با مردی که نرمخو است، تند سخن مگو.
با کسی که درِ صلح را میکوبد، جنگ مجو.
Speak not harshly to a man of gentle speech.
Seek not to fight with him who knocks at the door of peace.
Saadi (Abū-Muhammad Muslih al-Dīn bin Abdallāh Shīrāz), 1210 – 1295
با مردی که نرمخو است، تند سخن مگو.
با کسی که درِ صلح را میکوبد، جنگ مجو.
Speak not harshly to a man of gentle speech.
Seek not to fight with him who knocks at the door of peace.
Saadi (Abū-Muhammad Muslih al-Dīn bin Abdallāh Shīrāz), 1210 – 1295
Die USA und Israel führen nicht nur einen Angriffs-, sondern einen Vernichtungskrieg gegen den Iran.
Die deutsche Bundesregierung unterstützt diesen Krieg ausdrücklich und macht sich damit zur Komplizin des Gemetzels. Sie verstößt damit gegen Artikel 26 GG (Verbot des Angriffskrieges):
„Von Art. 26 I verboten ist nicht nur die aktive Beteiligung an einem Angriffskrieg mit eigenen Truppen, sondern auch jede aktive Unterstützung eines anderen Staates bei dessen militärischer Aktion. Dabei ist entscheidend, ob Deutschland in einer deliktsvölkerrechtlich vorwerfbaren Weise Beihilfe zum Angriffskrieg eines fremden Staates leistet. Rein passives Verhalten, das sich in einer bloßen Nichtverhinderung eines von einem anderen Staat vorbereiteten Angriffskriegs erschöpft, wird indes von Art. 26 I nicht erfasst.
Das Verbot des Art. 26 I geht über das völkerrechtliche Gewaltverbot hinaus, indem es schon die Vorbereitung eines Angriffskriegs und alle vorsätzlichen friedensstörenden Handlungen verbietet. Darunter können etwa Kriegspropaganda oder das Schüren gewaltbereiten rassistischen Hasses fallen.“

„Sie schlagen, wenn sie am Boden liegen“: USA und Israel bombardieren iranische Schulen und Krankenhäuser ohne „dumme Einsatzregeln“
Von Ben Norton
Die USA und Israel haben innerhalb einer Woche 20 Schulen und 13 Krankenhäuser im Iran bombardiert. Kriegsminister Pete Hegseth prahlte damit, „Tod und Zerstörung“ zu verbreiten, um einen Zusammenbruch zu provozieren, ohne „dumme Einsatzregeln“. Die Vereinigten Staaten und Israel zerstören absichtlich zivile Gebiete im Iran und bombardieren brutal Schulen, Krankenhäuser und Wohngebiete, um nicht nur den Staat zu zerstören, sondern auch die iranische Gesellschaft selbst zum Zusammenbruch zu bringen.
US-Kriegsminister Pete Hegseth beschrieb die Strategie der verbrannten Erde in einer Pressekonferenz des Pentagon am 4. März.
„Dies sollte nie ein fairer Kampf sein, und es ist auch kein fairer Kampf. Wir schlagen zu, während sie am Boden liegen, und genau so sollte es auch sein“, prahlte Hegseth.
Er fügte stolz hinzu, dass die USA und Israel „den ganzen Tag lang Tod und Zerstörung vom Himmel“ auf den Iran regnen lassen.
Hegseth merkte an, dass das US-Militär in den ersten vier Tagen des Krieges gegen den Iran (mit dem Namen „Operation Epic Fury“) „doppelt so viel Luftwaffe“ eingesetzt habe wie bei der „Shock and Awe“-Invasion im Irak 2003.
In einer weiteren Pressekonferenz am 2. März verurteilte der US-Kriegsminister internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen und verkündete: „Unabhängig davon, was sogenannte internationale Institutionen sagen, führt Amerika die tödlichste und präziseste Luftangriffskampagne der Geschichte durch.“
Hegseth prahlte, dass die USA ohne „dumme Einsatzregeln“ kämpfen. Seinen eigenen Angaben zufolge greift das Pentagon gezielt zivile Gebiete an und kümmert sich nicht um die Regeln der Kriegsführung.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation haben die USA und Israel in den ersten fünf Tagen des Krieges, den Donald Trump und Benjamin Netanjahu am 28. Februar begonnen hatten, mindestens 13 Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen im Iran bombardiert.
