Exzellentes Gespräch über die unterschiedlichen Konzepte zur Durchsetzung der Interessen des deutschen Imperialismus.
Der Aufhänger ist das „Brandmauer“-Schlagwort, mit dem die etablierten Demokraten die völkische Konkurrenz von rechts als Verräter am bisherigen EU- und NATO-Erfolgsweg der BRD denunzieren wollen.
Umgekehrt müssen sie sich – vor allem seit dieser Erfolgsweg arg zu wünschen übrig lässt – dafür von der AfD den Vorwurf des Verrats an der Nation und der Unterordnung unter fremde Interessen anhören.
Zwei Angebote zur Identifikation der Untertanen mit ihrer Herrschaft – mit dem Staat, der sie als Menschenmaterial beansprucht – streiten hier auf sehr grundsätzliche Art und Weise um die gegenwärtige und zukünftige Ausrichtung des deutschen Imperialismus. Die erforderliche Identifikation selber und die ehrgeizigen imperialistischen Ansprüche und Ziele dieses Staates stehen dabei nicht zur Debatte, sondern sind vorausgesetzt.
Wenn Peter Decker zu Gast bei 99-zu-eins ist, wird es immer lehrreich, aufklärerisch und auf wohltuende Weise intelligent (im Vergleich zum aufgeregten emotional-moralischen Gegacker sonstiger – auch linker – Diskussionen):
Bild: Facebook-Beitrag von Marc Raschke, 08.05.2026
Da ich einer von diesen Rentnern bin, die unter 800 € Rente beziehen, fühle ich mich bemüßigt, diesen an sich gar nicht schlechten Beitrag zu kommentieren, da er bei aller korrekten Aufzählung der sozialen Härten, die die Staatsmacht den Leuten zumutet, im Grunde mal wieder an dem Idealismus krankt, den Kapitalismusverbesser generell pflegen:
Es müsste doch eigentlich gar nicht sein, dass so viel gekürzt wird, meinen sie. Geld, sagen sie, wäre doch genug da und man könnte es doch für all die nützlichen und wichtigen Dinge wie den Unterhalt des Volkes ausgeben, statt für Kapitalvermehrung, Umsatzrenditen, Aktionärsbefriedigung sowie für Aufrüstung und Krieg.
„Als Staat in wirtschaftlich wackligen Zeiten ausgerechnet im Sozialen zu sparen, ist wie einem stotternden Motor das Benzin zu kappen.“
Nicht „ausgerechnet“, sondern GERADE dann! Das können und wollen Kapitalismusverbesserer offensichtlich nicht begreifen. Das liegt an ihrer Vorstellung vom Staat als eigentlich wohlwollender Gesamtorganisation, die irgendwie dafür da wäre, das Wohl und Glück ihrer Bürger herzustellen.
Aber „der Staat als ideeller Gesamtkapitalist“ (so die etwas schlagwortartige, aber immerhin zutreffende Bezeichnung von Friedrich Engels) ist die organisierte Form der herrschenden Klasse von Produktionsmittelbesitzern, mit der ihr Reichtum, ihre Herrschaft und ihre Produktionsweise – kurzum: die EIGENTUMSORDNUNG – gesichert und unangreifbar gemacht wird.
Gerade wenn’s kriselt; gerade wenn die die Mittel knapper werden – beziehungsweise wenn die Entscheidung von Staat und Kapital lautet, dass Krieg angesagt ist oder eine sonstige Notlage (aus Sicht der Kapitalisten) die Kapitalvermehrung begrenzt, behindert, einschränkt, gefährdet – GERADE dann wird am Lebensunterhalt des Volkes gespart.
Natürlich nur soweit, dass es immer noch arbeitsfähig ist, denn irgendeiner muss ja den Laden am Laufen halten, für die Produktion und damit für die Gewinne der Kapitalisten und die dadurch ermöglichte Finanzierung des Staatsapparates sorgen.
