Russisches Skandalholz bedroht unsere Freiheit

Der Russe!! Ist er überhaupt noch Mensch oder schon irgendwas darunter? Jeden Tag legt er noch eine Schippe drauf!

Jetzt hat das Hamburger Fachblatt für Forstwirtschaft herausgefunden, dass Putin nicht nur in der Ukraine zündelt, sondern auch in der Taiga: dort wächst bekanntlich das berühmt-berüchtigte russische Skandalholz (wer erinnert sich nicht an die zahllosen Sex-Skandale der – ähem – „strammen Stämme“ der sibirischen Tannen?!), das der Schurke im Kreml an (leider deutsche) Geschäftemacher im Ausland verschachert.

Zum Glück haben die soliden, stets exakt informierten US-Geheimdienste alles im Blick und werden ihrem Präsidenten demnächst ein Memo übergeben, in dem der genaue Zeitpunkt genannt wird, an dem Putin im Hundeschlitten nach Tomsk fährt, um dort persönlich Feuer zu legen. Die Weltpresse, also der „Spiegel“, wird Sie auf dem Laufenden halten!

Schlauchfuchs Biden gegen irren Kreml-Diktator

Bin ein bißchen enttäuscht vom Russen. Keine Invasion, stattdessen lauwarmer Truppenteilrückzug. Das kann Putin besser!

Aber, klar: Wenn unser Friedens-Olaf in Moskau Zar Putin die Leviten liest, kneift der Gottseibeiuns im Kreml natürlich, die Memme.

Nur gut, dass unsere freien Medien immer super auf dem Laufenden sind; nach der absolut zuverlässigen Kriegsankündigung für heute – die der fiese Iwan aus iwanesischer Bosheit einfach ignoriert hat! – wissen führende Qualitätsmedien sofort, dass wir den Russen diesmal voll reingelegt haben.

Leider nicht unser Friedenskanzler Olaf, sondern der Oberchef der ganzen Freiheit, der US-Präsident. Ja, genau der! Der ist nämlich garnicht dement und kann keinen geraden Satz lesen, wenn die Schrift auf seinem Teleprompter nicht mindestens in 72pt da steht – nein, der ist voll der schlaue Fuchs, der den Putin auf Augenhöhe ausgekontert hat.

Und das, obwohl der irre Diktator im Kreml, der natürlich leider auch jetzt noch “angreifen oder andere verrückte Dinge tun” kann, sich selber – haha – für einen gewieften Taktiker hält.

DIESMAL haben wir’s ihm aber sowas von gezeigt – das tut unserem gebeutelten westlichen Freiheits-Ego so richtig gut!

Diese wertewestliche Überlegenheit über Diktatoren, Autokraten und andere Feinde unserer regelbasierten Ordnung steht einerseits ohnehin fest, andrerseits darf, kann und muss man – sich selbst vor allem – immer mal wieder daran erinnern: und das ist dann auch die edelste Aufgabe der freien Presse des freien Westens und der großartigen Freiheit, die die freie NATO so einzigartig wirkungsvoll garantiert.

Zweimal Propaganda, getarnt als Journalismus:

1) „Wir schreiben es, die anderen schreiben es – wenn alle es schreiben, wird’s schon stimmen!“

So geht Selbst-Referenzialität: erst die CIA-gesteuerte Kriegshysterie als kongenial russophobes Lautsprecherorgan verstärken und multiplizieren, dann in den westlichen Hofmedien nachschauen und feststellen, dass die alle dasselbe machen: nämlich Kriegsangst zu schüren und Kriegsstimmung anzuheizen – um daraufhin ganz neutral und journalistisch-sachlich zu konstatieren, dass ja wohl „niemand mehr an eine friedliche Lösung zu glauben scheint“.

Dass der Failed State an der russischen Westgrenze seit dem Putsch 2014 so massiv vom Westen aufgerüstet wurde, dass aus einer desolaten, schlecht ausgerüsteten Armee eine ziemlich schlagkräftige Truppe unter der Anleitung (wenn nicht dem Kommando) westlicher „Berater“ geworden ist, und dass diese modernisierte ukrainische Armee samt ihrer faschistischen Hilfstruppen an die 100.000 Soldaten an der Kontaktlinie zu den abtrünnigen Volksrepubliken zusammengezogen hat, erfährt der durchschnittlich informierte, also russophobe, Medienkonsument im Reich der Freiheit nicht.

