Die Erde ist rund, weil Materie der gekrümmten Raumzeit folgt

„Because the world is round it turns me on“
(The Beatles: Because /Abbey Road)

Kommunismus ist schon deswegen nötig, damit jeder, der es möchte, die Zeit und die Muße hat, sich mit theoretischer und mit Quantenphysik zu befassen

Wollte ich nur mal gesagt haben.

Die Erde ist rund, weil Materie der gekrümmten Raumzeit folgt. (…)

Wenn man auf dem Boden steht, wird man ständig vom Boden nach oben beschleunigt, der gegen die Füße drückt. Fallen ist ein natürlicher Zustand. Stillstehen erfordert Kraft. Das ist Einsteins Revolution.

Wenn man einmal verstanden hat, dass Schwerkraft Geometrie ist, machen extreme Phänomene Sinn: Ein Stern ist im Wesentlichen eine massive Gaswolke. Seine Masse erzeugt eine tiefe Delle in der Raumzeit. Die natürlichen Bahnen in diesem gekrümmten Raum zeigen nach innen.

Was verhindert den Kollaps? Der Druck der nuklearen Reaktionen im Kern, der nach außen drückt. Wenn der nukleare Brennstoff aufgebraucht ist, sinkt der Druck, das Gleichgewicht bricht zusammen und der Stern kollabiert. (…)

Die Masse sagt dem Raum, wie er sich krümmen soll. Der gekrümmte Raum sagt der Masse, wie sie sich bewegen soll.“

https://www.feynmanlectures.caltech.edu

Warenfetisch, Eigentumsbegriff, die kapitalistische und „echte“ Religion

Der Ausgangspunkt:

How to Argue with Pro-Capitalist Cultists
PETERJOSEPH.SUBSTACK.COM


Kommentar des Genossen J. aus B.

Einerseits sind Freiheit, Demokratie und Markt die dreifaltige Heiligkeit im bürgerlichen Pantheon. Scharen bildungsbürgerlicher Priester verkünden deren frohe Botschaft, diesen sei zu huldigen, weil auf der anderen Seite des Styx das Böse lauert: die Diktatur und die Unfreiheit der (nicht funktionierenden) Planwirtschaft.

Und natürlich predigt der politische Teil der Messe, dass man diesen Gottheiten die Füße küssen soll und man die Volksfeinde daran erkennt, dass sie es nicht tun. Selbstredend muss man fleißig arbeiten und auch in den Krieg ziehen, wenn die über allem thronende Hauptgottheit Nation nach himmlischen Heerscharen ruft.

Die naturwüchsige Basis dieses Glaubensedikts aber hat Ketzer Joseph zumindest im Zitat nicht erwähnt. Die Erzählung vom weisen Markt nämlich braucht an ihrer ideellen Basis die Deutung von alltäglich Erlebtem als „zweite Natur“, darin den Warenfetisch, also den Glauben, es sei naturgegeben, dass alles einen Preis hat und ge- bzw. verkauft werden muss.

Dass Produkte nur als Waren erscheinen, ist nicht nur sichtbare Gegebenheit, sondern auch Gegenstand täglicher Sorge, wie zum Kauf das nötige Geld zu erlangen sei oder eben, ob die Geschäfte gut laufen werden. Es ist Inhalt des täglichen Klarkommens, dem man sich in der Eigentumsordnung stellen muss. Und Eigentum als pantheistische Göttermutter wird daher eher gefühlt als gewusst.

Dieses Ideologiegebäude bildet sich quasi von selbst, wie auch die Stellung zu sich selbst als konkurrierendes Eigentümersubjekt, als Bürger, der ohne gewaltliche Inrechtsetzung keiner ist.



Meine zwei Pfennig dazu:

So naturwüchsig diese Basis auch sein mag (der Warenfetisch, der unhinterfragte Eigentumsbegriff), so geläufig ist dem Bürger und Marktwirtschaftsuntertanen aber auch deren wenigstens ideelle Aufhebung in den Gospeln der offiziellen Religionen.

