Russophobie hat ihren Preis

Den die europäischen Machthaber gerne zahlen, da sie persönlich die am wenigsten Betroffenen sind – sie genehmigen sich selbst schließlich ausreichende Gehälter, um alle Teuerungen abzufedern.

Maria Sacharowa:

„1,3 Billionen Euro – so viel haben die letzten drei Jahre der „Dummheit und des Mutes“ die Europäische Union gekostet. Russophobie hat ihren Preis.

Eine neue ausführliche Analyse von Wedomosti wirft einen genauen Blick auf die Brüsseler Berechnungen – und die Zahlen sehen nicht gut aus.

Vor 2022 lag der Preis für russisches Öl bei 571 Euro pro Tonne – 155 Euro billiger als bei anderen Anbietern. Die EU hat sich dafür entschieden, dies aufzugeben.

Von 2021 bis 2023 sanken die Gasimporte aus Russland aufgrund der Brüsseler Politik um mehr als die Hälfte – von 48 Millionen auf 22 Millionen Tonnen. Die EU setzt ihren Rückzug aus der russischen Energieversorgung fort: Die Jamal-Europa-Pipeline wurde stillgelegt, der Westen sprengte die Nord-Stream-Pipelines, und Ende 2024 stellte Europa die Nutzung des ukrainischen Gastransitsystems ein. Die einzige funktionierende Pipeline, die derzeit russisches Erdgas nach Europa liefert, ist TurkStream.

Die direkten Verluste, die der EU durch ihre energiepolitischen Entscheidungen in den letzten drei Jahren entstanden sind, belaufen sich auf fast 50 Milliarden Euro. Dabei sind jedoch die breiteren wirtschaftlichen Auswirkungen, die durch die Brüsseler Maßnahmen ausgelöst wurden, noch nicht berücksichtigt. Wenn man die normale wirtschaftliche Entwicklung berücksichtigt, steigen die Gesamtverluste um mindestens das Zehnfache. Hätte die EU weiterhin russische Energie zu durchschnittlichen Marktpreisen bezogen, hätte sie über drei Jahre 544 Mrd. € eingespart:
-178 Mrd. € bei Gas
-187 Mrd. € bei Öl
-70 Mrd. € bei Erdölprodukten
-25 Mrd. € für Kohle
-17 Mrd. € für Strom

Die gesamten Mehrausgaben für Energie in der EU im Vergleich zu den historischen Durchschnittswerten haben bereits die Grenze von einer halben Billion Euro überschritten.

Wer hat am meisten profitiert? Die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich, die jetzt ihr Öl und Gas zum dreifachen Preis an Europa verkaufen. Die Mitnahmegewinne:
-165 Milliarden Euro für die Vereinigten Staaten.
-85 Mrd. € für Norwegen
-62 Milliarden Euro für das Vereinigte Königreich

All diese zusätzlichen Einnahmen sind aus den Taschen der Europäer direkt ins Ausland geflossen:
-ExxonMobil (USA): +$231 Milliarden
-Shell (UK): +209 Mrd. $
-BP (UK): +200 Mrd. $

Die europäische Wirtschaft leidet unter dem Zusammenbruch eines ihrer wichtigsten Sektoren. Allein der Rückgang der Gaslieferungen kostet die EU jährlich bis zu 2 Prozentpunkte des BIP-Wachstums. Das mag nicht viel klingen, aber Deutschland hat bereits 3 % des BIP verloren, einige andere Länder sogar bis zu 6 %. Im Durchschnitt beträgt der kumulierte BIP-Verlust in der EU fast 4 %, was uns zu der schwindelerregenden Gesamtsumme bringt: 1,3 Billionen Euro an EU-Verlusten über drei Jahre.

Deutschland ist am stärksten betroffen – seine Wirtschaft schrumpft das zweite Jahr in Folge, ein unvorstellbares Szenario. Zum ersten Mal in der Wirtschaftsgeschichte ist die EU in eine Phase der Deindustrialisierung eingetreten: Die Industrieproduktion ging 2023 um 1 % und 2024 um 2,5 % zurück. In einigen Sektoren – wie der Stahlindustrie – beträgt der Rückgang sogar 18 %. Dies markiert den Niedergang der einstigen Gemeinschaft für Kohle und Stahl.

