Meine Einstellung zur Politikszene in der BRD ist mittlerweile die eines Gelegenheitsbeobachters einer Dauer-Comedyshow.
Dabei habe ich weniger die abgehalfterten und erkennbar unlustigen Comedians im Auge als das bedauernswerte Publikum, dass diesen Clowns zuschaut und tatsächlich freiwillig bei der Show mitmacht.
Ich frage mich dann immer, wenn ich wieder mal solche Aussagen von Merz und den anderen Clowns, Lügnern, Betrügern, Heuchlern, Völkermordrechtfertigern, Naziverstehern usw. höre, sehe und lese:
„Wie gründlich wollt ihr euch noch verarschen lassen? Was seid ihr noch bereit, an Lügen zu ertragen? Wie verächtlich müssen diese Leute euch noch behandeln, bis ihr nicht mehr demütig die Mütze zieht, euch bückt und den Arsch darbietet, damit sie euch noch mal und noch kräftiger reintreten können?“
Und die unausgesprochene und ungeschriebene Antwort ist immer: „UNBEGRENZT!!“
Ein „Plattenbauaristokrat“ schreibt auf X Folgendes:
Ihr Boomer, wir müssen mal Klartext reden. Ihr seid die Generation, die sich benimmt, als hättet ihr die Welt erfunden, aber in Wirklichkeit chillt ihr in eurer Blase aus Nostalgie, Esoterik und Internetmüll und macht uns allen das Leben schwer. Euer Geheule über die Rente, eure Scheisstakes und die Telegram-Gruppen, in dem es tagtäglich ein übelstes kreisgewichse gibt, das ist nicht nur nervig, das ist eine Frechheit.
Fangen wir mit eurem Lieblingsthema an: die Rente. Ihr jammert, dass die nicht reicht, während ihr in euren Häusern sitzt, die ihr in den 70ern für einen Apfel und ein Ei gekauft habt. Damals, als man für einen Mittelklassejob noch eine Villa abstauben konnte. Ihr habt in Jobs geschuftet, wo man mit halbem Hirn Millionen scheffeln konnte, Beamter, Bankkaufmann, Autoverkäufer und so weiter. Und jetzt erwartet ihr, dass wir, die mit Praktika und Minijobs am Existenzminimum kratzen, eure Rente finanzieren? Im Ernst? Vielleicht sollten wir die Rente einfach abschaffen. Ihr habt doch eure Häuser, eure fetten Karren und eure Kreuzfahrten. Was wollt ihr eigentlich noch?
Und was ist mit euren Kindern? Oh Moment, die habt ihr ja kaum selbst großgezogen. Das haben Oma und Opa erledigt, weil ihr „keine Zeit“ hattet. Karriere machen, Schrebergarten, das war wichtiger. Jetzt, wo die Enkel da sind: „Nein, keine Lust, auf die Gören aufzupassen, wir wollen nach Bali!“ Klar, die Weltreise ist wichtiger als eine Stunde in der Kita. Aber wehe, wir Jungen beschweren uns, dann kommt der Spruch: „Zu unserer Zeit mussten wir hart arbeiten!“ Neuigkeit: Wir rackern uns auch den Hintern ab, nur ohne Aussicht auf ein eigenes Haus oder eine Rente, die mehr als einen Kaffee im Monat bezahlt.
Und dann euer Internetauftritt. Heilige Scheiße, Boomer, ihr seid die Krönung des digitalen Mittelmaßes. Mit euren KI-Profilbildern retweetet ihr auf Twitter jeden Unsinn, der euch vor die Nase kommt. Falschnachrichten über Corona, Impfungen oder den Ukrainekrieg? Zack, geteilt, weil es „irgendwie stimmt“. KI-Videos von sprechenden Katzen oder gefälschte Merz- oder Putin-Zitate? Ihr schluckt alles, weil es „im Internet steht“. „Habe ich gelesen!“ ist euer Lebensmotto, gefolgt von Links zu irgendwelchen „alternativen Medien“, die irgendein Typ in einem Keller in Badscheißhausen zusammenschustert. Und wenn jemand widerspricht? „WACHT AUF, SCHAFSCHAFT!!!“ in Großbuchstaben, weil Argumente ja überbewertet sind.
