Während die USA Pläne zur Übernahme Grönlands schmieden, trifft die Zerstörung der Nord Stream-Pipeline Brüssel hart.
Die Strategie der USA war makellos.
Europa sollte sowohl wirtschaftlich als auch politisch von Russland abgeschnitten werden, indem ein Stellvertreterkrieg und Sanktionen provoziert wurden. Die Pipeline sollte sabotiert werden, um den Zugang zu naher, kostengünstiger Energie zu unterbinden und so die europäische Industrie lahmzulegen.
Alle Waffen Europas sollten in die Ukraine geschickt werden, um dort zerstört zu werden. Dann sollte Europa durch exorbitante Energieimportpreise, militärische Abhängigkeiten (US-Waffenverträge) und die Aneignung von Ressourcen (Invasion Grönlands) ausgesaugt werden.
Fanatische europäische Politiker, die sich auf dieses Spiel einließen, fielen ihrem eigenen Volk in den Rücken. Sie waren zu dumm und zu sehr von Russophobie geblendet, um dies vorauszusehen. Und alle Menschen, die dies vorausgesehen und in den letzten vier Jahren wiederholt darauf hingewiesen hatten, wurden spöttisch als Putin-Marionetten bezeichnet.
Recht und Regeln gelten nur insoweit, als sie den Vorteil des Stärksten befördern. Wenn nicht, werden sie ignoriert oder zurechtgebogen. Die Lüge ist ganz offiziell zur Wahrheit geworden, und alle sind sich einig, dass der nackte Kaiser ganz wunderbare Kleider trägt.
Unverhohlener Infantilismus und offener Narzissmus kennzeichnet den Gottkaiser der Vormacht, der – von Speichelleckern und Ja-Sagern umgeben – die Projektionenen seines aufgeblasenen Egos für Realität hält. Jeder lässt es ihm durchgehen, weil er entweder selber davon profitiert oder weil er die Konsequenzen von Widerspruch fürchtet. Jeder in der westlichen Welt von Hörigen und Vasallen, von korrupten und Inkompetenten.
Die restliche Welt versucht, den megalomanischen Caligula 2.0, der zufällig das zweitgrößte Nukleararsenal der Welt befehligt, einzuhegen und vorsichtig seiner Zerstörungslust Grenzen zu setzen – so wie man es bei einem Zweijährigen mit Tobsuchtsanfall tut, der ein entsichertes automatisches Gewehr in den Händen hält.
Die absolut beschämende, schleimige ubd unterwürfige Art der europäischen Politiker angesichts und in diesem Spektakel, dessen Beteiligte und Miturheber sie sind, ist gleichzeitig amüsant und widerlich. Das Ausmaß ihrer Verwirrung, ihrer Selbsterniedrigung, ihres peinlichen Lavierens und ihrer internen Streitereien übertrifft die krasseste Comedy, die sich irgendjemand hätte ausdenken können (und sorgt für Schadenfreude bei all denen, die schon immer unter der imperialistischen Verlogenheit und der berechnenden Heuchelei dieser Charaktermasken litten).
Im Spiegelversum betritt man eine BRD der 1960er Jahre, ohne Sanktionskrieg und daraus resultierende Energiepriesexplosion und Deindustrialisierung, eine Welt in der Deutschland als wirtschaftlicher Motor Europas brummt, in der Europa der Nabel der Welt ist und in der die größte Sorge „der Politik“ ist, das Staatsschiff weise durch die kleinen Untiefen zu steuern, die durch Inkompetenz und Feindseligkeit Dritter entstanden sind.
Ansonsten ist in dieser besten aller denkbaren Welten aber alles so vollkommen zufriedenstellend geordnet, dass sie im Grunde ein einziger langer AUFSCHWUNG ist.
„Gerade kleine frei-gemeinnützige, also kirchliche Krankenhäuser sowie kommunale Kliniken (werden) zunächst vereinzelt geschlossen. Die Anzahl der drohenden Schließungen steigt zeitgleich in extreme Höhen.“
Meine Schwägerin arbeitet als Fachärztin und Psycho-Onkologin in einem kirchlichen Krankenhaus, das Opfer dieser Marktbereinigung wird. Der Umstand, dass sie ihr lieb gewordenes und mit viel Einsatz betriebenes Tätigkeitsfeld demnächst verlieren könnte, versetzt sie verständlicherweise in Stress und Unsicherheit und konfrontiert sie und ihre Familie mit der realen Bedrohung, demnächst deutlich weniger Geld und/oder deutlich andere und mehr Arbeitsbelastung zu bekommen.