Und genau deswegen wird der Rotstift zuerst bei Rentnern, Kindern, Behinderten und so weiter angesetzt, also bei den Bevölkerungsgruppen, die für den Produktionsprozess nicht wesentlich relevant sind (und sie sich auch nicht oder kaum wehren können).
Vier von zehn Menschen, die von jetzt an bis 2036 in #Rente gehen, werden von unter 800 Euro im Monat leben müssen. Das geht aus einer Studie des Pestel-Instituts hervor, die im Auftrag der IG Bau erstellt wurde. Was dabei besonders bitter ist: Spätestens die #Wohnungsmiete drängt diese Rentner:innen dann in die Altersarmut. In Summe wären das rund 5 Millionen Menschen, die zusätzlich und akut von Armut bedroht sind.
Das muss man sich vor Augen führen, wenn Merz, Spahn & Co. Jetzt in ihrer ideologischen Kürzungsorgie über den #Sozialstaat herfallen. Sie wollen das Wohngeld kürzen. Sie wollen bei Menschen kürzen, die wegen einer Behinderung auf Hilfe angewiesen sind, Gleichzeitig soll es weniger Leistung aus der #Krankenkasse und damit mehr private Zuzahlung geben. – Alles das wird die Lage gerade von Rentner:innen massivst verschärfen.
Und dann wundern wir uns, dass die Merz-Regierung abstürzt und die Menschen in die Arme der A*D laufen? Was als #Erklärung aus dem #CDU-Lager kommt, ist an Unbedarftheit und ökonomischen Nicht-Wissen kaum zu übertreffen. Der Staat müsse sparen, weil er angeblich weniger einnehmen werde. Das ist natürlich Quatsch, die namhafte Ökonomen seit Jahren belegen. Aber es ist eben eine Erzählung, die Merz, #Spahn & Co. der Koalition jetzt aufzwingen.
So las ich jetzt auch, dass Fr. #Prien (CDU) leider auch beim Kindergeld kürzen müsse. Sorry, aber sie MUSS gar nichts. 1. sind Kürzungen kein #Naturgesetz, sondern politisch gewollt. 2. ist sie Mitglied einer Partei, die diese Marschrichtung so aus einer rechten, menschenverachtenden Ideologie vorgibt. – Die Jüdin Prien MUSS sich überlegen, ob sie Handlanger auf dem Weg in den Rechtsextremismus sein möchte.
Denn als Staat in wirtschaftlich wackligen Zeiten ausgerechnet im Sozialen zu sparen, ist wie einem stotternden Motor das #Benzin zu kappen. Der Staat ist keine „schwäbische Hausfrau“, was ja für viele Konservative immer noch die Leitidee von Kürzen und Sparen ist. Er ist das Gegenteil, da er (gerade Deutschland) massenhaft Geld hat, Steuern erheben kann und volkswirtschaftlich immer dann durch Investitionen einspringen sollte, wenn der #Wirtschaftsmotor stottert. Alles andere verschärft die Krise.
„Marc Raschke ist ein ausgebildeter Journalist und Politik-Influencer mit über 300.000 Follower:innen auf Instagram, LinkedIn, Facebook, Bluesky & Co. 2025 schrieb er vor der Bundestagswahl den Spiegel-Nr.1-Bestseller „Du hast die Wahl“, im gleichen Jahr noch folgte der Bestseller „Demokratie am Limit?“. Die Tantiemen aus seinen Buchverkäufen spendet er im Rahmen der „Demokratie Show“ an zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für den Erhalt unserer Demokratie einsetzen.“ https://marcraschke.de
1933 kamen fiese Aliens und übernahmen Deutschland. Dann begannen sie eine böse Diktatur und einen schlimmen Krieg. Zum Glück kam dann aber nach ein paar Jahren ein tapferes Datum daher und brachte „Befreiung“.