Strom ist in der EU heute dreimal so teuer wie in den USA, Gas ist fünfmal so teuer. Prognosen zufolge wird sich die Situation nicht vor 2030 verbessern – selbst wenn sich die Lage heute stabilisieren würde.

Dies hat zu schwerwiegenden sozialen Folgen geführt: Der Chemieriese BASF hat 2.600 Arbeitsplätze in der EU abgebaut und verlagert die Produktion nach China. Das Energieunternehmen Uniper wurde verstaatlicht. Seit 2020 hat Deutschland 250.000 Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe verloren.

Die Verbraucher leiden unter einer galoppierenden Inflation: Der kumulierte Anstieg der Verbraucherpreise liegt bei 19,2 % – viermal höher als ursprünglich prognostiziert. In einigen Energiekategorien sind die Preissteigerungen besonders drastisch:
-Steinkohle: +73 %.
-Gas: +51%
-Benzin: +43%
-Strom: +32%
-Heizen: +54%
-Flugkosten: +40%

Jeder 10. EU-Bürger friert jetzt im Winter (in Spanien und Portugal ist es jeder 5.).

Sie haben gerade die wichtigsten Errungenschaften von Ursula von der Leyen und ihrem Team an der Spitze der Europäischen Kommission besprochen.

Wenn sich dieser Trend fortsetzt, könnten wir in 10 bis 20 Jahren darüber debattieren, ob wir humanitäre Hilfe an denjenigen schicken sollen, der am Ende in Paris regiert… oder ob wir die frierenden Schweden aufhalten sollen, die von einer gefrorenen Halbinsel fliehen… oder ob wir den hungernden Dänen Hilfszahlungen gewähren sollen.

Das Frühlingsfest der Tiere – verpaßt!

Auf ihrem Weg zum Frühlingsfest der Tiere kamen Bär und Fuchs durch den magischen Wunderwald, wo sie immer wieder mal ein bißchen von den Pilzen knabberten, die dort wie Unkraut wuchsen. Da es ein magischer Wald war, handelte es sich natürlich auch bei den Pilzen um magische Pilze.

Nach einer Weile stellte der Bär fest, dass er die Buchstaben in dem Unterhaltungsroman, den er in der Pranke hielt, nicht mehr lesen konnte. Er wunderte sich nicht besonders darüber, da er sowieso noch nie lesen konnte. Worüber er sich wunderte, waren die vier Eulen, die sich auf verschiedenen Ästen der uralten Bäume niedergelassen hatten und die alle gleichzeitig – und durcheinander! – Gedichte aus der Eulenwelt rezitierten. Für den Bären hörte sich zwar alles mehr oder weniger nach „Huhu huhu“ an, aber weil es sich reimte, zog er den Schluss, dass es sich hier um Poesie handeln müsse.

Auch dem Fuchs war höchst wunderlich zumute; ihm war, als wären Helium-Ballons an seinem Körper befestigt, die ihn nach oben zogen. „Oho!“, rief er aus, „ich fühle mich, als würde ich schweben!“ Er versuchte, mit sachten Bewegungen die Richtung und Geschwindigkeit seines Schwebezustandes zu beeinflussen, aber dabei machte er eine eher komische Figur, die bei den Eulen ein deutlich lauteres und schnelleres „Huhu, huhu!“ hervorrief – und, so wollte es dem Fuchs scheinen, eine Lautverschiebung, die sich mehr nach „Haha, haha!“ anhörte als nach „Huhu, huhu!“. Er war sich aber nicht sicher, und während er noch allen Implikationen dieses unerhörten Vorkommnisses bis in die feinsten Verästelungen seines Gedankengeflechts nachspürte, waren die Eulen längst wieder beim klassisch-traditionellen „Huhu, huhu!“ angelangt – in der Eulenpoetik die Grundmetrik allen dichterischen Schaffens.