Aber versteht sie die gesellschaftlichen und ökonomischen Strukturen, die sie und alle Lohnarbeitenden immer wieder und ihr ganzes Leben lang zu abhängigen Variablen der Gewinnberechnungen Dritter machen? Sie sieht die Möglichkeit der Krankenhausschließung und des Jobverlustes wohl mehr als persönlichen Schicksalsschlag, als force majeure, die nun leider sie getroffen hat.
So sieht es auch die Mehrheit der lohnabhängigen Bevölkerung. Und deshalb geht‘s immer so weiter, bis der gesamtgesellschaftliche Leidensdruck und Frustrationsgrad hoch genug ist, um sich der widersinnigen Barbarei zu entledigen, die im Kapitalismus selbst grundlegende Versorgungsleistungen für die Bevölkerung noch der privaten Geschäftemacherei unterwirft. Ob dieser Punkt jemals gekommen sein wird, bezweifle ich allerdings inzwischen, denn mittlerweile scheint mir die kollektive Gemütsverfassung und der Bewusstseinsstand der Lohnarbeiter vergleichbar dem des berühmten Frosches, de im langsam erhitzten Wasser weiter versucht, sich wohlzufühllen und einzurichten und erst merkt, dass er langsam gekocht wir, wenn es zu spät ist.
„Wer in einigen Jahren auf die Veränderungen im deutschen Krankenhaussystem zurückblickt, wird zweierlei feststellen können. Erstens: Es ist eine Verschlechterung der Gesundheitsversorgung für die Bürgerinnen und Bürger sowie eine Arbeitsverdichtung für die Beschäftigten organisiert worden, die mit einer Öffnung des Krankenhaussektors für Privatkonzerne und neuen Möglichkeiten zur Erzielung von Profit einhergeht. Zum Zweiten war eine Regierungsführung oder -beteiligung der SPD für relevante Schritte in diese Richtung notwendig, um diese gegen die objektiven Interessen der Bevölkerung durchzusetzen und Widerstand aus den Gewerkschaften möglichst klein zu halten. (…)
Seit Januar 2024 ist das KHVVG nun in Kraft. Die darin enthaltenen Regelungen führen seitdem und in Summe zu einem maximalen planerischen und finanziellen Druck auf die Krankenhausträger, selbst wenn viele Regelungen erst in mehreren Jahren finanziell wirksam werden. Kritik daran formulierten nicht nur die Gewerkschaften oder Bündnisse wie Krankenhaus statt Fabrik, sondern auch und massiv die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG). Am 9. September erklärte Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG: „Wirtschaftlich stehen die Krankenhäuser so schlecht da wie noch nie. Die Defizite sind in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen, die Krankenhausträger müssen Personal entlassen und Versorgungsangebote streichen, um Insolvenzen und Standortschließungen zu vermeiden.“
Gaß lässt dabei außer Acht, dass diese Option für viele und gerade kleinere Krankenhausträger gar nicht besteht, weshalb gerade kleine frei-gemeinnützige, also kirchliche Krankenhäuser sowie kommunale Kliniken zunächst vereinzelt geschlossen werden. Die Anzahl der drohenden Schließungen steigt zeitgleich in extreme Höhen. ver.di fordert deshalb eine Finanzierung aus Steuermitteln, um das ungesteuerte Schließen von Kliniken zu vermeiden: „Wenn nicht bald eine Brückenfinanzierung für wirtschaftlich angeschlagene Krankenhäuser kommt, droht ein Kliniksterben mit fatalen Folgen für die flächendeckende Versorgung““
Vor einiger Zeit brach die innere Welt um mich herum zusammen (geht das überhaupt, ich meine: dass etwas Inneres außen kollabiert?).
Jedenfalls erfasste mich der eisige Hauch der Sinnlosigkeit und drang bis in mein mentales Knochenmark und in die Leere zwischen Atomkernen und Elektronen, kurzum: der Abgrund völliger Vergeblichkeit füllte alles aus was ich war und wahrnahm.
Nach einer Weile kam ich mit der Dauerpräsenz des Abgrundes besser zurecht, bewegte mich aber durchs Leben und die Welt wie jemand, der über brüchiges Eis geht. Jederzeit konnte die dünne Oberfläche scheinbarer Normalität einbrechen und schwarze Kälte mich verschlingen.
