US-MILITÄREXPERTE: “UKRAINE MUSS NIEDERLAGE AKZEPTIEREN”

Der Krieg ist für die Ukraine verloren. Es ist Zeit, dass das Kiewer Regime und der Westen das begreifen.

Das wird der kollektive Westen natürlich nicht, und besonders die EU wird das nicht. Die hat nämlich sozusagen ihre politische Seele dem Teufel verkauft, also ihre gesamte ökonomische und politische Existenz an die Unterstützung der Ukraine gebunden.

Mit dem Untergang der Ukraine, mit ihrer Demilitarisierung und Denazifizierung, schließlich wohl mit dem Ende der Ukraine als Staat, hat der Westen, besonders aber die EU, die Wette, die er zugunsten dieses Nazi-Staates abgeschlossen hat, verloren. Möglicherweise wird auch die EU selbst dies nicht überleben.

Diese Zeiten halten allerlei Überraschungen bereit und werden weiterhin für Entwicklungen sorgen, die nur für diejenigen überraschend sind, die den historischen Kontext, die Hintergründe der Interessenskonflikte und die aktuellen Fakten nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Leute also, die den Erzählungen Glauben schenken möchten, die die Propagandisten der westlichen Hegemonie sich selbst gerne erzählen.

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US-MILITÄREXPERTE: “UKRAINE MUSS NIEDERLAGE AKZEPTIEREN”

Der ehemalige UN-Waffeninspekteur und US-Marinesoldat Scott Ritter macht deutlich, dass es für den Westen und die ganze Welt an der Zeit ist, die Augen zu öffnen: Die Ukraine wird verlieren. Selbst wenn der Westen die sogenannten Bedingungen aus der ukrainischen “Wunschliste” erfüllt, bleibe es dabei:

– Die Ukraine wird weiterhin auf der Verliererseite stehen.

– Der Westen wird mit nichts dastehen, denn die Forderungen der Ukraine sind exorbitant und umfassen fast das gesamte Arsenal an militärischer Munition der westlichen Länder.

“Es ist an der Zeit, ein Ende des Krieges herbeizuführen. Es ist an der Zeit, die Ukraine dazu zu zwingen, ihre Niederlage zu akzeptieren. Es ist an der Zeit, diesen Krieg zu beenden.”

Das Vorgehen der ukrainischen Führung und ihrer westlichen “Helfer” führe nur zu einem: zu mehr Opfern.

Pepe Escobar fass die Putin-Rede auf dem St. Petersburg International Economic Forum zusammen

Ich weiß nicht, wer hier in der Filterblase die Rede Putins auf dem St. Petersburg International Economic Forum (SPIEF) gesehen hat.

Ich jedenfalls war (mal wieder) einigermaßen beeindruckt von der kenntnisreichen, faktischen und sehr unaufgeregten und selbstbewussten Art, in der der russischen Präsident die Verhältnisse beschrieben hat.

Die Einordnung von globalen politischen Veränderungen in einen historischen Gesamtzusammenhang und die Fähigkeit, dies gleichzeitig einfach, aber nicht simplifizierend zu beschrieben, erinnert an den chinesischen Präsidenten.

Kein westlicher Führer hat dem russischen Staatsschef vergleichbare Bildung, Eloquenz, Redebegabung und intellektuellen Überblick entgegenzusetzen. Die Rede Putins auf dem SPIEF kann wohl jetzt schon als historisch bezeichnet werden. In ihr umreißt er die Konturen der Weltordnung, die sich durch das Ende der US-Hegemonie und der wertewestlichen „regelbasierten Ordnung“ zu bilden beginnt, mit Russland und China als Schwerpunkten – aber nicht als Hegemone, sondern als gleichberechtigte Partner der Staaten, die die Mehrheit der Weltbevölkerung vertreten, in einer multipolaren Welt.

Das Viertel der Weltbevölkerung dagegen , das sich unter der Herrschaft des ehemaligen hegemonialen Blocks des Wertewestens befindet – der US-EU-NATO-Block – wird die aussichtslosen Bemühungen seiner politischen Führungen um das Überleben der westlichen Hegemonie und die Fortführung des wahnsinnigen Sanktionskrieges teuer bezahlen.