Die Boomerfraktion macht selbst vor ihrem eigenen Lager nicht halt. Die Idioten, die sich für besonders klug halten, aber eigentlich nur dem eigenen Lager Knüppel zwischen die Beine wirft. Statt sich konstruktiv einzubringen, kloppen sie ihre ewiggleichen Takes raus: altbacken, stumpf und völlig neben der Realität. Sie spielen sich auf wie große Strategen, haben aber weder Plan noch Taktgefühl. Mit ihrem Boomercharakter, ihrer Selbstverliebtheit und völligen Diskursinkompetenz zermürben sie das gesamte Vorfeld. Junge Leute, die sich engagieren wollen, verlieren komplett die Lust, weil sie ständig von diesen digitalisierten Stammtischgenerälen belagert werden. Was bleibt, ist ein Trümmerfeld aus Ego-Posts, unsäglichen Phrasen und der völligen Unfähigkeit, auch nur einen Millimeter über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.
Dann das Coronathema? Oh Mann, eure Schwurblerphase ist immer noch Oscar-reif. Absolutes Aluhutverhalten: „Ich kenne da einen Arzt, der sagt, Impfen macht impotent!“ Klar, Dr. Fachmedizin in Podologie und Dr. Telegram sind ja die neuen Koryphäen. Während ihr euch in Telegram-Gruppen verkrochen und über „energetische Heilung“ oder „Quantenmedizin“ labert. Klimawandel wird auch durch absolute Qualitätsmedien und alternative Nachrichten komplett abgedeckt. „Gab es immer schon!“, sagt ihr. Klimaleugnung ist bei euch kein Hobby, das ist eine Religion, mit Quelle sein Vater.
Und dann Beate und Inge, die Telegram-Administratorinnen. Die beiden spammen ihre Gruppen voll mit Katzenmemes, die keiner lustig findet, Panikmeldungen wie „Gift im Joghurt!“ und Tiraden über „die da oben“. Beate schickt Inge einen „Artikel“ über „die Wahrheit hinter Corona“ und Inge haut das in 47 Gruppen, inklusive Strickzirkel und Nachbarschaftswache. Das Internet ist für euch kein Werkzeug, sondern eine digitale Kneipe, wo ihr eure Verschwörungstheorien und Katzenbilder hin- und herschiebt und alles vollmüllt.
Internationale Konflikte werden auch sehr gut abgedeckt. Ukrainekrieg? „Alles die Schuld der NATO!“, sagt ihr, während ihr RT retweetet und „alternative Medien“ aus Moskau zitiert. „Putin ist wenigstens ein Mann mit Rückgrat! Nicht so ein weichgespülter Quotenpolitiker wie bei uns. Der schützt sein Land!“ (Dabei null Verständnis für Demokratie, Völkerrecht oder Pressefreiheit, aber dafür Respekt für „starke Männer“.)
Und ja, klar kann man Themen wie Corona, den Klimawandel oder auch internationale Politik hinterfragen, das ist sogar wichtig. Aber ihr treibt es so maßlos auf die Spitze, dass am Ende nichts als kompletter Müll aus euch rauskommt. Ihr stellt keine Fragen mehr, ihr glaubt einfach an jeden Quatsch, solange er irgendwie gegen „die da oben“ geht.
Fassen wir zusammen: Boomer heulen über Rente, pennen im geerbten Haus, lassen Enkel von Oma großziehen. Retweeten Falschnachrichten auf Twitter, glauben KI-Videos und Corona-Schwurbler. Beate und Inge spammen Telegram, während sie den Klimawandel leugnen. Die Lösung? Rente streichen und Internetführerschein zur Pflicht machen.
