Kommt einem das bekannt vor?

Ein reaktionäres west-ukrainisches Regime, für zahlreiche Verbrechen verantwortlich, füllt die Reihen seiner Soldateska mit Zwangsrekutierten, die gar nicht kämpfen wollen, um sie in einen Krieg zu schicken, in dem ausländische Interventionsmächte und ukrainische Nationalisten für einen ukrainischen Staat kämpfen, der sich durch Fremdenhass und Antikommunismus auszeichnet.

Die geschilderten Vorkommnisse ereigneten sich vor ca. hundert Jahren, in den Zeiten des Bürgerkrieges in der Sowjetunion. Simon Petljura war der Anführer der „Ukrainischen Volksrepublik“, die von 1917 – 20 als nur von den „Mittelmächten“ (Deutschland, Österreich, Ungarn und noch ein paar) anerkanntes antikommunistisches Projekt existierte und die gegen die ukrainische Sowjetrepublik (Sitz in Charkow) Krieg führte.

Klar, das der Nationalistenführer Petljura, dessen Truppen zahlreiche Massaker und anti-jüdische Pogrome verübten, in der heutigen Ukraine als Gründungsvater ukrainischer Eigenstaatlichkeit verehrt wird.

Aus: “Wie der Stahl gehärtet wurde“ von Nikolai Ostrowski

Die fetten Jahre sind vorbei? Die der fetten Lügen anscheinend nicht.

Die fetten Jahre sollen also vorbei sein. Fragt sich nur, für wen. Sicher nicht für die Oberschicht, die Politiker, die Unternehmer und ihre Erfüllungsgehilfen des mittleren bis oberen Managements. Und für die wirklich Reichen, die Milliardäre, die Firmenerben, die Couponschneider, die Chefs der privaten und institutionellen „Investoren“ schon gleich nicht.

Aber für uns, für die lohnarbeitende oder arbeitslose Masse, ja, da sind die „fetten Jahre“ – die in Wahrheit nie fett waren, sondern immer ein Sich-Abstrampeln im Konkurrenzkampf ums Zurechtkommen – definitiv vorbei. Und MÜSSEN für uns vorbei sein, damit es der Oberschicht weiter gut geht.

Deswegen sparen auch nicht „wir“, sondern die, die uns das Sparen verordnen, zwingen uns dazu, damit sie weiterhin ihre Geschäfte machen können, ihre Gewinne sprudeln und damit SIE garantiert an nichts sparen müssen (außer an den Löhnen und dem Lebensunterhalt der arbeitenden Klasse).

Das sollten wir ändern.

Die Ideen von Marx und Engels sind da, die Partei ist weit und breit nicht zu sehen, und die Menschen?

Individuum und Kollektiv, Unterschiedlichkeit und Einheit. Ob es wieder so kommen wird, dass die Menschen „zusammengeschweißt durch gemeinsame Ideen, durch die Ideen der Partei, die Ideen von Marx und Lenin“ werden?

Die Ideen von Marx und Engels sind da, die Partei ist weit und breit nicht zu sehen, und die Menschen?

Vereinzelt, entwurzelt, verängstigt und mit ihrem Zurechtkommenmüssen beschäftigt. Kann die Idee, die Dinge in die eigenen Hände zu nehmen, die Ausbeuter zu entmachten und einen eigenen Staat zu organisieren, noch einmal, aufs Neue, die Menschen zusammenschweißen?

Es sieht nicht danach aus, aber ich kann mich täuschen. Ich MÖCHTE mich täuschen.

Geschichten die die Sowjetunion schrieb: die Arbeiterklasse an der Macht

Zitat aus einem Buch, das 1953 geschrieben wurde. Die Zeilen atmen den Geist einer Zeit, in dem das Sowjetvolk voller Optimismus in die Zukunft blickte. Der Krieg war überstanden, der deutsche Faschismus unter unmenschlichen Opfern besiegt, und obwohl der kapitalistische Westen mit seinem Kalten Krieg den heißen Krieg der Nazis gegen die Sowjetunion fortsetzte, war man sich der eigenen Stärke bewusst, hatte sogar noch weitere Freunde und Verbündete gewonnen durch den neu entstandenen sozialistischen Block.

Noch interessanter als die historische Einordnung ist jedoch die Atmosphäre eines grundsätzlich anderen Lebens- und Arbeitsgefühls, die jedes Kapital des Buches ausstrahlt. Eine Atmosphäre, in der die Arbeitermacht im Staat so selbstverständlich verankert ist wie das Selbstbewusstsein der Arbeiter als Herren der Produktion. Ein Staat, in dem diejenigen, die den Reichtum der Gesellschaft produzieren, gleichzeitig diejenigen sind, denen der ganze Laden gehört und für die die kapitalistenfreie Ordnung eingerichtet ist.

