Kategorie: KI-Animation
AI-Videos aus Bildern: teurer Spaß
Mit Googles Veo 3 kann man problemlos AI zur Video-Generierung einsetzen, wird dafür aber kräftig zur Kasse gebeten: ein paar Sekunden Film kosten 250 bis 500 „credits“, und diese muss man für teuer Geld erstmal bei Google kaufen:

Ist natürlich trotzdem ein Spaß und eine Versuchung, hier richtig Kohle zu versenken (der ich aber aus Gründen widerstehen muss).
Hier meine ersten Gehversuche:
Geschichten aus der Zwischenwelt: Das Lied vom Ende aller Zeiten

Fuchs und Bär zogen durch die Lande und verdingten sich mal hier, mal dort als wandelnde Gaukler, immer auf der Suche nach Nahrung und Obdach und keiner Schelmerei abgeneigt, manchmal auch keiner Gaunerei.
Ihr neuester Trick war, dass der Bär sich als Riesenkrähe verkleidete und den Leuten die Zukunft vorhersagte. Weil keiner wissen konnte, was die Zukunft brachte – auch der Bär natürlich nicht – erzählte die „Riesenkrähe“ den Kunden das Blaue vom Himmel herunter, meistens das, von dem sie dachte, dass die Leute es gerne hören würden.
So kam es, dass beide nie lange in einem Ort bleiben konnten; sobald die guten Leute des Weilers ihrer Schwindeleien gewahr wurden, wollten sie ihr Geld und die versprochene Zukunft zurück. Aber Fuchs und Bär entgegneten, dass sie nie gesagt hätten, WANN denn nun die großartigen Ereignisse eintreffen würden und dass „zukünftig“ auch „in hundert Jahren“ bedeuten könne.
Da fühlten sich die Dörfler verkohlt und übertölpelt und jagten die beiden Gaukler mit Schimpf und Schande aus dem Ort. Nun waren sie wieder auf der Landstraße auf Wanderschaft.
„Die Welt ist groß“, wandte sich der Fuchs an seinen Bärenfreund, „und die Dorfleute sind dumm! Wir müssen in die Stadt gehen und dort die Städter ausnehmen. Die sind vielleicht klug in Weltgeschäften, aber dumm in unseren Schlichen und Wegen!“
Das hielt der Bär auch für eine gute Idee, wenn er auch nicht wusste, wieso, denn er war selber auch ein bißchen dumm. Aber bei Tieren hat hat das wenig zu bedeuten, es wird sogar vorausgesetzt, denn sonst taugen sie nicht als Sklaven und Diener, und das ist das Los der meisten Tiere.
Um die Städter zu beeindrucken, hatte der Fuchs eine Kohorte Militärfrösche angeheuert, die gerade keinen Dienstherrn fanden. Diese sollte auf ihren Froschposaunen das große Ereignis verkünden, das Fuchs und Bär in ihre Stadt bringen würden:
„DAS LIED VOM ENDE ALLER ZEITEN“. So nämlich hatte der Fuchs seine allerneueste Gaunerei benannt, mit der er den Städtern das Geld aus den Taschen und Wämsern zu ziehen gedachte.
Sein Plan war folgender: er selbst wollte auf einer orientalischen Bambusflöte eine hypnotische Melodie spielen, die die Zuhörer nach und nach einschläferte und mit seligem Wohlgefühl erfüllte.
Dazu sollte der Bär in einem wallenden Schleiergewand einen Zeitlupentanz aufführen. Den Tanz hatte sie einst eine freundliche Elfe gelehrt, als sie bei ihren Wanderungen durch die Waldgegend der Waldgeister kamen. Die Elfe hatte ihnen gezeigt, wie man mittels des Tanzes und eines dabei immer wieder beschwörend wiederholten rhythmischen Sprechgesanges die Anwesenden in eine Art Euphorie der Gemütlichkeit und vor allem eine überbordenden Großzügigkeit versetzt.
Die Worte, die der Bär zu wiederholen hatte, aber lauteten:
„Die Augen zu, das Herzlein auf! Recht viel zu geben ist der Brauch!“
Dies würde die Beutel der Zuhörer öffnen und ihrer Freigebigkeit keine Grenzen setzen, versprach die Elfe.