Laut UNICEF haben Washington und Tel Aviv in der ersten Kriegswoche mindestens 20 iranische Schulen bombardiert.
Außerdem zerstörten sie eine Entsalzungsanlage und beraubten damit Dutzende iranischer Dörfer ihrer Wasserversorgung.
Die USA und Israel töteten in der ersten Woche mehr als 1.300 Iraner. 30 % der Opfer waren Kinder.
CNN und die New York Times bestätigten unabhängig voneinander, dass das US-Militär am ersten Tag des Krieges eine Grundschule in der Stadt Minab im Süden des Iran bombardiert hat.
Die USA bombardierten die Schule zweimal im Abstand von 40 Minuten, um sicherzustellen, dass es keine Überlebenden gab.
Das US-Militär tötete mindestens 168 Kinder und 14 Lehrer.
Kriegsminister Hegseth veröffentlichte eine Karte der Gebiete im Iran, die von den USA bombardiert wurden, und die Grundschule in Minab befand sich eindeutig in der Angriffszone.
Das meinte Hegseth, als er damit prahlte, dass das US-Imperium „sie schlägt, während sie am Boden liegen“, ohne „dumme Einsatzregeln“.
Das Gemetzel der USA und Israels ist so extrem, dass sogar einige rechte Medien im Westen, wie die konservative britische Zeitung The Telegraph, zugeben mussten, dass „Teheran eine ‚Apokalypse‘ aus brennenden Krankenhäusern und unter Trümmern begrabenen Kindern [ist]“, da die USA und Israel absichtlich zivile Gebiete bombardieren.
Was Washington und Tel Aviv im Iran auslösen wollen, ist nicht nur ein Regimewechsel, sondern die Zerstörung des Staates und der Zusammenbruch der iranischen Gesellschaft.
Dies wurde von einigen israelischen Beamten in einem Bericht der Financial Times offen zugegeben.
Die FT zitierte den israelischen Verteidigungsminister Israel Katz, der erklärte, dass „jeder vom iranischen Terrorregime ernannte Führer … ein eindeutiges Ziel für die Eliminierung sein wird“.
Der Plan Tel Avivs besteht darin, alle iranischen Führer zu töten, damit das Land nicht mehr regiert werden kann und einfach im Chaos versinkt.
https://open.substack.com/pub/geopoliticaleconomy/p/us-israel-bomb-iran-schools-hospitals-collapse




Vor drei Jahren sollte ich auf der Grundlge des §140 StGB wegen angeblicher „Befürwortung eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges“ eine fette Geldstrafe zahlen.
Hat eigentlich schon jemand den derzeitigen Bundeskanzler wegen Verstoß gegen §140 StGB angezeigt?
Haha, Spaß.
Jeder weiß, dass die Epstein-Klasse außerhalb des Gesetzes steht.
Das Strafrecht ist für die Untertanen. Und was ein Angriffskrieg ist, bestimmt bekanntlich nicht das Völkerrecht, sondern diejenigen, die ihn führen (ihrer ist natürlich keiner, und wenn, war er furchtbar nötig).

Und ich, ich sah ein Banner vor uns eilen,
das wirbelnd sich im Kreise weiter schwang,
als achte' es vor irgendwas zu weilen;
und hinter ihm kam einer solchen Schar
Gedräng, daß ich nicht glaubte, daß die Zahl
der Toten je so groß, so greulich war.
Nachdem ich einige daraus erkannt,
erblickt' ich auch und wußte den, der feige
die große Absage an sich selbst getan.
Auf einmal ward mir klar, und ich begreife,
daß dies die Rotte der Verzagten sei,
die Gott mißfielen und des Feindes Reife.
Nie lebten diese, sie waren allzuschwach;
sie sind entblößt, und jene Mischung schlimmer
Mücken und Wespen sticht und neckt sie wach,
daß tränenüberströmt ihr Angesicht
und, aufgenommen von dem ekligen Wurm,
zu ihren Füßen Blut und Eiter bricht.
Dies ist die klägliche Geschicht'
von denen, welche lebten ohne Tadel
und ohne Ruhm; vermischt mit ihnen sind
der schlechten Engel Schar, die, voller Unmut,
nicht treu Gott waren, doch sich nicht empörten,
für sich nur war ihr Trachten und ihr Sinn.
