Deutsche Kontinuität

Der Demokrat und der Faschist:
Beide schwall‘n denselben Mist.
Zwei deutsche Führer, die geeint
nach Osten zeigen, auf den Feind.

Sie haben Russenblut geleckt
und tiefste Barbarei entdeckt.
Natürlich nicht bei ihresgleichen,
Nein, DER RUSS‘ geht über Leichen!

Die Russen woll‘n vom Krieg nicht lassen –
so sind sie halt, die Steppenrassen,
in ihrer tiefen Barbarei –
doch wir sind liberal und frei.

Die Barbarei muss man bezwingen
und Russland uns‘re Ordnung bringen!
Der Heinrich wies einst forsch den Weg,
den Friedrich heut zuende geht.

Der Demokrat und der Faschist:
Beide schwall‘n denselben Mist.

MSC: Fotzenfritz hält Reden

In München bei der MSC
trifft sich die Epstein-Bourgeoisie.
Als erstes spricht der Fotzenfritz
zum Publikum das vor ihm sitzt:

Der Russe muss, so sagt der Mann,
bis zur Erschöpfung Kontra kriegen,
so lange bis er nicht mehr kann,
erst dann, so Fotzenfritz, gibt‘s Frieden.

Man wäre schon ein gutes Stück
auf diesem Wege vorgerückt,
doch bräuchte es noch etwas Zeit,
bis Putin und sein Russenheer
mit seufzendem „Ich kann nicht mehr!“
zur Kapitulation bereit.

Solch feuchte Nazifantasien
sieht man durch Fritzens Rübe ziehen.
Er macht auch gar kein Hehl daraus:
Der Russ‘ ist ihm ein rechter Graus – 

Das liegt in Friedrichs family:
Schon Opa J.P. Sauvigny
war damals mit den Wehrmachtshorden
vorn mit dabei beim Russenmorden.

Sein Enkel Fritz möcht‘ heut vollenden 
was mit des Opas Heldentaten
letztlich doch nicht hingeraten.
Fritz will jetzt die Geschichte wenden

Und Russland so lang drangsalieren,
bis es erschöpft an Geist und Herz,
bis Putin sagt: „Mist, wir verlieren!
Wir unterschätzten diesen Merz!

Lasst uns die SMO vergessen, 
wir können uns mit ihm nicht messen,
und mit Europas stärkstem Heer,
der unschlagbaren Bundeswehr!“

So träumt und redet Fotzenfritze.
Wer von euch denkt, ich mache Witze,
hör‘ selbst, wozu der Blackrocknarr
sich wieder nicht zu schade war:

Es wurde überall gesendet,
und kräftig wurd‘ Applaus gespendet 
von der Elite, die dort saß
und diesmal keine Babys aß –

Dafür war heute keine Zeit,
es ging ja um die Sicherheit –
um die der Epstein-Bourgeoisie,
die ihr gefährdet scheint wie nie:

Schuld ist der Kremlfürst gewesen,
der – unterstützt von dem Chinesen –
die schöne Ordnung uns‘rer Welt
ganz grundsätzlich in Frage stellt,
indem er frech uns‘re Geschäfte 
blockiert durch Militärstreitkräfte.

Doch in dem Sumpf der Ukraine
kommt er auf die Verliererschiene,
wenn wir nur immer weiter Waffen
und üppig Geld nach Kiew schaffen!

So faselt das Blackrock-Genie,
Hofnarr der Epstein-Bourgeoisie,
realitätsfremd, abgehoben,
kriegsbefördernd und verlogen,
vor einem Pulk von seinesgleichen.
An der Ostfront rotten Leichen.
„Mehr davon!“ sagt Kanzlermann,
„Bis der Russe nicht mehr kann!“

Ballade von der russischen Bedrohung (Shanty, auf dem Schifferklavier zu spielen)

Es warnt der Vizeadmiral:
Liebe Deutsche, hört einmal!

Der Russ’ bedroht uns überall:
Zu Land, zur See, im Weltenall!
Er will an unsere Bodenschätze!
Deshalb betreibt er Hass und Hetze!

In Ost- und Nord- und Südsee droht
der Russ‘, im Kern noch immer rot.
Sein böses Ziel, das kennt man schon:
Er will seine Sowjetunion
neu wiederauferstehen lassen
und auch nach Resteuropa fassen
mit seine fiesen Russenkrallen –
das lassen wir uns nicht gefallen!

Es warnt drum der Marine-Späher:
Der Russe kommt uns immer näher!
Bedrohlich tief zieh’n seine Flieger!
Wir brauchen mehr Marine-Krieger!

Schon sieht er durch sein oculus
bedrohlich nah den bösen Russ‘:
Da hinten in Sankt Petersburg
verbirgt er sich, der fiese Lurch!
Damit – was zu beweisen war –
ist die Bedrohungslage klar!

