Alle Tiere sind gleich, aber einige Tiere sind gleicher als die anderen

Demokratische Machthaber, wenn‘s gegen mißliebige Personen oder Staaten im In- und Ausland geht: „KEINER steht über dem Gesetz!“

Demokratische Machthaber, wenn’s um die Verwicklung der eigenen Brut in hochkriminelle Machenschaften geht: „Zehn Jahre rückwirkende Amnestie für alle Gaunereien, die mein kokainsüchtiges, pornobesessenes Söhnchen (mit meiner Beteiligung, aber das muss keiner wissen) begangen hat!“

„Joe Biden versprach, seinen Sohn Hunter Biden nicht zu begnadigen, und wurde daraufhin von den Medien als prinzipientreu und als Verfechter der Rechtsstaatlichkeit gefeiert. In einem nicht allzu überraschenden Schritt änderte Joe Biden jedoch seine Position und erließ eine weitreichende Begnadigung mit einer unglaublichen rechtlichen Tragweite. Die Begnadigung schützt Hunter Biden vor allen Straftaten, die er in den letzten zehn Jahren, also seit Januar 2014, begangen haben könnte. Dieses Datum ist kein Zufall, denn es markiert den Beginn der schäbigen und wahrscheinlich kriminellen Aktivitäten der Familie Biden in der Ukraine.

Joe Biden war der Vizepräsident, als der Westen im Februar 2014 einen Putsch in der Ukraine unterstützte. Die USA versuchten, ihre Kontrolle über die ukrainischen Ressourcen aus wirtschaftlichen Interessen und als Instrument für politischen Einfluss zu festigen. Joe Biden bezog seinen Sohn ein, um sich und seine Familie persönlich zu bereichern.

Drei Monate nach dem Staatsstreich wurden Hunter Biden und ein enger Familienfreund des US-Außenministers John Kerry Vorstandsmitglieder des ukrainischen Energieunternehmens Burisma. Der Job wurde mit 50.000 Dollar pro Monat vergütet, obwohl Hunter Biden keinerlei Erfahrung oder Kompetenzen in der Gasindustrie oder der Ukraine hat. Im Jahr 2017 unterzeichneten die NATO-Denkfabrik Atlantic Council und Burisma eine Kooperationsvereinbarung mit dem Schwerpunkt „Energiesicherheit“.

Der ukrainische Generalstaatsanwalt Viktor Shokin eröffnete ein Korruptionsverfahren gegen das ukrainische Energieunternehmen Burisma. Joe Biden intervenierte daraufhin und ließ den ukrainischen Generalstaatsanwalt mit der Drohung feuern, eine US-Kreditgarantie in Höhe von 1 Mrd. USD zurückzuhalten. Shokin beklagte, dass seit 2014 „das Schockierendste ist, dass alle [Regierungs-]Ernennungen im Einvernehmen mit den Vereinigten Staaten vorgenommen wurden“. Washingtons Verhalten, so Shokin, zeige, dass sie „glaubten, dass die Ukraine ihr Lehnsgut sei“.

Vizepräsident Joe Biden beharrte darauf, dass die Entscheidung nichts mit Burma oder seinem Sohn zu tun habe, da er fälschlicherweise behauptete, er habe „nie mit meinem Sohn über seine Geschäfte im Ausland gesprochen“. Der Geschäftspartner von Hunter Biden in Burma, Devon Archer, bestätigte jedoch im Juli 2023, dass Joe Biden stark in die Geschäfte von Hunter Biden involviert war.“

Quelle: https://open.substack.com/pub/glenndiesen/p/the-pardoning-of-hunter-bidens-crimes

Der Betrug

In einer Welt vollständiger oligarchischer Kontrolle und kapitalistischer Hegemonie über jeden Lebensbereich werden Untertanen rund um die Uhr zugeballert mit Kaufaufforderungen für Konzepte, Gegenstände und Dienstleistungen, die ihnen die Illusion vermitteln, sie wären selbstbestimmte, freie Individuen. 

Die Abgründigkeit dieses Betrugs fällt keinem auf.