Der Himmel stieß sie aus, damit sie nicht
die Schönheit mindern; auch die tiefe Hölle
nimmt sie nicht auf, daß nicht die Sünder dort
sich etwa ihrer noch als Größe rühmten.
Dante Alighieri: Göttliche Komödie, Inferno, Dritter Gesang, Verse 22-69
„Die klägliche Geschicht‘ von denen, welche lebten ohne Tadel und ohne Ruhm“, die weder der Himmel und nicht einmal die Hölle haben wollen….
Ich glaube, Dante hatte eine Vision der Sofa- und Smartphonezombies von heute, der entpolitisierten Mittelschicht, der umfassend propagandisierten Lohnarbeiterklasse, die von Klasse nichts mehr weiß noch wissen will, die sich verausgabt beim Versuch zurechtzukommen und deren ganze mentale Kraft dafür verbraucht wird, den inneren Schutzwall aus Ignoranz und Selbstzufriedenheit aufrecht zu halten, den sie zu brauchen meint um die Verhältnisse ertragen zu können.

„Women and cats will do as they please, and men and dogs should relax and get used to the idea.“ (Robert A. Heinlein)
Stanislav Krapivnik/In the Eyes of Truth: Update 16.02.2026
Die Seiten für den Dritten Weltkrieg sind festgelegt! Der anglo-deutsche Marsch in die Zerstörung
Stanislav Krapivnik ist ein ehemaliger Offizier der US-Armee, Supply-Chain-Manager und militärpolitischer Experte, der heute in Russland lebt. Er wurde während der Sowjetzeit in Lugansk geboren, wanderte als Kind in die USA aus und diente in der US-Armee.
Dieser Ausschnitt von 2:40 Minuten aus dem neuesten Podcast von Stanislav Krapivnik ist aus mehreren Gründen hörenswert – und für viele vermutlich erstaunlich. Letzteres weniger, wenn man in historischen Dimensionen zu denken in der Lage ist und versteht, dass manche gesellschaftlichen Umbrüche und geschichtlichen Einschnitte, auch solche der radikalsten und drastischsten Art, den Zeitgenossen VOR dem Ereignis selbst gänzlich unvorstellbar waren.
Hätten die Deutschen sich 1933 vorstellen können, dass zwölf Jahre später ihr Land eine Trümmerwüste sein würde, die deutsche Armee vernichtend geschlagen, Deutschland unter Besatzungsmächten aufgeteilt und Millionen Flüchtlinge, Vertriebene, Heimatlose in den ehemaligen Territorien des Deutschen Reiches umherirren würden? Hätte die Bevölkerung der DDR noch im Herbst 1989 ahnen können, dass ihr Staat ein Jahr später von der BRD annektiert sein würde?
Was Stanislav Krapivnik hier über Deutschland erzählt, mag manchen weit hergeholt oder übertrieben erscheinen. Mir nicht. In diesen interessanten Zeiten wird vieles möglich, was sich deutsche Untertanen heute vielleicht weder vorstellen können noch wollen.
Der erneute Anlauf des deutschen Imperialismus zu Weltmacht und Krieg gegen Russland wird eines ganz sicher NICHT bewirken: die Erfüllung dieser alten und immer wieder neu gehegten Ambitionen deutscher Wucht und Größe, deren wesentliche Antriebskräfte neben den ökonomischen Interessen des deutschen Kapitals eine Feindseligkeit gegen Russland ist, die die deutschen Eliten anscheinend von Generation zu Generation weitergeben, hegen, pflegen und alle paar Jahrzehnte mit einem erneuten Feldzug gen Osten praktisch unter Beweis stellen müssen.
Man höre, was Stanislav Krapivnik hier sagt und ziehe seine eigenen Schlüsse. Der alte Toyota-Slogan kommt einem in den Sinn: Nichts ist unmöglich…
„Zunächst einmal sind es wieder einmal die verdammten Deutschen. Sie können einfach nicht anders. Die Deutschen leiten im Grunde genommen die EU. Ich meine, reden wir nicht um den heißen Brei herum. Die EU-Version 1.0, Hitlers neue europäische Ordnung, ist gescheitert. Also haben sie sich still und leise industriell und finanziell weiterentwickelt und konnten es mit Hitler nicht schaffen. Aber es liegt ihnen einfach in den Genen, dass sie nach einem Massenweltkrieg lechzen.