Guter und traurig stimmender Artikel beim Feindsender über das verkrampfte Bemühen der heutigen deutschen Ostfrontkommandeure, von „Befreiung“ zu reden ohne die Befreier zu erwähnen, gegen die man sich schon wieder im Krieg befindet:
„So, wie es bei Merz einzig „Hass“ als Motor für den Nazismus gibt, nicht Profitgier, nicht die Lösung der Wirtschaftskrise durch Krieg, schon gar nicht eine aktive und entscheidende Rolle der deutschen Industrie – also der Verweis auf ein Gefühl an die Stelle der in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen belegten rationalen Interessen tritt, so verschwinden eben auch die Befreier. Und man ist versucht, in ganz großen Lettern seine jämmerliche Darstellung mit „Dank der Roten Armee“ zu übermalen.
Was natürlich nicht geht, denn das ist verboten. Wie praktisch. Und natürlich besteht eine der wirksamsten Methoden für die Löschung von Tatsachen aus dem Gedächtnis darin, Schweigegebote zu verhängen. Oder die Symbole genau an dem einen Tag zu verbieten, an dem sie überhaupt öffentlich erkennbar gezeigt werden.“
„Ich (kann) mir gut vorstellen, dass sich die Ansicht durchsetzen könnte, auch innerhalb der deutschen Elite, dass die Krise so tiefgreifend und so gefährlich geworden ist, dass ein Kurswechsel notwendig ist und dass der einzige Weg, die Krise zu lösen und die Situation einigermaßen unter Kontrolle zu halten, darin besteht, Neuwahlen anzusetzen und mit der neuen Regierung, der neuen AfD-Regierung, zusammenzuarbeiten, die zumindest bereit zu sein scheint, einen Kurswechsel in Betracht zu ziehen.“
Und noch ein Transcript von Auszügen aus Alexander Mercouris heutigem Podcast. Es geht um die Situation in Deutschland, die deutsche Rolle bei der Finanzierung des anti-russischen Stellvertreterkrieges in der Ukraine und einen möglichen grundlegenden Kurswechsel in der BRD-Politik nach Neuwahlen unter einer dann AfD-geführten Bundesregierung.
Mal wieder höchst interessant.
In der Zwischenzeit ist es in Russland selbst Dimitri Medwedew, der weiterhin öffentlich den Ton angibt, und er hat einen außergewöhnlichen, ich würde sagen, stellenweise sogar bizarren Artikel über Deutschland veröffentlicht.
Und um ehrlich zu sein, erinnerte er mich an einige der Bücher und Artikel, die der britische Historiker A. J. P. Taylor in den 1940er und frühen 1950er Jahren veröffentlichte, die vor extremer Feindseligkeit gegenüber Deutschland nur so triefen und von der Überzeugung geprägt sind, dass Deutschland absolut unverbesserlich ist, dass es weiterhin dieselben Ambitionen hegt wie eh und je und dass es beobachtet
Beobachtet und man muss sich darauf vorbereiten, denn bei der geringsten Gelegenheit werden sie wieder zurückkehren und ihre Träume von Eroberung und Vorherrschaft verfolgen, die sie seit ihrer Niederlage im Zweiten Weltkrieg aufgeben mussten.
Nun, ich sage gleich vorweg, dass dies kein Deutschland ist, das ich tatsächlich wiedererkenne. Das Deutschland, das ich wiedererkenne, ist ein sehr unruhiges und unglückliches Land.
Bundeskanzler Merz mag sich manchmal Medwedews Charakterisierung annähern, aber in Deutschland selbst erscheint er zunehmend als absurde Figur. Und da die deutsche Wirtschaft weiter bröckelt, habe ich das Gefühl, dass seine Koalition auseinanderbricht.
Zwei der Parteien im Bundestag – beide links: Die Linke, die wichtigste Oppositionspartei der Linken, und die SPD, Merz’ Koalitionspartner – fordern weiterhin ein vollständiges Verbot der AfD, und Frank-Walter Steinmeier, Deutschlands Bundespräsident, der der SPD angehört, unterstützt diese Forderung auf erschreckende Weise.