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Der Dritte Weltkrieg ist in vollem Gange

Während an immer mehr Schauplätzen auf der Welt versucht wird, Machtfragen mit Gewaltmitteln zu lösen, zeigt sich in den Ländern des kollektiven Westens eine zunehmende Tendenz, die Fassade von „Demokratie“ in dem Moment fallen zu lassen, wo Wahlergebnisse oder innenpolitischen Entwicklungen die absolute Macht der globalistischen Eliten (ein anderes Wort dafür wäre „der oligarchische Kapitalismus westlicher Prägung“) in frage stellen:

Kriegsrecht in Südkorea weil die US-Marionette auf derm Präsidentenstuhl ihre schwindende Macht sichern will; 

Annulation der Wahlen in Rumänien weil der falsche Kandidat gewinnt; 

Massive Manipulation der Wahlen in Moldawien, damit die „richtige“ EU-freundliche Kandidatin gewinnt;

In der Ukraine führt die NATO selbst und mittels einer zum signifikanten Teil aus Nazis bestehen Stellvertreterarmee einen Krieg gegen Russland, der das ausdrückliche Ziel hat, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen;

In Palästina vollführt das zionistische Besatzungsregime einen Völkermord an der Bevölkerung von Gaza und bombardiert Gegner und Zivilisten im Libanon;    

Die Gunst der Stunde nutzend, schickt der türkische Präsident – in Abstimmung mit USA und Israel – die islamistischen Halsabschneiderbrigaden, die in der Türkei trainiert und mit modernstem westlichen Kriegsgerät versorgt werden, gegen Syrien los. Usw, usf. 

Der dritte Weltkrieg ist in vollem Gange. Wer geglaubt hatte, „Dritter Weltkrieg“ bedeute sofortige Annihilation durch tausende von nuklearen Explosionen rund um den Globus, sollte genauer hinschauen. Auch der zweite Weltkrieg begann an einzelnen Schauplätzen in verschiedenen Ländern, bis er sich zum globalen Konflikt ausweitete. Wir SIND bereits mitten im dritten Weltkrieg, der ohne weiteres auch zu einem nuklearen Schlagabtausch zwischen den nuklear bewaffneten Mächten führen könnte,

Wenn der schmalbrüstige Blackrock-Kriegshetzer Merz in wenigen Wochen Kanzler werden sollte (ich traue meinen Landsleuten eine solche suizidale Idiotie durchaus zu), ist denkbar, dass die BRD, in psychopathischer Verkennung der Realitäten, Russland „ein Ultimatum stellt“, um dann – nach dem erwartbaren russischen Achselzucken angesichts der deutschen Maus, die den russischen Bären zum Ringkampf auffordert – mit von deutschen Militärs bedienten „Taurus“ Cruise Missiles Russland anzugreifen. 

Überall in Europa lechzen die Machthaber des glorreichen „freien Westens“ nach Krieg, überall zeigen sie, was sie von Demokratie wirklich halten: sie schätzen sie als perfekte Form bürgerlicher Herrschaft, werfen sie aber schnell unter den Bus, sobald ihre Macht gefährdet scheint. Gleichzeitig werden überall die Bewegungen stärker, die genug haben von dem neoliberalen, neokonservativen Kriegs- und Verarmungskurs der herrschenden Eliten. 

Es brodelt an der Heimatfront des Kollektiven Westens. Das Imperium der Lügen ist schwer angeschlagen, seine Kriege gehen verloren, seine Verzweiflung nimmt zu, seine Maßnahmen werden drastischerer, gewalttätiger und rücksichtsloser. Die „Demokratie“, viel beschworen und angeblich Grundlage der „regelbasierten Weltordnung“, wird Stück für Stück abgeschafft und mit dem Faschismus ersetzt, der sich als Rettung der Demokratie ausgibt. 

Jedwede Opposition zu Krieg, Zensur, Faschisierung und Verarmung wird umstandslos als Feindpropaganda („russische Desinformation“) abgetan und ihre Protagonisten nach Möglichkeit kriminalisiert, mindestens aber in der öffentlichen Sphäre als zwielichtige verdächtige Gestalten desavouiert – auch das ein Phänomen, das Gesellschaften im Krieg kennzeichnet. 

Gibt es Hoffnung?