Heute überraschte mich eine neue Wahrnehmung: eine flache Indifferenz drängte sich in mein Inneres, eine öde, leere, sinnlose und gleichgültige Vergeblichkeit. Wie ein Schiffbrüchiger, der mitten auf dem Ozean auf einem brüchigen Floß schaukelt und erfasst, dass kein Land mehr in Sicht kommen wird, niemals — und der im Begreifen der Ausweglosigkeit seiner Lage in den stumpfen Stupor endgültigen Aufgebens fällt.
MUSST du denn wirklich immer so dick auftragen und das ideologische dick pic deiner ungezügelten Geierhaftigkeit ungefragt und aufdringlich herzeigen?
Wie meinst du? Du musst?
Weil jetzt sowieso alles egal ist, weil alle Hüllen gefallen sind und das gute alte Prinzip des „Jeder ist sich selbst der Nächste“ und das Recht des Stärkeren jetzt endlich uneingeschränkt in der Staatenwelt gelten?
Na dann will nichts gesagt haben
Dein trotzdem unverdrossener Erzfeind Der Zaungast deines Schrebergartens des Wahnsinns
Gut dass diese neoliberalen Weicheier ihre volksfreundliche Maske fallen lassen und sich als die hundsgemeinen Systemlinge outen, die sie sind. Da winkt wohl schon das warme Regierungssesselchen, wenn führende Vertreter dieser Partei sich bemüht sehen, ihre Tauglichkeit zum Verwalten des Kapitalstandortes den maßgeblichen Eliten aus Industrie- und Finanzkapital auf diese Weise mitzuteilen.
Wer denkt, dass ausgerechnet die völkische Variante der Zäpfchen im Rektum des Kapitals ihm irgendwie sein Leben verbessern würde, kann auch gleich freiwillig ein Viertel seines Nettolohnes für Krieg und Aufrüstung, für arbeiterfeindliche Gesetzgebung und imperialistische Muskelspiele spenden.
Darauf läuft‘s nämlich sowohl bei den „Altparteien“ wie bei der Altpartei mit dem neuen Namen „AfD“ (bekanntlich eine Ausgründung enttäuschter CDU- und FDP-Mitglieder vom „wirtschaftsliberalen“ rechten Rand dieser Parteien) hinaus.
Insofern: Danke, Frohnmaier, für die sachdienliche Aufklärung.
Die „Rheinische Post“ meldet pflichtschuldig die Erbauungspredigt des Blackrockkanzlers, der seinem Volk schon wieder harteZeiten und ganz viel „Zusammenhalt“ verspricht. Ich fühle mich bemüßigt, das Kanzlersprech in Normaldeutsch zu übersetzen:
„Hallo Volk, du musst ab sofort noch mehr als ohnehin schon für uns bluten, stell dich schon mal drauf ein. Demnächst dann auch nicht mehr nur im übertragenen Sinne, durch Verarmung, Rückbau öffentlicher Daseinsvorsorge und immer schärferer Ausbeutung am Arbeitsplatz.
Nee, Volk, das ist erst das Vorspiel. Wir haben vor, dich in einen Krieg gegen Russland zu schicken, also einen echten. Darum führen wir die Wehrpflicht wieder ein – wir wissen ja, dass du im Leben (haha) nicht daran denkst, freiwillig für uns zu kämpfen und zu sterben. Deshalb muss ein bißchen Zwang schon sein; im Zusammenspiel mit der Gruselgeschichte vom aggressiven, expansionswütigen Russen (die du uns zum Glück ja abkaufst – darüber lachen wir uns immer noch schlapp) wird das schon klappen.
Aber du hast uns ja auch schon die Fantasy-Erzählung von der – hehehe, ich kann‘s echt nicht glauben, aber so blöd bist du wirklich! – „demokratischen Ukraine“ abgenommen und nicht gemuckt, als wir mit Milliarden und Abermilliarden die dortigen Oligarchen und ihre Nazi-Armeen aufgerüstet haben. Ja, ok, ist nicht so schön, dass die Jungs das so offen raushängen lassen mit ihren SS-Tattoos, ihren Fackelmärschen und ihrem manchmal etwas groben Massakrieren – aber, hey, es sind ja schließlich RUSSEN, die sie massakrieren, und das macht sie doch irgendwie zu UNSEREN, also zu GUTEN Nazis, versteht du? Hätte jedenfalls mein Opa auch so gesehen.