Dafür weiß er dank „Spiegel“, dass die Militärmanöver der Russen auf russischem Territorium erstens eine „Aggression“ und zweitens „Putins Truppenaufmarsch“ sind. So wie kleine Jungs eben mit ihren Plastiksoldaten im Sandkasten Krieg spielen – nur dass der fiese Oberrusse leider in echt seinem morbiden Spieltrieb frönen kann.

2) Strenger, aber gütiger Vater der freien Welt droht ungehorsamem Autokraten – schlimmer Feindstaat-Despot klagt und jammert bloß rum!

Eine Umkehrung der Verhältnisse dichtet das Ostfrontmagazin aus Hamburg in die Gespräche der beiden Präsidenten: das „Stopp!“ Russlands zur ungebremsten NATO-Aggression und -Expansion, das dem kollektiven Westen zum ersten Mal auch in Europa klarmacht, dass die Zeiten rücksichtsloser Durchsetzung des imperialistischen Kriegsbündnisses vorbei sind und ab jetzt auch Russlands Sicherheit zu berücksichtigen ist, findet mit keiner Silbe Erwähnung im Chor der hysterischen Bellizisten der NATO-Presse.

Dort wähnt man sich in der Rolle des friedliebenden Verteidigers universal gültiger Freiheits- und Menschenrechte, der völlig zu unrecht von einem autokratischen Despoten der Aufrüstung und Aggression beschuldigt wird. Schon deshalb muß der Weltchampion der Freiheit und Demokratie als Anführer der westlichen Welt(-Ordnung) mit dem Mann Klartext reden, und das bedeutet: ihm klarmachen, wo seine Grenzen sind.

Nämlich da, wo er es wagt, das Weltherrschaftsmonopol der USA und deren NATO in Frage zu stellen. Tatsächlich ist das zerbröselnde imperialistische Lager – in sich zerstritten und bestehend aus waschechten KONKURRENTEN um die Aufteilung und Ausplünderung der Welt – gar nicht mehr fähig, die russische Macht mit einer glaubhaften militärischen Überlegenheit klein zu halten (schon garnicht seit der epochalen – von den Westmedien eher ignorierten oder heruntergespielten – strategischen Partnerschaft Russlands und Chinas).

Die imperialistische „regelbasierte Ordnung der internationalen Beziehungen“ (ein Euphemismus der USA und ihrer Vasallen für „Wir sagen euch, wo’s langgeht und wenn ihr euch nicht dran haltet, gibt’s Sanktionen und Krieg“) wird zusehends ersetzt durch die im wesentlichen von China ausgehende Neudefinition der internationalen Beziehungen zu solchen des gegenseitigen Nutzens im Sinne der friedlichen Entwicklung aller Staaten in einer multipolaren Welt.

Nicht Russland, sondern der kollektive Westen ist der Schurke in diesem Stück, während seine politischen Vertreter und ihre Hofschranzenpresse den Plot so darstellen, als sei hier ein Paria der Staatenwelt leider am Durchdrehen (aus beleidigtem Ego, so wird vermutet) und müsse nun von der internationalen Gemeinschaft eingehegt werden – mit etwas gutem Willen, aber auch mit der unmißverständlichen Androhung der Prügelstrafe bei weiterem Fehlverhalten. So eben, wie man es bei renitenten Zöglingen macht, wenn man merkt, dass die frech werden und über die Stränge zu schlagen drohen.

Nur dass erstens die „internationale Gemeinschaft“ lediglich aus der Handvoll imperialistischer Hauptmächte samt ihres abhängigen Vasallenanhangs be- und dem Rest der Staatenwelt gegenübersteht, und dass zweitens in diesem sogenannten „Ukraine-Konflikt“, der von den eifrigsten medialen Kriegshetzern bereits zum „Russland-Konflikt“ emporgeschrieben wurde, es die Russische Förderation ist, die die Ansagen macht und die Bedingungen stellt.

Die „Deeskalation“, um die sich der Westen nach Ansicht seiner Medien so händeringend bemüht, ist daher einerseits gar nicht beabsichtigt, andrerseits aber ausschließliche Hausaufgabe des Kriegsbündnisses und seiner Führungsmacht. Sie wäre ja leicht und einfach zu haben: die NATO bräuchte bloß einen Beitritt der Ukraine ausschließen, ihre Russland bedrohenden Raketen aus Europa abziehen und endlich die russischen Sicherheitsinteressen als ebenso berechtigt wie die eigenen anzuerkennen.