Schnell waren alle Gedanken an das Frühlingsfest verschwunden und eine erhabene Langsamkeit legte sich über die Gefährten und den Wald. Nicht nur die Zeit schien stillzustehen, sondern jeder Schritt, den Fuchs und Bär taten, vollzog sich in so unglaublicher Langsamkeit, dass ein Beobachter keinerlei Bewegung hätte feststellen können. Gleichwohl war die enorme Verlangsamung, der sie sich ausgesetzt sahen, von einer fröhlichen Leichtigkeit, die beide in einen Zustand vollkommener Zufriedenheit mit allen Dingen auf der Welt fallen ließ.

„Hier gehen wir nie wieder weg!“, sagte der Bär, und der Fuchs pflichtete ihm behaglich bei. Sie verbrachten viele Stunden an jener Stelle im Wald, erfreuten sich einer tiefen inneren Stille und lauschten der Eulenpoesie, die die vier geflügelten Weisheitskünder pausenlos deklamierten. Später aber wurden beide hungrig und sie gingen dann doch weiter, aber wieviel Zeit vergangen war, wussten sie nicht. Ob sie noch zum Frühlingsfest der Tiere gelangten, weiß man nicht, doch wenn, kamen sie bestimmt nicht pünktlich. Da Tiere sowieso kein Zeitgefühl haben, machte das aber gar nichts.

Börse aktuell

Unsere Korrespondentin Wagenknecht macht sich große Sorgen über Shareholder Value und Kapitalisierung; Aktionäre haben schließlich ein Anrecht auf gesunde Profitabiltät der Unternehmen, in die sie investieren!

Die toughe Anlageberaterin weiß, wo in der Marktwirtschaft nicht nur die Gewinne, sondern auch die Entscheidungen gemacht werden müssen – nämlich dort, wo aus Geld Vermögen und aus Vermögen Kapital wird.

Und KAPITAL ist ein scheues Reh, weiß Försterin Sahra.
Andrerseits ist Kapital nicht so scheu, dass es nicht ständig rammeln, also sich vermehren wollte – auch dieses Naturgesetz kennt unsere kompetente und sympathische Börsenspezialistin.

Die neue Bundesregierung ist da leider überhaupt nicht auf der Höhe und lässt nur zögerliche Bereitschaft erkennen, die Profitabilität des Kapitalstandortes so zu optimieren, dass die Börsen durchs Dach gehen statt in den Keller zu rauschen. Da ist leichtfertig, unsolide und grenzt an sozialistische Verantwortungslosigkeit, wie Frau Wagenknecht aus eigener Erfahrung weiß.

Folgen Sie uns für weitere Börsennachrichten und Anleger-Updates! Verpassen Sie keinen Trend und keine Investmentchance mit SAHRA W., dem Anlage-Profi mit Verstand und Durchblick!

Geschichten aus dem Pflegeheim: Bunte Schmetterlinge machen die Leute glücklich

Wenn die Jahreszeiten wechseln, machen wir gerne etwas Besonderes in den Malkursen und Kreativgruppen. Irgendwas, was den Umschwung widerspiegelt, den die ganze Welt, den die Natur, den Mensch und Tier empfindet. Im Frühling merkt man schon auf den Straßen, beim Einkaufen und sogar auf der Arbeit, dass die meisten Leute bessere Laune heben und sich über die längere Tageshelligkeit und all die Zeichen der Wiedergeburt der Natur freuen.

Meine ursprüngliche Idee ist, die Leute Blätter (von verschiedenen Bäiúmen und Sträuchern) mit Acrylfarben anmalen zu lassen und diese bemalten Blätter dann als die „Flügel“ eines Schmetterlings aufs Papier zu stempeln, also zu drücken. Nach einigen Selbstversuchen kommen mir allerdings Zweifel an der Tauglichkeit der Blätter-Idee: erstens müssen die Blätter einigermaßen dick sein, etwa wie Efeu. Zweitens und vor allem aber ist die Handhabung von Baumblättern plus Farbe obendrauf u.U. eine große Herausforderung für Hochaltrige, die in der Regel haptisch und motorkoordinatorisch eingeschränkt sind – vor allem, wenn sie auch noch dement sind.

Der Zufall will es, dass ich im TeDI gegenüber der Pflegeeinrichtung, wo ich ein paar Malpaletten kaufen will, auf herzförmige Putzschwämme aufmerksam werde. „DAS ist die Lösung!“ ist mir sofort klar: Handhabung deutlich einfacher, weil dicker als Blätter; Farbaufnahne und -wiedergabe um Größenordnungen besser; im Zweifel (wenn wir sie nicht zu sehr mit Acrylfarben versauten) auswaschbar und wiederverwendbar.