Ihr hattet eure Zeit: günstige Häuser, fette Jobs, eine Welt, die euch den roten Teppich ausgerollt hat. Aber statt uns etwas weiterzugeben, hängt ihr in eurer Blase aus Nostalgie, Esoterik und Internetscheißhaufen. Zeit, Telegram dichtzumachen, die Enkel abzuholen und euch zu fragen: Habt ihr es wirklich so gut gemacht? Wir müssen jetzt den Scheißhaufen aufräumen, den ihr hinterlassen habt.
Das fordert mich zu einer Antwort heraus:
Peinliches Gezeter eines verbitterten Bürschleins aus der Riege der „Gen Z“ oder der „Millennials“. Und zwar eines Bürschleins, das überfordert ist von der erbarmungsloser gewordenen kapitalistischen Konkurrenz, die die neoliberalen Verwüstungen in der Gesellschaft und den Köpfen der Leute angerichtet haben, so dass es sich jetzt weinerlich beklagt, dass es nicht den Arsch nachgetragen bekommt.
Die Weinerlichkeit kleidet sich in flachsinnige Hate speech gegen „Boomer“, die aus Sicht dieses Bürschleins alle in (für ihn) unerreichbarem Komfort leben, weil sie halt unverdienterweise das Glück hatten, in den kurzen Jahrzehnten der kalter-Krieg-bedingten kapitalistischen Blüte der Nachkriegszeit aufzuwachsen und den größten Teil ihres Berufslebens dort verbringen konnten.
Solche Rants sind das mentale Erbrechen von Leuten, die von Eigentumsverhälrnissen und Klassenkämpfen, von politischer Ökonomie und vom Imperialismus nichts hören und nichts wissen wollen – sonst würden sie aus ihren teilweise korrekten Beobachtungen nicht lauter falsche Schlüssen ziehen. Sie würden sich nicht eine bestimmte Generation innerhalb des Kapitalstandortes zum Gegener wählen, sondern diejenigen, die ihnen (und allen, inklusive den „Boomern“) die Suppe einbrocken, die sie alle auslöffeln müssen. Und das sind nicht die „Boomer“, sondern die herrschende Klasse, also diejenigen, denen die Produktionsmittel und die kapitalwirksamen Vermögen hierzulande gehören.
Die Klage des „Plattenbauaristokraten“ bezieht sich nicht auf die Suppe, die er auslöffeln muss, sondern darüber, das er einen kleineren Löffel abbekommen hat als die Generation vor ihm. Und das ist dumm, weil er so NIEMALS etwas an seiner Situation ändern wird. Und vermutlich will er das auch gar nicht, denn auf diesen feinen Kapitalismus lässt er nichts kommen – er beschwert sich bloß, dass er IN IHM nicht so zum Zuge kommt, wie er‘s von seinen Eltern kannte.
Trotzdem sind seine Ausführungen in den beobachteten Zuständen mitunter zutreffend, was die WIRKUNGEN der knapp 25 Jahre kapitalistischer Prosperität betrifft, in denen die Krümel vom Tisch der Bourgeoisie etwa üppiger als sonst zu den Lohnarbeitern herunterfielen.
Die bräsige, selbstzufriedene ideologische Bierbäuchigkeit der Generation, die jetzt in Rente geht, hat auch mich – als Teil dieser Generation – schon immer abgestoßen.
Ja, Plattenbauaristokrat“, auch das gibt‘s: „Boomer“, die schon in deinem Alter die ganze Scheisse kritisiert haben und nichts mit dem idiotischen Hamsterrad von Schaffe-schaffe-Häusle-baue und selbstsüchtiger Anpassungsleistung an kapitalistische Verhältnisse zu tun haben wollten.
Dafür sitzen wir jetzt mit Armutsrenten deutlich unter tausend Euro in Buden, die wir gerade so mit Wohngeld und Grundsicherung leisten können und gehen bei Bedarf Flaschen sammeln, du kleiner schlaubergernder Rentnerhasser. Wer es irgendwie körperlich noch schafft, geht lohnarbeiten, um über die Runden zu kommen.
