Werbung auf Facebook

Sowas erscheint in meiner Timeline.

Ist ja schon schlimm genug, dass man in der Facebook-App mit jedem dritten oder vierten Posting von Werbung belästigt wird. Außer maximaler Profitabilität zählt nichts in dieser dystopischen Gegenwart, egal ob das Material zur Erzielung der Bereicherung Dinge oder Menschen sind.

Eklig ist nicht so sehr die Tatsache, dass Kapitalismus nun mal so funktioniert (das weiß man ja, wenn man denn will), widerwärtig ist der Umstand, wie offen, rotzfrech und unverschämt die Apologeten dieser feinen Lebensweise ihre Anpassung an das Ausbeutungs- und Bereicherungsdogma anpreisen.

Edit:
Ich glaube, was ich am deprimierendsten an solchen Anzeigen (beziehungsweise den darin kolportierten Inhalten) finde, ist die Selbstverständlichkeit, mit der deren Protagonisten sich keineswegs als rotzfreche Zyniker empfinden, sondern als freundliche Realisten von Verhältnissen, die sie nicht geschaffen haben, in denen sie aber erfolgreich zurecht kommen müssen.

Und das ist das wirklich Traurige und Tragische an dem Konkurrenzsystem.

Geschichten aus dem Pflegeheim: Geburt und Tod sind ungemein trügerisch

Heute saß ich eine ganze Weile bei einer sterbenden Bewohnerin der Pflegeeinrichtung, in der ich arbeite. Alle vier Stunden bekommt sie eine Morphiuminjektion gegen die Schmerzen. Sie ist bei klarem Verstand, ansprechbar und bekommt alles mit.

In der Sterbephase verschwinden alle Beschäftigungen mit „weltlichen“ Angelegenheiten. Der Geist beginnt, sich vom Körper zu lösen und die Person weiß in der Regel, dass sie nicht mehr lange im Körper sein wird.

Alles Äußere wird unwichtig, nur die eine Frage zählt: gehe ich mit Angst und in Panik aus dieser Welt, überwältigt von dem unbekannten Geschehen, oder nehme ich das, was mit mir passiert, als natürlichen Ablauf der Dinge an.

Geschichten die das Leben schrieb: Im Bardo hört dich keiner schreien

Die Psychologie des gesamten siebten Lebensjahrzehntes (und zwar umso stärker, je weiter es voranschreitet) ist geprägt vom Schwanken zwischen zwei mentalen Mustern, die eher komplementäre Pole sind als Gegensätze: 

Zum einen die Erkenntnis des unerbittlichen Verfalls von Körper und Geist, sowie das Hadern mit diesem progressiven Nachlassen all der Kräfte und Fähigkeiten, deren Besitz und Ausübung man bis hierher für selbstverständlich gehalten hatte.  

Zum anderen der Versuch, sich in das Unvermeidliche zu fügen und zu akzeptieren, dass von nun an alles nur noch weiter bergab geht.

Pausen von dieser gnadenlosen Abwärtsspirale gibt es kaum; Trost besteht einzig in der Einsicht, dass die Zeit dahin rast und bald, sehr bald, das Ende des irdischen Gastspiels erreicht ist. Und, in lichten Momenten, dass man vielleicht ein paar nützliche Dinge gemacht, einige Leute inspiriert und Menschen nicht ausgenutzt und ausgebeutet hat.

Der Zwischenzustand zwischen Geburt und Tod gleicht dem Tautropfen auf dem Grashalm bei Sonnenaufgang, oder den Wolken am windigen Himmel. Schnell naht die Zeit des Abschieds von allem, was man kennt. 

„Zur Zeit, da Körper und Geist sich trennen, geht dir die wahre Erscheinung des Seins-an-sich als subtil und klar, hell-strahlend, von Natur aus leuchtend und doch furchterregend auf, gleich dem Glitzern einer flimmernden Fata Morgana über einer hochsommerlichen Ebene.“

Darauf sich vorzubereiten, ist nicht verkehrt.

Edradour Vintage 2013 Signatory Un-Chillfiltered Whisky

Das FINISH des Edradour Vintage 2013 Signatory Un-Chillfiltered Whisky ist besonders bemerkenswert

Der Edradour Vintage 2013 Signatory Un-Chillfiltered Whisky verbrachte seine Reifezeit in 1st Fill Oloroso Sherry Butts. Wie gewohnt, begibt sich der Whisky anschließend farbstofffrei und ohne Kühlfiltrierung in die Flasche. Eine fruchtbeladene und angenehm würzige Kreation für Feinschmecker.