Aber ich glaube nicht, dass das passieren kann. Ich denke, dass der politische Widerstand dagegen mittlerweile viel zu groß wäre, obwohl Teile der deutschen Justiz zweifellos sehr daran interessiert wären, ein solches Verbot durchzusetzen. Ich glaube, dass in Deutschland auf staatlicher Ebene noch genügend Respekt vor dem Gesetz herrscht, um ein solches Verbot, das politisch toxisch ist, auch rechtlich unmöglich zu machen.
Mir ist klar, dass ich hier vielleicht etwas naiv bin, aber das ist meine Ansicht. Ich glaube also nicht, dass es dazu kommen wird. Tatsächlich halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass die deutsche Regierung trotz allem irgendwann in diesem Jahr tatsächlich zusammenbrechen könnte; in diesem Fall kämen möglicherweise Wahlen, Parlamentswahlen, in Betracht.
Allerdings folgt aus dem Zusammenbruch einer Koalition und dem Rücktritt des Kanzlers nicht zwangsläufig, dass es in Deutschland Wahlen geben würde. Das Verfahren zur Einberufung von Wahlen in Deutschland ist äußerst kompliziert.
Aber wie dem auch sei, es ist möglich, und so oder so frage ich mich, ob die derzeitige Politik der Wiederaufrüstung und all das angesichts der sich verschlechternden Realitäten innerhalb Deutschlands selbst überhaupt tragfähig ist.
Obwohl die europäische Führung in Bezug auf die Beziehungen zu Russland weiterhin völlig unentschlossen ist, schließe ich persönlich die Möglichkeit einer grundlegenden, radikalen Veränderung weder in diesem noch im nächsten Jahr aus.
Sollte sich meine Einschätzung, dass es letztlich zu keinem Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran kommen wird, als richtig erweisen, sollten wir tatsächlich in eine langwierige, unbestimmte Krise zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran abgleiten, die die Straße von Hormus blockiert und zu jener enormen Krise auf den globalen Energiemärkten führt, von der ich gesprochen habe – nun, dann könnten wir im Herbst mit einer schweren, tiefgreifenden Krise in Europa und insbesondere in Deutschland konfrontiert sein.
Und an diesem Punkt kann ich mir gut vorstellen, dass sich die Ansicht durchsetzen könnte, auch innerhalb der deutschen Elite, dass die Krise so tiefgreifend und so gefährlich geworden ist, dass ein Kurswechsel notwendig ist und dass der einzige Weg, die Krise zu lösen und die Situation einigermaßen unter Kontrolle zu halten, darin besteht, Neuwahlen anzusetzen und mit der neuen Regierung, der neuen AfD-Regierung, zusammenzuarbeiten, die zumindest bereit zu sein scheint, einen Kurswechsel in Betracht zu ziehen.
Wenn das nun tatsächlich geschieht, dann wird es wahrscheinlich ungefähr zur gleichen Zeit geschehen, zu der wir auch in der Ukraine große Durchbrüche erleben werden. Und wir befinden uns in einem Moment, in dem sich die Krise mit den Vereinigten Staaten wahrscheinlich verschärft.
Wenn diese Einschätzung, von der ich zuvor gesprochen habe, dass die Vereinigten Staaten ihre Ölvorräte aufbrauchen, zutrifft, dann wird das Schreckgespenst, das ich in der Vergangenheit heraufbeschworen habe – dass die Vereinigten Staaten im Herbst ein Verbot von Ölexporten verhängen –, plötzlich sehr real.
An diesem Punkt wird also alles zusammenkommen. Eine Krise in Europa, eine Krise auf den ukrainischen Schlachtfeldern, der Zusammenbruch der Illusion der Drohnenwand, die ohnehin viel weniger wirksam ist, als viele Menschen meiner Meinung nach annehmen, und natürlich eine weitere Krise in den Beziehungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten.