Ihr könnt mir glauben, hört mir gut zu, Westdeutsche (falls die EU euch erlaubt, dies zu hören), Ostdeutschland wird Teil Russlands werden. Und da es eine Mischung aus Deutschen und slawischen Sorben ist, ist das nur normal. Wenn wir Berlin zum vierten Mal in 300 Jahren einnehmen müssen, werden wir es nicht zurückgeben. Das ist das Erste.
Zweitens wird es nie wieder ein geeintes Deutschland von nennenswerter Größe geben. Das Projekt Deutschland ist vorbei. In dem Moment, in dem die Schüsse fallen, ist es vorbei. Die Zeit ist abgelaufen. Während die russische Armee vorrückt, läuft seine Lebensdauer ab. Es wird nie wieder ein geeintes Deutschland geben. Es muss in wesentliche Teile zerbrochen werden. Der wahrscheinlich größte Fehler der letzten 200 Jahre war es, Deutschland zu vereinen. Ein geteiltes Deutschland sorgt zunächst einmal dafür, dass Großbritannien und Frankreich sich gegenseitig an die Gurgel gehen, ebenso wie die Niederlande, als sie noch ihr eigenes Imperium hatten. Es gab ihnen allen einen Grund zur Vereinigung, und später wurde es dann einfach nur noch schlimmer.
Ein vereinigtes Deutschland in der Mitte Europas schaut auch ständig in beide Richtungen, insbesondere nach Osteuropa, als sein neues Kolonialgebiet. Ein vereinigtes Deutschland führt zu einem Ungleichgewicht der Kräfte. Und jetzt, mit diesem EU/NATO-Mist, hat ein vereinigtes Deutschland auch noch die Unterstützung der Briten und Franzosen, was es absolut sicher macht, dass es zu einem Krieg kommen muss.
Also, ihr Westdeutschen, ich bin mir ziemlich sicher, dass der Osten, die meisten Ostdeutschen, zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich ihre Tore öffnen, Fahnen schwenken und sich der russischen Armee anschließen werden, um euch zu erledigen. Aber ihr Westdeutschen, ihr seid geistig minderbemittelt. Ihr habt das gewollt. Das ist es, was ihr bekommen werdet. (…)
Die Deutschen, die Westdeutschen, haben die Mentalität, dass sie jedem Kaiser, jedem Führer folgen werden. Also werden sie mitmachen. Ich bin mir verdammt sicher, dass die Westdeutschen, wenn es hart auf hart kommt, brave kleine Zinnsoldaten sein und in den Tod gehen werden. Das haben sie schon mehrmals getan. Sie werden es wieder tun.“
Von denselben 100% zuverlässigen, unbezweifelbaren Quellen, die unwiderlegbar bewiesen haben, dass Putin™ persönlich seinen in Russland unglaublich populären potentiellen Nachfolger und aufrechten Kämpfer für Freiheit und liberale Ordnung Alexej Nawalny mit südamerikanischem Froschgift ermorden ließ (auf solche perfiden Mordmethoden KANN nur ein ehemaliger KGB-Agent kommen!) wurde mir heute ein hieb- und stichfester photographischer Beweis zugespielt, der den grausamen Kremldiktator bei der Ausführung seiner Mordtat zeigt.
Er entnimmt einem ecuadorianischen Dart-Frosch hier gerade das tödliche Gift, um es seinem Gegner, dem unglücklichen Erzdemokraten Nawalny zu injizieren – ein beispielloses Verbrechen, das sich einreiht die unendliche Kette ähnlicher Schurkereien des Russenchefs!

Die Chuzpe der satanistischen Eliten ist unüberbietbar. Sie müssen es einem wirklich ÜBERALL reindrücken, was die „spirituelle“ Orientierung der westlichen Epstein-Klasse ist:


Getting wise with Caitlin Johnston:
„Political maturity is realizing the communists were correct“ („Politische Reife bedeutet, zu sehen dass die Kommunisten die ganze Zeit recht hatten“
Die australische Autorin und Bloggerin, beschreibt ein Phänomen, das einem sehr bekannt vorkommt:
Politische Reife bedeutet letztendlich, sich einzugestehen, dass der wütendste, beunruhigendste Kommunist, den man je getroffen hat, in fast allem Recht hatte.