Allein dass sie diese in der russischen Note enthaltenen elementaren Bedingungen eines militärischen „Rückbaus“ und Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander alle europäischen Staaten kategorisch ablehnt und als „unrealistisch“ oder „unverhältnismäßig“ abkanzelt, zeigt die Aggressivität und den unveränderten Weltherrschaftsanspruch des US-Imperiums. Es hat aber keine ausreichenden Mittel mehr, dieser Hybris entscheidende Taten folgen zu lassen – Stichwort „imperiale Überdehnung“ – egal welche aberwitzigen Trilliardensummen die Washingtoner Oligarchie noch in ihren Kriegs- und Rüstungsapparat stecken mag (auf Kosten der zunehmend verelendenden amerikanischen Bevölkerung).

Die journalistische Begleitmusik zu diesem Abschiedskampf des Imperiums um Bedeutung und Beherrschung einer sich rapide ändernden Welt müsste eigentlich ein Trauermarsch sein, oder ein dissonantes Zwölftonstück, gespielt auf einer Müllhalde – es ist aber immer noch der Triumphmarsch und die Siegesfanfaren eines Kalten Krieges, den der Imperialismus vor 30 Jahren gewonnen hatte, dessen heutige Neuauflage er aber nicht mehr gewinnen kann.

Die Niederlage des kollektiven Westens, die das Ende einer ganzen Epoche ist, zeichnet sich ab und spiegelt sich medial-propagandistisch wieder in den immer fanatischeren Lobpreisungen, mit denen seine Medien die eigenen „Werte“, die man den Feinden im Osten entgegenhält, als einzig senkrechte Glaubenssätze ikonisieren; in den immer dümmeren Lügenmärchen, die den Leuten aufgetischt werden („russischer Angriff erfolgt Mitte nächster Woche nach Scholz-Besuch in Moskau!“); schließlich in der immer depperteren Dämonisierung des Feindes, gepaart mit einer ideologischen Selbstgerechtigkeit, deren Fremdschämfaktor ungeahnte Höhen erreicht.

Zweierlei Untersagung

Man stelle sich spaßeshalber mal vor, es hieße:

Mit ziemlicher Sicherheit würden sich ganze Heerscharen von empörten Freiheitsvorkämpfern der Feder gegenseitig überbieten, die abscheuliche kommunistische Diktatur in Beijing als freiheitsfeindliche Autokratie zu entlarven, die keine Opposition zulässt und noch nicht mal eine Demonstration für die Freiheitsrechte der eigene Bürger erträgt.

Es wäre (mal wieder) der schlagende Beweis erbracht, das sich auf der Bühne der Welt Freiheit, Demokratie und WERTE einerseits sowieso Überwachungs- und Verbotsstaat und Diktatur andrerseits gegenüberstehen; gleichzeitig würde von „Spiegel“ bis „Tagesschau“, von „FAZ“ bis „taz“, leitartiklerisch eloquent beweint, dass der Freiheitsbegriff des libertären Westens den asiatischen Despoten einfach nichts bedeutet (und dem kommunistischen schon gleich nicht), weshalb es unsere offene Gesellschaft im Ringen um ihre zutiefst humanitären Werte so schwer hat gegen autokratische Freiheitsfeinde.

Wie gesagt: man stelle sich das spaßeshalber mal vor.

„Die Gerüchte über ihren Tod waren übertrieben.“ – So ganz tot war sie also noch nicht, nur ein bißchen.

Es muss der Verwesungsgeruch der Halbleiche sein, der die Hamburger Regenbogenpresse und ihr Flaggschiff „(Diktatorgattin im) Spiegel“ zu solchen wunderbaren Stilblüten treibt.

Immerhin erfährt man auf diese Weise nebenbei, das es vor allem Gerüchte sind, die die imperiale Presse sich über den widerborstigen Staat da hinten in Fernost aus den Fingern saugt. Die BREAKING NEWS sind dann, wenn dieselben Sudelblätter sich lang und breit gegenseitig zitieren.