Tja, Volk, das wollte ich mal gesagt haben zum Jahresausklang. Du kriegst es ja sowieso schon mit, dass insgesamt Schluss mit lustig ist in Deutschland, und bevor du wieder maulst und am Ende die Falschen wählst, nämlich die Nazis von der AfD, wollte ich mal Klartext mit dir sprechen.
Schon damit du da nichts durcheinander bringst: Nazis HIER sind nämlich bäh, das musst du dir merken. WER Nazi ist, erklären wir dir von Fall zu Fall. Nazis in der Ukraine dagegen sind gar keine, das musst du kapieren, und wenn sind‘s gute Nazis, also Demokraten.
So, ich muss jetzt in meinem Flieger und noch ein bißchen mit den Kumpels von Blackrock und Rheinmetall feiern, Sylvester ist ein guter Anlaß, obwohl wir im Grunde am Dauerfeiern sind, haha. So fett verdient haben wir lange nicht, und es wird immer nur noch besser – also, für UNS, deine Herren, klar. DU, liebes Volk, musst dich dafür halt ordentlich am Riemen reißen, den Gürtel enger schnallen und all die Härten ertragen, die wir dir einrichten.
Glaub mir, Volk, das kriegst du hin! Du erhältst dafür eine Gratis-Dauerhass-Sendung und ein Feindbild vom Feinsten, alles umsonst! Sowas gab’s in Deutschland seit fast hundert Jahren nicht mehr, da kannst du STOLZ drauf sein! Das ist überhaupt das Wichtigste: dass du STOLZ bist, dieser großartigen Nation anzugehören, die unsere Werte endlich wieder gegen die Bedrohung aus dem Osten verteidigt!
Unsere Werte sind in meinem Fall in festverzinslichen Aktienpaketen und Immobilien angelegt (haha, kleiner Scherz) aber Ernst beiseite: du weißt, wir wissen, du weißt dass wir wissen, dass das ganze Werte-Gerede sowieso nur der Lippenstift ist, den wir dem Schwein der Profitabilität verpassen. Reden wir also nicht um den heißen Brei herum: ihr werdet demnächst sterben in dem Krieg den wir euch befehlen, und wir werden dabei reicher und mächtiger. So war‘s schon immer, so soll‘s auch bleiben!
In diesem Sinne ein frohes und ertragreiches neues Jahr!“
Weihnachten! Das Fest der Liebe und der familiären Harmonie! Die Heilige Zeit von Eintracht, Gemütlichkeit und gemeinsamer Besinnlichkeit! Einklang bei Speis‘ und Trank unterm Tannenbaum und am Gabentisch! Einmal im Jahr wenigstens Friede, Freude, Fröhlichkeit!
Seit dem ersten Weihnachtsfeiertag klingelt bei uns mehrfach am Tag das Telefon und die Sippschaft der Liebsten, vorrangig meine 86jährige Schwiegermutter, meldet sich mit den neuesten
Berichten zu dem wunderbaren Fest, das alle wieder mal gehabt haben und noch haben. Sie vermeldet, wie sehr „sich die Kinder gefreut haben“, wie (nach einigen kritischen Phasen) gelungen der Sauerbraten war und wie er allen geschmeckt hat, wie rundum schön also alles wieder war.
Überflüssig zu erwähnen, dass sämtliche Geschichten, die sie erzählt, zum Großteil Fake News sind, denn die extrem gut situierte Verwandtschaft meiner Frau ist ein streitsüchtiger Haufen cholerischer Bourgeois – ich selbst bin dort einst aus guten Gründen als unsicherer kommunistischer Kantonist mit Hausverbot belegt worden, und ziehe es auch nach offizieller Aufhebung dieser mir höchst willkommenen Maßnahme vor, mich komplett von dem ganzen Verein fernzuhalten.
Neben dem ausführlichen Eigenlob der Schwiegermutter, das ca. drei Viertel ihrer Reportagen von der Weihnachstfront einnimmt, erfährt man aber auch Begebenheiten vom Fest, die für diese bürgerlichen Charaktermasken anscheinend untrennbar dazugehören: wer sich mit wem wieder wie laut gestritten hat, welches Geschenk komplett fehl am Platze und Auslöser für weiteren Streit war, und dergleichen mehr.
Aktuell gibt es ein Riesendrama um eine der Enkelinnen, die das Auto ihrer Eltern in ein anderes gecrasht hat, ohne in die Versicherungspolice eingeschlossen zu sein. Da meine Herzdame nicht nur hochkarätige Assekuranzfachfrau ist, sondern in solchen Situationen stets Nüchternheit, Übersicht und kühlen Kopf bewahrt, ist sie einen Nachmittag lang quasi die telefonische Auskunftszentrale für ihre Sippe.
