Facebook macht sich um die Aufklärung des mündigen Bürgers und um die Pressefreiheit verdient

Anhand seiner „Kennzeichnungen“ möchte der Zuckerberg-Konzern dem geneigten User nahelegen, wie er verschiedene Sender einzuordnen hat.

Der erste – nennen wir ihn SENDER 1 – bezieht sein Geld zu 100% vom Staat, der zweite – nennen wir ihn Sender 2 – auch, nur dass beim zweiten der Staat auch noch mit einer Zwangsabgabe bei der Bevölkerung Geld für den Sender eintreibt.

Sender 1 kriegt das staatliche Geld und kann dann in seiner Redaktion mehr oder weniger frei schalten und walten. Sender 2 kriegt das staatliche Geld und muß sein Programm von einer (nicht gewählten, sondern ernannten) Gruppe von Parteipolitikern überwachen umd absegnen lassen.

Sender 1 jedoch – und jetzt kommt’s – ist vom RUSSEN! Und damit ist alles gesagt und erklärt, denn was vom Iwan kommt, kann per definitionem nur PROPAGANDA sein.

Sender 2 dagegen ist durch und durch DEUTSCH, also von UNS, ergo GUT und WAHR; und auch wenn seine angeblich von Facebook gecheckte „Finanzierung, Struktur und journalistischen Standards“ zu 100% auf die vollständige Abhängigkeit des Senders von seinen staatlichen Auftraggebern und Kontrolleuren hinweist, braucht es hier natürlich keine „Kennzeichnung“ – jeder weiß schließlich, dass in einem demokratisch vorbildlichen Land wie Deutschland auch die umfassendste staatliche Beaufsichtigung und Finanzierung niemals ein Grund ist, dies mittels einer „Kennzeichnung“ zu erwähnen.

Schließlich ist die damit gegebene Wahrheitsliebe und unbezweifelbare Faktentreue einer solchen Sendeanstalt über jeden Zweifel erhaben, während beim Russen einfach schon aus Prinzip davon ausgegangen werden muss, dass er die Fakten aus seiner unverbesserlich kommunismusanfälligen Perspektive darstellt – auch und vor allem, wenn er nach außen scheinbar alle journalistischen Standards einhält!

Geschichten aus dem Pflegeheim: das Feiertagsvirus und die Liebe in Neuss

Dritter Tag in Folge Küchendienst, dritter Tag in Folge früh aufstehen um gegen 7:15 in der Einrichtung aufzuschlagen. Heute muss ich mich wieder selbst auf COVID-19 testen, so dass ich erstmal den Aufenthaltsraum des Wohnbereiches ansteuere, wo das Schnelltest-Equipment liegt.

Auf dem Gang kommt mir die zwischen Aufgeregt- und Aufgelöstheit oszillierende Schwester A. entgegen, die Feiertagsverantwortliche für den Wohnbereich. „Ah, Gottseidank, du bist unsere Rettung – hoffe ich jedenfalls!“ ruft sie mir entgegen. Ich ahne, was sie will. Und richtig: „Der D. hat sich krankgemeldet und wir sind nur zu dritt in der Pflege. Wir können unmöglich auch noch die Küche mitmachen…“

D. ist der FSJler, der seit einem dreiviertel Jahr vorwiegend im Küchendienst des Wohnbereiches 2 eingesetzt wird. Dass er heute ausfällt, ist für mich schon fast keine Überraschung mehr, da es zu einem rätselhaften, bislang noch unerforschten medizinischen Phänomen passt: das FEIERTAGS-VIRUS, das ausschließlich junge Menschen befällt, außerdem ebenso ausschließlich FSJler, Praktikanten und andere nicht-festen Arbeitskräfte.

Diese tückische Infektion schlägt beinahe immer an Sonn- und Feiertagen zu, wo man sich nur bei den betroffenen Kollegen abmelden muss und nicht bei der Personalverantwortlichen des Ladens. Die ohnehin ausgedünnte Personaldecke der Einrichtung ist am Wochenende und an Feierabend dermaßen löchrig, dass der Ausfall eines weiteren Kollegen einer Totalkatastrophe gleichkommt.

