Ein empörter Gerechtigkeitsfreund stellt diese Frage bzw. postet dieses Bild. Er steht exemplarisch für alle Idealisten bürgerlicher Staatskunst, die fest daran glauben wollen, dass der Staat „wir alle sind“ und dass es darum Aufgabe der Staatsmacht sei, irgendwie für eine vage „Gerechtigkeit“ unter den angestammten Einheimischen eines bestimmten Territoriums zu sorgen.
Nichts ist weiter von der Realität eines bürgerlichen Staates entfernt.

Ihr versteht das Wesen und das Prinzip eines modernen, imperialistischen Kapitalstandortes nicht.
Es geht explizit NICHT darum, irgendwelche sozialen Wohltaten zu verteilen (auch nicht an irgendwelche herbeigeholten Flüchtlinge oder sonstiges Menschenmaterial, das gerade in die ausgreifende globale Kalkulation des betreffenden Staates passt).
Es geht darum, die staatlichen Interessen – die zufällig immer deckungsgleich sind mit den Interessen der privatwirtschaftlich-oligarchisch organisierten Kapitaleliten – so durchzusetzen, dass die optimale Profitabilität des Kapitalstandortes dabei rauskommt.
Die Verwaltung des Menschenmaterials (ob einheimisch oder auswärtig) ist staatlicherseits nur insofern interessant, als sie die Kapitalvermehrung nicht beeinträchtigen darf.
Wenn ein anspruchsvoller imperialistischer Player wie die BRD sich Millionen Ausländer ins Land holt, dann macht er das nicht aus Menschenliebe, sondern aus dem gezielten Kalkül heraus, damit ein Mitspracherecht und ein Erpressungsinstrument gegenüber den Herkunftsländern dieser Leute und ganz allgemein in der globalen Konkurrenz um Einflusssphären, Rohstoff- und Absatzmärkte zu haben.