Ich selbst bin Zweit- oder Drittkonsument all dieser Informationen, denn auch vom häuslichen Festnetzanschluß halte ich mich wohlweislich konsequent fern. Wenn das Festnetztelefon klingelt, kann es nämlich nur die Verwandtschaft der Frau sein. Letztere allerdings setzt mich gelegentlich ins Bild über die wüsten Vorkommnisse und Insider-Reports aus dem Familiensumpf – weniger, weil es mich interessieren würde als um selber Dampf abzulassen und sich eine Atempause zu verschaffen.
Diesmal stürmt sie entnervt in die Küche, nachdem sie sehr hörbar den Hörer zurück auf die Station befördert hat. „Alkohol!“, lautet ihr Stoßseufzer, obwohl sie mal wieder der Figur wegen (unnötig) und überhaupt (erst recht unnötig) zumindest bis zum Jahresende drogenfrei leben wollte. Sie informiert mich, dass „die alle irre sind“ und es „kein Wunder ist, wenn man sein Leben auf der Überholspur lebt und sich in der Realität nicht auskennt“. Sie beendet ihre Ausführungen mit der bildhaften Schilderung ihres Bedürfnisses, Gehörtes und Restfamilie seelisch zu verarbeiten: „Die sind alle so gestört, dass es nicht zu fassen ist. Und dann rufen sie MICH an, wenn sie in ihrem Irrsinn wieder Scheiße gebaut haben. Ich brauch‘ jetzt kein Glas Wein, ich könnte mich direkt unter einen Weinschlauch legen…“
Einen solchen haben wir zwar nicht vorrätig, aber ihrem Wunsch kann auch auf andere Weise entsprochen werden, denn das Weinregal ist gut gefüllt und der Abend jung. Nach der abendlichen Hunderunde stoße ich gerne mit ihr an – auf den Umstand, dass wir uns aus weihnachtlichen Zusammenkünften dieser Art raushalten.
„(Es) läuft darauf hinaus, wie die so wichtigen neueren Generationen Informationen verarbeiten – oder insbesondere, welche Art von Informationen und „Präsentationsstile“ sie bevorzugen oder welche bei ihnen am besten ankommen.“ (Simplicius the Thinker)
„Putin forderte einen Wechsel im Ausbildungssystem, (…) Außerdem sei es notwendig, die bestehenden Programme zu überarbeiten und neue Lehrmethoden für die Umschulung von Lehrern zu entwickeln. Putin hob hervor, dass „auf keinen Fall“ eine Situation zugelassen werden dürfe, in der es „intellektuelle Eliten und Menschen gibt, die nichts anderes können, als Knöpfe zu drücken“. (…) Er unterstrich, dass der Einsatz von KI die Verantwortung des Menschen nicht „verwässern“ dürfe – der Mensch sei immer verantwortlich.“ (RT deutsch)
Etwas zum Nachdenken und Reflektieren am zweiten Feiertag. Der beobachtenden Beschreibung des westlichen Polit-, Konsum- und Medienspektakels ist wenig hinzuzufügen, außer der Anmerkung, dass auch gescheite Zeitgenossen wie Simplicius the Thinker in ihrer Kritik der Verhältnisse fast immer bei einer Kulturkritik stehen bleiben. Die Eigentums- und damit MACHTfrage mag im Grunde niemand stellen, außer den Kommunisten. Und die haben in der allgemeinen Wahrnehmung bekanntlich den Nachteil, dass sie – Kommunisten sind!
Trotzdem eine lohnende Lektüre, aus der zumindest ich den Schluss ziehe, dass vermutlich Russland (und China) sehr viel besser auf die einschneidenden Veränderungen, die schon begonnen haben, eingestellt sind als die kulturell, sozial, ökonomisch und nicht zuletzt militärisch allmählich kollabierenden Gesellschaft des einst weltbeherrschenden „Westens“. Deshalb die vorangestellten Zitate über die „so wichtigen neuen Generationen“ und deren Informationspröferenzen sowie das aus dem RT-Bericht über die Sitzung des russischen „Staatsrats für Fragen der Personalausbildung für die Wirtschaft“.