Dummerweise habe ich – was Schwester A. weiß – im anderen Wohnbereich Küchendienst. Jetzt ist Verhandlungsgeschick gefragt. Der andere Wohnbereich ist kleiner, die Arbeit in der Küche weniger. Die Frage ist: sind die dortigen Pflegekollegen (ganze zwei) bereit, mich „abzugeben“ und die Mahlzeiten und die Küchenarbeit selber zu schultern.

Die Antwort ist ein klares „Nein!“ – weil Montags der Tag ist, an dem in diesem Wohnbereich „die Medikamente gestellt“ werden. Das ist eine Aufgabe, die mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann. Es ist nämlich bei weitem nicht damit getan, ein paar Pillen in die kleinen farbigen Plastikbecherchen zu tun, sondern man muß pro Bewohner die Medikamentendosis für eine Woche (und zwar 4-mal täglich) bereitstellen. Die Verschreibungen wollen überprüft sein, im Idealfall auch die Beipackzettel abgeglichen werden mit Verhaltens- und Reaktionauffälligkeiten des jeweiligen Bewohners, das Ganze muß natürlich auch dokumentiert werden usw.

Die Pflegekräfte meines eigentlichen Wohnbereiches 2 (ich bin nur für dieses Feiertagswochenende dem Wohnbereich 3 zugeteilt) fügen sich resigniert in ihr Schicksal und ich mache mich im Speiseraum von Wohnbereich 3 an die Arbeit.

Heute sind alle früh erschienen; die Pflege hat es wegen des „Medikamente stellen“ erkennbar eilig, die Leute zeitig „fertigzumachen“ und diejenigen im Speiseraum abzuliefern, die dort die Mahlzeiten einnehmen. Um 9:30 sind alle längst fertig und ich habe aufgeräumt und den Tisch schon mal fürs Mittagessen eingedeckt. Ich besuche Wohnbereich 2, wo es genau andersrum aussieht: erst die Hälfte der Leute hat überhaupt gefrühstückt, viele sind noch in den Zimmern, Frühstückswagen und gedeckte Tabletts usw. stehen im der Wohnbereichsküche rum – die Pflege kommt erwartungsgemäß nicht hinterher mit der Arbeit.

Um die Pflegekollegen zu entlasten, schnappe ich mir alle, die schon fertig gefrühstückt haben und nehme sie mit in den „Tagesgruppen“-Raum, der genau zwischen den beiden Wohnbereichen liegt. Dort habe ich vorher schon die Bewohner des kleineren Wohnbereiches 3 versammelt. Jetzt habe ich dort zehn Leute sitzen, die ich irgendwie bis 11:15 beschäftigen und unterhalten muss.

Da Bilder und Musik immer gehen, spiele ich ihnen alte Schlager vor und zeichne dazu. Oder umgekehrt. Ich fange mit irgendetwas an und das Weitere ergibt sich durch die Interaktion mit meinen Zuhörern/Zuschauern. Wir landen bei der Werbung eines jungen Mannes um die Dame seines Herzens und all dem, was dazu nötig ist. Ein Blumenstrauß auf jeden Fall, wissen meine Leute. „Ein Hund!“, ruft Frau Sch., was zustimmend akzeptiert wird, auch wenn Hunde meines Wissens nach keine Rolle bei der romantischen Annäherung spielen.

Dann wird gefordert, dass das ganze in Neuss stattfindet, also der Stadt, in dem unsere Einrichtung sich befindet. Die Allerwelts-Silhouette, die ich hinzeichne, wird ebenso als Neusser Skyline akzeptiert wie vorher der Hund als Accessoire des Brautschauenden, und wir kommen zu den Details der Bekleidung sowie der Gemütsverfassung der beiden Aspiranten. Auch ein Reisebüro soll mit aufs Bild, wird gefordert. Vermutlich für die Hochzeitsreise.

Da wir gerade den 1950er-Jahre-Schlager “Du hast so wunderschöne blaue Augen” von Heinz Woezel & den Quintons gehört haben, bietet sich der Aufreißer-Satz des auf Freiersfüßen wandelnden Jungspundes von selbst an. Sie allerdings hat den Spruch schon allzu oft gehört und überlegt sich deshalb, ob sie ihn überhaupt zum Zuge kommen läßt oder ihn wegen plumper Anmache gleich abserviert. Eigentlich aber ist sie doch sehr angetan von seinem Charme, von den schönen Blümchen und vor allem von dem Hündchen!

So fügt sich letztlich alles zum Ganzen, die zwei kommen doch noch zusammen, aber zunächst mal müssen einige Hürden und Mißverständnisse überwunden werden. Eben genauso wie im wirklichen Leben. Meine Zuhörer sind angenehm unterhalten und verfolgen mit Anteilnahme die Romanze, die sich vor ihren Augen an dem TV- Bildschirm entwickelt, an den ich mein iPad angeschlossen habe.

Das Lied von den blauen Augen bietet sich aber auch noch für einen weiteren naheliegenden Spaß an: als Boxerhymne nämlich, denn wie jeder weiß, ist es u.a. das Spottlied, dass die Verlierer eines Boxkampfes sich anhören müssen. Ich brauche das iPad jetzt für die Akustik, so daß ich am Flipchart weiterzeichne. Die Darstellung von K.O.-Harry nach seinem einzigen Kampf, den er nicht durch K.O. gewann, sondern VERLOR, überzeugt meine versammelten Alten auf Anhieb.

Schon ist 11 Ihr vorbei und ich muss die gemütliche Runde beenden; das Mittagessen rückt näher. Als ich die Bewohner vom Wohnbereich 2 in ihren Wohnbereich zurückbringe, kommt mir PFK A. entgegen und verkündet mir die freudige Nachricht, dass die bilateralen Absprachen mit den Pflegekollegen der 3 erfolgreich waren: die „Dreier“ haben ihre Medikamentensache schneller als gedacht bewältigt und sind einverstanden, dass ich beim Mittagessen dem Wohnbereich 2 helfe und nicht ihnen.

In der mir vertrauteren Küche „meines“ Wohnbereiches fällt zwar doppelt soviel Arbeit an als auf der 3, dafür kenne ich die Abläufe viel besser. So wirble ich noch zwei Stunden zwischen Küche, Speiseraum und Großküche umher bis alle gegessen haben, alles aufgeräumt ist und sämtliche Vorbereitungen für die Spätschicht getroffen sind.

Mittlerweile bin ich zusätzlich zu meinem normalen Überlastungszustand derartig platt, dass ich die eigentlich für den Nachmittag geplante Malgruppe absage- was mir schwerfällt, weil ich weiß, wie sehr die Leute gerade dieses Angebot lieben (und weil es meine persönliche Lieblingstätigkeit im Rahmen des Sozialen Dienstes ist).

Laut Dienstplan kann ich ohnehin um 14:00 nach Hause gehen; ich hatte meinen Seniorenkünstlern aber versprochen, das ich trotzdem die Malgruppe anbiete. Das hat sich jetzt erledigt, ich bin einfach zu kaputt von der Arbeit. Ich male schnell noch ein Cancellation-Plakat und mache mich aus dem Staub.

Geschichten aus dem Pflegeheim: Lätzchen für die Kranken

Wochenenddienst im Wohnbereich 3. Da feiertagsbedingt mal wieder keinerlei Personal für die Küche aufzutreiben ist, bin ich drei Tage hintereinander für Frühstück und Mittagessen dieses Wohnbereiches zuständig. Gleichzeitig wird von mir erwartet, dass ich in den verbleibenden knapp 90 Minuten zwischen den Küchendiensten ein wohnbereichsübergreifendes Angebot, also eins für ALLE Bewohner der Einrichtung, auf die Beine stelle.

Das Angebot selber ist kein Problem; zur Not improvisiere ich mit Hilfe eines Flipcharts und ein paar Stiften sowie einer geeigneten Musik-Playlist irgendein wildes oder weniger wildes Halligalli, das die Leute garantiert unterhält und ihnen den Vormittag erträglicher erscheinen läßt.

Die ZEIT ist das Problem. Zwar ist der Wohnbereich 3 der kleinste der drei Wohnbereiche des Hauses, der Arbeitsanfall im Küchendienst daher überschaubar, aber ich bin der einzige Mitarbeiter des Sozialen Dienstes, der heute Vormittag anwesend ist.

Und das bedeutet, ich muss den Transfer der Bewohner zum Veranstaltungsraum alleine bewältigen: zwei Stockwerke, drei Wohnbereiche, sechs lange Gänge und ca 40 – 50 Bewohner, die zumindest angesprochen werden müssen – wenn auch nur 10 von denen zum Angebot kommen wollen, bin ich pro Person 2-4 Minuten unterwegs. Die meisten sitzen in Rollstühlen, was den Transfer schneller macht, weil ich sie dann ziemlich zügig schieben kann. Diejenigen mit Rollator allerdings brauchen Begleitung quer durchs Haus; darauf, dass sie den Weg alleine finden und von selber zum Angebot kommen, kann man sich bei den wenigsten verlassen.

Das Angebot soll um 10:00 im Großen Speisesaal beginnen, wo diejenigen Bewohner ihre Mahlzeiten zu sich nehmen, die nicht auf den Wohnbereichen oder im Zimmer essen. Um 10:10 habe ich sieben oder acht Bewohner im Saal, die ich alle selber hinbegleiten musste. Ich könnte jetzt noch weiter treppauf-treppab durchs Haus sprinten, um weitere Interessenten einzusammeln, beschließe aber, dass das keinen Sinn macht: erstens kann ich die schon im Saal Versammelten nicht noch länger sich selbst überlassen (sie würden wieder anfangen, in alle Richtungen abzuwandern), zweitens habe ich keine Zeit mehr zu verlieren, denn spätestens um 11:15 muß ich den Saal wieder umräumen, mein Equipment wegbringen und wieder im Wohnbereich sein, um alles für das Mittagessen herzurichten.

Zu allem Überfluß versagt auch noch die Technik im Saal. Das iPad verbindet sich nicht mit dem Beamer, obwohl alles korrekt angeschlossen ist; als es dann klappt, wirft der Beamer ein auf dem Kopf stehendes Bild auf die Leinwand. Damit ist klar, dass jetzt auf jeden Fall Flipchart, Stifte und Improvisation angesagt sind.

Eine Stunde später bin ich zurück im Wohnbereich 3, wo die überforderten beiden Pflegekräfte (eine Fachkraft, eine Auszubildende) alle Hände voll zu tun haben, die 15 oder 16 Bewohner zu versorgen. Sie beklagen sich, dass Frau Sch., eine der BewohnerInnen mit „Hinlauftendenz“, alleine im Speiseraum des Wohnbereichs gelassen wurde – ich hatte die Frau zwar eingeladen, aber sie nicht selber abgeholt und zur Veranstaltung gebracht.

„Hinlauftendenz“ hieß früher (zutreffender) „Weglauftendenz“, was in Zeiten des Versuches, mit Sprache die Wirklichkeit zu korrigieren, nicht mehr erwünscht ist. Besagte Dame ist tatsächlich gelegentlich ausgebüchst, und zwar auf eine Weise, die kaum bemerkt wird, wenn man sie nicht dauernd im Auge behält. Sie wandert einfach gemütlich die Treppe zum Foyer hinab und ist dann blitzschnell durch den Haupteingang verschwunden. Dass an Wochenenden und Feiertagen die Rezeption nicht besetzt ist, würde ihr das Verlassen der Einrichtung noch erleichtern. Schon mehrfach musste Frau Sch. in solchen Situationen von der Polizei aufgegriffen und zurückgebracht werden.

Um Frau Sch. irgendwie am Platz zu halten und ihr ein bißchen Abwechslung zu bieten, haben die Pflegekräfte den Fernseher angestellt und lassen eine YouTube-Naturdoku laufen. Jetzt sitzt allerdings bloß noch die nicht minder demente Frau B. im Raum. Frau Sch. wurde für den Rest des Feiertages von ihrem Gatten abgeholt.

Frau B. sorgt häufig für Heiterkeit bei Betreuern und Pflegekräften, weil sie in ihrer weitgehenden Desorientiertheit und dementiellen Einschränkung großen Wert darauf legt, den Eindruck einer orientierten und gebildeten Dame aufrechtzuhalten. So fragt sie mich zum Beispiel gerne, ob ich auch etwas „für die Dementen“ anbieten würde (zu denen sie sich also eindeutig nicht zählt) oder, wenn ich den Tisch decke, ob das „für die Kranken“ sei – ihre Bezeichnung für die anderen Bewohner.

Sie mischt sich viel und gerne in die Versorgung und Betreuung der Mitbewohner ein, so als wäre sie die Herbergsmutter oder Teil des Mitarbeiter-Teams. „Binden Sie der Frau mal das Lätzchen um!“, weist sie mich an, als ihre Sitznachbarin Platz nimmt – noch einer der verpönten Ausdrücke, denn die „Lätzchen“ sind erstens zehnmal so groß wie ein Baby-Lätzchen und werden zweitens politisch korrekt „Kleiderschutz“ genannt.

Schließlich sind alle versorgt, das Mittagessen ist vorüber, nur noch Frau B. sitzt im Speiseraum und im Fernsehen läuft immer noch die Naturdoku – ohne Ton natürlich, aber das würde bei Frau B. nicht viel ausmachen, da sie nahezu taub ist ohne ihre Hörgeräte (die sie so gut wie nie benutzt).

Sie wirkt fasziniert von den Bildern auf dem großen Monitor. Versonnen schaut sie den Wasser- und Luftbewohnern aus dem Tierreich zu, die in dieser schön gemachten BBC-Dokumentation gezeigt werden.

Lange Zeit kann sie ihren Blick nicht lösen vom Geschehen und scheint von der Unschuld, der Natürlichkeit, der Direktheit und der FREIHEIT der Tiere in den Bann geschlagen. Außerdem ist der Ozean natürlich eine gute Metapher für den Geist; demente Menschen treiben auf einem immer brüchiger werdenden Nachen in einem unbekannten Ozean, in dessen Wellenbewegungen und Stürmen, in dessen Tiefen und Weiten sie sich zunehmend verloren fühlen.

Berichte von der Ostfront im Hamburger Frontberichterstattungs-Blatt

In gleich zwei Meldungen weiß das Ostfrontmagazin „Spiegel“ Unglaubliches über die Machenschaften des fiesen Iwan zu berichten.

Die selbst von NATO- und US-Offiziellen und -Experten beeindruckt kommentierte Militärtechnik, die sich der Feindstaat im Laufe der letzten Jahre so zugelegt hat, ist gar nicht auf russischem Mist gewachsen, sondern praktisch vom Zaren im Kreml bzw. von dessen Spionen zusammengeklaut und -gekauft worden, und zwar BEI UNS!!

Womit erstens mal wieder feststeht, was für ein abgefeimter Schurke der Menschenschlag da hinten im Osten ist (schon damals konnten wir ihm das leider nicht abgewöhnen), zweitens aber auch aufgedeckt wird, dass der russische Schrott überhaupt nur insofern etwas taugt, als DEUTSCHE Wertarbeit dahinter steckt!

Das stimmt doch schon mal optimistisch für den anstehenden Waffengang; da kann der Herrscher im Kreml noch so viel Spione losschicken, um sein düsteres Reich aus Wodka, Autokratie und getarntem Bolschewismus gegen die Freiheit in Stellung zu bringen – UNSERE Hightech wird primär und prioritär natürlich in UNSEREN Raketen verbaut und nicht in „Putins Raketenprogramm“ (wir lernen gleichzeitig, dass unseren Anstrengungen zum Schutz der regel-basierten Werteordnung der persönliche Ehrgeiz eines unberechenbaren Despoten gegenübersteht, der sich ein eigenes Raketenprogramm zusammenbastelt).

Die zweite Meldung knöpft sich einen Vaterlandsverräter der schlimmsten Sorte vor: der Mann – typischerweise natürlich wieder bei der kommunistischen Linkspartei – fliegt einfach nach Moskau und läßt sich dort Russengift bzw. ein eindeutig RUSSISCHES Vakzin spritzen! Und nicht nur das: er ist dort auf Staatskosten, weil es sich nämlich um eine Dienstreise seiner Fraktion handelt!

Diesen Abgrund an Landesverrat weiß gerade der „Spiegel“ richtig einzuordnen und zitiert pflichtbewusste patriotische Parlamentarier, die den „Flurschaden“ beklagen, den der Volksfeind durch das „Hereinfallen auf russische Propaganda“ angerichtet hat.

Der aufgeklärte Demokrat weiß so, auch ohne dass es der „Spiegel“ extra schreiben muss, dass eine Impfung mit dem Russenstoff (der leider wirksam ist, vermutlich weil schon wieder deutsche Hightech dahinter steht) undeutsch und glatte Feindbegünstigung ist. Und dass der Iwan im Grunde immer noch Bolschewist ist, merkt man schon daran, dass der seinen Impfstoff weltweit für kleines Geld an bis jetzt fast 60 Länder verteilt, statt ein anständiges marktwirtschaftliches Geschäft mit den Patenten eines soliden deutsch-amerikanischen Supervakzins wie dem von BionTech/Pfizer zu machen.

Kurzum: dem Russen ist nicht zu trauen, aber sein arttypisches Gaunertum wird zumindest vom „Spiegel“ durchschaut und der demokratischen Öffentlichkeit zur Warnung unterbreitet.

Wenn’s dann endlich wieder so weit ist, dass die wertewestliche Freiheitskoalition zu erzieherischen Strafmaßnahmen der wuchtigeren, nämlich bewaffneten, Art greift (greifen MUSS!!), kann jeder sagen: haben wir doch gewusst!

Geschichten aus dem Pflegeheim: die Hände am Ende der Arme

Die „Tagesgruppe Demenz“ ist heute eine müde Runde. Die früh aufgestandenen bzw. geweckten („fertig gemachten“, im Pflege-Jargon) Teilnehmer, die mitunter bereits eine dreiviertel Stunde vor Beginn von den stets gestressten Pflegekollegen gebracht werden, schlafen schon wieder ein oder dösen vor sich hin, diejenigen, die pünklich gebracht wurden, sind noch müde, und einige sind noch gar nicht erschienen.

Zu allem Überfluß bin ich alleine; kein FSJler, kein Praktikant, kein Pflegeschüler der mir assistieren kann, so drastisch ist die Personalnot im Haus. Im Grunde lässt sich die „Tagesgruppe“ alleine gar nicht bewältigen. Neun demente Personen müssen betreut werden, inklusive Mahlzeiten – da bleibt kaum Zeit für den Gang zum Klo zwischendurch.

Das geht schon seit Tagen so, ein Ende ist auch nicht abzusehen; die PDL – auf den Zustand angesprochen – meint nur lapidar, im Moment sehe es eben ganz schlecht aus und man müsse mit dem Personal arbeiten, das zur Verfügung stünde.

Die Alternative ist, die Leute im Wohnbereich zu belassen statt sie in den vertrauten Gemeinschaftsraum der Gruppe zu bringen. Eine solche Unterbrechung ihrer Routinen verstört demente Menschen allerdings unnötig; außerdem hätte ich dann genau dieselbe Situation: als einziger Zuständiger des Sozialen Dienstes müsste ich mich um genau dieselben Leute kümmern, abzüglich der „Tagesgruppen“-Teilnehmer aus den anderen Wohnbereichen.

Ich füge mich also in mein Schicksal und versuche, die Runde irgendwie zusammenzuhalten, auf die Leute einzugehen, die verschiedenen Stimmungszustände miteinander auszubalancieren und nebenher noch jedem sein Frühstück zu machen und die Nahrungsaufnahme zu beaufsichtigen.

Zu meinem Glück gibt es heute ein Angebot einer externen Mitarbeiterin, die immer Freitags den allseits beliebten Sitztanz mit den Bewohnern macht. Dieses Highlight der Heimkultur spielt sich nach dem stets gleichen Muster ab, was vermutlich der Grund für seine Beliebtheit ist: auf eine Eingangs-Polka folgen die immergleichen Lieder, zu denen die Externe die Leute zu allerlei dem Liedtext entsprechenden Gesten und Bewegungen animiert. Das Ganze endet mit dem Pflegeeinrichtungs-All-Time-Klassiker „Kleine Schaffnerin“, das mich mittlerweile schon bis in den Schlaf verfolgt.

Jedenfalls ergreife ich rotzfrech die gute Gelegenheit und befördere meine komplette Truppe rechtzeitig vor dem allgemeinen Run auf die begrenzten Plätze in den Gymnastikraum, wo das Angebot stattfindet. Da ich die Leute nicht alleine lassen kann (sie würden nach kürzester Zeit in alle Richtungen auseinander streben, durchs Haus wandern und überall nach dem Weg fragen), muß ich die Gruppe noch eine halbe Stunde bei Laune halten und beschäftigen.

Kein Problem im Gymnastikraum mit seinen Bällen und Bändern und sonstigen Utensilien! Wir spielen mit einem riesigen Gymnastikball Fussball, mit einer großzügigen Hand-Regelung für diejenigen, die ihre Beine und Füße nicht bewegen können. Ich bin mal wieder überrascht, wie viel Spaß meinen Leuten die allersimpelsten Kick- und Tretspielchen machen können und kommentiere ihre Bemühungen wie das Endspiel der Champions League.

Dann erscheint die Externe und führt ihr Angebot durch: eine Stunde Zeit für mich, den Gruppenraum aufzuräumen, das Geschirr abzuwaschen, die Tische schon mal für das Mittagessen einzudecken usw.

Nach einer Stunde hab ich die ganze Truppe wieder beisammen, schon ein bißchen wacher, aber auch angestrengt von der Bewegung. Frau H. und Frau B. , unser Neuzugang aus dem Wohnbereich 1, scheinen besonders aktiviert zu sein. Frau H. Ist der Schalk im Nacken schon anzusehen und ich schaue in neugieriger Erwartung, was sie heute auf Lager hat.

Frau B. wiederum wurde als für die „Tagesgruppe“ geeignet befunden, weil sie eine leichte bis mittelschwere Demenz hat und zwar weder räumlich noch zeitlich orientiert ist, dafür aber enorm kommunikativ. Kommunikativ allerdings mit einer Tendenz zum Monolog. Sie greift gerne Stichworte und Erinnerungen anderer auf, um zu schier endlosen Vorträgen über nur ihr bekannte Details irgendwelcher Ereignisse und Leute aus ihrer persönlichen Geschichte auszuholen. Dabei wird ihre Stimme immer nuscheliger, so dass man am Ende schon akustisch kaum noch versteht, was sie erzählt.

Das führt mitunter soweit, dass die anderen Teilnehmer spätestens beim dritten Satz von Frau B. die Augen verdrehen; ihre direkte Sitznachbarin Frau Sch. rückt sogar von ihr ab und dreht ihren Oberkörper soweit weg wie möglich, um so wenig wie möglich zuhören zu müssen.

Frau H. jedenfalls schaut ihr Gegenüber, Frau B., direkt an und hebt dann die linke Hand. Mit dem Handrücken zu ihrem Gegenüber hält sie die Position für etwa eine halbe Minute, bis Frau B. aufmerksam geworden ist und sie fragt: „Was wollen Sie? Was ist da?

Frau H. bleibt fast ernst, wartet noch eine Weile und sagt dann bedeutungsvoll: „Meine Hand.“ Sie streicht sich mit der rechten Hand über den Handrücken, als würde sie zum ersten Mal die Existenz dieses Körperteils zur Kenntnis nehmen. „Die ist unten an meinem Arm dran“, fügt sie hinzu.

Jetzt schaut Frau B. erst recht verdutzt aus der Wäsche. Das wirkt bei Frau B. einigermaßen komisch, weil sie physiognomisch der Schildkröte Morla aus der „Unendlichen Geschichte“ ähnelt. Sie murmelt ein paar verständnislose Worte wie „Also sowas…“ und „So ein Unsinn!“, beobachtet aber Frau H. genau.

Diese scheint entschlossen, ihrer Vorstellung noch eine weitere Nuance hinzuzufügen und bewegt jetzt beide Unterarme mit erhobenen Händen synchron hin und her, hoch und runter, mal auseinander, mal wie beim Gebet mit aneinander gelegten Händen. „Das können die alles machen!“, sagt sie und wirkt dabei so, als hätte sie diesen erstaunlichen Sachverhalt soeben entdeckt.

Jetzt reicht es Frau B. „Ich hab‘ genug. Ich will nach Hause!“, sagt sie. „Wer bringt mich nach Hause?“, fragt sie in meine Richtung. Ich versichere ihr, dass ich das selbstverständlich tun werde, bitte sie aber, noch das Mittagessen abzuwarten. Das wird akzeptiert, aber ich werde ab sofort alle 5 Minuten gefragt, ob sie anschließend nach Hause gebracht werden würde und wenn ja, von wem.

Frau H. ist zufrieden mit ihrer kleinen Performance und lehnt sich milde grinsend in ihrem Stuhl zurück. Ich lege zur Versöhnung aller mit der Gesamtsituation schnell noch Roy Black auf:

„Glaube, Hoffnung, Liebe
sagen immer wieder: Denke daran.

Es kommt auf die Stunde an
ganz egal, was du tust auf der Welt.

Denn bei allem was du machst
ob du weinst oder ob du lachst

sind die Stunden wenn jemand an dich denkt
dein schönstes Geschenk“

Da können auf jeden Fall alle zustimmen und mitsingen, während man von unten schon das Klappern des Essenswagens hört, der das Ende des Vormittags und dessen krönenden Abschluss, das freitägliche Fischmahl, ankündigt.