DAS ist dein feiner Kapitalismus, über den du kein Sterbenswörtchen verlierst, weil deine Obrigkeit auch deinen überschaubaren Verstand auf Konkurrenz und das Madigmachen anderer Gruppen der Gesellschaft konditioniert hat, damit Aubeutung, Verarmung und Kriegsvorbereitung ungestört weiter voranschreiten kann.
Und bis du das kapierst und dich mit uns alten Säcken zusammentust, um diejenigen loszuwerden, die uns diese Scheiße aufdrücken und uns in jeder Generation zu abhängigen Variablen ihrer Profitabilitätsberechnungen machen, solange erlaube ich mir, dich ein lächerliches Würstchen einer verzärtelten Generation von Luschen zu nennen, das fälschlicherweise meint, es würde mehr arbeiten als die Generationen vor ihm, nur weil weniger bei raus kommt.
Lies Marx, Engels, Lenin und Stalin, du Traumtänzer, und dann lies dir nochmal deinen Anti-Boomer-Aufsatz durch. Er wird dir so peinlich sein, das du vor Cringeness im Boden deiner Studentenbude versinken wirst.
Die Welt verändert sich rapide, und besonders Afrika – ermuntert durch den aktiven und erfolgreichen Einspruch Russlands gegen Imperialismus und westliche „regelbasierte Weltordnung“ – löst sich in atemberaubender Geschwindigkeit aus den Fesseln des Kolonialismus, der seit der Zeit der afrikanischen Befreiungsbewegungen in Form von (französischen/britischen/europäischen/amerikanischen) „Einflussgebieten“ weitergeführt wurde.
Die politischen Kräfte und Ideologien, die weiter am westlichen Modell globaler Dominanz festhalten, werden auf der Müllhalde der Geschichte verschwinden – man muß lediglich hoffen, dass sie dabei sowenig Schaden anrichten wie möglich. Und danach steht es derzeit nicht aus. Auch hier besteht allerdings Grund zur Hoffnung, da der ukrainische NATO-Krieg gegen Russland zeigt, wo die Grenzen der westlichen Hegemonie liegen
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„Viele haben zuvor gefragt, was Russland gegen die USA oder den Westen im Allgemeinen als Vergeltungsmaßnahme für Dinge wie die Nord-Stream-Bombardierungen tut oder tun wird. Ich hatte gesagt, dass Russland viele „asymmetrische“ Programme in Gang gesetzt hat.
Jetzt wird berichtet, dass Mali Französisch als Amtssprache abgeschafft hat, was einen weiteren großen Schritt in Richtung Entkolonialisierung darstellt.
„Mali gibt Französisch als Amtssprache im Rahmen der Dekolonisierung auf
Französisch wird aus der Liste der Amtssprachen Malis gestrichen. Damit zieht sich Mali offiziell aus dem frankophonen Afrika zurück. Bitte beachten Sie, dass neben Mali auch in der Zentralafrikanischen Republik und in Burkina Faso der französische Einfluss zurückgenommen wird. Das Herausfallen Nigers aus dieser Struktur bedeutet den endgültigen Zusammenbruch des ehemaligen französischen Kolonialsystems, das in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts in Nordwestafrika bestand. Für die Region sind diese Prozesse tektonischer Natur. Von hier aus wird Niger so viel Aufmerksamkeit geschenkt, obwohl man meinen könnte, dass sich niemand für irgendeine Art von Niger interessiert.
Unser Land ist ein wichtiger Akteur, der dazu beiträgt, die laufenden Veränderungen zu beschleunigen, die auf die Schaffung einer neuen multipolaren Weltordnung abzielen. Daher auch die Hysterie im Westen über Russlands Vorgehen in Afrika. Schließlich untergraben diese Aktionen die Art der Ausbeutung seiner ehemaligen Kolonien und abhängigen Länder durch den Westen. Gleichzeitig zwingen wir den Afrikanern nicht unser Diktat auf, sondern agieren wie zu Zeiten der UdSSR als Befreier, die der einheimischen Bevölkerung helfen, sich von den Kolonialisten zu befreien. Wir stehen auf der richtigen Seite der Geschichte“.