Fuchs und Bär wollten dies nur zu gern glauben und sehnten die Gelegenheit herbei, es auszuprobieren. Nun sahen sie die Stunde gekommen, um ihre Träume vom großen Glück und schnellem Geld Wahrheit werden zu lassen, zumal der Fuchs inzwischen ein paar nette orientalische Hypnoselieder von einem indischen Fakir gelernt hatte. Er musste dem Fakir dafür ein paar Gänse aus dem Stall eines einsam gelegenen Bauernhofes stehlen. Aber das ist eine Geschichte, die ein anderes Mal zu erzählen sein wird.
Die seltsame Prozession jedenfalls wurde auf der Landstraße, als bereits die ersten Häuser der Stadt auftauchten, eines Reisenden aus einer anderen Welt ansichtig, der von einem kleinen Hund begleitet wurde. Der Mann war mit einer Kluft angetan, wie sie weder Bär noch Fuchs noch einer der Frösche je gesehen hatten. Allein das Schuhwerk des Fremden war von einer Art, die auf einen Schumacher höchster Kunstfertigkeit hindeutete, dazu aus einem Leder gefertigt, das gar kein Leder war und auch sonst keine den Freunden oder den Fröschen bekannte Pflanze, Flechte oder Webwerk tierischen Ursprungs.
Trotz des offenkundigen Hexenwerks seiner Stiefel und seiner Gewänder verstand der eigenartige Geselle die Sprache der Tiere und wandte sich an den Fuchs, den er ohne Umschweife als Sprecher und als schlauesten der Gruppe ausmachte.
„Ich muss euch warnen, Gevatter Rotschweif!“, hub der Fremde zu sprechen an. „Man weiß in dieser Stadt um eure Pläne und will euch eine Falle stellen! Die Bürger dieser Stadt kennen nur den Erfolg ihrer Zahlen und Berechnungen und sind darüber immun geworden gegen den Klang der Bambusflöte, auch der Hypnosetanz wirkt bei ihnen nicht, weil sie selbst im hypnotisierten Zustande einzig und allein ihre Geschäfte im Sinn haben!“
„Das sind aber schlechte Neuigkeiten!“ riefen Fuchs und Bär aus, und die Frösche sagten in ihrer Froschsprache so etwas ähnliches. Es hörte sich aber für die Umstehenden wie „Quak Quak Quak“ an.
„Nun gut“, sagte der Fuchs, „immerhin ist der Schaden jetzt halbiert, denn wir haben zwar kein Geld an diesen Bürgern verdient, aber es hätte viel schlimmer kommen können. Am Ende hätten die Bürgersleut uns eingesperrt und für sie arbeiten lassen, Gott bewahre!“
„Gott bewahre!“ brummte auch der Bär, und die Frösche sagten so etwas ähnliches in der Froschsprache. aber es hörte sich schon wieder an wie „Quak Quak Quak“.
Nun ergriff der Fuchs erneut das Wort und sprach: „Wohlan, Gefährten und Kameraden! Hier konnten wir nicht zum Zug kommen, woanders wird unser Glück zu machen sein. Wann und wo wissen wir noch nicht, aber um es herauszufinden, oder aber um es zu vergessen, lasst uns in das Wirtshaus dort am Wegesrand einkehren und bei gutem Schmaus und reichlich Trank des Lebens erfreuen, den Kummer vergessen und ein Lied anstimmen!“
„Aber nicht DAS LIED VOM ENDE ALLER ZEITEN“, sagte der Bär, der gerne einen Scherz machte. Der Fuchs lachte und schlug dem Bären, der immer noch das Krähenkostüm anhatte, vor Freude auf die Schulter und rief den Fröschen zu „Ein solcher Spaßvogel wie unser Freund Bär ist euch wohl noch nicht untergekommen, was?“
Die Frösche lachten höflich, hatten aber überhaupt nicht verstanden, was an der Bemerkung des Bären nun witzig sein sollte. Frösche haben nämlich keinerlei Humor, wie jeder weiß, der schon einmal an einem Tümpel saß. Aber sie lachten immerhin, wenn auch ohne Verständnis, so dass letztlich alle lachten – was ein besseres Ende ist, als wenn alle tot oder gefressen worden wären, und damit ist die Geschichte aus.
