Die zweite Tasse Kaffee am Morgen bringt mich immer zum Nachdenken über Geschichte und Politik (Bild 1).
Nach der dritten ist’s damit dann wieder vorbei (Bild 2).


Die zweite Tasse Kaffee am Morgen bringt mich immer zum Nachdenken über Geschichte und Politik (Bild 1).
Nach der dritten ist’s damit dann wieder vorbei (Bild 2).


*João Ruacasa ist einer meiner Facebook-Aliasse
Das fragen sich viele, vorzugsweise in Bezug auf die Lieblings-Völkermörder der Deutschen, die israelischen ehemaligen Opfer des deutschen Völkermordes zu Zeiten eines ehemaligen Kanzlers, den hinterher keiner unterstützt haben wollte.
Was KANN Satire, frage ich mich. So einiges, antworte ich mir selber, nachdem ich die letzten beiden Videos eines zu Unrecht noch nicht bundesweit bekannten Dresdner Kabarettisten und Kleinkünstlers angesehen hatte. René Wolf, hier unterwegs als Axel Freilich, hat eine Kunst gemeistert, die so schwierig ist, wie sie scheinbar einfach scheint: die Chamäleon-Satire.
Dieser von mir soeben erfundene Fachausdruck bezeichnet eine Satire, die auf eine so subtile Weise Sachverhalte deutlich macht, dass sie ohne weiteres in einer gewissen medialen bzw. (bildungs-)bürgerlichen Sphäre auch als gänzlich unironischer, ernstgemeinter Beitrag durchgehen würde, nämlich in den Medien und Kreisen derer, die hier kritisiert und karikiert werden.
Woran merkt man, dass man es mit Chamäleon-Satire zu tun hat? Daran, dass die üblichen Verdächtigen sie nicht als solche erkennen, sie allen Ernstes als Meinungsbeitrag diskutieren oder sogar als Zustimmung zu den satirisch kommentierten Zuständen auffassen.
Wer mit seiner Kleinkunst diese Reaktionen auf sich zieht, hat das Next Level intelligenter Satire erreicht und verdient sich den Ehrentitel „Volksaufklärer mit satirischer Charakteristik“, ebenfalls ein Begriff bzw. Preis, den ich soeben erfunden habe und der mit einer Flasche hochkarätigster Destillation aus vergorener Getreidemaische ausgelobt ist.
Zweimal „René Wolf spricht Deutsch“:
Mentales Jucken, das*
* in Social Media Postings und Kommentaren das unwiderstehliche Bedürfnis, seinen eigenen unwesentlichen Senf zu allem möglichen Zeugs dazuzugeben, in der größenwahnsinnigen Annahme, das irgendeine Sau interessieren würde, was man zu sagen hat.

Neulich hat ein militärisch ziemlich hochgerüstetes Land in einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg seinen Nachbarn überfallen, Teile dessen Territoriums besetzt und bombardiert was das Zeug hält alle möglichen militärischen Ziele. Und macht auch unverdrossen weiter damit.
Aufschrei in den Medien? Empörte Politiker, die den Bruch des Völkerrechts beklagen und den Agressor mit Wirtschaftssanktionen„ruinieren“ wollen?°
Haha. Es war nämlich diesmal nicht Putin™, sondern unser guter Freund Netanyahu und sein erzdemokratisches Israel, die mit Syrien das in echt machen, was die imperialistische Meute Russland in Bezug auf die Bandera-Ukraine vorwirft.
Das Kot-Einwickelpapier mit den großen Buchstaben wirft sich wieder als Anwalt der kleinen Leute in die Brust, während die Eigentümer und Herausgeber dieses Drecksblattes genau zu denen gehören, in deren Auftrag und Interesse die politischen Verwalter des Kapitalstandortes dem lieben Volk all diese schönen Rechnungen aufmachen und ungefragt aufdrücken.
Damit die ohnmächtige Wut der Geschröpften sich nicht gegen die Schröpfer richtet, wird ihnen das Ventil „Bild empört sich für dich“ angeboten. Dass dabei auch „der Tod“ als eine der vielen Sachen aufgezählt wird, die teurer werden, ist wiederum ein schöner Winkelzug des Weltgeistes.


Seit die Supermärkte abends bis 22:00 oder länger geöffnet haben, begegnen einem dort die merkwürdigsten Gestalten, gerade im Advent.

Viele fragen mich, woher ich all die tollen Ideen für irgendwelche Bilder her habe und wieso meine Texte so brilliant sind. Ich verrate jetzt mal mein Geheimnis: auf meiner Schulter sitzt ein kleiner kommunistischer Elf, der mir all die Sachen einflüstert. Oft höre ich ihn aber nicht richtig, weil ich meistens Kopfhörer in oder auf den Ohren habe.

„The sun is beginnin‘ to shine on me
But it’s not like the sun that used to be
The party’s over and there’s less and less to say
I got new eyes, everything looks far away“