Die Entkolonialisierung Afrikas geht weiter.
Gleichzeitig wird die Versorgung des Westens mit kritischen Edelmetallen und seltenen Erden, die für die Chipindustrie unverzichtbar sind, durch China langsam erschwert. Neue Berichte besagen Folgendes:
„Chinesische Exportkontrollen für Germanium und Gallium sind in Kraft getreten, und es wird befürchtet, dass dies zu einer Verteuerung von Mikrochips, Solarpanels, Autos und sogar Waffen führen wird. Noch wichtiger ist, dass die Beschränkungen die ehrgeizigen Ziele der Regierung Biden für die heimische Mikrochip-Herstellung zu Fall zu bringen drohen, sagt der chinesisch-amerikanische Handelsexperte Thomas Pauken II. Chinas Beschränkungen für Seltene Erden sind am Dienstag offiziell in Kraft getreten. Die Maßnahmen, die letzten Monat angekündigt wurden, nachdem Peking erklärt hatte, es müsse seine „nationale Sicherheit und Interessen“ schützen, werden voraussichtlich zu einem starken Anstieg der Kosten für eine Reihe von fortschrittlichen Industriegütern, insbesondere Elektronik, führen.“
Strafbefehl über 3.500,00 Euro wegen pro-russischer Meinungsäußerung in einer geschlossenen Facebook-Gruppe
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Leute haben angefragt, ob ich
1) Spenden brauche und 2) auf welches Konto sie überweisen können.
Ja, brauche ich. Auch wenn ich davon ausgehe, dass ich im Verfahren von dem Vorwurf der „Gefährdung des öffentlichen Friedens“ freigesprochen werde, entstehen Gerichts- und Anwaltskosten.
Bankverbindung: Kay Strathus, Postbank, IBAN DE4210010010074058412, BIC PBNKDEFF, BLZ 10010010 oder paypal.me/kaystrathus
Wenn man mal davon ausgeht, das es ein Sabotageanschlag der USA war: eine Vormacht, die die lebenswichtige Energie-Infrastruktur des engsten europäischen Verbündeten angreift (sich also als staatlicher Terrorist betätigt), liefert damit kein Zeichen der Stärke, sondern eines der SCHWÄCHE sowie der Hysterie und der Paranoia.
Ein anderes Thema ist die voraussichtliche Reaktion der Bundesregierung, die – egal wer sie gerade bildet – eingeschworen ist auf die sogenannte „transatlantische Partnerschaft“, die ihr keinen Spielraum läßt für souveräne politische Entscheidungen (so jedenfalls sehen es die politischen Eliten).
Die Regierung wird ihre eigenen Experten- und Geheimdienstberichte haben, in denen vermutlich relativ unverblümt und direkt auf Urheber und Motive der Anschläge auf die Pipelines verwiesen wird. Aber wird sie (öffentlich) dazu Stellung nehmen? Wohl kaum.
Als Bürger in diesem Lande muß man sich darüber klar sein, das man es bei der politischen Herrschaft (neben der offensichtlichen kapitalistischen Verfasstheit des Standorts) mit in Jahrzehnten zu transatlantischer Vasallentreue und Servilität erzogenen Eliten zu tun hat, die Deutschlands elementare Interessen (sofern man in einem bürgerlichen Klassenstaat dieses heikle Wort in den Mund nehmen möchte; besser: die elementaren Interessen der deutschen Bevölkerung) ganz praktisch und de facto an eine ausländische Macht verraten.
Um das festzustellen und zu benennen muß man kein Nationalist oder völkischer Trottel sein. Es genügt, zu verstehen, dass die Regierung und die Interessen, die sie vertritt, noch nicht mal im „normalen“ bürgerlich-kapitalistischem Sinne die des Kapitalstandortes BRD sind (geschweige denn die der hier lebenden Arbeiterklasse), sondern die der USA, der die BRD-Regierung bereitwillig die Interessen des eigenen Landes unterordnet.