Geschichten die die Hunde schrieben: Zollinspektion im Märchenland
Mein Hund Oskar hat natürlich auch einen besten Hundekumpel. Der heißt Harald und ist der treueste Fan meines Vierbeiners.
Gestern waren sie im Märchenland unterwegs und gerieten zuerst an einen orientalischen Zwerg, von dem sie Leckereien dubioser Herkunft bekamen. Hunde sind an dieser Stelle nicht wählerisch und fressen im Grunde alles, was lecker riecht und aussieht.
Was in den Leckerchen drin war, kann ich nur ahnen; es war wohl nichts, was man im „Freßnapf“ oder „Futterhaus“ und wie diese Läden alle heißen, bekommt. Jedenfalls trollten die beiden sich, sprangen hinter einigen Glühwürmchen her und verschwanden im Wald.
Erst heute Vormittag bekam ich sie wieder ins Visier meiner Kristallkugel. Zu meinem Erstaunen waren sie in die Dienste des Waldmeisters getreten, ein glibberiger grüner Kerl, der beständig zitterte und wackelte – er hatte wohl Parkinson oder sowas. Ihre Aufgabe war es, die Verzollung der ein- und ausgeführten Waren (hauptsächlich Nahrungsmittel) zu überwachen.
Diese Aufgabe meisterten die zwei Freunde mit Bravour und einer gewissen Chuzpe, indem sie nämlich einfach von allem ein Zehntel nahmen und es auf der Stelle auffraßen. Bei den Waldtieren, die ein laxeres Zollwesen gewohnt waren, führte das zu einigem Diskussionsbedarf.

Vorsichtshalber verzogen sich Oskar und Harald in die Sicherheit des Zollwärterhäuschens, als die anderen Tiere auf den Bären einredeten, um ihn zum Protest anzustacheln und um sich im Schutze seiner Stärke den Anordnungen der beiden Zollwächter zu widersetzen.
Für solche Gesetzwidrigkeiten war der Bär aber nicht zu haben, und so ging alles seinen Gang: die Zollgebühr wurde kassiert, die beiden Hundekumpels schmatzten zufrieden ihren Anteil weg, und die auf diese Weise besteuerten Waldtiere mussten ihrer Wege ziehen.
Ohne das große Mitgefühl entstehen zu lassen besteht die Gefahr, dass du in den Nihilismus verfällst
„Von Augenblick zu Augenblick und ohne jede Rast kommt der Tod näher und näher.
Wer Tod und Vergänglichkeit verinnerlicht, wird alle Eigenschaften erwerben, die man auf dem Weg der Befreiung braucht: Du wirst die Vorstellung, dass der Körper mit einem »Selbst« ausgestattet ist, verlieren und erkennen, dass Zerstreuungen nichts anderes als Dämonen sind und begehrenswerte Objekte nur zur Täuschung führen.
Leben ohne Leiden gibt es nicht. Alter, Krankheit und Tod sind unvermeidlich. In allen Existenzbereichen gibt es nur einen endlosen Kreislauf des Lebens, in dem die Wesen gefangen sind. In allen sechs Seinsweisen gibt es nichts, das über den endlosen Kreislauf von Werden und Vergehen hinausreicht, in dem die Wesen von den Wellen ihrer eigenen geistigen Gifte und widerstreitenden Emotionen in einem wahren Ozean des Leidens hin- und hergeworfen werden.
Es genügt nicht, dass du nur die unkonditionierte Leerheit deines Geistes erkennst – ohne das große Mitgefühl entstehen zu lassen besteht die Gefahr, dass du in den Nihilismus verfällst. Deshalb ist es notwendig, dass du über die Einheit von Leerheit und Mitgefühl meditierst.“
Padmasambhava (Guru Rinpoche), 8./9. Jhdt. christlicher Zeitrechnung
Feierabend

So, Feierabend. Wir ziehen uns ins Studierzimmer zurück und lassen den Tag ausklingen. Die Liebste hat sich besonders elegant ausstaffiert, wohl um mich darüber hinwegzutrösten, dass sie trotz meines unermüdlichen Protestes immer noch in den Gemächern raucht. Dennoch ein ertragreicher, schöner Tag, der beschaulich und friedlich endet.