Die Idee erweist sich als richtig: sogar die üblichen „Beisitzer“ – Bewohner, die lediglich wegen der gemütlichen Atmosphäre und der Musikbegleitung unserer Kreativrunden erscheinen – werden diesmal von der Einfachkeit der Sache inspiriert. Eine nach der anderen wird neugierig, kommt aus ihrem bequemen Sessel hervor oder rollt mit dem Rollstuhl zum Tisch, wo die Schmetterlinge entstehen, und schließlich will jede mal einen Schmetterling machen.

Die bunten Schwammdruck-Bilder werden sofort als Ausstellung an die Schranktüren geklebt und die Künstlerinnen (heute waren nur Frauen dabei) sind sichtlich stolz auf ihre Werke. Sie fachsimpelen über Farben und Flügelformen; eine der Damen ruft immer wieder vorbeikommenden Cafeteria-Gästen zu, sie sollten mal herkommen und sich die schönen Bilder anschauen.

Tatsächlich sind die Bilder schön anzugucken. Die abstrakten Farbmuster der „Flügel“ kontrastieren mit der gegenständlichen Gesamtform der „Schmetterlinge“ und sind – als Ergebnis des Auftrags von Farbe auf einen Putzsdhwamm, den man dann als Stempel benutzt – alle komplett individuell und einzigartig. Etliche der Teilnehmerinnen (ich glaube, es waren vor allem die Dementen) lassen erstaunte und bewundernde „Ahs“ und „Ohs“ hören, wenn sie nach ein paar Sekunden Schwamm-aufs-Papier-drücken die Resultate sehen.

Dazu läuft natürlich ununterbrochen deutsches Schlagerliedgut aus den 1940er – 1970er Jahren, was zur Folge hat, dass die meisten mitsingen und auf diese Weise, ohne es zu merken, zum Rhythmus der Farben auch noch die Farbe der Musik in ihre kreative Tätigkeit integrieren.

All das bekommt nach einer Weile happeningmäßige Qualitäten; anstelle der üblichen ein bis anderthalb Stunden dieses Angebots verbringen wir heute geschlagene zweieinhalb Stunden mit Schwämmen, Farben, Musik und Schmetterlingen – begleitet von Frühlingswetter, allgemeiner Hochstimmung und den unvergessenen Stimmen von Rudi Schuricke, Gus Backus, Peter Alexander, Lale Andersen und den anderen Musikalartisten vergangener Epochen.

Beim Betrachten der Schwämme während des Aufräumens kommt mir in den Sinn, dass sie nicht nur für Schmetterlingsflügel, sondern genauso gut für Blumenkelche geeignet sind. Damit steht schon das Programm fürs nächste Mal: lauter bunte Frühlingsblumen, denn der Frühling geht jetzt erst richtig los!

Korrupte blau-gelbe Heuchler

Wenigstens machen die „As long as it takes“ Ukraine-Unterstützer und die Nazifreunde mit den blau-gelben Fahnen im Profilbild klar, was für korrupte und verlogene Heuchler sie sind:

„Wenn Sie sagen: „Stand with Ukraine“, aber Zwangsmobilisierung, Menschenrechtsverletzungen, politische Säuberungen, Verfolgung von Dissidenten, Unterdrückung der Meinungsfreiheit, ethnonationalistische Politik, Stärkung und Militarisierung der extremen Rechten ignorieren und rechtfertigen, DANN stehen Sie nicht an der Seite des Volkes, sondern an der Seite der korrupten politischen Eliten in der Ukraine, für die der Krieg ein Mittel ist, um Profit zu machen und ihre Macht zu konsolidieren.“

Systemfehler

Ein Bernd Haake (mir bislang unbekannt) schreibt auf X diesen (längeren) Text.

Dass Geld „der neue Gott“ sei, wie er schreibt, bezweifle ich, denn Geld und dessen Vermehrung war schon von alters her der zentrale Götze der Spezies. Solche esoterischen Verallgemeinerungen sind allerdings ohnehin nicht tauglich für ein Verständnis der politischen Ökonomie einer gegebenen Gesellschaft.