Wenn man genug lernt, bescheiden genug bleibt und aufmerksam genug ist, kommt man irgendwann zu dieser Erkenntnis. Man erkennt, dass im Allgemeinen die wirklich hochkarätigen Kommunisten von allen Gruppen das klarste Verständnis der Welt haben, und der einzige Grund, warum das für einen selbst nicht immer offensichtlich war, ist, dass man unter einer kapitalistischen Machtstruktur lebt, die ihrer Bevölkerung von Geburt an aggressiv einredet, dass Kommunismus etwas Schlechtes, Schlimmes ist.
Sie haben das klarste und richtigste Verständnis des Kapitalismus. Sie haben das klarste und korrekteste Verständnis von imperialistischer Ausbeutung. Sie haben das klarste und korrekteste Verständnis von westlicher Kriegstreiberei, globalen Machtverhältnissen, weißer Vorherrschaft, institutionellem Rassismus und Frauenfeindlichkeit. Deshalb werden sie immer wieder bestätigt, in allem, von den Militäraktionen der USA über den Faschismus der extremen Rechten bis hin zur missbräuchlichen Natur der sogenannten „moderaten“ Liberalen und der moralischen Verkommenheit der Milliardäre und der Kapitalistenklasse.
Es ist noch offen, wie ihre Vision für die Welt am besten verwirklicht werden kann, denn es wäre eine Welt, die es noch nie gegeben hat, und weil alle ihre Bemühungen, diese Welt aufzubauen, vom kapitalistischen Imperium immer wieder aggressiv angegriffen und sabotiert wurden. Aber keine Gruppe kritisiert die derzeitige Weltordnung so scharfsinnig und treffend wie sie.
Wenn man sein Leben in ausreichend vielfältigen und interessanten Kreisen verbracht hat, ist man in der Vergangenheit sicherlich schon einmal auf ausgesprochen marxistische Menschen gestoßen. Was sie gesagt haben, hat einen vielleicht damals Unbehagen bereitet, entweder weil man noch zu sehr von der Weltanschauung des kapitalistischen Imperiums indoktriniert war oder weil man noch zu sehr mit jugendlicher Unbekümmertheit beschäftigt war, um sich mit den ernsten Themen auseinanderzusetzen, über die sie diskutierten. Und schließlich wird einem klar, dass das Unbehagen, das man empfunden hat, als kognitive Dissonanz bezeichnet wird, also das Gefühl, im Unrecht zu sein.
Vielleicht hat es einen genervt, dass sie ihre Politik viel zu ernst genommen und zu ihrem einzigen Thema gemacht haben, indem sie ständig auf Ungerechtigkeiten und Missstände in allen möglichen Bereichen hingewiesen haben, während man selbst einfach nur entspannen und das Leben genießen wollte. Und schließlich wird einem klar, dass man nur deshalb ohne große Gedanken an Politik dahinleben konnte, weil die eigene Weltanschauung ausreichend mit dem politischen Status quo übereinstimmte, um all die Ausbeutung, Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Propaganda, die jeden Aspekt unserer Gesellschaft durchdringen, nicht zu bemerken. Man hat es nicht bemerkt, weil es nicht mit dem damaligen Weltverständnis kollidierte.
Wenn man offen bleibt, weiter über die Welt lernt, bescheiden genug ist, um seine Fehler zu erkennen und entsprechend Kurskorrekturen vorzunehmen, durchschaut man schließlich all diese Verzerrungen und versteht, dass man die Kommunisten völlig falsch eingeschätzt hat.
Natürlich gibt es immer noch einzelne Kommunisten, die Dinge falsch verstehen, und wie die meisten Menschen in dieser psychisch gestörten Welt sind viele von ihnen emotionale Wracks, die noch viel innere Heilung brauchen. Aber es gibt keine Gruppe, die die missbräuchliche Dynamik dieser Zivilisation als Ganzes mit größerer intellektueller Klarheit wahrnimmt.
https://www.caitlinjohnst.one/p/political-maturity-is-realizing-the