Tasting Notes

  • Nase: würziges und fruchtiges Bouquet
  • Gaumen: Am Gaumen breiten sich Aromen von dunkler Schokolade, Pflaumen, wärmenden Gewürzen und getrockneten Früchten aus.
  • Finish: anhaltendes Finale

Väterlicher Rat

„Und diese Regeln präg in dein Gedächtnis:
Gib den Gedanken, die du hegst, nicht Zunge,
Noch einem ungebührlichen die Tat.

Leutselig sei, doch mach dich nicht gemein.
Den Freund, der dein, und dessen Wahl erprobt,
Mit ehrnen Haken klammr ihn an dein Herz.

Doch schwäche deine Hand nicht durch Begrüßung
Von jedem neugeheckten Bruder. Hüte dich,
In Händel zu geraten; bist du drin,
Führ sie, daß sich dein Feind vor dir mag hüten.

Dein Ohr leih jedem, wenigen deine Stimme;
Nimm Rat von allen, aber spar dein Urteil.

Die Kleidung kostbar, wie’s dein Beutel kann,
Doch nicht ins Grillenhafte: reich, nicht bunt;
Denn es verkündigt oft die Tracht den Mann.“

(Väterlicher Rat von Polonius an Laertes in „Hamlet“, 3. Szene)

And these few precepts in thy memory
Look thou character. Give thy thoughts no tongue,
Nor any unproportion’d thought his act.
Be thou familiar, but by no means vulgar:
Those friends thou hast, and their adoption tried,
Grapple them unto thy soul with hoops of steel;
But do not dull thy palm with entertainment
Of each new-hatch’d, unfledg’d comrade. Beware
Of entrance to a quarrel; but being in,
Bear’t that th‘ opposed may beware of thee.
Give every man thine ear, but few thy voice;
Take each man’s censure, but reserve thy judgment.
Costly thy habit as thy purse can buy,
But not express’d in fancy; rich, not gaudy;
For the apparel oft proclaims the man.

Kleines Mißverständnis, das StraZi, Lenchen, Olaf und andere Werteverteidiger sicher ausräumen können: alles russische Desinformation!

Dieser ukrainische Freiheitskämpfer wird kaum verstehen, wieso er bei der Verteidigung unserer Werte diesmal Ärger mit der Justiz des sonst so ukrainefreundlichen Polens bekommt.

Aber bestimmt können die tapferen Recken der ukrainischen 3. Sturmbrigade (vormals „ASOW“) auf ihrer derzeit stattfindenden Sympathie-Tour durch Europa etwaige Missverständnisse ausräumen, schließlich ist man sich mit den Gastländern ja einig in der Bekämpfung des Russen:

„So sind für den 25. und 26. Juli auch Veranstaltungen der »Asow«-Sturmbrigade in Deutschland angekündigt: In Berlin werden die »epischsten Geschichten von der Front« garniert mit »Soldatenhumor« für 20 Euro, in Hamburg für 15 Euro angeboten; der Erlös geht an »Asow«. »Kommt zum Treffen mit den echten Kämpfern der Brigade, die in den Schlachten in Bachmut, Awdijiwka und Charkiw waren«, heißt es in der Werbung, die in Social-Media-Kanälen verbreitet wird. »Unzensiert erzählen sie alles über ihren Dienst.« (junge Welt v. 15.07.2024)

„Das Auschwitz-Birkenau-Museum in Auschwitz wird bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen einen Aktivisten von „Asow“ erstatten, nachdem ein Ukrainer mit einem T-Shirt mit einem Hitler-Zitat dorthin gekommen war

Der Pressedienst des Museums erklärte, die Tat des ukrainischen Aktivisten sei ein Verbrechen und eine Beleidigung der Opfer des Nationalsozialismus.

Ein entsprechender Antrag wird auch bei der ukrainischen Botschaft in Warschau eingereicht.

Sollte es sich bei dem Täter tatsächlich um einen ukrainischen Militärangehörigen handeln, wäre dies eine „inakzeptable Missachtung“ der Leistung der Befreier des Lagers, zu denen Russen und Ukrainer gehörten, so der Pressedienst.“

Quelle: https://t.me/s/Slavyangrad