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Gute Zusammenfassung der wesentlichen Punkte der Rede des russischen Präsidenten, von Pepe Escobar:

„DIE NEUE ÄRA

Top Ten Übersicht – wie von Putin angekündigt

Die Ära der unipolaren Welt ist vorbei.

Der Bruch mit dem Westen ist unumkehrbar und endgültig. Kein Druck des Westens wird daran etwas ändern.

Russland hat sich mit seiner Souveränität erneuert. Die Stärkung der politischen und wirtschaftlichen Souveränität ist eine absolute Priorität.

Die derzeitige Krise zeigt, dass die EU nicht bereit ist, die Rolle eines unabhängigen, souveränen Akteurs zu spielen. Sie ist nur ein Ensemble amerikanischer Vasallen, die jeglicher politisch-militärischer Souveränität beraubt sind.

Souveränität kann nicht partiell sein. Entweder ist man ein Souverän oder eine Kolonie.

Der Hunger in den ärmsten Ländern wird der Westen und die Euro-Demokratie auf dem Gewissen haben.

Russland wird Getreide nach Afrika und in den Nahen Osten liefern.

Russland wird in die interne wirtschaftliche Entwicklung und die Neuausrichtung des Handels auf von den USA unabhängige Nationen investieren.

Die künftige Weltordnung, an der derzeit gearbeitet wird, wird von starken, souveränen Staaten gebildet.

Der Zug ist abgefahren. Es gibt kein Zurück mehr.“

Die Heimatfront-Presse kämpft fürs Ukrainisch-Sein des Ukrainers. Auch wenn er Russe ist.

Das Ostfront-Magazin von der Elbe wirkt der Kriegsmüdigkeit entgegen und berichtet von den abscheulichen Gräueltaten, die der Ju… äh, der Russe natürlich!! in den russischsprachigen Gebieten der früheren Ukraine begeht!

Die blühende Phantasie der Hamburger Schreibtisch-Naziversteher projiziert offensichtlich die dutzendfach belegte Praxis des ukrainischen Geheimdienstes SBU auf die russische Armee, aber im Krieg ist eben alles erlaubt – jedenfalls jede Lüge, die den Iwan in den Farben pinselt, die „Spiegel“ und die sonstigen Kriegsmedien des kollektiven Westens in ihrem Giftkasten haben:

Geschichten die das Leben schrieb: Die Welt wird von Leuten regiert, die noch nie Pilze genommen haben. Leute die Pilze genommen haben, wissen warum das ein Problem ist.

Meine Antwort auf eine entsprechende Nachfrage einer Freundin:

Ich will dir sagen, warum das aus meiner Sicht absolut und kategorisch wahr ist.

Mushrooms steht hier, denke ich, für die erweiterte Wahrnehmung, die psychedelische Drogen einem verschaffen können. Das ist zunächst mal einfach bloß faktisch: durch die Wirkung der Substanzen (LSD, Psilocybin, Meskalin, Ayahuasca….) wird der sensorische Input der Nervenzellen verstärkt. Die Menge an elektrischen Signalen, die zwischen den Synapsen ausgetauscht werden, ist um ein Vielfaches höher als normalerweise. So, als ob du bisher immer durch eine verschrammte, beschlagene Brille geschaut hättest und plötzlich SIEHST du klar und deutlich die Welt um dich rum (und in dir drin).

Und zwar siehst du sie von INNEN, in ihrer innersten Substanz, bis hinab auf die zelluläre und molekulare Ebene. Du siehst bis in die atomare Ebene hinab, blickst in die riesigen Abgründe zwischen den Elektronen und schaust zu, wie sich in dem Tanz auf der Netzhaut außen und innen alles in seine Bestandteile auflöst.

Dann erfasst dein Verstand, dass „alles“ auch DICH einschließt und die nackte Angst breitet sich in dir aus. Dir ist klar, dass dies dein Ende ist. Oder jedenfalls das Ende von dem, was du für „Ich“ hältst. Wenn du durch diesen Tunnel, durch diesen Flaschenhals durchgelangt bist (es ist nicht gesagt, dass das passiert, vielleicht endet deine Reise auch in der Klapse oder auf der Intensivstation), passiert etwas Erstaunliches:

Die Auflösung geht immer weiter, bis nichts mehr übrig ist. Gar nichts. Da IST nichts. Die Substanz von allem, die Essenz der Materie und des Immateriellen, der Kern der Wirklichkeit ist – NICHTS. Leere.