Für Kommunisten steht meiner bescheidenen Einschätzung nach dies auf der Tagesordnung (da wir von irgendeiner sozialistischen Umwälzung weit entfernt sind):
Sturz/Absetzung und Anklage der Regierung als landesverräterische Verschwörer
Wiederherstellung der staatlichen Souveränität Deutschlands durch Austritt aus NATO und EU, Auflösung aller Stützpunkte und Nuklearwaffenarsenale der USA auf deutschem Boden
Verstaatlichung der wesentlichen Bereiche öffentlicher Daseinsvorsorge, insbesondere der Energieversorgung
Sofortige Beendigung der Unterstützung der Ukraine, Aufnahme von Gesprächen und Frieden mit Russland
Eigentlich vermiede ich solche esoterischen Debatten, heute aber hat mich ein geflügelter Geist des ernsten Schabernacks geritten und ließ mich folgenden Senf (als Antwort auf eine Frage an mich) dazu geben:
(Name), ich habe nicht gesagt, Ei- und Samenzelle hätten ein Bewusstsein. Jedenfalls nicht so wie du es meiner Einschätzung nach zu meinen scheinst. Ich würde die Formulierung bevorzugen: sie bestehen aus Bewusstsein, so wie alles Lebendige.
Wenn „Bewusstsein“ für dich das ist, was zu sich selber „Ich“ sagt, wirst du das Folgende nicht verstehen bzw. nicht akzeptieren. Ich versuch’s trotzdem:
Ei- und Samenzelle sind lebendig, wenn sie neues Leben erzeugen. Wo also machst du den Beginn des Lebens fest? Du kannst es nicht. Die Kette geht zurück bis zu den ersten elektrischen Impulsen im Urmeer vor Millarden Jahren. Es läßt sich also noch nicht mal sagen wo und wann Leben/Bewusstheit beginnt; die Annahme, dass Bewusstsein mit dem Ende seiner physischen Basis endet ist eine HYPOTHESE, die in einem Bewusstsein entsteht, das sich mit der sehr limitierten Idee des „Ich“ identifiziert und das die Abwesenheit eines Ichs mit der Abwesenheit von Bewusstsein gleichsetzt.
Bewusstsein manifestiert sich als Leben (wenn ihm danach ist), benötigt aber in der physischen Welt die Evolution und die Naturgesetze, um bis an den Punkt zu gelangen, wo es sich selber (wieder-)erkennt. Zwischendurch hat es vom Einzeller bis zum menschlichen Ego alle Stadien der Bedingtheit durchlaufen („Entstehen in Abhängigkeit“ in buddhistischer Terminologie).
Es ist nicht gesagt (und auch nicht nötig), dass ein individuelles Bewusstsein sich selbst so auf den Grund blickt/auf die Schliche kommt, dass es in dem aufgeht, was vor Geburt und nach Tod eines physischen Körpers da ist.
Ich weiß, dass dies alles harte Kost für einen rationalen Verstand ist (ich befinde mich selber im Besitz eines solchen), kann es aber ich nicht anders ausdrücken. Man gerät hier zwangsläufig auf mystisch vermintes Gelände. Hinter den Worten liegt die Bedeutung verborgen, so wie hinter den Erscheinungsformen des Lebens des Bewusstsein. Das kann man nicht beweisen, aber SEIN (schon zu sagen, dass man es erfahren kann, ist falsch, weil Erfahrender, Erfahrenes und der Vorgang des Erfahrens in diesem Punkt eins werden).
Deswegen sind die Naturgesetze das wirkliche Wunder in dieser Welt. Nicht irgendein Budenzauber mit Fischen und Broten oder übers Wasser gehen oder ähnliche Kindermärchen, sondern die Tatsache, dass Bewusstsein sich tatsächlich als Leben manifestiert und dafür all die in der physischen Welt erforderlichen Prozesse durchläuft – bis zu dem Punkt, wo es sich im Individuum selbst zu reflektieren in der Lage ist (nur in der Lage, nicht automatisch!).
