Kein Anschluß unter dieser Nummer:Poetische Annäherung an deutsche Geopolitik

Donnerwetter, Potzenblitz
da vorne kommt der Fotzenfritz!

Er hebt warnend seine Hand
nach Westen, Richtung Ami-Land:
„Onkel Donald, das ist schlecht
was in der Zeitung steht!

Es ist mir ganz und gar nicht recht,
wenn dieser Krieg zu Ende geht!
Der Russe ist doch unser Feind
(Was auch mein Freund Wolodja meint),
Wir müssen ihn bekriegen!

Denn sollte Putin siegen,
dann haben wir kein Feindbild mehr
um unserem Volk zu sagen:
„Armut und Teuerung sind schwer
und bitter zu ertragen.
Doch muss es sein
weil: BÖSER RUSS‘!“
Das Volk, das glaubt uns diesen Stuss,
es fällt zu gern drauf rein!

Ohne diese Lügenmär
setzten die sich noch zur Wehr
und das wär‘ uns fatal.
Drum wart‘ noch bis zur nächsten Wahl,
sonst hat dich Putin reingelegt…

DONALD?? Scheiße, aufgelegt!

Donnerwetter, Potzenblitz
da hinten heult der Fotzenfritz…

Endzeit-Ode ohne Happy End

Es läuft ja letztens ziemlich dumm
für das US-Imperium:
Das Land zerfällt, die Armut steigt,
den Ukraine-Krieg vergeigt.
Dazu wächst unaufhaltsam BRICS
trotz Donald’s Wut und Strafzoll-Tricks.

Verzweiflung steigt, Renditen sinken
der Westen, er beginnt zu stinken
nach Angst vor seiner Niederlage –
nicht „ob“ mehr, „wie“ ist jetzt die Frage.

Die Menschheit schnuppert und sie riecht,
wie ein Geruch die Welt durchkriecht
der streng und ziemlich eklig stinkt
je lauter Trump das Liedchen singt,
wie mächtig und wie wunderbar
und great durch ihn America!

Und ist die Panik groß genug,
sind diese Herrschaften am Zug:

Theaterprobe und Uraufführung: kommunistisches Lob des Absurden


Dichtet, musiziert und malt!
Auch wenn keiner euch bezahlt!
Tanzt und sprecht und deklamiert
was auf der Seele euch pressiert!
Selbst wenn die Kunst ganz brotlos ist –
Alles andre ist doch Mist!

Macht in der Welt der Konkurrenz
euch lieber einen faulen Lenz
mit Zeit und Raum für das Absurde.
Ich sage euch: Nur damit wurde
und wird in euch die Einsicht reifen
durch die wir diese Welt begreifen:

Nämlich als die Theaterprobe
fürs Primitive und fürs Grobe,
in der die Menschen ausprobieren –
nicht sehr verschieden von den Tieren –
ein Dasein, das erbärmlich ist,
wo einer stets den andern frisst.

Die Uraufführung kommt erst dann
wenn jede Frau und jeder Mann
die Muße hat und freie Zeit
für künstlerischen Zeitvertreib.
Wenn selbst die Arbeit, die man braucht,
von jener Art ist, die nicht schlaucht.

Der Kampf um Obdach, Lohn und Brot 
bringt manchen Reichtum, andren Not. 
Die „andren“ sind die große Masse. 
Doch bilden sie vereint die Klasse,
die diese Mühsal stoppen kann
und Freiheit bringt dem Arbeitsmann.

Das ist absurd! rufst du mit Runzelstirn.
Ich hätt’ vom Leben keinen Dunst!
Genau! Lass das Absurde dir in‘s Hirn
und widme dich erst mal der Kunst!

Zwei Oden an das Fischbrötchen

Ode an das Fischbrötchen I

Es steht in seinem Bötchen
der wack‘re Fischersmann.
Er fängt für unsre Brötchen
so viel er fangen kann:

Hering, Dorsch, Makrele,
Alles was Flossen hat.
Rein ist seine Seele,
er macht die Menschen satt.

Er verhilft der Sprotte
Und manchen andrem Fisch
zum Date mit ihrem Gotte
(und uns zum Mittagstisch).

Des Herings Zweck und Schicksal tat
der Herr einst so verkünden:
„Du seist, als Matjes mit Salat,
im Fischbrötchen zu finden!“

Und damit dies passieren kann
schuf Er sogleich den Fischersmann.

Dieser sorgt von früh bis spät
für unsere Ernährung.
Und wenn’s mit ihm zu Ende geht
erfährt er höchste Ehrung.

Wird ihm zum Grab das kühle Naß
ist die Belohnung süß:
Auf gradem Weg betritt er das
Fischbrötchenparadies.

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Ode an das Fischbrötchen II

Der Fisch hat keine Pfötchen
Drum landet er im Brötchen

Russe böse, Russe schlecht, Russe übel, WIR gerecht!

Zwischen den Fussballspielen gibt es „heute“ Nachrichten. Zum Glück hab ich in weiser Voraussicht dessen, was da auf mich zukommt, den Ton abgestellt und schaue nur ab und zu auf die News-Filmchen, die die Nachrichten begleiten.

Auch so wird klar: das sind keine Nachrichten, das ist der verfilmte „Völkische Beobachter“; eine geballte Ladung Propaganda für das NATO-Imperium, dessen Tage gezählt sind und das anscheinend deswegen seine Informationskriegsführung nocheinmal potenziert und ins komplett Aberwitzige steigert.

Ohne auf einzelne Meldungen dieses irren Kaleidoskops von wertewestlicher Hetze einzugehen, habe ich mal den essentiellen Content des heutigen Nachrichtenüberblicks poetisch zusammengefasst. Vielleicht sollte ich der „heute“-Redaktion anbieten, einfach allabendlich diese Verse vorzutragen.

Das würde haargenau dieselbe Botschaft kürzer und prägnanter übermitteln: