Nachrichten aus der Welt der Kriegstüchtigkeit: Desinformation macht nur der Feind (und der ist wie immer der Russe)

Am 12. November kam der „Menschenrechtsausschuss“ des Bundestags zusammen und befasste sich mit einem Phänomen, das staatliche Akteure und ihr mediales Habitat immer nur bei der Gegenseite nicht bloß vermuten, sondern definitiv feststellen: Desinformation!

Die Gegenseite des westlichen Kriegsbündnisses ist im Prinzip jeder, der die mittlerweile ziemlich ungeregelte „regelbasierte Ordnung“ von NATO, G7, EU und USA in Frage stellt, also der Rest der Welt, im speziellen und ganz besonders heimtückisch aber mal wieder DER RUSSE.

Um den Ausschußmitgliedern den Sachverhalt zu verdeutlichen, hatte der Ausschuss eine Reihe „Fachleute“ eingeladen, deren Aufgabe in der Erklärung und Einordnung des Phänomens für die Volksvertreter bestand.

Die Einzelheiten dazu kann man u.a. einem hervorragenden Artikel von Dagmar Henn entnehmen, dessen Lektüre ich jedem empfehle. Nicht nur wegen ihrer kritischen Würdigung der Stellungnahmen der „Fachleute“ und Dagmars übrigen Schilderungen und Einschätzungen, sondern vor allem wegen eines Zitates, das sie an den Schluss ihres Artikels setzt. Dieses Zitat hat es in sich, weil es auf den Punkt bringt, wozu die staatliche WARNUNG vor der Desinformation durch den Feind dient und was Sinn und Zweck der eigenen Propaganda ist (die selbstverständlich von den Propagandisten – egal ob staatlich oder journalistisch) nie so genannt wird, sondern im Gegenteil der Propaganda des Feindes mit lauter seriösen, wahrheitsgetreuen Fakten, verbreitet von seriösen, professionellen Medien und zum Schutz der Demokratie, entgegentritt.

Die ganze Erzählung vom hybriden Krieg, der angeblich von Russland geführt werde, dessen Teil die „Desinformation“ sein soll, (erfüllt) einen zentralen Zweck: Sie soll die Bevölkerung kriegswillig machen. Daran wird Tag und Nacht gearbeitet.

Schließlich gibt es Erfahrungen, wie man das hinbekommt. „Dazu war es aber notwendig, (…) dem deutschen Volk bestimmte außenpolitische Vorgänge so zu beleuchten, dass die innere Stimme des Volkes selbst langsam nach der Gewalt zu schreien begann. Das heißt also, bestimmte Vorgänge so zu beleuchten, dass im Gehirn der breiten Masse des Volkes ganz automatisch allmählich die Überzeugung ausgelöst wurde: wenn man das eben nicht im Guten abstellen kann, dann muss man es mit Gewalt abstellen; so kann es aber auf keinen Fall weitergehen. Diese Arbeit hat Monate erfordert, sie wurde planmäßig begonnen, planmäßig fortgeführt, verstärkt.“

Das ist es, wobei all das stört, was als „russische Desinformation“ etikettiert wird. Was zum Verstummen gebracht werden muss.

Ich danke dem Leser, der mich auf diese Rede Adolf Hitlers vor der deutschen Presse 1938 hingewiesen hat.

Unverdaute Welthistorie und Selbstbeweihräucherung: Diese Regierung bereitet den Krieg gegen Russland vor

Walter Trier (1890 – 1951), deutsch-jüdischer Zeichner, wurde berühmt durch die Illustrationen der Kinderbücher von Erich Kästner. Er entkam dem Zugriff der kriegstüchtigen deutschen Staatsmacht 1936 ganz knapp und ging zunächst ins Exil nach London.

Erstaunlich, wie aktuell seine im Exil angefertigten antifaschistischen Zeichnungen heute wieder sind. Die heutigen Führer des deutschen Imperialismus planen den erneuten Krieg gegen denselben Feind. Sie benutzen dieselbe Sprache wie ihre kriegstüchtigen Vorgänger; die Sprache, die Trier im ersten Bild karikaturistisch kommentiert.

„Kanonen statt Butter – das wäre schön, wenn das ginge. Aber das ist Schlaraffenland. Das geht nicht. Sondern Kanonen ohne Butter.“
(Clemens Fuest, Präsident des arbeitgebernahen ifo-Instituts, 2025).

Bei der zweiten Zeichnung bräuchte der Koch nur das Gesicht des jetzigen statt des damaligen Kanzlers um die heutigen Verhältnisse zu beschreiben. Merz lügt der Bevökerung was vor von einem „hybriden Krieg“, den Russland gegen Deutschland bzw. Europa führen würde und behauptet, „wir“ wären zwar noch nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im Frieden mit Russland.

Walter Trier musste Deutschland verlassen wegen seines Widerstandes gegen den Aufrüstungs- und Kriegskurs der seinerzeitigen Regierung (und weil er Jude war). Wir können vorläufig noch in Deutschland bleiben, auch wenn wir zunehmend von den staatlichen Gesinnungswächtern in allen drei Gewalten drangsaliert werden.

Sprechen wir es also aus, wo (und solange) wir können:

Diese Regierung bereitet den Krieg gegen Russland vor – gegen den Willen der Bevölkerung. DAFÜR werden wir verarmt, militarisiert und propagandisiert – mit einem Wort: kriegstüchtig gemacht.

Wehren wir uns dagegen!

Europäische Dystopie: Freedom is Slavery, War is Peace, Ignorance is Strength

„This is Europe as one community. This is the Europe that I love. This is the Europe that we must protect at all costs. And we must do that together. “

(2025 State of the Union Address by President von der Leyen)

Das gruselige Stück Propaganda, dem das obige Zitat der ungewählten deutschen EU-Machthaberin entnommen ist, kann man – wenn man einen robusten Magen und starke Nerven hat – hier vollständig nachlesen. Man sollte es sogar, wenn man wissen will, welche dystopische Zukunft für den Kontinent die transatlantisch-europäischen Eliten, für die von der Leyen spricht, hinter dem Nebel ihres freiheitlich-demokratischen Wortgeklingels vorgesehen haben.

Russophober Irrsinn im Quadrat: Neue Normalität im kriegsertüchtigten Deutschland

Eine deutsche Staatsanwaltschaft, weisungsgebunden durch die Berliner Machthaber, ermittelt wegen Feindbegünstigung.

Unfreiwillige Satire, aber 1941 all over again.

Ich will hier nur noch raus.

Verbotene Seife aus Russland! 🪆🇷🇺

Ein Mann bekommt per Post ein kleines Geschenk aus Russland – eine Holzfigur, Seife und eine CD. Jetzt wird er wegen angeblicher Umgehung der EU-Sanktionen angeklagt.

Der Wert des Geschenks beträgt 28 €, die beiden hatten sich auf einer Landwirtschaftsmesse kennengelernt.

„Die Ermittlungen in Sachsen hat Anfang des Monats die Staatsanwaltschaft Schwerin übernommen. Denissen wird vorgeworfen, gegen § 18 Außenwirtschaftsgesetz verstoßen zu haben. Verstöße werden mit einer Freiheitsstrafe von mindestens drei Monaten bis zu fünf Jahren geahndet.“

Der Autokrat

Tief im Osten liegt ein Staat,
da herrscht ein übler Autokrat,
der alles ganz allein bestimmt
und jedem seine Freiheit nimmt, 
der was dagegen sagt –
so wird es hier beklagt.

Dieser schlimme Finger hat
den Hunger eines Nimmersatt
auf uns, die wir in freien Ländern
an seines Riesenlandes Rändern
ein feines Leben haben –
so hört man viele sagen.

Zwar gibt‘s auch dort, was hier man kennt:
Wahlen, Rechtsstaat, Parlament;
Doch ist der Westen schwer verdrussen
weil Putin™ dort von seinen Russen
geschätzt und hoch geachtet wird –
und das, sagt man uns, ist verkehrt!

Denn Merz und Starmer und Macron,
freuen sich ja sogar schon,
wenn keine Eier auf sie fliegen
für ihre kriegsbereiten Lügen:
„Russland will Krieg!“ – wir ahnen,
dass sie ihn selber planen.

Die Pleiteländer der EU
und auch die Inselaffen 
legen geschäftlich nur noch zu
mit Rüstung, Krieg und Waffen.

Willst du das Volk zum Krieg bewegen,
musst du ihm täglich nahe legen,
dass man das Böse stoppen muss –
und das Böse ist der Russ‘,
der, weil er nun mal Autokrat, 
nur Aggression im Sinne hat.

Erst Kiew, später Polen,
dann kommt er, uns zu holen!
„Oh Schreck lass nach, da kommt er schon!“
Das ist sonst nichts als: Projektion.

Europa wird vor Furcht fanatisch
und dabei selber autokratisch:
Es hat sich in den Krieg verheddert,
die eig‘ne Wirtschaft bald geschreddert, ‚
zerschlägt jetzt noch den Wohlfahrtsstaat –
Doch Putin™ ist der Autokrat?

„Weil der Russe Böses plant
Musst du ärmer werden
und demnächst – du hast‘s geahnt –
dann auf dem Schlachtfeld sterben.

Dazu müssen wir dein Geld
für den Krieg verbraten;
im Gegenzug wird dir erzählt
das Feindbild „Autokraten“.

Wozu? Das darfst du ruhig erfahren:
Wir brauchen diese Waffen,
um doch, nach nunmehr neunzig Jahren,
den Endsieg noch zu schaffen!“


Wer den Krieg will ist nicht die Bevölkerung

Ich stelle fest, dass bis auf die Berliner Politiker und die eingebetteten Medien niemand, keine Sau, wirklich ausnahmslos NIEMAND, die Kriegshysterie teilt.

Keiner will kriegstüchtig sein, keiner will Krieg mit Russland. Jeder – fast jeder, einige wohlbestallte Großverdiener vielleicht nicht so – sieht und spürt, dass die Deindustrialiserung, die brutalen Preiserhöhungen v.a. für Energie, aber auch für nahezu alle Lebenshaltungskosten, dass die marode Infrastruktur und das weitgehend dysfunktionale Gesundheitswesen Deutschland jetzt schon zu einem ungemütlichen Ort machen.

Es scheint – soweit mein subjektiver Eindruck aus a) der Mehrheit der Kommentare in den Sozialen Medien, die ich konsultiere (Facebook, X, YouTube, Substack, Boosty…) und b) im beruflichen und privaten Umfeld – dass die offiziellen Verkünder der neuen deutschen Kriegstüchtigkeit, also Regierung und „Leitmedien“, ziemlich alleine dastehen in ihrem Bemühen, den wenig kriegsbereiten Bürgern die Einsicht in den anstehenden Krieg gegen Russland zu vermitteln.

Die Leute haben – wiederum meinem subjektiven Eindruck nach – ein ganz gutes Gespür dafür, dass all diese unerquicklichen Umstände etwas mit der Kriegspropaganda zu tun haben. Auch wenn sie nicht darauf kommen, dass Kriegsvorbereitung und Sozialabbau zwei Seiten einer Münze sind, ist vielen klar, dass sie mit dem Säbelgerassel und der russophoben Feindbildpflege vor allem abgelenkt werden sollen von den stetig sich verschlechternden Lebensbedingungen in Deutschland.

Lebe ich in einer abgeschotteten Bubble oder trifft der Eindruck zu, dass die Kriegspropaganda im Wesentlichen eine Übung von Regierung und Medien ist, die die ALLERMEISTEN Leute einfach nicht glauben?

Das würde mir Hoffnung geben. Hoffnung, dass wir sie aufhalten können, bevor sie ihre feuchten Träume vom erneuten Krieg gegen Russland wahrmachen können.