Ansonsten aber ein recht lesenswerter Beitrag.

SYSTEMFEHLER:

Unbeirrt wird im ausgehenden Kapitalismus an der Erzählung der grenzenlos möglichen Geldvermehrung, unabhängig von irgendwelchen realen Werten, festgehalten.

Der gegenwärtige, irrsinnige Börsen Hype wird damit beschrieben und begründet, dass „die Zukunft“ gehandelt werde.

Gelddruckmaschinen laufen sinnbildlich heiß. Kredite werden mit Krediten bezahlt. Schuldenstände der Industrienationen, insbesondere der USA, erreichen astronomische Höhen.

Jetzt erweitert Trump die Finanzblase, das Schneeballsystem dadurch, dass Gewinne aus rein spekulativem Krypto-Währungs-Handel steuerfrei bleiben sollen. Um dieses Krypto-Geld zu erzeugen, verschwendet man sinnfrei Unmengen an Energie.

Das Phantasie Geld System insgesamt müsste augenblicklich zusammenbrechen, würden zu Viele gleichzeitig auf Rückzahlung ihrer Einlagen und/oder Kredite bestehen; würden vermehrt Ordentliche Buchhalter Bilanzen von „Finanzdienstleistern“ und Konzernen einmal eigenmächtig genauer durchforsten, und auf Werthaltigkeit und Sicherheit überprüfen.

Das schier endlose Spielgeld landet selbstverständlich vorrangig in den Händen der Superreichen, der Upperclass, der angeblichen „Leistungsträger“. Dies würde sicherstellen, dass das niedere Volk stets genug nach unten durchrieselnde Krümel zum Erhalt seiner Arbeitskraft zur Verfügung hätte. Groteske, durch nichts begründete Vermögensungleichheiten werden als Gott gegeben angesehen.

Die entstandene Finanzoligarchie zieht logischerweise längst alle Fäden in der sogenannten „Liberalen Demokratie“. In dieser Scheindemokratie geben die Menschen alle 4 oder 5 Jahre ihre Stimme im wahrsten Sinne des Wortes an sogenannte „Repräsentanten“ ab. Die sind abhängig, oft korrumpiert von der besitzenden Klasse und handeln entsprechend.

Die beschriebene, finanzbasierte Ordnung funktioniert genau so lange, wie die Menschen daran glauben. Deshalb veranstalten Banken in den Schulen Kurse wie „Die Broker von morgen“. Deswegen schwurbeln Börsenberichterstatter vor den Hauptnachrichten, von einer „Finanzbildung“, die es gelte auszuweiten.

Um den Schein der Sinnhaftigkeit und irgendeinen Bezug zur Realwirtschaft zu wahren, wird Überfluss und Wegwerfware produziert, was das Zeug hält. Neu erschaffene Dinge werden teilweise gleich im Anschluss wieder vernichtet. (Von den „kostenlosen“ Rücksendungen, die arme Kurier Sklaven wieder mit ins Lager bringen, ganz abgesehen.) Würden alle Menschen so verschwenderisch leben wollen, wie die in den „reichen“ Industrieländern, bräuchten wir drei bis vier Erdbälle.
Wenn gar nichts mehr hilft, werden Kriege inszeniert, die den Militärisch-Industriellen Komplex am Laufen halten, und im Anschluss fette Profite beim Wiederaufbau generieren.

Geld ist der neue Gott. Der Tanz ums Goldene Kalb wird immer exzessiver. Banker, Börsen Broker, Fondsverwalter sehen sich öffentlich als „gottgleich“.
Kommt es zum Absturz, zum Crash, werden die Findigen, die Insider durch den Staat, also die Bürger, gerettet und machen genauso weiter, bzw. beginnen von vorn (Lehman Pleite). In der nun anbrechenden Trump Ära ist von einer weitgehenden Deregulierung der „Finanzmärkte“ auszugehen.