Es ist aber nicht so, dass plötzlich alles weg wäre. Du erfährst nur, dass die Realität – sogar die handfeste, konkrete, sichtbare Welt um uns herum – aus Leere besteht, die sich zu immer neuen Erscheinungen formt und wieder auseinander fällt. Allerdings kann das Auseinanderfallen mitunter Millionen Jahre dauern; manchmal aber auch nur Millisekunden. In dieser Leere, aus der alles entsteht, sind jedoch Zeitvorstellungen aufgehoben.

Außerdem pulsiert alles in einem schweigenden und erhabenen Rhythmus, der scheinbar das gesamte Universum durchzieht. Kann aber sein, dass es bloß die Dichotomie zwischen den positiven und negativen Ladungen des elektrischen Flusses in deinem Gehirn ist.

Auch Töne und Klänge bestehen aus dieser Leere, eigentlich also aus Stille, und die offensichtliche Unvereinbarkeit dieser Konzepte erscheint dir jetzt nicht als potentieller Wahnsinn, sondern als perfekter Ausdruck der Polarität der Existenz.

Dir ist, als hättest du ein magisches Königreich betreten. Aber nicht jene Kinder-Märchenwelt, die Fantasiewesen und -geschichten erfindet, um den lieben Kleinen eine unverständliche Welt verständlich zu machen (und ihnen gleich eine geeignete Moral mitzuliefern), sondern du bist in die wirkliche Welt eingetreten. Was du bisher kanntest – DAS war die Fantasiewelt, die Kinder-Märchenstunde, die Krabbelstube der Menschheit, in der Milliarden blinder Schlafwandler ihren Milliarden engstirnigen, engherzigen und kleinlichen Zielen nachgehen, geblendet von Gier und Angst und Ignoranz, ohne Kenntnis der unendlichen, pulsierenden Leere, die alles durchströmt und aus der alles besteht.

Wenn du zurückkehrst von deiner Reise hinter die Erscheinungsformen, von deinem Ausflug in die Essenz der Wirklichkeit, und anderen Menschen begegnest, kommst du dir vor wie ein Außerirdischer, der mit primitiven Formen von Intelligenz kommunizieren muss. Besonders, wenn du die Menschen siehst, die als Politiker, Kapitalisten oder sonstige Entscheider die weltlichen Angelegenheiten regeln, in dieser von ihnen als flache, eindimensionale Welt des Geschäfts und der Gewalt wahrgenommenen Wirklichkeit.

Du wünschst dir – bzw. ihnen – dass sie ebenfalls die Möglichkeit hätten, in das Herz der Dinge zu sehen. Du möchtest ihnen am liebsten „mushrooms“ oder eine andere psychedelische Droge verabreichen, damit sie aus der engen Hülle ihres begrenzten Verstandes heraustreten können – und sei es nur für ein paar Momente.

Grace Slick von Jefferson Airplane berichtet von einer Einladung ins Weiße Haus zur Zeit, als Richard Nixon US-Präsident war. Sie hatte einige LSD-Trips dabei und wartete auf eine Gelegenheit, ihm diese in ein Glas Wasser oder sonst eine Getränk zu schmuggeln; leider hat sie sich dann doch nicht getraut, weil sie um die Folgen (für sich) fürchtete. Aber sie hätte zu gerne dem Kriegshetzer und Reaktionär Nixon zu einer Reise in die Realität verholfen.

Später begegnen dir vielleicht buddhistische Quellen und du hörst von Bodhidharma, der um das Jahr 500 von Indien nach China ging und dort den (Zen-)Buddhismus verbreitete. Unter all den erstaunlichen Geschichten, die über Bodhidharma erzählt werden, stößt du eventuell auf den einen, kurzen Satz, mit dem Bodhidharma die Anfrage des chinesischen Kaisers nach der Natur der Wirklichkeit beantwortet haben soll: „Emptiness, no holiness“, und du verstehst, dass die Einsicht in diese Natur nicht von Substanzen abhängig ist.

