Neuss! Das Elend an der Erft! Neuss! Die Stadt, die jeden nervt, der im Schrank noch alle Tassen, hat und nicht vollendet blöde ist und es nicht fassen kann, dass dieser Ort der Öde überhaupt sich „Stadt“ benennt!
Neuss, das nur Misere kennt! Ein Ort, so langweilig und grässlich, dessen Innenstadt so hässlich, dass ein Laden nach dem andern sich entscheidet abzuwandern und der hier verblieb‘ne Rest gezwungen ist, beim Schützenfest – misslingt‘s ihm, vorher wegzulaufen – drei Tage lang sich zu besaufen.
Neuss, du weißt, ich spreche wahr. “Ich grüße dich, Novesia!“
Wir marschieren hier vereint gen Osten, dort sitzt unser Feind!
Der Russe darf nicht siegen, wir müssen ihn bekriegen!
Was? Er hat uns schon geschlagen?! Egal! Das sind zwar schlimme Sachen, doch die darf keiner bei uns sagen, denn wir müssen weitermachen, auch wenn wir den Krieg verlieren –
Man sieht hier drei Politgestalten wie Sie Panzerbilder halten. Sie zeigen gern die Bilder her – Die Rüstungsfirma freut es sehr. An ihrem Grinsen lässt sich ahnen dass sie bereits den Einsatz planen.
Der Ausdruck hohler Dümmlichkeit belegt, wie freudig kriegsbereit sich diese Säbelrassler geben – es ist ja schließlich nicht IHR Leben das gerne sie zum Opfer bringen wenn sie den Endsieg neu erringen.
„Man muss dagegen arbeiten, man darf sich nicht aufgeben“, sagt mir ein Freund und Genosse, und meint es in aller Freundschaft und Solidarität.
Das klingt in den Ohren eines Menschen, der sich mit dem abmüht, was bürgerliche Psychologen Depression nennen, natürlich wie Hohn, da diese Appelle für ihn zu der Welt gehören, deren absolute und ultimative Sinnlosigkeit ihn erst in den Zustand befördert hat, in dem er steckt.
Einer meiner liebsten Sprüche stammt tatsächlich von der ehemaligen Chefin der evangelischen Großsekte, Margot Kässmann (die ihren Job verlor, weil sie besoffen Auto fuhr, dabei einen Unfall baute und damit „nicht mehr tragbar“ war als Vorsitzende der EKD). Sie kommentierte das Ganze mit dem Satz:
„Man fällt niemals tiefer als in Gottes Hand“.
Das ist ein Juwel der Weisheit; man muss nicht mal gläubig sein, um die Weisheit darin zu entdecken. Nichts Menschliches sollte uns fremd sein, gerade wenn wir uns als Kommunisten bezeichnen…
Oh Schwein! Du sitzt allein und stumm vor einem leeren Tellerchen – warum? Wohin ist deine Schweinefrau verschwunden, und auch: was genau ist unter jenem runden Deckel auf des Kellners Schale verborgen, aber gleich zum Mahle dir dienend? Lass mich raten: Ist‘s Schweinbraten?
Tief im Osten liegt ein Staat, da herrscht ein übler Autokrat, der alles ganz allein bestimmt und jedem seine Freiheit nimmt, der was dagegen sagt – so wird es hier beklagt.
Dieser schlimme Finger hat den Hunger eines Nimmersatt auf uns, die wir in freien Ländern an seines Riesenlandes Rändern ein feines Leben haben – so hört man viele sagen.
Zwar gibt‘s auch dort, was hier man kennt: Wahlen, Rechtsstaat, Parlament; Doch ist der Westen schwer verdrussen weil Putin™ dort von seinen Russen geschätzt und hoch geachtet wird – und das, sagt man uns, ist verkehrt!
Denn Merz und Starmer und Macron, freuen sich ja sogar schon, wenn keine Eier auf sie fliegen für ihre kriegsbereiten Lügen: „Russland will Krieg!“ – wir ahnen, dass sie ihn selber planen.
Die Pleiteländer der EU und auch die Inselaffen legen geschäftlich nur noch zu mit Rüstung, Krieg und Waffen.
Willst du das Volk zum Krieg bewegen, musst du ihm täglich nahe legen, dass man das Böse stoppen muss – und das Böse ist der Russ‘, der, weil er nun mal Autokrat, nur Aggression im Sinne hat.
Erst Kiew, später Polen, dann kommt er, uns zu holen! „Oh Schreck lass nach, da kommt er schon!“ Das ist sonst nichts als: Projektion.
Europa wird vor Furcht fanatisch und dabei selber autokratisch: Es hat sich in den Krieg verheddert, die eig‘ne Wirtschaft bald geschreddert, ‚ zerschlägt jetzt noch den Wohlfahrtsstaat – Doch Putin™ ist der Autokrat?
„Weil der Russe Böses plant Musst du ärmer werden und demnächst – du hast‘s geahnt – dann auf dem Schlachtfeld sterben.
Dazu müssen wir dein Geld für den Krieg verbraten; im Gegenzug wird dir erzählt das Feindbild „Autokraten“.
Wozu? Das darfst du ruhig erfahren: Wir brauchen diese Waffen, um doch, nach nunmehr neunzig Jahren, den Endsieg noch zu schaffen!“