Mehr allerdings in den östlichen Lehren von Überwindung des „Ichs“ und der Geringschätzung „weltlichen Erfolgsstrebens“ als im Christentum, das als „westliche“ Religion viel Zeit und Gelegenheit hatte, vom Kapitalismus von dessen Entstehung an absorbiert und zu seinen Zwecken umgemodelt zu werden (Calvinismus z.B.)

Das Jesuswort, dass man „so werden solle wie die Kinder“, um ins „Himmelreich“ einzukehren (Matthäus 18:2-4) deutet ja bereits in die kommunistische Richtung: keinem Kind leuchten automatisch die Eigentumsgesetze einer kapitalistischen Gesellschaft ein, und erst recht nicht die Tatsache, dass jedes Ding auf der Welt ein Preisschild aufkleben hat (unsichtbar oder sichtbar). Das müssen die lieben Kleinen erst beigebracht kriegen, damit sie in der kapitalistischen Realität eine Chance haben, zu funktionieren.

Der Buddhismus geht weiter und macht das Durchschauen der „Naturwüchsigkeit“ des Eigentums-, also des Ich-Begriffs, zum Kern seiner Botschaft. Er ist insofern die kommunistischste aller Religionen, jedenfalls was die Theorie betrifft. Schaut man sich die Realität an, beispielsweise den tibetischen Sklavenhalter- und Leibeigenenstaat bis 1951, wird man schnell eines Anderen belehrt.

Umgekehrt lässt sich vom Christentum sagen, dass dessen ausgesprochen soziale, mitmenschliche Orientierung am ehesten einer Ordnung entspricht, die sich die Solidarität unter den Leuten zum Ziel setzt und nicht die Bereicherung der Rücksichtslosesten und Gerissensten.

Bleibt aber alles graue Theorie und taugt bestenfalls als inneres Trostpflaster zur Gewissenberuhigung für Einzelne, der religiöse Zinnober. Wir kommen nicht drum herum, die Verhältnisse in der Welt, in der wir leben (müssen), so zu gestalten, das sie ein ständiges Leben für alle hergeben. Und das heiß nach Lage der Dinge: Abschaffung des Privateigentums n Produktionsmitteln wo erforderlich und Entmachtung der Kapitalisten als Klasse (nicht als Organisatoren der gesellschaftlichen Reichtumsproduktion, sofern das unter der strengen Kontrolle der Gesellschaft erfolgt, siehe China).

Soweit die religions- und gesellschaftspolitische Erörterung während des ersten Kaffees am Sonntagmorgen.

Unsichtbare Grüße.

Zurück zum Analogen (beinahe)

Manchmal packt es mich und ich greife zu Stift und Papier und zeichne einfach irgendwas, was gerade vor meiner Nase ist. Ein Gefühl, wie vor fünfzig Jahren, als es noch keine digitalen Werkzeuge gab..

Gleich danach packt’s mich aber dann genauso, genau diese Old School analoge Zeichnung weder mit irgendeiner K I zu animieren:

Letzte Vorbereitungen für den Tag der Republik

Während die BRD-Imperialisten, im Volk verhaßt und vor ihm geschützt, ihren Annexionstag am 03. Oktober abhalten, begehen wir vier Tage später den richtigen Nationalfeiertag, unseren Tag der Republik! 

Die staatlichen Organe und gesellschaftlichen Organisationen möchten anlässlich dieses Feiertages die Bürger daran erinnern, die Fahne der Arbeiter- und Bauernmacht dem Ereignis angemessen in einen tadellosen und würdigen Zustand zu bringen! 

Auch im 76. Jahr unserer sozialistischen Heimat heißt es unverändert: 

„Unter dem Banner von Karl Marx für Frieden und gesellschaftlichen Fortschritt!“

Im Anschluß an die Feierlichkeiten gibt es Fettbemme für alle!