Fromtberichterstattung

Der morgendliche Blick ins Hamburger Ostfront-Magazin beruhigt ein wenig: immerhin wird der geplante Überfall des Iwans auf unsere Freunde in Kiew kein Spaziergang! Dass der Russe frech bestreitet, diesbezügliche Absichten zu hegen und die Planung eines bevorstehenden Angriffs ausschließlich in unserer freiheitlichen Presse stattfindet – geschenkt. Wir kennen ja unsere moskowitischen Pappenheimer.

Wem der vom Westen zum Failed State zurechtreformierte Pleitestaat an der russischen Westgrenze all das schöne neue Krieggerät zu verdanken hat, mit dem er sich gegen den bösen Nachbarn zu wehren beabsichtigt, muß der „Soiegel“-Leser erst recht nicht wissen, aber Gott sei dank „hat die Armee der Regierung in Kiew (…) aufgerüstet“! Ein Hinweis auf die interessierten Sponsoren dieser Aufrüstung würde den Leser nur verwirren und ihn schlimmstenfalls das Narrativ vom stets aggressiven Russenreich in Zweifel ziehen lassen.

So verbreitet der „Spiegel“ im Tagesaufmacher die kennerischen Spekulationen seiner Frontberichterstatter zum Kriegsverlauf, den er kaum noch abwarten kann und in dessen vorweggenommener Beurteilung seine Parteinahme eindeutig ist.

Geschichten, die die Medien schreiben: Deutsche Qualitätspresse in den Schützengräben

Sie schreiben‘s herbei. Sie wünschen sich so sehnlich, endlich den Waffengang gegen Russland starten und journalistisch begleiten zu können, dass ihnen schon der Finger am Abzug zuckt.

Der „Angriff auf die Ukraine“ (also auf den inoffiziellen NATO-Vorposten an der russischen Grenze), der ohnehin nur in der bellizistischen Fantasie westlicher Kriegsherren existiert, ist für die Kriegsberichterstatter des Hamburger Ostfront-Landserblättchens schon beschlossene Sache – so tief haben sie sich in das Denken des russischen Präsidenten eingelesen (vermutlich mit der großen Glaskugel in der Chefredaktion), dass es nur noch darum geht, ob man „Putin davon abhalten kann“ oder nicht.

Freie Bürger wollen einen Führer

Nichts verehren freiheitliche Demokraten, vor allem die aus der journalistischen Zunft, so sehr wie FÜHRUNG. Das ganze Getue von wegen Freiheit, Wahlen, Menschenrecht und Individualismus ist blitzartig vergessen, wenn der nationale Laden leck scheint oder Krisen den gewohnten Fortgang von Geschäft und Gewalt zu stören drohen.

Was bei auswärtigen Staatslenkern (insbesondere natürlich bei denen, die ganz oben auf unserer Schurken-Skala stehen, also werte- und demokratiemäßige Loser wie Russland, Kuba oder China) schnell fürchterlich menschenrechtsverletzende Diktatur und nackte autokratische Herrschsucht ist, gerät bei uns zu einem bedauerlichen Mange an klarer Kante und entschlossenem Durchregieren.

Noch der leuchtendste Freiheitsfan unter den schreibenden Soldaten der Freiheit wird dann zum fordernden Untertan, der anständige Führung anmahnt – und das politischen Personal, sofern es bei der ersehnten Führungsstärke an Durchsetzungsfähigkeit und Machtwillen zu wünschen übrig läßt, als führungsschwach bekrittelt.

DAS will sich ein demokratischer Bürger auf keinen Fall bieten lassen; immerhin hat er seine frei gewählte Herrschaft ja mit seiner Stimme ermächtigt, zu herrschen. Das kann er ja wohl erwarten von einer ständigen Herrschaft: dass diese ihren Herrschaftsauftrag zügig und robust ausübt.

Geschichten aus der Vorkriegszeit: wie der Chinese mal wieder alles falsch macht (und sich deswegen nicht wundern muß, wenn wir ihm demnächst die Demokratie mit robusteren Mitteln beibringen werden!)

Das Hamburger Special-Interest-Magazin für Feindbeobachtung hat eine neue Schweinerei da hinten beim Chinamann ausgemacht: er betreibt eine „COVID-Diktatur“. Im Grunde nichts Neues, denn dass beim Chinesen nicht unsere freiheitlichen Verhältnisse herrschen, sondern eine DIKTATUR, das wissen von bürgerlichen Leitmedien aufgeklärte Zeitgenossen sowieso schon immer.