Diese Zustände sollen den „Endpunkt der Geschichte“ darstellen, an dem es nichts Wesentliches mehr zu verbessern gebe. Von klein auf wird das den Menschen, durch Kapital hörige Medien eingeimpft. Jeder Gedanke daran, dass eine andere Organisation der gesellschaftlichen Arbeit als abhängige Beschäftigung möglich ist, wird unterdrückt und unter Umständen vom Geheimdienst verfolgt. (Wie die, auf Klassenstrukturen hinweisende, Tageszeitung „Junge Welt“)

Es ist bedauerlich dass sich ehemals aufrechte Kommunisten zu systemtreuen Sozialdemokraten wandeln, wie Sahra Wagenknecht; sich im Schosse des Kapitalismus einrichten, wie die Linken. Der Kapitalismus könne reformiert werden, ohne grundlegend an die Eigentumsfrage heranzugehen. Die Superreichen müssten nur ausreichend besteuert werden. Einige würden schließlich bereits ihre Vermögen an Stiftungen übertragen, dort die volle Kontrolle behalten und sich dann gnädig (steuersparend) als Wohltäter einbringen.

Die wirkliche Zeitenwende fand vor gut 30 Jahren statt. Sich im Aufbau befindliche sozialistische Gesellschaften mit Volkseigentum und all ihren Fehlern wurden vom reaktionären, längst überlebten Westen überrollt, und dann rigoros ausgemerzt. Abgelöst wurden sie von einer angeblichen Leistungsgesellschaft. In der hat permanente Gehirnwäsche nahezu gleichgeschalteter Systemmedien und Fehlbildung in den Schulen folgenden festen Glauben in die Gehirne eingepflanzt: „Ein jeder, der es nicht schaffe, sei ganz sicher selbst schuld daran. Er habe sich eben nicht genug angestrengt.“

Nun gut. Es ist nicht das erste Mal in der langen Geschichte des Menschen, dass er in einen Zweig der Evolution, in eine Sackgasse gerät, oder sich sogar zurückentwickelt.

Es besteht also Hoffnung; wenngleich die Rufe von Stephane Hessel „Empört Euch“, oder Mélenchon „Bringt das System zu Fall“ scheinbar ungehört verhallen….

Der ukrainische Bandera-Faschismus

Die Ukrainerin Marta Havryshko über die Ideologie der Asow-Bewegung.

Anzufügen ist ihrem Posting höchstens, dass diese Ideologie seit 2014 die gesamte Ukraine, jedenfalls deren offiziellen Teil – Staatsapparat, Bildungsinstitutionen, Medien, Arrmee, Geheimdienste, Zivilverwaltung etc. durchdrungen hat.

Seitdem der ukrainische Machthaber Selenskiy keine verfassungsmäßige Legitimation mehr besitzt (seit Mai 2024, als seine Amtszeut abgelaufen war), ist der ukrainische Staat – das, was von ihm noch übrig ist – zu. Großteil in den Händen von neo-nazistischen Gruppierungen und Netzwerken wie Asow. Der jetzt illegitime Präsident setzt in der zentralistisch organisierten Ukraine auch sämtliche Regionalverwaltungschefs, Gouverneure usw. ein, so dass dem Sttaat „Ukrraine“ zu weiten Teilen jede Legitimität fehlt.

Diese Situation, dazu noch im Krieg, ist wie geschaffen für die Machtausübung der radikalsten und fanatischsten Elemente der Bandera-Nationalisten. De facto ist die Ukraine eine Beute der Bandera-Faschisten, eine Art Outlaw der Staatenwelt, anerkannt und am Leben gehalten v.a. durch seine westlichen Kuratoren, die ihn als Bollwerk und Rammbock für den Krieg gegen Russland benutzt – und ihn dabei ohne zu zögern geopfert haben.

Westliche Medien und Politiker beschönigen, verharmlosen oder leugnen die faschistische Natur dieses Staatsmonsters, wenn sie es überhaupt erwähnen. Die offizielle Sprachregelung lautet, dass es dort lediglich ein paar irregeleitete extreme Nationalisten gäbe, dass die Hakenkreuz- und SS-Tattos „nur Provokationen“ der übermotivierten jungen Männer wäre, die dort „unsere Freiheit“ gegen „Putin“ verteidigen – und dass ja sowieso die Ukraine gar nicht faschistisch sein KÖNNE, weil Selenskij Jude ist.