Er droht uns, um uns zu besiegen!
Wir müssen ihn deshalb bekriegen
zur See, zu Land und in der Luft,
den Russen, diesen Oberschuft!

Die Zäpfchen im Arsch der Bourgeoisie

Als Zäpfchen im Arsch der Bourgeoisie
lebt sich‘s für „Linke“ gut wie nie.
Ein Parlamentarier-Grundgehalt:
schon sind sie für Rüstung und Krieg und Gewalt.

Mit der herrschenden Klasse ein Kopf und ein Arsch
setzt sich „Die Linke“ gen Osten in Marsch
und singt im Chor mit der Bourgeoisie:
„Ach, ist nicht das Leben so schön wie nie?

Macht sich nicht so ein Fraktionsgehalt
gleich doppelt und dreifach und vierfach bezahlt?
Vieltausende Euro! Die spätere Rente!
Da sind wir dabei, bei der Zeitenwende!“

Der Klassenfeind weiß, was er an ihm hat,
an seinem sozialen Feigenblatt,
das Aufrüstung und Verarmung und Krieg
als Mittel der eigenen Mitsprache sieht:

Sozialdemokratische Perfidie
als Zäpfchen im Arsch der Bourgeoisie.

Philosophisch-medizinische Betrachtung I: Influenza und Canis lupus familiares

Ich liege auf dem Krankenbett
kurz vor dem Exitus.
Knochen schmerzen, Luft ist knapp –
bald ist mit mir wohl Schluss.
Ich sehe schon das frühe Grab
in das ich steigen muss.

Was bringt mich wieder auf die Beine?
Der guten Wünsche leider keine!
Doch schleunigst muss ich senkrecht stehen,
will der Hund mal Gassi gehen.

Falsch verstandener Antifaschismus

Ein Facebook-Freund postet dieses Meme:

Ich antworte:

Stephan, du bringst mich immer (naja, manchmal) ans Verseschmieden:


Im dunklen Wald ruft laut die Eule:
„Der Stephan schwingt die Nazi-Keule!“

Ein jeder bringt den Kopfschutz mit
besucht er Stephan Messerschmidt,
denn dieser zetert “Ach!“ und „Weh“
über die blaue AfD.

Auf jeden Zweifler geht mitunter
besagte Nazikeule runter,
Auch wird von Stephan uns erzählt
dass jeder, der die Blauen wählt
im Grunde selber Nazi ist.
Wobei man hier den Sinn vermisst:

Wer Deutschland braun und ärmer macht;
wer rüstet, dass es nur so kracht;
wer Ukrainer-Nazihorden
losschickt, um Russen zu ermorden;
wer, „um Demokratie zu retten“,
die Bürgerrechte legt in Ketten;
Wer gegen jedem, dem das stinkt,
den Staatsanwalt zum Einsatz bringt –

DAS, lieber Nazi-Geisterseher,
das sind doch nicht die AfDer!
Es gibt zur Zeit wohl eine nur
die Kriege plant, und Diktatur.
Wir wissen‘s doch, es ist kein Scherz:
Es ist die Staatsmacht unter Merz.

Faschisten sind heut‘ Demokraten.
Frech rühmen sie sich ihrer Taten:
die, die sie schon inszeniert
(Deutschland deindustrialisiert),
und die, die sie grad vorbereiten:
KRIEG! So wie alten Zeiten,
und zwar gegen den alten Feind –
DAS ist‘s, was man mit „Nazis“ meint.

Im dunklen Wald ruft laut die Eule:
„Der Stephan schwingt die Nazi-Keule!“

Die Geschichte vom bösen Roderich

Der Roderich, der Roderich,
Das war ein arger Wüterich!
Gab Ukraine Geld und Waffen
um doch den Endsieg noch zu schaffen.
Die schlugen damit Russen tot,
im Donbass litt man große Not.
Und höre nur, wie bös er war:
Er wollte „Taurus“ liefern gar!

Im Osten stand ein großer Bär,
der schätzte Ruh‘ und Frieden sehr.
Da mit Sanktionen her sich schlich
Der bitterböse Roderich;
Und piekst den Bär, der knurrte sehr,
Und sanktioniert ihn immer mehr.
Da biß der Bär ihn in das Bein,
Recht tief bis in das Blut hinein.
Der bitterböse Roderich,
Der schrie und weinte bitterlich. —
Jedoch nach Hause lief der Bär
als ob Sanktionen gar nichts wär.

Ins Bett muß Roderich hinein,
Litt vielen Schmerz an seinem Bein;
Und Onkel Donald sitzt dabei
Und gibt ihm bitt’re Arzenei.

Der Bär an Rod’richs Tischchen saß,
Wo er den Gaspreis-Kuchen aß;
Aß auch die gute Erdölwurst
Und trank den Wein für seinen Durst.
Sanktionen hat er ausgelacht
Und Rod‘rich in die Laken macht.