Ich weiß es nicht. Viele Menschen in den Ländern des Westens wenden sich ab von der Herrschaftsideologie, von der Identifikation mit den Machthabern – denen von einer Mehrheit der Wahlbevölkerung immer noch unterstellt wird, dass sie “das Wohl der Bevölkerung“ auf dem Schirm bzw. als Auftrag haben. Es gärt und rumort auch unter den Bevölkerungen des kollektiven Westens. Die Leute spüren, dass nicht nur eine „Konjunkturdelle“ oder eine “Wirtschaftskrise“ zu bewältigen ist, sondern dass ihr Leben unwiderruflich ungemütlicher wird durch die Unfähigkeit ihrer Anführer, vom Weltherrschaftsanspruch zu lassen und sich einzufügen in eine multipolare Welt, die gerade (und schneller, als irgendjemand gedacht hatte) entsteht

Fakten über Russland: Verbindung unterbrochen!

Wunderschöne Realsatire aus den staatlich kontrollierten Sendeanstalten Deutschlands: die erkennbar ahnungslose Tante, die die „Wirtschaftsnachrichten“ vom Spickzettel abliest, verkündet den Zuschauern, wie schlimm es um die russische Wirtschaft steht, barmt heuchlerisch, wo das noch alles enden soll und fragt hoffnungsvoll, ob das vielleicht auch „etwas Gutes für die Ukraine“ bedeuten kann.°

Dann soll ein Experte den Fernsehkonsumentrn erläutern, wieso Russland jetzt in einer tiefen und potentiell katastrophalen Wirtschaftskrise steckt. Kaum relativiert der Fachmann die laienhafte Propaganda der Stichwortableserin und referiert ein paar Eckdaten der russischen Wirtschaft (3-4% Wachstum, Vollbeschäftigung, Problem mitnichten Rubelkurs, sondern Arbeitskräftemangel), entgleist der Gesichtsausdruck der Börsenberichts-Dummliesel und die Verbindung zum Experten ist plötzlich „abgebrochen“:

Western censorship works simply. It is forbidden to tell the truth.

The saga of how the German Channel One made a fool of itself on live TV

— On the air of “Propaganda Hour,” our expert will now tell you how bad everything is for the Russians.
— Everything is fine for the Russians!
— Hello? Hello? I can’t hear you, you’re disappearing… Oh, how untimely the interference started!“

Quelle: Quelle: https://t.me/s/kanzlerdaddy

Wochenendgedanken in Kriegszeiten

Und was tut sich so in der ehemaligen Ukraine?

Vierzig „ausländische Spezialisten“, also NATO-Angehörige,  in einem gemeinsamen Stützpunkt von CIA und dem neonazistischen „Kraken“-Truppenverband „neutralisiert“, wie das russische MOD so schön sagt; fünf HIMARS-Launcher, von denen ATACMs in den Kursker Oblast abgeschossen wurden, an einem Tag zerstört; unaufhaltsames Vorrücken der russischen Armee an allen Fronten, massenhafte Desertation und Flucht der zwangsrekrutierten armen Schweine, die das Kiewer Regime in seine zerfallene Armee presst….

Russland macht jetzt aktiv Jagd auf die westlichen Militärangehörigen, die in der Ukraine sind und zerstört die Abschussanlagen für die von ihnen durchgeführten Angriffe auf russisches Territorium.

Und der Einsatz von „Oreschniks“ gegen „Entscheidungszentren“ auch in Kiew steht noch bevor. Putin hat bei mehreren Gelegenheiten darauf hingewiesen, dass die Auswahl der „Oreschnik“-Ziele ganz explizit auch Kiew mit einbezieht. Vielleicht nur, um Selenskij und seine Entourage in Angst und Schrecken zu versetzen – die ganze banderafaschistische Bande hockt jetzt wahrscheinlich in irgendwelchen Bunkern in Kiew und überlegt sich, ob sie sich ihrem Ende durch Selbstmord oder durch Flucht entzieht. 

dIn der Zwischenzeit werden sie wohl dem Drängen ihrer westlichen Meister nachgeben, auch das ganz junge Kanonenfutter im Alter von 18 – 25 Jahren noch an der Front zu verheizen (zum Glück hört man, dass die allermeisten dieser jungen Leute die erste Gelegenheit zur Desertation nutzen, sobald sie an der Front sind) und damit die demographische Situation in der Ukraine endgültig zu einem nicht mehr zu behebenden Kipp-Punkt zu bringen (diese Altersgruppe ist in der Ukraine sowieso schon relativ schwach vertreten).

