Sind diese Meldungen eines Hamburger NATO-Blättchens nicht wunderbarster Ausdruck des grassierenden Irrsinns namens Imperialismus?
Zwar ist es dem „Spiegel“ eine Schlagzeile wert, wenn über einen Dressurreiter zu viele Details der branchenüblichen Tierquälerei ans Licht kommt, aber klar ist: Tierquälerei muß irgendwie leider sein, damit sich das Geschäft der „Investoren“ mit dem Pferdehandel lohnt.
Weiter unten eine Nachricht über einen der seriösen Kriminellen, die vermittels und durch ihre Tätigkeit als Funktionsträger des deutschen Imperialismus für (allerdings hauptsächlich anderswo, vor allem in der Ukraine) reichlich anfallende Leichen gesorgt haben:
Die betreffende Charaktermaske – einstmals als Außenminister maßgeblich an der Einfädelung des Staatsstreiches in der Ukraine beteiligt, jetzt als nomineller Vorsteher des Kapitalstandortes zuständig für ideologische Erbauung und moralische Aufrüstung angesichts ihr ungemütlicherer Lebensbedingungen für die Bevölkerung – stellt auch gleich mal klar, WIE moderne Demokraten dem „sehnlichen Wunsch nach Frieden“ am besten gerecht werden: mit noch mehr und immer mehr WAFFEN für das naziverseuchte Regime, das in Kiew unseren Krieg gegen den Russen führt!
So fügt sich weihnachtsmäßig alles zum Ganzen, und der Nachweis, dass gerade in der Jahreszeit, zu der die wundergläubigen Christen ihren wundertätigen Messias feiern, die marktwirtschaftsübliche Heuchelei immer neue Dimensionen erreicht, ist mal wieder aufs Schönste erbracht.
Das Hamburger Fußball-Fachblatt legt nach: einfach nur einem Schwellenland mit BRICS-Ambitionen den verdienten WM-Triumph zu gönnen, kommt für werteorientierte ideologische Bindenträger natürlich nicht in Frage: der argentinische Superstar ist schon deswegen nicht zu feiern, weil er „geldgierig“ und „komplett uninformiert“ ist über Länder, „die Menschenrechte mit Füßen treten“!
Da kennen sich deutsche Journalisten aus, besonders wenn dabei Argentinien im Spiel ist. Jeder erinnert sich an das mutige Auftreten der BRD-Mannschaft bei der WM 1978 in Argentinien, als Mannschaft und DFB-Tross hocherhobenen Hauptes ein Zeichen nach dem anderen setzten angesichts der Fußballweltmeisterschaft vor der Kulisse einer Militärdiktatur, die Oppositionelle in Lagern, Folterkellern und auf Friedhöfen verschwinden ließ.
Jaja, tolles Spiel und so, Messi und Argentinien Weltmeister, aber wo WIRKLICH “die beste WM aller Zeiten“ stattfand, stellt ein bekanntes Sportmagazin aus Hamburg nochmal mit Hilfe eines schlauen Schweinchens klar.
Ich sitze in einer Ecke des Wohnzimmers und lese oder zeichne irgendwelches Zeug. Am anderen Ende lungert die Frau auf dem Sofa und läßt sich von den dahin plätschernden und immergleich intonierten Fernsehstimmen einer Talkrunde auf Phoenix in den Schlaf labern – sie schaltet diese Sendungen oft nur deswegen ein, weil sie „so schön dabei einschlafen kann“.
Das ist tatsächlich auch das einzige, was einem bleibt (außer um- oder abschalten), denn WAS da gesagt wird, ist so fürchterlich, dass es zumindest mich um jeden Schlaf bringen würde. Es geht mal wieder um die Ukraine, bzw. laut offizieller Sprachregelung, den „russischen Angriffskrieg in der Ukraine“ und die Teilnehmer beantworten gerade die besorgte Frage des Moderators, was „die Menschen in der Ukraine“ jetzt am dringendsten bräuchten.
Was brauchen Menschen in einem Land, das gerade von seinem neo-nazistischen Regime in einem aussichtslosen Stellvertreterkrieg verheizt wird? Was brauchen Menschen in einer zusammengebrochenen Ökonomie, einem kollabierten Elektrizitätsnetz, weitgehend ohne Strom, Wasser und Heizung im kalten Winter? Frieden zum Beispiel?