Und das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht im Vergleich zum Leben im Kapitalismus:

Wer im Kapitalismus aufwächst, für den ist das, was ihm in der Form von „der Wirtschaft“, als gesellschaftlicher Reproduktionsprozess gegenübertritt, zwangsläufig etwas Fremdes, nicht ihm Gehörendes, etwas, in dem er sich gegen andere durchsetzen muss – nicht um einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen zu stiften oder zu fördern, sondern um sich selber einen Lebensunterhalt zu sichern, indem er diejenigen, denen „die Wirtschaft“ gehört, reicher macht.

Die grundlegende Eigenschaft, das grundsätzliche Verhältnis des einzelnen Menschen zur Produktion im Kapitalismus ist das der Getrenntheit, der Entfremdung, der Scheidung in Besitzende und Besitzlose. Es liest sich aus heutiger Sicht fast utopisch, was in den frühen 1950er Jahren in der Sowjetunion bereits seit Jahrzehnten verwirklicht war: eine Staatsmacht in den Händen und im Interesse der Arbeiterklasse, ein Arbeiten für den Erfolg dieses einmaligen – und ERSTMALIGEN – Schrittes in der Menschheitsgeschichte, die Organisation der materiellen Produktion als geplante Anstrengung durch und für diejenigen, die die Arbeit machen.

Dass seit der Chruschtschow-Ära diese Vision eines sozialistischen Staates nach und nach zu Lippenbekenntnissen verkam, dass Bürokratismus, Karrierismus, Schlendrian, Korruption und Anbiederung an den Kapitalismus (Anbiederung, wohlgemerkt, im Gegensatz zur Nutzbarmachung kapitalistischer Elemente z.B. durch die Kommunistische Partei Chinas) Einzug hielt und letztlich dazu beitrug, dass der Sozialismus in Europa vorläufig scheiterte – das ist mir bekannt.

Gerade deshalb aber ist das Buch auch heute noch eine Quelle für Inspiration und Hoffnung. Was schon einmal realisiert war, kann wieder entstehen, kann neu erstehen, angepaßt an die Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts.

Hass und Hetze für Freiheit und Demokratie: Desinformationskrieger warnen vor Desinformation

Auf der Suche nach dem korrekten Namen des Herausgebers des “Sakers” (https://thesaker.is) ist diese Website in den Suchergebnissen aufgetaucht.

Ihre Information über das Saker-Blog ist ein derogativer Hetzartikel , eine Art herablassend-überhebliche selbstgerechte Schmähung, die einen als Leser des „sakers“ erstmal ungläubig stutzen, aber schon ahnen läßt, dass hier wohl Desinformationskrieger des Wertewestens unterwegs sind.

Und richtig: ein Durchklicken der Site gibt den Blick frei auf dasselbe massive ideologische Eifertum in allen Themenfeldern: immer ist der Russe schuld. Das Ganze ist allerdings kein Sektenportal irgendeines russophob durchgeknallten Kalten Kriegers, sondern eine hochoffizielle Website der EU, nämlich ihrer Stelle zur Bekämpfung russischer Desinformation.

Gebt euch das, Leute. Zugegeben, es ist schwer, den fanatisierten paranoiden Irrsinn dieser Texte ohne eine Mischung aus Verdutztheit, Ekel und angewiderter Amüsiertheit zu lesen. Aber es ist wichtig zu wissen, in welchem Geisteszustand die Machthaber des deutsch-europäischen Staatenbundes sich befinden, in welchen absolut wahnwitzigen und doch so seriös und demokratisch-vernünftig daherkommenden Duktus die Ideologen des europäischen Imperialismus ihre Anmaßung und ihre Hybris formulieren.

Es ist gleichzeitig witzig und widerlich, sowohl absurd wie erschreckend:

https://euvsdisinfo.eu/

Demokratie als Fetisch

„Demokratie“ ist für politisch westlich Sozialisierte tatsächlich ein Fetisch, eine quasi-religiöse Instanz unbedingter Gutheit, im Grunde der Abglanz der Ewigkeit Gottes und das Konglomerat des Guten, Wahren und Schönen zusammengenommen. Darunter machen’s die Demokraten einfach nicht.