Und die deutschen und europäischen Kriegsfans stehen dabei und applaudieren; der Krieg kann ihnen gar nicht lang genug dauern. Sie wollen, wie Herr Friedrich „Ich habe keine Angt vor dem Atomkrieg“ Merz, den ukrainischen Nazis deutsche „Taurus“-Raketen liefern, Deutschland damit zum direkten Kriegsbeteiligten machen und in die Zielliste der Präzisionsschläge durch (von keiner Luftabwehr aufhaltbaren) russischen Hyperschallwaffen befördern.

Damit das geneigte Medienpublikum sich keine Sorgen machen muss, wird derlei Unangenehmes aber vorsichtshalber gar nicht erst weiter vermeldet, oder wenn dann irgendwo versteckt unter „Ferner liefen“. Schließlich will man ja das erste Kerzlein auf dem Adventskranz entzünden, die „Black Friday“-Angebote umfassend ausschöpfen und sich mit den lieben Freunden und Verwandten eine gemütliche Weihnachtszeit gönnen!

Das Hamburger Insiderblatt für russische Waffenkunde, der „Spiegel“, fragt gleich spöttisch „Was kann die neue Waffe, mit der Putin prahlt“ und beantwortet sich und uns die Frage mit einem sinngemäßen „Alles wieder mal russischer Bluff,  alter Wein in neuen Schläuchen, der Iwan taugt nix, Westen ist am besten“. Das gefällt den grünen, linken, konservativen und sonstigen Bildungsbürgern, die die Gazette lesen und sie wenden sich wieder beruhigt ihrer Anlagestrategie und den Weihnachtsgeschenken zu.

Im Februar werden sie dann in die Wahlkabinen strömen und mehrheitlich dafür sorgen, dass Deutschland auch diesmal wieder an der Ostfront von Sieg zu Sieg eilt.

„Bild“ mal wieder als scheinheiliger Advokat der Sorgen des Volkes

Dabei ist die ganze Existenz dieses Schmierblattes nur dazu da, die Interessen derjenigen zu vertreten und zu propagieren, die dem Volk all diese Zumutungen aufhalsen. Und es in Geiselhaft nehmen für ihre Kriegs-, Deindustrialisierungs- und Verarmungspolitik.

„Bild kämpft für dich“ meint nicht den sprichwörtlichen Kleinen Mann, sondern die Bourgeoisie.

Die Antwort auf die per Schlagzeile formulierte verlogene Frage der professionellen journalistischen Anschleimer ist übrigens ein schlichtes „Ja“.

Das einzig Gute daran: die Zeit der Forken und Mistgabeln rückt unaufhaltsam näher.

Geschichten aus dem Pflegeheim: „Dreh dich noch einmal um, eh wir auseinandergehen….“

Mal wieder ein paar Bilder aus meiner kunstgeragogischen Tätigkeit in der Pflegeeinrichtung – diesmal die beiden jeweiligen Kontrapunkte des Teilnehmerkreises, die stark demente Frau S. und die orientierte und künstlerisch ambitionierteste Teilnehmerin, Frau K.

Frau S. beherrscht je nach Tagesform die Handhabung von so vielen unterschiedlichen Dingen – Papier, Pinsel, Wasser, Farbkästen – nur gerade so und muss immer wieder beobachtet, ermuntert und angeleitet werden. Tut man das nicht, arbeitet sie beinahe mechanisch (offenbar aber mit einigem Vergnügen) vor sich hin, mit einer einzigen Farbe, an einer Stelle des Papiers, bis die Farbe verbraucht, das Wasser getrocknet und das Papier durchgescheuert ist.

Schon der Vorgang des Wiedereintauchens des Pinsels ins Wasser und Neuaufnahme der Farbe überfordert sie in einem Maße, das sich Nicht-Demente kaum vorstellen können. Irgendwann hört sie dann einfach auf und sitzt nur noch da.

Geht man Frau S. aber zur Hand und erinnert sie an die einzelnen Schritte des Malvorgangs, macht sie gerne mit und scheint große Freude und Befriedigung zu ziehen aus dem Spiel der Farben, deren Verläufen auf dem nassen Papier und der Tatsache, dass SIE diese Vorgänge auslöst. Ihre Aquarelle sind vielfältig interpretierńbar, weil sie völlig gegenstandslos und ungeplant sind. Die Dinge und Formen, die man in ihnen sehen kann, geben die Anwesenden und ich selbst in die Runde, wenn wir – meistens am Schluß des Angebotes – gemeinsam die jeweiligen Bilder anschauen und besprechen. Frau S. sitzt dabei, hört sich das alles staunend an, nickt auch manchmal und sagt „Ja“, aber es scheint, als wüsste sie schon gar nicht mehr, dass sie es war, die diese Bilder gemalt hat. 