Weit gefehlt. Dieser geplagte Menschenschlag braucht vor allem eins: WAFFEN! Die Talkshowgäste sind sich einig: das dringlichste Bedürfnis „der Menschen in der Ukraine“ sind Waffen, und zwar ganz viel davon und a.s.a.p.! Der Moderator wendet sich an eine Dame in der Runde: Frau Sowieso, Sie waren kürzlich noch in der Ukraine und können mit den Menschen dort sprechen. Was ist deren Meinung, was sagen die Menschen dort, was sie als erstes brauchen?“
Die Dame zögert keine Sekunde mit ihrem authentischen First-Hand-Bericht: „Ja, das ist natürlich ganz eindeutig; bei allen Entbehrungen, die diese Menschen mitmachen müssen, ist doch ein gemeinsamer Nenner, dass jetzt dringend Waffen gebraucht werden..“
Wen die Waffenfetischistin vor Ort in Kiew befragt hat, wird nicht verraten. Für sie und die Runde steht fest, dass nur Waffen, noch mehr Waffen, und das möglichst zackig, den Frieden in unserem ukrainischen Protektorat schaffen können. Die übrigen Diskussionsteilnehmer sekundieren ihr: Ja, auf jeden Fall Waffen! Das ist das erste und wichtigste. Bevor über irgend etwas anderes überhaupt zu reden ist, muß die reibungslose und großzügige Versorgung mit Waffen gewährleistet sein!
Die Begeisterung für Krieg und noch mehr Krieg steht ihnen ins bürgerlich-vernünftige Gesicht geschrieben; sie orgasmieren innerlich ob der einmaligen Gelegenheit, sich ganz legal und offiziell der von der offiziellen Regierungs- und Medienmeinung nicht nur bestätigten, sondern GEFORDERTEN Kriegsbegeisterung hinzugeben.
Der kranke Zynismus ihres Rufes nach mehr Waffen, noch mehr Waffen, mehr Krieg, mehr toten Russen verwandelt sich für sie in ein Gebot humanitärer Verantwortung für UNSERE Werte, die schließlich da hinten in der Ukraine gegen den Russen verteidigt werden. Schon wieder verteidigen Nazis unsere europäischen Werte gegen den Russen, und noch nicht einmal das fällt den wackeren Talkrunden-Demokaten auf.
Der Sportpalast ist die Wohnstube, und das „Wollt ihr den totalen Krieg“ des Reichspropagandaministers ist zum sachlich erörterten Austausch geworden, wie der Feind im Osten am besten zu besiegen ist. Das Resultat ist dasselbe: totaler Krieg. Das offizielle und mediale Deutschland will ihn, jedenfalls solange Ukrainer ihn kämpfen. Da darf einfach nicht nachgegeben werden, da muß um jeden Preis bis zum Endsieg gekämpft werden. Dass es dazu massenhaft Waffen braucht, gebietet schon der bürgerliche Sachverstand.
Wie vor achtzig Jahren verschwenden die totalen Krieger keinen Gedanken daran, wie er enden könnte. Wie er enden WIRD. Sie wissen sich auf der Seite der überlegenen Macht; wenn schon nicht militärisch, dann eben immerhin wertemäßig.
Während ich mich angesichts des gerade Gehörten mal wieder verstärkt wie ein Alien in einer primitiven und barbarischen Welt von Irren fühle, ist die Frau darüber sanft eingedöst.
Der Ukraine-„Aufhänger“ für die globale tektonische Plattenverschiebung in der Weltpolitik ist im westlichen Denken und damit auch in hiesigen Medien noch gar nicht richtig angekommen.
Im globalen Süden allerdings schon. Zwar geht das alles nicht über Nacht, aber es hat bereits begonnen. Das Zeitalter der westlichen Dominanz, des gleichzeitig post- und neokolonialen Herrschaftsmodells der USA (und ihrer Vasallen) und der von ihnen geschaffenen Institutionen ist VORBEI.
Es gibt in der Ukraine nur einen Ausgang des Krieges, und das ist die Kapitulation der Ukraine und wahrscheinlich das Ende der Ukraine als Staat. Als Staat wie bis Februar 2022 wird es dieses Land ohnehin nicht mehr geben.