Allerdings fällt dieser Umstand beim Chinesen strafverschärfend ins Gewicht, denn SEINE Diktatur ist auch noch kommunistisch – im Gegensatz zum Russen, der zwar auch AUTOKRATISCH ist, aber wenigstens dem sozialistischen Unfug abgeschworen hat. Nur einer KOMMUNISTISCHEN DIKTATUR ist nämlich zuzutrauen, was diese Schlitzaugen tatsächlich durchziehen: eine Seuche „mit größter Härte“ zu bekämpfen!

Nebenbei entlarven die Demokratieverteidiger vom „Spiegel“ das ganze Gerede der Chinesen, „dass der Mensch und das Menschenleben an erster Stelle stehen“, „rasch die Behandlung der Patienten, umfassende Tests und Impfungen durch(zuführen)“ sei und dabei „kein einziger Infizierter übersehen und kein einziger Patient aufgegeben“ würde (Yu Xiaoxuan, Gesandte der Botschaft der VRChina in Berlin in einem Vortrag zum 100. Jahrestag der KPCh). Das ist natürlich reine Propaganda von Diktaturen, denn in Wahrheit, weiß der „Spiegel“, macht der Chinese nur auf strenge Maßnahmen und Null-COVID, weil seine Impfstoffe einfach nicht so gut sind wie unsere!

Dass die WHO die chinesischen Impfstoffe empfiehlt und auch das deutsche „Ärzteblatt“ über die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit dieser Vakzine berichtet (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/125463/CoronaVac-Impfstoff-aus-China-erzielt-hohe-Schutzwirkung-in-der-Tuerkei-und-Chile), braucht in diesem Zusammenhang nicht zu interessieren, Hauptsache die Behauptung taugt als Beweis für einen richtig fiesen Schritt der kommunistischen Diktatoren: die haben ihren Laden „abgeschottet, dichtgemacht“!

Das geht schon aus dem Grund garnicht, weil wir da unten ja immerhin einiges investiert haben, Zeug produzieren lassen und riesige Warenströme veranlassen, ohne die bei uns kaum noch was an Geschäft läuft.

Bei UNS natürlich, da sieht’s mit der Abschottung und dem Dichtmachen ganz anders aus. Nicht dass wir’s nicht auch machen, schließlich müssen wir ja sehen wo wir bleiben mit der Rendite, inmitten einer Pandemie.

Und wenn’s nicht anders geht, wird gelockdowned und dichtgemacht, was das Zeug hält; Österreich macht’s vor und nicht zuletzt der „Spiegel“ überschlägt sich seit Tagen mit Berichten, Interviews und Statistiken, die alle nur eins bezwecken: möglichst schnell und möglichst umfassend Lockdowns und Impfpflicht einzuführen.

Wenn der Chinese das macht, ist’s natürlich was völlig anderes, denn der ist schließlich DIKTATUR, also per se schlecht, und darum können auch seine Seuchenbekämpfungsmaßnahmen nur ganz ausgekochte unterdrückerische Gemeinheiten und Verstöße gegen unsere Menschenrechte sein.

Sagt der „Spiegel“ inmitten einer sich verschärfenden pandemischen Lage – deren Nicht-Beherrschbarkeit durch die staatlichen und privaten Institutionen des freien Westens der „Spiegel“ und alle Leitmedien tagtäglich thematisieren – mit Blick auf einen Staat, der bei einer Bevölkerung von 1,4 Mrd Menschen ganze 4.600 Todesfälle hatte und ganz offensichtlich mit seiner Null-COVID-Politik erreicht hat, dass das Land in Punkto Schutz der Bevölkerung und wirtschaftlicher Aktivität weltweit einzigartig erfolgreich dasteht.

So kann man Neid auch maskieren: dem Beneideten einfach Unfähigkeit und niedrige Motive unterstellen. Der „Spiegel“ gleicht dem verzogenen Oberschichtsgör, das auf dem Sportplatz den Arbeiterkindern, die einfach besser kicken als es selbst, hinterherbrüllt: „Ihr habt ja nur gewonnen, weil ihr mit EUREM Ball spielt, aber MEIN Ball ist viel besser! Und außerdem habt ihr einen Trainer!“