In Wahrheit wissen die westlichen Machthaber (sofern sie nicht dumm wie Brot bzw. Baerbock & Co sind)g genau, WER sich da
vorrangig und begeistert für den Krieg gegen Russland instrumentalisieren lässt. Es passt ihnen aber zu gut zur eigenen Agenda, Russland eine „strategische Niederlage“ beizubringen und das Land endlich wieder, am besten in mehrere Staaten aufgeteilt, unter die Kontrolle des Imperilismus zu stellen.

Dass Russland diese Agenda des Westens kennt, benennt, durchschaut und aktiv – z.B. mit der Militäroperation in der „Ukraine“ – außer Kraft setzt, macht das Land und seine Führung, ganz besonders den russischen Präsidenten, so abgrundtief verhasst bei den Machthabern des Kolllektiven Westens und deren medialen Sprachrohren.

„Die Ideologie der Asow-Bewegung stützt sich weitgehend auf die Ideologie der OUN, weshalb man sich häufig auf die „44 Regeln des ukrainischen Nationalisten“ bezieht.

Zu den wichtigsten Ideen gehören:

Die Interessen der Nation stehen immer über denen des Einzelnen (zur Rechtfertigung von Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Namen der Nation)

Die totale Selbstaufopferung für die Nation – von Eigentum, Rechten und Leben
Ein Kult der Stärke, des Krieges und des Todes (der Fanatismus, Extremismus und Militarismus fördert)

Christlicher Nationalismus (die Organisation wirkt wie ein religiöser Orden und ihre Ideologie wie eine Religion – man muss glauben, nicht denken).

Hierarchie (Befehle sind zu befolgen, nicht zu hinterfragen – wenn also ein Befehlshaber sagt, dass ein „Feind der Nation“ getötet werden soll, dann muss das getan werden, ohne die Definition dessen, wer dieser Feind ist, zu hinterfragen)

Konservative Geschlechterrollen, bei denen Frauen mit Mutterschaft assoziiert werden und ihr Körper und ihre Sexualität der Nation gehören, nicht ihnen selbst. Männer sind für die Frauen und ihre Körper zuständig.

All diese Vorstellungen führten zu ethnischen Säuberungen gegen Polen und Juden und zu politischem Terror gegen „schlechte Ukrainer“, der von der OUN und der UPA ausgeübt wurde.“

Quelle: https://x.com/havryshkomarta/status/1908508572490543432?s=61&t=hgVHraHlqQQ2vMQZIbwErA

Wink mit dem Zaunpfahl

„Sie war diejenige, die das Scheitern zur Legende machte, die den Schmerz in Geschichte verwandelte, und die trotz aller Widrigkeiten dafür sorgte, dass Vincents Kunst die Anerkennung erhielt, die sie verdiente.“

Das wusste ich nicht. Und ich bin Jo Van Gogh mehr als dankbar, dass sie sich für ihren Schwager so eingesetzt ist, wie sie es tat. Trotz ihrer sicher nicht einfachen persönlichen Situation.

Frauen!

Wenn ihr einen Künstler zuhause habt, oder in der Verwandschaft, einer, der auf keinen grünen Zweig kommt, der Zeit seines Lebens arm bleibt und am Irrsinn der Welt um ihn herum selber irre wird oder zerbricht: kümmert euch um ihn, bewahrt wenigstens seine Werke auf, egal was ihr davon denkt.

Es könnte sich um ein verkanntes Genie handeln; vielleicht kein zweiter van Gogh, aber auf jeden Fall einer, der dem Irrsinn der Welt etwas Gutes, etwas Wahres und etwas Schönes entgegenzusetzen hatte oder hat.

(Ich werd‘ den Text gleich mal meiner Liebsten zu lesen geben. Manchmal muss der Zaunpfahl einfach richtig dick sein, mit dem man winkt.)

Als Johanna (Jo) Van Gogh im Alter von 27 Jahren Theo Van Gogh heiratete, schien sich ihr Leben zu stabilisieren, aber es sollte nicht lange dauern. Theo, ein Kunsthändler und der Bruder des von Problemen geplagten Malers Vincent Van Gogh, litt bereits an Syphilis im Endstadium. Obwohl ihre Beziehung von Liebe und der Hoffnung auf die Gründung einer Familie erfüllt war, war ihr Glück nur von kurzer Dauer . Obwohl sie ein Kind bekamen , nahm das Schicksal eine grausame Wendung.