Um den Simplicius-Beitrag („Unser modernes Spektakel“) zu verstehen, ist es wichtig zwei Begriffe zu kennen: erstens Plato‘s Höhlengleichnis, zweitens die Bedeutung des Ausdrucks „Minstrel-Show“:
1) Platos Höhlengleichnis (aus dem Werk “Der Staat”)
ist eine Allegorie zur Erklärung der menschlichen Wahrnehmung und des Wegs zur Erkenntnis:
Gefangene sitzen angekettet in einer Höhle, mit dem Rücken zum Ausgang. Vor ihnen wirft ein Feuer Schatten von Objekten (Puppen), die von Trägern vorbeigeführt werden, an die Wand. Die Gefangenen halten diese Schatten für die wahre Realität, da sie nichts anderes kennen.
Einer der Gefangenen wird befreit, verlässt die Höhle und entdeckt die reale Welt mit Sonne, Objekten und Formen. Zuerst geblendet, erkennt er allmählich die Wahrheit. Er kehrt in die Höhle zurück, um die anderen zu befreien, wird jedoch verspottet und nicht geglaubt, da seine Augen nun an die Dunkelheit unangepasst sind.
2) Minstrel-Show
„Minstrel“ ist ein englisches Wort mit historischen Wurzeln im Mittelalter und bedeutet ursprünglich „kleiner Diener“ (abgeleitet vom französischen „ménestrel“). Es bezeichnet einen mittelalterlichen Spielmann, Sänger oder Barden, der Lieder und Verse zur Begleitung einer Harfe vortrug, oft im Dienst eines Adligen.
Im 19. Jahrhundert in den USA wurde der Begriff für „Minstrel Shows“ verwendet – Unterhaltungsshows, in denen weiße Performer in Blackface rassistische Stereotype von Afroamerikanern darstellten.
Heute wird er selten verwendet und oft mit diesem kontroversen Kontext assoziiert.
Unser modernes Spektakel
„In Gesellschaften, in denen moderne Produktionsbedingungen vorherrschen, präsentiert sich das gesamte Leben als eine immense Anhäufung von Spektakeln … Das Spektakel ist keine Sammlung von Bildern, sondern eine soziale Beziehung zwischen Menschen, die durch Bilder vermittelt wird.“ – Guy Debord, Die Gesellschaft des Spektakels
Unsere moderne Welt und ihre politische Ökosphäre haben in den letzten Jahrzehnten und insbesondere in den letzten Jahren tiefgreifende Veränderungen erfahren. Dafür gibt es viele verantwortliche Faktoren, wie den bekannten Aufstieg der sozialen Medien, verschiedene kulturelle Veränderungen, insbesondere unter der jungen Bevölkerung, aber auch andere, finsterere und schwerer zu fassende Katalysatoren.
Sie haben eine Welt geschaffen, die eher von oberflächlichen Bildern und Ikonen als von tatsächlichen Kerngedanken bestimmt wird. Es ist eine Art Platos Höhle, die als Minstrel-Show politischer Koketterie zum Leben erweckt wurde, in der verkleidete Marionetten ihre vorbereiteten Zeilen so vortragen, dass emotionale Gesten und Eindrücke die Essenz der Botschaft selbst sind und nicht deren Akzente. Worte werden verschleiert, verdreht, zweckentfremdet, bis sie ihre Bedeutung völlig verlieren – und niemand scheint sich daran zu stören, solange die Darbietung den angemessenen performativen Elan aufweist.
Einige haben dies mit der Idee einer „postfaktischen Realität” verglichen, die ein Nebenprodukt unserer modernen digitalen Fragmentierung ist, in der „Wahrheit” lediglich als eine Million verstreuter Perspektiven existiert, jede mit ihren eigenen vielfältigen und endlosen Darstellungen, Zitaten, „Quellen”, führenden Verfechtern und künstlichen Verstärkungsmechanismen.
Es geht noch tiefer als das und läuft darauf hinaus, wie die so wichtigen neueren Generationen Informationen verarbeiten – oder insbesondere, welche Art von Informationen und „Präsentationsstile“ sie bevorzugen oder welche bei ihnen am besten ankommen. Der Fragmentierungsprozess hat die moderne politische Ökosphäre in eine Art „tabula rasa“ verwandelt, in der alle gleich sind und in der die Vergangenheit keinen Vorteil durch ihr historisches Gewicht gegenüber den extravaganten Einflüssen und verlockenden Reizen der Gegenwart hat.
