interviewpartner antwortet nicht mal ungescheit, entkräftet die dumme Frage des Sprechers und hinterlässt insgesamt den Eindruck eines zwar in die transatlantisch-hegemonialen Lügenmärchen eingebetteten, aber halbwegs kenntnisreichen Gesprächspartners.
Darum geht es mir an dieser Stelle allerdings gar nicht. Die Fragestellung des Nachrichtenmannes, seine überhaupt nicht gespielte ideologische Borniertheit, seine gesamthaft herrschaftsbuckelnde Idiotie setzt irgendeinen Mechanismus in meinem Gemüt außer Kraft. Oder in Kraft?
Den Mechanismus jedenfalls, einfach nicht mehr zu können. Genug ist genug.
Zum ersten Mal denke ich, dass es so völlig hoffnungs- und aussichtslos ist mit dieser komplett verblödeten und gegen jedes ernsthafte Nachdenken immunisierten Herde von indoktrinierten freien Untertanen, dass jede Beschäftigung mit politischen und ökonomischen Fragen im Grunde verschwendete Zeit ist. Eine Zeit, die man besser mit schönen Dingen verbringt.
Die Kunst, die Drogen, die guten Freunde, die Natur – das, was einem Genuss und Frieden verschafft, anstatt einer politischen Realität Aufmerksamkeit zu schenken, die einen fast körperlich leiden läßt an der absichtlichen, inszenierten, gewollten, von Millionen geteilten Verdummung und Abstumpfung.
Ist man dann selber verdummt und abgestumpft, wenn man sich einfach absondert und isoliert von dem Wahnsinn, der in der gesellschaftlichen Realität als normal gilt? Oder tut man damit etwas für die eigene geistige Gesundheit?
Ich weiß es nicht. Ich warte jetzt, bis der Anfall wieder vorbei geht. Eines wenigstens haben mich fünfundsechzig Jahre Existenz unter Wahnsinnigen gelehrt: All things must pass.
In den USA scheint sich eine Friedensbewegung zu formieren, wohl auch unterstützt durch die Redefreiheit, die konservative Formate wie Tucker Carlson auf FOX genießen.
Das wäre in der gleichgeschalteten Medienlandschaft des deutschen Vasallen der US-NeoCons nicht möglich; gerade ist „Ich erinner mich nicht“-Olaf wieder in Washington zum Befehlsempfang angetreten, wohlweislich ohne Presse, damit keine Fragen nach der fürsorglichen Sprengung der Nordstream-Pipelines durch den Großen Bruder gestellt werden. Und an Sendungen wie „Hart aber fair“ mit #klamrothluegt sieht man, wie erfolgreich die Faschisierung des geistigen Klimas der deutschen US-Kolonie voran gekommen ist. Weiter jedenfalls als bei der Kolonialmacht selbst:
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„Die Kriegstreiber versuchen, uns in den 3. Weltkrieg zu ziehen, der nur auf eine Art und Weise enden kann: nukleare Vernichtung und das Leiden und den Tod all unserer Lieben. Zelensky, Biden, die NATO, die Neocons im Kongress und in den Medien sind wahnsinnig. Und wir sind wahnsinnig, wenn wir passiv zulassen, dass sie uns in diesen Holocaust führen wie Schafe zur Schlachtbank. Wir schöpfen Hoffnung aus der Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit der Amerikaner zurechnungsfähig ist, aber Vernunft allein reicht nicht aus. Wir brauchen auch Mut. Den Mut, den mächtigen Kriegstreibern die Stirn zu bieten und unisono zu verkünden: “Nein! Wir werden nicht zulassen, dass ihr unsere Familien, unsere Gemeinden, unsere Umwelt, unser Land und unsere Welt zerstört!““