Anders dagegen Frau K., die Dienstälteste und anerkannte Chefkünstlerin der Gruppe. Mit den Jahren haben ihre Ansprüche an sich selbst und an ihre Bilder sich vom anfänglichen „Ich kann nicht malen“ entwickelt zu einer gezielten Suche nach Motiven und einer immer sichereren farbsensibleren Strichführung.

Frau K. zeichnet ausschließlich gegenständlich und benötigt immer ein Motiv, eine Vorlage, irgendeinen Anhaltspunkt für ihre in der Regel mit Ölpastellkreiden gemalten Werke. Ihre Lieblingsmotive sind Landschaften und Szenen aus ihrer Westpommerschen Heimat, vorzugsweise Ostsee und Stettin. Sie arbeitet genau, geduldig und überlegt zwischendurch beispielsweise immer wieder, welche Farben sie wie einsetzt und ob die von ihr gewünschte Wirkung vielleicht eher durch einen Materialmix erzielt werden könnte als mit der strikten Begrenzung auf ein Werkzeug (Ölpastellkreiden in ihrem Fall).


Wenn sich ihre jeweiligen Projekte dem Ende nähern, erfaßt sie oft eine gewisse Ungeduld, fertig zu werden; zu einem guten Teil auch, um das Bild ihrer Familie zu zeigen, in der sie mittlerweile dank ihrer Bilder einen beträchtlichen Zugewinn an Respekt und Anerkennung erfährt. „Diesmal bin ich wirklich selber ganz begeistert von dem Bild!“, verkündet sie mir (was fast wörtlich ihre Standardbemerkung nach jedem vollendeten Werk ist. Schnell ist das Bild gerahmt, und als ich sie frage, ob wir es im Gruppenraum belassen sollen oder ob sie es mit auf ihr Zimmer nehmen will, ist die Antwort: „Das nehm ich mit, meine Tochter kommt morgen, der will ich das zeigen!“

So kommen rein kunstgeragogisch alle auf ihre Kosten, die dementiell veränderten wie die mental fitten Bewohner, dazu kommen mittlerweile an jedem Montag (dem Tag der Mal- und Kreativrunde) vier bis sechs weitere Bewohner, die selber sagen, dass sie zum Angebot kommen wegen der kreativen Atmosphäre, der populären Musik – und um den anderen beim Malen und Zeichnen zuzuschauen. Inzwischen habe ich der „Ich kann nicht malen und komme nur wegen der Atmosphäre“-Fraktion aber ein listiges Schnippchen geschlagen, indem ich sie einspanne als Zuarbeiter für unsere Collagen-Projekte. Zeitschriften durchblättern, geeignete Bilder finden, vielleicht auch mal etwas ausschneiden (sofern das haptisch geht) – all das ist extrem niedrigschwellig und bringt keinen in die Verlegenheit, etwas gegen seine Absicht bzw. etwas zu machen, von dem er oder sie überzeugt ist, es nicht zu können.

Unterm Strich sind die Montagnachmittage äußerst gemütliche, kommunikative und kreative Treffen, die schon aufgrund ihrer Eigendynamik und der Beliebtheit bei meinen betagten Gästen regelmäßig massiv überzogen werden – obwohl das Angebot das einzige der Einrichtung ist, das statt um 15:30 Uhr schon um 15:00 Uhr beginnt.
Sehr musikalisch geht es außerdem zu, da ich aus eigener Erfahrung und Vorliebe weiß, wie als angenehm empfundene Musik den Zeichenvorgang beflügelt und inspiriert. In der Regel hört man mindestens die Hälfte der Teilnehmer laut mitsingen zu all den alten Schlagern aus den Jahrzehnten 1940-70, die wir jedesmal hören. Und so heißt es dann am Ende regelmäßig: „Dreh dich noch einmal um, eh wir auseinandergehen….“ (Rudi Schuricke, 1952) und alle freuen sich aufs nächste Mal, mich eingeschlossen.