Den Sieg Russlands verhindern kann nur ein atomarer Weltkrieg. Alles darunter (weitere Waffenlieferungen, weitere Finanzierung der korrupten Kiewer Nazi-Marionetten) verlängert vielleicht die Agonie der Ukraine, ändert aber nichts am Ausgang des Krieges.
Auch wenn sie es entweder noch nicht bemerkt haben, nicht bemerken wollen oder ihre gesamte Gewalt für die Verlängerung bzw. Aufrechterhaltung des bisherigen status quo in die Waagschale werfen: die Welt ist nicht mehr dieselbe, die Herrschaft des Westens über den Globus ist BEENDET.
Der Schnitt ist getan, die Abkopplung ist erfolgt, die Bewegung der Freien Welt (Russland, China, der globale Süden) geht jetzt in eine andere Richtung als die der Alten Welt (USA-NATO-EU & Vasallen).
Interessant übrigens, wie das „Zeit“-Interview Merkels globale Wellen schlägt und weltweit als Nachweis der völligen Unzurechnungsfähigkeit und der betrügerischen, ausschließlich den eigenen Vorteil anvisierenden Politik des Kollektiven Westens rezipiert wird. Nur in den westlichen Ländern nicht – dort herrscht weitgehendes Schweigen über den ungewollten Klartext der Ex-Kanzlerin.
Schön, wie das Merkel in seinem „ZEIT-Magazin“-Interview endlich mit der Sprache rausrückt und deutlich erklärt, was das Ziel des kollektiven Westens in der Ukraine war und wofür die Minsker Abkommen gedacht waren: nicht irgendeine Beendigung oder Beilegung des ukrainischen Bürgerkrieges, den das Kiewer Regime nach dem Maidan-Putsch gegen den Donbass angezettelt hat.
Nein, Ziel war immer „der Ukraine mehr Zeit zu verschaffen“. Wofür? Für den Krieg gegen Russland, zur Eroberung der Krim und der Rückeingliederung der abtrünnigen Volksrepubliken.
Von Anfang an waren die Minsker Abkommen – jedenfalls von Seiten des Westens und seiner ukrainischen Schützlinge – nur dafür gedacht, die nötige Zeit zu gewinnen, um die ukrainischen Nationalisten soweit aufzurüsten, dass sie den Waffengang gegen Russland mit der Aussicht auf Erfolg angehen konnten.
Wie sie selbst zu Protokoll gibt, hätten die Volksrepubliken und Russland 2015 nicht nur Debalzewo, sondern die ganze Ukraine „übernehmen“ können. Diesem für die westlichen Kriegsplaner ärgerlichen Zustand musste abgeholfen werden, und DAFÜR – für den benötigten Zeitgewinn, um die Ukraine auf ihre Rolle als Zerstörungs-Rammbock gegen die Russische Föderation vorzubereiten – wurden die Minsker Abkommen benötigt.
In ihren Äußerungen bestätigt die ehemalige Kanzlerin, dass sie vom Beginn an Russland belogen hat. Was sie damit ebenfalls bestätigt, ist die Tatsache, dass der russische Präsident richtig liegt mit seiner Einschätzung, dass Russland nicht viel anders übrig blieb, als in den seit 2014 geführten Krieg einzugreifen und das nationalistische Marionettenregime in Kiew zu demilitarisieren und zu entnazifizieren.
Eine kleine Erinnerung an die Zeit, als die westliche Presse noch Artikel über reale Ereignisse schrieb. Hier der britische The Guardian, in dem John Pilger am 13. Mai 2014 schreibt:
“In der Ukraine führen uns die USA in einen Krieg mit Russland. Washingtons Rolle in der Ukraine und seine Unterstützung für das Neonazi-Regime hat ernste Konsequenzen für den Rest der Welt. Warum tolerieren wir die Gefahr eines weiteren Weltkriegs in unserem Namen? Warum lassen wir Lügen zu, die dieses Risiko rechtfertigen? Das Ausmaß unserer Indoktrination ist ein brillanter, ja spiritueller, sehr erfolgreicher Akt der Hypnose. Jedes Jahr veröffentlicht der amerikanische Historiker William Bloom seine „aktualisierte Zusammenfassung der Ergebnisse der amerikanischen Außenpolitik”, aus der hervorgeht, dass die Vereinigten Staaten seit 1945 versucht haben, mehr als 50 Regierungen zu stürzen, von denen viele demokratisch gewählt waren.“