BILD greift eine alltägliche Realität im Krisenkapitalismus auf – nicht um sie zu skandalisieren oder gar zu ihrer Abschaffung aufzurufen, sondern um die Betroffenen vorzuführen als bedauernswerte Opfer von Umständen, für die keiner etwas kann und die einem passieren können wie ein Regenguss oder ein Schnupfen.
„Das philosophische Krisenbewusstsein ist in seinen beiden Beziehungen ein falsches Bewusstsein: es fasst. die Krise der bürgerlichen Philosophie als die der Philosophie auf, und als Krisenphilosophie wandelt es die Krise des Kapitalismus in die fatale Krise des menschlichen Seins um…
Das Negieren der Möglichkeit eines wissenschaftlich-philosophischen Wissens widerspiegelt die reale Krise durch Vermittlung des Krisenbewusstseins, indem die Dialektik von objektiver Realität, gesellschaftlicher Praxis und wissenschaftlicher Erkenntnis unterschlagen wird, die Folgen der kapitalistischen Entfremdung als Merkmale der Zerbrochenheit der Welt auftreten…
Das bürgerliche Bewusstsein ist nicht fähig, die grundlegenden Bewegungsgesetze des in seine allgemeine Krise geratenen Kapitalismus zu erkennen, die Wesenszusammenhänge der objektiven Totalität zu begreifen, dem dialektischen Materialismus gegenüber eine umgreifende philosophische Konzeption zu bilden.“
Wenn unsere Kandidaten – nämlich die NATO und EU gesponserten Regime Change- und Farbrevolutions-Kandidaten, also die der Eingemeindung in den westlichen Block – nicht gewinnen, dann war die Wahl eben gefälscht. Dann wird sie angefochten.
Dass laut „Spiegel“ jetzt „vieles auf Proteste hindeutet“, liegt daran, dass eben diese „Proteste“ gerade aktiv von den einschlägigen Diensten und NGOs vorbereitet und organisiert werden. Insofern kennt das Hamburger Fachmagazin für Demokratieexport natürlich seine wertebasierten Pappenheimer ganz genau.
Man kann den Georgiern nur wünschen, dass sie auch weitere Einmischung und Umsturzversuche des Wertewestens erfolgreich abwehren.
In internationalen Konflikten, gerade auch in Kriegen, ist es immer weise, den alten Grundsatz „Follow the Money“ zu berücksichtigen.
Das vertreibt den Nebel, den die Worthülsen imperialistischer Politiker und ihrer Medien um das nackte ökonomische Interesse an auswärtigen Reichtümern wabern lassen:
„Viele haben bereits nach Einzelheiten über das Engagement von BlackRock in der Ukraine gefragt. Hier ist ein Artikel, in dem darauf hingewiesen wird, dass ein neues Instrument mit der Bezeichnung „Ukrainischer Entwicklungsfonds“ in Höhe von 15 Milliarden Dollar geschaffen wurde und „die Financial Markets Advisory Group von BlackRock fünf Mitglieder hat, die an dem Fonds arbeiten“, und zwar „kostenlos“. (Screenshot Quartz: „Blackrock and JP Morgan are backing a $15 billion investor fund to rebuild Ukraine/Blackrock und JP Morgan unterstützen einen 15-Milliarden-Dollar-Investorenfonds zum Wiederaufbau der Ukraine“)
Diese Informationen werden sogar von Mainstream-Medien wie Bloomberg bestätigt: (Screenshot Bloomberg: „Hildebrand says investors target $15 bn to rebuild Ukraine/Hildebrand sagt, dass Investoren 15 Mrd. Dollar für den Wiederaufbau der Ukraine anstreben“)
Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass BlackRock bei diesem Vorhaben mit JPMorgan zusammenarbeitet: (Screenshot Bloomberg: 2 JP Morgan hires retired General Mark Milley as Senior Advisor/JP Morgan stellt General im Ruhestand Mark Milley als Senior Advisor ein“)
Ist es nicht interessant, wie all die Spitzenleute des militärisch-intelligenten-industriellen Komplexes am Ende Banken leiten? Die Drehtür zwischen den obersten Eliten der Stratosphäre ist offensichtlich. Letztes Mal hatte ich das Video gepostet, das zeigt, dass Ex-CIA-Chef Mike Pompeo jetzt auch eine Bank namens Impact Investments leitet (aus irgendeinem Grund findet man im Internet keine Informationen darüber!), die ukrainische Telekommunikationsunternehmen aufkauft, was ihn als Direktor von Kyivstar Telecom in den Vorstand bringt. Sicher nur ein Zufall!“
Die Werte des Sich-bewähren-Müssens in der kapitalistischen Konkurrenz.
Fleisch voller Antibiotika und Hormone aus menschen- und tier- und umweltschinderischen Tierfabriken.
Das Bier, das einen die oberen drei Dinge aushalten lässt.
Das Deutsch, das kaum einer von den stolzen, wertebewehrten carnivorischen Bierbäuchen richtig beherrscht – nicht gesprochen und erst recht nicht schriftlich.
Die Kultur eines Verstandes, der das alles für „Kultur“ hält
(Bild: aus dem neuen Programmheft der Bundesakademie für kulturelle Bildung)
„Queer Performing“, bei dem „wir neue Allies finden“ und „Intimitätskultur“, die die „Implementierung von Schutzkonzepten in Kultureinrichtungen und Kollektiven“ thematisiert.
Man liegt sicher nicht falsch, wenn man vermutet, dass dieser „Schutz“ vor allem „queren Performern“ und ähnlichen „benachteiligten Gruppen“ gilt, deren schlimme Benachteiligung staatlicherseits durch üppige Alimentierung und Finanzierung einschlägiger Kurse, Workshops, Studiengängen, Lehrstühlen und Assistentenpöstchen ausgeglichen wird.
Die so ausgestattet Forschenden und Lehrenden finden dann immer wieder und immer neue Gründe, wieso die jeweilige Minderheit so arg benachteiligt ist und dringend ent-diskriminiert werden muss – nämlich vorzugsweise durch die Aufklärungsarbeit der Queer- und Intimitätsforscher in den Hörsälen und Workshops.
So ergibt sich wie von selbst ein wunderbarer sich selbst erhaltender Kreislauf von Angebot und Nachfrage: weil alle, die im Kulturbetrieb einen Förder-Euro benötigen – also JEDER – wissen, in welche Windrichtung heutzutage das Mäntelchen der Kukturförderungsbewerbung zu hängen ist, füllen sich die Workshops, das Einkommen der Referenten bleibt gesichert und nach einer Weile glauben immer mehr Leute, dass der diverse und gender-fluide queere Kaiser ganz wunderhübsche und vielfaltsbunte Kleidung anhat.