Im Jahr 1890 nahm sich Vincent, Theos gequälter Bruder, das Leben und ließ die Familie am Boden zerstört zurück . Nur sechs Monate später erlag auch Theo seiner Krankheit und ließ Jo als Witwe zurück, die ein kleines Kind großziehen musste . Zusätzlich zu ihrem emotionalen Schmerz erbte Jo nicht nur die Trauer über den Verlust, sondern auch ein Werk, mit dem nur wenige umzugehen wussten: mehr als 400 Gemälde von Vincent , einem Künstler, der zu Lebzeiten als Versager galt. Zu dieser Zeit hatte Van Gogh nur drei Gemälde verkauft und galt als mittelmäßiger Maler, der in der Kunstwelt nahezu unbekannt war. Die Vorstellung, dass sein Werk mehr sein könnte als eine traurige Erinnerung, schien undenkbar .

Jo weigerte sich jedoch, aufzugeben . Anstatt diese Bilder als Last zu betrachten, sah sie sie als Chance, Vincents Talent mit der Welt zu teilen . Sie verkaufte ihre Wohnung in Paris , in der sie mit ihrem Mann gelebt hatte, und zog in ein Dorf in den Niederlanden , wo sie ihr Haus in eine Pension umwandelte, um sich finanziell zu versorgen . Doch über die praktische Notwendigkeit hinaus verfolgte Jo eine persönliche Mission: den Ruf ihres Schwagers wiederherzustellen und sein Werk bekannt zu machen .

Jo widmete sich nicht nur dem Erhalt und der Organisation von Vincents Gemälden, sondern sie begann auch, kleine Ausstellungen zu organisieren und die Briefe zwischen Vincent und Theo zu veröffentlichen. Die Briefe dokumentierten nicht nur die Beziehung zwischen den beiden Brüdern, sondern offenbarten auch die Leidenschaft, den Kampf und den emotionalen Aufruhr, den Vincent durchgemacht hatte . Diese Schriften zeigten der Welt eine sehr viel menschlichere und komplexere Seite Van Goghs, etwas, das zuvor nie wahrgenommen worden war.

Der Wendepunkt in Jo’s Leben kam 1905, als sie eine große Retrospektive von Van Goghs Werk in Paris organisierte . Diese Ausstellung war ein durchschlagender Erfolg und erregte die Aufmerksamkeit von Sammlern, Museen und Kunstkritikern . Von da an wurde Vincents Werk weltweit anerkannt und geschätzt . Die Figur des missverstandenen Genies begann Gestalt anzunehmen, und Van Gogh wurde von einem ignorierten Maler zu einer der einflussreichsten Figuren der Kunstgeschichte .

Heute ist das Werk von Vincent Van Gogh ein Synonym für Genie, Emotion und Tragödie . Seine Gemälde gehören zu den wertvollsten und am meisten bewunderten der Welt . Aber es ist Jo Van Gogh zu verdanken, der Frau, die gegen das Vergessen und die Gleichgültigkeit kämpfte, dass die Geschichte ihres Schwagers nicht in der Dunkelheit verschwand . Sie war diejenige, die das Scheitern zur Legende machte, die den Schmerz in Geschichte verwandelte , und die trotz aller Widrigkeiten dafür sorgte, dass Vincents Kunst die Anerkennung erhielt, die sie verdiente . Ohne ihre unermüdliche Arbeit hätten wir vielleicht nie das Ausmaß von Van Goghs Genialität erfahren.

Pech

Die extraterrestrische Rasse der Krbl lebte auf dem Frühlingsplaneten Beta-Zoid in einem der Spiralarme der Schmetterlingsgalaxie.

Trotz der überaus vorteilhaften Lebensbedingungen ihres Heimatplaneten waren die Krbl verbissene Grübler, die schließlich unter der Last ihrer sorgenvollen und apokalyptischen Gedanken keinen Sinn mehr in der Fortpflanzung sahen und konsequenterweise ausstarben.