Aber vielleicht hat Bodhidharma ja Pilze genommen.

Bodhidharma (lebte ca. 5. oder 6. Jhdt. in China)

Geschichten die das Leben schrieb: Nachmittägliche philosophische Betrachtung

Als junger Mensch hatte ich nur ein Anliegen: die höchsten Erkenntnisse und die tiefste Wahrheit zu erlangen. Mein Streben ging nach Erkenntnis, Erleuchtung, nach Begreifen und Verstehen dessen, „was die Welt im Innersten zusammenhält“.

Darunter wollte ich es nicht tun. Der Griff nach den Sternen (den inneren jedenfalls) führte mich geistig in die Dimensionen jenseits des Verstandes und jenseits von Zeit und Raum, was für die „Reise nach innen“ gefühlt genauso ein Aufbruch in unendliche Weiten war, als hätte ich ein überlichtschnelles Raumschiff bestiegen und mich durch ein Wurmloch in ein anderes Raum-Zeit-Kontinuum begeben. Neben der eigenen Neugierde und einem anscheinend innewohnenden Erkenntnisdrang wurden Drogen und der Guru der Treibstoff dieser Suche.

Jetzt, vierzig bis fünfzig Jahre später registriere ich, wie sich der Fokus von unendlichen Weiten auf die unmittelbare Nähe verschoben hat: nicht mehr die göttliche Weisheit, sondern die menschliche Bedingtheit interessiert mich vorrangig: die praktischen, alltäglichen Beziehungen zwischen den Menschen, die Art und Weise, wie sie ihr normales Leben organisieren und miteinander umgehen. Der Guru hat mich verlassen, oder ich den Guru (in aller Freundschaft, wie ich betonen möchte), die Drogen sind geblieben, als Krankenschwestern am Bett der menschlichen Gebrechlichkeit.

Vom großen Ganzen und universaler philosophischer Ergründung bin ich gelandet beim schlichten, alltäglichen Leben. Ich will nicht sagen, dass das eine das andere ausschließt; vielleicht ergänzt es sich ja sogar. Ich weiß, dass es Leute gibt, die behaupten, nur das Anzapfen göttlicher Weisheit würde ein erquickliches Miteinander der Menschen (sie reden dann gerne gleich von der „Menschheit“) hier unten auf der Erde gewährleisten können. Das mag so sein, aber ich möchte alles Göttliche gerne beiseite lassen (zumindest verbal) und mich auf das Menschliche konzentrieren.

Da liegt ja genug im Argen, und die Freundlichkeit, die Fürsorge und das bißchen Sicherheit, das Menschen nun mal brauchen, um ein anständiges Leben führen zu können, sind bekanntlich weder im spirituellen Wolkenkuckucksheim noch im kapitalistischen Rattenrennen zu haben. Ersteres ist allerdings mit letzterem bestens vereinbar, wie ich an vielen früheren Freunden und Bekannten feststellen kann. Der endgültige Kulminationspunkt, an dem sich Sinnsuche und Geschäftemacherei vereinigen, ist der homo economicus esotericus, der Kurse wie „Denk dich reich!“, „Sei Du Selbst – Being You®“ (mit genau diesem Handelsmarken-Zeichen dahinter) und dergleichen anbietet und besucht.

Ich merke, dass ich aus- bzw. abschweife… ich wollte nur notieren, was mir gerade auffiel: die Verschiebung des Fokus, der Orientierung, der Ausrichtung meiner Aufmerksamkeit, oder meines Schwerpunktes, auf die einfachen und elementaren Umstände des Lebens in einem Körper und auf einem bewohnbaren Planeten. Diese Umstände sind zwar nicht einfach, aber sie könnten es sein. Dafür, so mein Fazit aus dieser Verlagerung meiner inneren Ausrichtung, braucht’s den Kommunismus.

Der demokratisch-liberale Faschismus marschiert, aber Zensur ist nur, was der Russe und der Chinese macht

Für diejenigen, die gut englisch verstehen und sich in der US Gegenöffentlichkeit auskennen: schaut euch mal die erste halbe Stunde des aktuellen Videos von Jackson Hinkle an.