Diskussionen mit Demokratie-Jüngern enden in der Regel bevor sie beginnen, nämlich mit Glaubensbekenntnissen zur Demokratie und je nach Persönlichkeitsstruktur vorwurfsvollen, wütenden oder verächtlich-herablassenden Invektiven, deren harmloseste noch „Stalinist!“ oder „Anti-Demokrat!“ sind (neuerdings ist auch „Putinversteher!“ ganz oben auf der Diss-List).

Genaueres über Demokratie müssen ihre Fans dabei gar nicht wissen – es genügt die vage Erinnerung an den Sozialkundeunterricht der Mittelstufe und die eigene Lebenserfahrung; eine bauernschlau-sachzwanggerechte Kombination, die einem demokratischen Gemüt unwiderlegbar beweist, dass alles, was ein Mensch im Kapitalismus so treibt und treiben kann, um an das nötige Geld zum Überleben zu kommen, auf jeden Fall schwer etwas mit einem weiteren unverstandenen Gut namens „Freiheit“ zu hat.

Diese – genau wie die Demokratie eine super-menschengerechte Einrichtung nahezu idealen Zuschnitts – ist jedem Demokraten ebenfalls heilig. Ihre Existenz ist bewiesen durch regelmäßig stattfindende Wahltermine für die politische Oberaufsicht des kapitalistischen Ladens einerseits und durch das von allen Seiten medial, politisch und sozial bestätigte Gefühl andrerseits, sich Beruf, Partner, Konsumgüter und überhaupt alles im Leben selber ausgesucht zu haben.

Damit sind Freiheit und Demokratie für Wessies außerhalb der Diskussion und als á priori Kategorien quasi „gesetzt“. Zweifel an ihnen, oder gar Kritik, wird per se als BESTÄTIGUNG ihrer unschlagbaren Güte gewertet, denn wenn’s nicht Freiheit und Demokratie gäbe, könnte der Zweifler ja weder seinen Zweifel noch erst recht nicht der Kritiker seine Kritik äußern.

Bei letzterem allerdings weiß der Demokrat, dass man ihm sehr auf die Finger (und besser noch: in den Verstand hinein) schauen muss, denn Kritik ist selbstverständlich nur soweit zulässig, wie sie nicht Freiheit und Demokratie selbst in Frage stellt!

An dieser Stelle ist, zur Beruhigung des Bürgers, aber Verlaß auf die demokratische Staatsmacht, die mit ganz viel Polizei, Gerichten, Geheimdiensten und einem stetig angepaßten Repressionsinstrumentarium darauf aufpaßt, dass es in der Demokratie nicht zugeht wie bei den Autokraten.

Insofern ist also im Oberstübchen eines westlichen Demokraten alles aufs Säuberlichste geordnet; er muss lediglich aufpassen, dass er nicht anfällig wird für Autokratie, Diktatur und alles, was danach aussieht – und das ist VIEL, sehr viel, in diesen unruhigen Zeiten.

Zum Glück hat er aber die Politiker und die Medien, die sich (da Freiheit und Demokratie,scheinend trotz ihrer unglaublich positiven Werthaltigkeit KEINE Selbstläufer sind) aufopferungsvoll bemühen und verdient machen um die Aufklärung der demokratischen und freiheitlichen Maße, wie Klasse Freiheit und Demokratie ist.

(Inspiriert von einem Kommentar von Armin Kirchmaus)

Nachrichten aus dem Reich der Finsternis: im Russen schlummert DAS UNGUTE!

Das Hamburger Ostfrontmagazin, in dem der gute alte „Stürmer“ sich spiegelt, barmt über die völlig unverständliche Neigung des Russen (insbesondere des Hauptstadt-Russen), sich eher die Gründe seiner Regierung für die Militäroperation im Nachbarland einleuchten zu lassen als die berechnenden Lügen, die der kollektive Westen über „Putins völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine“ erzählt.

Der zuständige Reporter, der vor Ort – „seit 14 Jahren“! – aus der Hauptstadt des Dämonenreiches berichten darf, will Bekannte in „seinem“ Moskau nicht wiedererkennen! Haben sie sich gesichtoperieren lassen? Verkleidet? Fett geworden?

Nein, sie teilen nicht die Sicht auf die Spezielle Militäroperation, die Journalisten wie „Spiegel“-Mann Esch so selbstverständlich drauf haben, dass sie sie nicht einmal erlernen müssen:

Der Russe ist schuld, weil er IMMER schuld ist!