Fallstricke des Karrierismus bürgerlicher Charaktermasken

Wenn man schon als bürgerlicher Politiker keine Ahnung vom wirklichen Leben hat, braucht man wenigstens einen eindrucksvollen akademischen Titel. Einen Doktor-Titel zum Beispiel. Das soll dem Durchschnittsuntertanen signalisieren, dass hier ein echt schlaues Kerlchen am Start ist, eine Akademikerin und Absolventin höherer Bildung im Falle von Frau Giffey.

Diese Machthaber ahnen irgendwie, dass ihr Sich-Hochdienen im Parteiapparat, ihr Karrierismus innerhalb der politischen Hierarchie, nicht wirklich als überzeugende Qualifikation durchgeht; sie meinen, sich mit akademischen Weihen schmücken zu müssen, weil sie wissen, dass das Konkurrenzumfeld davon genauso beeindruckt ist wie sie selbst in ihren wichtigtuerischen kleinen Karrieristengemütern.

Da schreibt man dann irgendeinen Schmarrn zusammen, der einem den ersehnten Titel bringen soll, findet einen willigen Betreuer, der das zusammengestoppelte Blabla durchwinkt – und fertig ist die Eintrittskarte in die Kreise mit der höheren Bezahlung.

Und wenn man‘s nicht ganz doof anstellt, kommt man damit sein Lebtag lang durch und keiner merkt‘s. Frau Giffey hat es nicht geschafft; das macht sie zu keiner besseren oder schlechteren Politikerin als andere, nur zu einer dümmeren:

„Das größte Defizit der Doktorarbeit mit dem Titel “Europas Weg zum Bürger – Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft” liegt allerdings nicht in den schlampigen Quellenangaben, und liegt auch nicht in der Frage, ob die Ministerin nun eine “amerikanische Zitierweise” anwandte, die einige der Unsauberkeiten erklären sollte.

Wem dient eine solche Dissertation?

Das eigentliche Problem ist: Franziska Giffey schrieb eine Doktorarbeit über sich selbst. Sie beleuchtete darin die Beteiligung der Zivilgesellschaft an EU-Politik. Als Untersuchungsgegenstand diente ihr Berlin-Neukölln, wo Giffey als Europabeauftragte arbeitete, als die 266-seitige Schrift berufsbegleitend entstand.

Wem dient eine solche Dissertation? Leistet sie einen Beitrag zur politikwissenschaftlichen Forschung, wie es von einer Doktorarbeit zu erwarten wäre? Das ist mindestens zweifelhaft. Am ehesten nützt sie wohl der Verfasserin, die sich in der Folge mit einem akademischen Titel schmücken darf, der auf ihre Glaubwürdigkeit als Politikerin einzahlen soll.“

https://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/franziska-giffey-dissertation-zwar-legal-aber-wertlos-kommentar-a-1294259.html

Die IDF verteidigen mal wieder die Pressefreiheit

Da darf man nicht zu zimperlich sein, weiß der „Spiegel“, und erst recht kein Weichei wie dieses „Hochhaus im Gazastreifen“, das einfach eingestürzt ist, „nachdem es von israelischen Raketen beschossen wurde“.

Ja, was kann denn die israelische Armee dafür, wenn diese Terroristen ihre Hochhäuser so wackelig bauen, das sie beim ersten Raketenbeschuss gleich einstürzen?

Außerdem geht die Vernichtung von Medienbüros und Menschen sowieso in Ordnung, weil sich laut IDF in dem Gebäude auch „militärische Ressourcen“ befanden, die die Hamas absichtlich in dicht besiedelten Gebieten bzw. mit Menschen vollgepackten Gebäuden versteckt.

Da bombardiert Israel doch am besten gleich das gesamte Freiluft-KZ Gaza – 365 Quadratkilometer mit über 2 Millionen Éinwohnern, die nirgendwo anders hinkönnen – denn „militärische Ressourcen“ der Hamas befinden sich da überall.

Ach, das machen sie sowieso? Und haben grad ein paar Stunden vorher das Shati Flüchtlingslager angegriffen und zwei Frauen und sieben Kinder getötet? Na, dann ist der Sache der Demokratie und der Freiheit ja wieder bestens gedient.