Er berichtet, wie er gerade Opfer der neuesten Zensurmaßnahmen von Venmo und PayPal wurde und wie das Ganze anscheinend eine orchestrierte Kampagne der US-Behörden und deren Einflußnahme auf die Tech-Giganten ist. Insbesondere das neugegründete Wahrheitsministerium ( „Disinformation Governance Board“) der USA, das die Biden-Administration zur Überwachung und Drangsalierung der mainstreamkritischen Stimmen in den USA vor zwei Monaten geschaffen hat, mischt da mit.

Fast gleichzeitig mit Jackson Hinkle(dessen YouTube Streams und Videos jeden Monat über 30.000 neue Follower erhalten) hat Paypal weiter kritische Stimmen gebannt und so einen erheblichen Teil ihres Einkommens zunächst einmal weggenommen, da diese Leute und Plattformen in der Regel komplett werbefrei sind und sich ausschließlich über die Zuwendungen ihrer Zuschauer tragen (die zum Großteil eben per Paypal erfolgen): Caleb Maupin, Mint Press News, Consortium News, Wyatt Reed und etliche andere, die hierzulande weniger bekannt sind.

„GoFundMe“, ein Crowd Funding Service, geht ähnlich vor und nimmt die entsprechenden Accounts kritischer Gegenstimmen zum offiziellen Narrativ von der Plattform, beraubt sie so effektiv eines Teils ihrer Einkommensmöglichkeiten.

Jackson Hinkle/The Dive auf YouTube: https://youtu.be/NWxd1Dlw_Ys

„Der saure Weg wird mir zu schwer!“ – Hört auf Bach!

Nicht dass ich jetzt fromm werden wollte, aber wenn man mal den Jesus raus nimmt aus dem Text, steckt da schon viel Wahres drin.

Sich dem zu ergeben, das ohnehin in, hinter und vor allem IST, scheint keine so schlechte Idee zu sein, wenn einem “der saure Weg zu schwer” wird.

Und die Musik ist so durch und durch göttlich als gäbe es einen Gott. Darauf zu hoffen, ist allerdings ein falscher Trost, und ein Fehler.

Besser scheint mir die Haltung, die ein Freund so formulierte: „Hoffnungslosigkeit ist eine Kampfposition!“ – auch wenn „sich ergeben“ und „kämpfen“ scheinbare Widersprüche sind. Vielleicht sind es aber bloß sich ergänzende komplementäre Phänomene.

Hört auf Bach:

Geschichten die das Leben schrieb: Nächtliche philosophische Betrachtung übers Altern

Alt werden ist so scheisse wie Haft für Verbrechen, die man nicht begangen hat. Und zwar in einem Straflager, von dem man weiß, das man es lebend nicht mehr verlässt

Die Beeinträchtigungen und Gebrechen, die sich mit fortschreitendem Verschleiß der körperlichen Hardware einstellen, lassen sich nur über eine bestimmte Zeitspanne mit Drogen aller Art wegdrücken, ignorieren, ausblenden, überspielen. Irgendwann holt es einen ein, und das doppelt und dreifach. Man kann dann natürlich doppelt und dreifach soviel Drogen nehmen. Aber siehe oben.

Hinzu kommt ein sich immer weiter ausbreitender Realismus in Hinblick auf die Nutzlosigkeit menschlichen Strebens und die Sinnlosigkeit aller Erklärungen darüber. Das muss allerdings nichts Schlechtes sein – es klärt im Gegenteil den Geist und schärft den Verstand.

Insgesamt stellt sich heraus, dass die Existenz in einem physischem Körper nur in jüngeren Jahren irgendwie erträglich ist, als man unbeeinträchtigte Gesundheit und Fitness für selbstverständlich nahm und die Welt als zu erobernden Abenteuerspielplatz ansah. „Youth is wasted on the young“, wie der Weise sagt.

Je näher man sich der Haltbarkeitsgrenze nähert, umso beschwerlicher und lästiger wird die für allerlei Fehlfunktionen und Defekte anfällige Physis, und es stellt sich die Frage, ob man es wirklich noch weitere zehn, zwanzig oder dreißig Jahre darin aushalten kann und möchte.