Die heutigen Führer distanzieren sich von historischen Aufzeichnungen und verlassen sich vollständig auf Appelle an limbische Instinkte und reflexartige Leidenschaften. Man beachte nur die derzeitige Besetzung des EU-Apparats mit uncharismatischen Minstrels, die objektive historische Realitäten dreist ignorieren, um ihre billigen Narrative zu verbreiten. Man denke nur an Kaja Kallas‘ kürzlich geäußerte vorgetäuschte Ungläubigkeit gegenüber der Vorstellung, dass Russland die Nazis im Zweiten Weltkrieg besiegt habe, in einem faulen Versuch, das Bild Russlands als angestammter „Anderer“ des Westens aufrechtzuerhalten.
Ihre Herrin von der Leyen webt ebenfalls historische Ungereimtheiten in ihre Aussagen ein, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden, denn nicht mehr der Inhalt selbst bestimmt die Botschaft, sondern nur noch die Präsentation, das Spektakel als solches vermittelt die Essenz: Was zählt, ist, welche emotionale Wirkung die Schlagzeile in einem kurzen PR-Text erzielen kann.
Diese Simulation hat zu einer noch nie dagewesenen bizarren politischen Landschaft geführt. Seit jeher haben Politiker gelogen, aber zumindest in der Vergangenheit verfügten solche Politiker oft über persönliches Ansehen, charismatische Kraft und Ausstrahlung, die Fähigkeit, mit ihren – vielleicht manipulativen – Botschaften der Hoffnung tatsächlich zu inspirieren. Die „Führer” der heutigen Zeit haben jedoch jeglichen Anschein von Charme und Charisma abgelegt und sind de facto zu Pappfiguren für Unternehmensinteressen und oligarchischen Einfluss geworden – zu Sprachrohren und leeren Sprachboxen, die lediglich Manifeste im Namen ihrer Geldgeber wiedergeben.
Warum ist das so gekommen? Die Antwort ist einfach: In der Vergangenheit mussten Führer durch den Feuerproben des Wettbewerbs geschmiedet werden, indem sie sich der objektiven Realität selbst stellen mussten. Sie zeichneten sich dadurch aus, dass sie sich gegen politische Gegner behaupteten, die mit messerscharfem Verstand und Überzeugungskraft ausgestattet waren, die nicht durch moderne Ablenkungen und Aufmerksamkeitsdefizite beeinträchtigt waren.
Heute hat der hypervernetzte, finanzialisierte Globalismus unserer Zeit eine riesige Matrix der Manipulation geschaffen, die die Verwässerung sowohl der Meritokratie als auch echter politischer und demokratischer Prozesse so weit normalisiert hat, dass moderne Führungskräfte nicht mehr aufgrund ihres persönlichen Mutes, ihrer Ausstrahlung oder ihrer Leistungen gewählt werden, sondern vielmehr von Unternehmensinteressen auf der Grundlage ihrer Unterwürfigkeit ausgewählt werden. Es ist keine Überraschung, dass ein zunehmender Anteil der heutigen Spitzenpolitiker einen Hintergrund im Bank- und Finanzwesen hat, wie beispielsweise Friedrich „BlackRock” Merz aus Deutschland, Mark „Goldman Sachs” Carney aus Kanada, Emmanuel „Rothschild” Macron aus Frankreich und viele andere.
Die Art und Weise, wie dieses Kapitalnetzwerk die Welt umspannt, hat zu einem unerschöpflichen Vorrat an „Sonderinteressen” geführt, die dazu dienen, Wahlen zu beeinflussen, insbesondere jetzt, da die Mainstream-Medienkonzerne vollständig mit ihren Unternehmenssponsoren verschmolzen sind und zu einer sich überschneidenden metastatischen Membran geworden sind, die ihnen unbegrenzte Macht verleiht, jeden politischen Prozess nach Bedarf zu beeinflussen.
„Privates Kapital tendiert dazu, sich in wenigen Händen zu konzentrieren, teils aufgrund des Wettbewerbs unter den Kapitalisten, teils weil die technologische Entwicklung und die zunehmende Arbeitsteilung die Bildung größerer Produktionseinheiten auf Kosten kleinerer fördern. Das Ergebnis dieser Entwicklungen ist eine Oligarchie des privaten Kapitals, deren enorme Macht selbst von einer demokratisch organisierten politischen Gesellschaft nicht wirksam kontrolliert werden kann.” – Einstein, Why Socialism? (1949)
Wir sind zunehmend Botschaften und politischen Narrativen ausgesetzt, die völlig realitätsfern sind, mit rein subjektiven Aussagen, die aufgrund der „Verdienste“ der Darbietung selbst als Fakten verkauft werden; man muss nur etwas mit genügend überzeugender Stirnrunzel und affektierter Feierlichkeit sagen, und die „Aufräumkommandos“ der Unternehmensmedien erledigen den Rest.