Sorry für den mystischen Exkurs, vielleicht spricht es etwas in dir an – vielleicht nicht. Dann nichts für ungut.
Wie die meistgenutzten Webplattformen genau das, was sie angeblich befördern wollen (Meinungsbildung, Austausch, Information) in Wirklichkeit fürchten und nach Möglichkeit einschränken, einhegen, kontrollieren und überwachen, zeigen die gar nicht subtilen Warnhinweise und virtuellen „Nicht betreten!!“-Tafeln, die sie allenthalben dort aufstellen, wo sie verdächtiges Gedankengut und abweichende Meinungen vermuten.
Dies „Zensur“ zu nennen, wäre natürlich völlig falsch. Immerhin ist es ja keinem verwehrt, die inkriminierten Seiten aufzusuchen. Und vor deren abweichenden Meinungen zu warnen gehört unbedingt zur Freiheit freier Unternehmen im Reich der freien Freiheit dazu!
So prägt sich einem nur mit jedem Besuch einer solchen Seite ein, dass deren Inhalte irgendwie anrüchig sind, dass die Staatsmacht vermittels der BigTech-Konzerne sie für potentiell gefährlich hält, dass man hier im Grunde Aktivitäten nachgeht, die ein anständiger Bürger vermeiden sollte.
Wenn man schon als bürgerlicher Politiker keine Ahnung vom wirklichen Leben hat, braucht man wenigstens einen eindrucksvollen akademischen Titel. Einen Doktor-Titel zum Beispiel. Das soll dem Durchschnittsuntertanen signalisieren, dass hier ein echt schlaues Kerlchen am Start ist, eine Akademikerin und Absolventin höherer Bildung im Falle von Frau Giffey.
Diese Machthaber ahnen irgendwie, dass ihr Sich-Hochdienen im Parteiapparat, ihr Karrierismus innerhalb der politischen Hierarchie, nicht wirklich als überzeugende Qualifikation durchgeht; sie meinen, sich mit akademischen Weihen schmücken zu müssen, weil sie wissen, dass das Konkurrenzumfeld davon genauso beeindruckt ist wie sie selbst in ihren wichtigtuerischen kleinen Karrieristengemütern.
Da schreibt man dann irgendeinen Schmarrn zusammen, der einem den ersehnten Titel bringen soll, findet einen willigen Betreuer, der das zusammengestoppelte Blabla durchwinkt – und fertig ist die Eintrittskarte in die Kreise mit der höheren Bezahlung.
Und wenn man‘s nicht ganz doof anstellt, kommt man damit sein Lebtag lang durch und keiner merkt‘s. Frau Giffey hat es nicht geschafft; das macht sie zu keiner besseren oder schlechteren Politikerin als andere, nur zu einer dümmeren:
„Das größte Defizit der Doktorarbeit mit dem Titel “Europas Weg zum Bürger – Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft” liegt allerdings nicht in den schlampigen Quellenangaben, und liegt auch nicht in der Frage, ob die Ministerin nun eine “amerikanische Zitierweise” anwandte, die einige der Unsauberkeiten erklären sollte.
Wem dient eine solche Dissertation?
Das eigentliche Problem ist: Franziska Giffey schrieb eine Doktorarbeit über sich selbst. Sie beleuchtete darin die Beteiligung der Zivilgesellschaft an EU-Politik. Als Untersuchungsgegenstand diente ihr Berlin-Neukölln, wo Giffey als Europabeauftragte arbeitete, als die 266-seitige Schrift berufsbegleitend entstand.
Wem dient eine solche Dissertation? Leistet sie einen Beitrag zur politikwissenschaftlichen Forschung, wie es von einer Doktorarbeit zu erwarten wäre? Das ist mindestens zweifelhaft. Am ehesten nützt sie wohl der Verfasserin, die sich in der Folge mit einem akademischen Titel schmücken darf, der auf ihre Glaubwürdigkeit als Politikerin einzahlen soll.“