Und er ist immer schuld, weil er ein verschlagener Bösewicht voller großreichpolitischer Ambitionen ist (etwas, das einem Deutschen nie im Leben einfallen würde). Schließlich, um den Zirkelschluss freiheitlich-demokratischer Logik zu komplettieren:

Ein verschlagener Bösewicht ist der Russe natürlich, weil er – RUSSE IST!

Der Beweis dafür liegt wieder mal in der Natur dieses fiesen Menschenschlags: „Da ist etwas Ungutes, das tief in den Leuten sitzt“.

Moderne demokratische Rassentheorie braucht eben keine Physiognomie-Schaubilder und Schädelvermessung. Ein demokratischer Redakteur erkennt die autokratische Ader des dort im Osten vorherrschenden Volksstammes schon an dem „Unguten“, das dieser in sich trägt – vermutlich ein fahler Abglanz des diabolisch Unguten, dass den Russenherrscher mit den eigenen Kriegen charakterisiert.

„War over Taiwan“ und ein paar Gedanken über den Niedergang des kollektiven Westens

Sehr gute und sehr ausführliche Analyse von Brian Berletic (The New Atlas) zur Taiwan-Frage und dem Versuch der USA, nach dem Ukraine-Projekt ein zweites Kriegsabenteuer zu beginnen.

Die Hinweise und Informationen, die Brian gibt, stimmen hoffnungsvoll insofern, als sie verdeutlichen, dass erstens der Aufstieg Chinas zur wirtschaftlich, militärisch und sozial stärksten Macht des Planeten unaufhaltsam ist. Zweitens erkennen alle, die etwas davon verstehen, an, dass die militärische Macht der USA und der NATO ihren Zenit überschritten hat und dass für den NATO-Block ein Krieg gegen China oder gegen Russland (und erst recht nicht gegen eine wie auch immer geartete Allianz dieser beiden Länder) für den post- bzw. neo-kolonialen Westen nicht mehr gewinnbar ist.

Das einzige Feld, in dem der Westen bisher noch eine Vormachtstellung innehat, ist das der Propaganda, des medialen Spins, der PsyOps seiner diversen Dienste, sowie der kulturellen Hegemonie, die bislang die militärisch-ökonomische Hegemonie des kollektiven Westens begleitet hatte. Mit dem Kollaps der militärischen und vor allem der wirtschaftlichen Überlegenheit der westlich-imperialistischen „regelbasierten Ordnung“ beginnt sich allerdings auch die Schimäre der kulturell-ideologischen Überlegenheit des „Wertewestens“ aufzulösen.

Vielleicht ist dies der Grund für das auffallend zwanghafte, verbissene und fanatische Beharren der Kulturwächter und Moralideologen der westlichen kapitalistischen Demokratien auf Gender-Sprachvorschriften, auf Identitätspolitik, auf der kompletten Usurpation aller einstmals libertären und progressiven Ansätze des „Empowerments“ benachteiligter Gruppen unter den neuen demokratischen Faschismus: das regenbogenfarbene gender-diverse Gewebe der neuen Kleider des Kaisers (englisch: Emperor) läßt keine Zweifel mehr zu, dass das Imperium nackt dasteht.

Es hat nichts mehr außer Terror, Gewalt, Zwang und Verbrechen. Das zu bemänteln, gelingt immer weniger, auch wenn (oder obwohl) die Narrative dieser Bemäntelungsversuche immer bizarrer werden.

Ukraine: Indoktrinierung von Kindern und Jugendlichen mit faschistischer Ideologie

Noch ein Video aus dem Telegram-Kanal „Roter Oktober“. Teilenswert, weil er deutlich macht, in welchem Ausmaß ukrainische Kinder und Jugendliche seit acht Jahren nazistisch verhetzt und indoktriniert werden.

DAS ist die Ideologie, die unsere Demokraten, Werte- und Menschenrechtsverteidiger und NATO-Jünger in ihrem ukrainischen Frontstaat verteidigen und propagieren. Wenn sie behaupten, davon wüssten sie nichts und in der Ukraine gäbe es keine Nazis, lügen sie.

Sie wissen es, und sie billigen und fördern es. Olaf Scholz, Annalena Baerbock, Robert Habeck – sie alle wissen genau, wen sie dort unterstützen.

Ein wesentlicher Teil der Kriegsverbrechen der ukrainischen Streitkräfte geht auf die Indoktrinierung mit faschistischer Ideologie zurück; nicht nur die Vor-Ort-Protagonisten dieser Ideologie gehören vor ein Kriegsverbrechertribunal, sondern auch ihre westlichen Sponsoren.