Eine der wichtigsten Taktiken, die heute von jedem modernen Politiker, insbesondere von denen, die als Diener oder unwissende Handlanger des globalistischen Regimes eingesetzt werden, angewendet wird, besteht darin, Meinungen mit studierter Begeisterung als Tatsachenbehauptungen darzustellen. Dies wurde kürzlich von Persönlichkeiten wie Keir Starmer, Lindsey Graham, Marco Rubio, Mark Rutte und praktisch jedem Handlanger im verrotteten EU-Pantheon angewendet. Ein Beispiel, das keiner Zuordnung zu einem bestimmten Sprecher aus der obigen Liste bedarf, da praktisch alle von ihnen eine leichte Abwandlung dieser Aussage getroffen haben: „Putin wird nicht aufhören. Er ist entschlossen, Europa anzugreifen, um das Russische Reich wieder aufzubauen.”
Laut wem? Woher haben Sie diese „Informationen“? Was sind Ihre Quellen? Niemand fragt danach, und die gekauften Medien ebnen diesen Akteuren den Weg, um ihren gemeinsamen Wohltätern zu gefallen.
Dieser Stil der politischen Rhetorik hat praktisch jede moderne Äußerung von Persönlichkeiten, die das Regime vertreten, befallen. Es handelt sich um nicht zuordenbare Meinungen, die als Tatsachenaussagen getarnt sind und mit derselben geübten Überzeugung und ungerechtfertigten Überheblichkeit vorgebracht werden, um den Teil des Gehirns des Publikums auszuschalten, der für kritisches Denken und Selbstreflexion zuständig ist. „Es wird so selbstbewusst gesagt, mit perfekt dosierter Durchsetzungskraft, gerunzelter Stirn und durchdringendem Blick, dass es unmöglich in Frage gestellt werden kann!“, denkt der durchschnittliche Zuschauer unbewusst resigniert.
Die nächsten zehn bis 15 Jahre werden eine Zeit kolossaler technologischer Veränderungen und einer rasanten Entwicklung der künstlichen Intelligenz sein. Dies brachte der russische Präsident Wladimir Putin auf einer Sitzung des Staatsrats für Fragen der Personalausbildung für die Wirtschaft zum Ausdruck:
„Dies ist der größte technologische Durchbruch, den die Weltgeschichte wohl noch nicht gesehen hat.“
Russlands Präsident betonte, dass künstliche Intelligenz eine „weitaus bahnbrechendere, umfassendere“ Technologie sei, die schnell alle Lebensbereiche erobere und eine Vielzahl von Aufgaben automatisiere. Laut Putin würden durch künstliche Intelligenz zunächst Arbeitnehmer in Einstiegspositionen ersetzt, darunter auch solche mit kreativen und intellektuellen Berufen. Der Staatschef fügte hinzu:
„Hören Sie, alles wird sich ändern, darauf müssen wir unbedingt vorbereitet sein. Wenn wir jetzt aktuelle und mittelfristige Aufgaben der Personalpolitik lösen, müssen wir über die systemischen Veränderungen nachdenken, die künstliche Intelligenz mit sich bringt, und darauf vorbereitet sein.“
Putin forderte einen Wechsel im Ausbildungssystem, damit die Russen „ihr ganzes Leben lang“ lernen und sich weiterbilden könnten. Außerdem sei es notwendig, die bestehenden Programme zu überarbeiten und neue Lehrmethoden für die Umschulung von Lehrern zu entwickeln. Putin hob hervor, dass „auf keinen Fall“ eine Situation zugelassen werden dürfe, in der es „intellektuelle Eliten und Menschen gibt, die nichts anderes können, als Knöpfe zu drücken“. Dies ist laut dem Politiker eine sehr wichtige Aufgabe für das Bildungswesen sowie die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften.
Zuvor hatte der russische Präsident geäußert, dass die Ablehnung künstlicher Intelligenz und deren „unüberlegte“ Nutzung enorme Risiken mit sich brächten. Seiner Meinung nach dürfe man nicht zulassen, dass die junge Generation verloren gehe, „die, anstatt nachzudenken, einfach nur auf Knöpfe drückt“. Er unterstrich, dass der Einsatz von KI die Verantwortung des Menschen nicht „verwässern“ dürfe – der Mensch sei immer verantwortlich.