In dieser Hinsicht hat sich der polnische Ministerpräsident Donald Tusk nun zu Wort gemeldet und tatsächlich gesagt, dass sich die Beziehungen innerhalb der NATO tatsächlich in der tiefsten Krise befinden, die es im Grunde genommen in ihrer Geschichte je gegeben hat.
An diesem Punkt ist also eine Veränderung, eine radikale Richtungsänderung unerlässlich.
Und wenn das tatsächlich geschieht, dann können wir uns definitiv vom Projekt Ukraine, von Präsident Selenskyj und all dem verabschieden, denn die gesamte Prämisse des Projekts Ukraine, die große Strategie, China durch den Sturz Russlands zu isolieren – all das wird überholt und veraltet sein, eine Strategie, die in einer Zeit wachsender westlicher und insbesondere amerikanischer Macht Sinn machte, nicht in einer Zeit der Krise.
Außerdem haben sich die Vereinigten Staaten bereits aus dem Konflikt in der Ukraine zurückgezogen. Und seit einiger Zeit ist es Deutschland, das die Vereinigten Staaten nach und nach als wichtigster Unterstützer der Ukraine abgelöst hat.
Einer der Gründe, warum sich Deutschland in der Krise befindet, in der es sich befindet, ist, dass die Realität natürlich so aussieht, dass Deutschland ohne die Vereinigten Staaten einfach nicht die Kraft und die Ressourcen hat, die Last allein zu tragen.
An diesem Punkt könnten die Deutschen dann endlich – vier Jahre zu spät – sagen: „Es reicht.“
„Wer auf Pendeln angewiesen ist — also Arbeiter in Produktion, Pflege, Handel — trägt die volle Last steigender Spritpreise, ohne ausweichen zu können (…) Die, die ihren Konsum am einfachsten einschränken können, sind selten diejenigen, die am meisten verbrauchen. Wer am stärksten leidet, sind Pendler ohne ÖPNV-Alternative und Länder des Globalen Südens mit fragilen Versorgungsstrukturen — nicht die Vielfliegenden und SUV-Fahrenden in reichen Ländern, die über Ausweichmöglichkeiten verfügen.“
Eine Unterhaltung mit der Claude-KI über die Auswirkungen des Krieges der USA/Israels gegen Iran auf Energiepreise und Weltwirtschaft:
1. Frage:
Fasse kurz zusammen, was der Preisschock bei Flugbenzin für die Luftfahrt bedeutet und wie die bisherigen und absehbaren Folgen für Luftfahrt, Tourismus, Handel usw weltweit sind und sein werden/könnten
Claude:
Das Bild ist ziemlich klar — hier eine kompakte Einordnung:
Der Auslöser Seit dem US-amerikanisch-israelischen Angriff auf Iran Ende Februar 2026 sind die Kerosinpreise um mehr als 80 Prozent gestiegen. Hintergrund ist nicht nur der direkte Preisanstieg für Rohöl, sondern ein strukturelles Problem: Kerosin entsteht aus einem mittleren Raffinerieschritt — und das eigentliche Problem ist häufig kein Rohölmangel, sondern eine Raffinerie-Allokationsfrage. Beschädigte Infrastruktur in der Golfregion lässt sich nicht so schnell reparieren wie ein Seetransportweg wiederhergestellt werden kann.
Was schon passiert ist Allein Qatar Airways hat zwei Millionen Sitzplätze für Juni bis Oktober gestrichen; Emirates und Etihad haben ebenfalls massiv reduziert. Insgesamt wurden für den Zeitraum Juni bis September 9,3 Millionen Sitzplätze weltweit gestrichen. Das prominenteste Opfer: Spirit Airlines hat seinen Betrieb eingestellt — die Airline nannte explodierte Treibstoffkosten als Hauptgrund.
Reaktionen der verbliebenen Carrier sind ähnlich: Chinas drei große Staatsairlines haben Treibstoffzuschläge vervielfacht; Thai AirAsia reduziert die Kapazität um durchschnittlich 30 Prozent; Air Canada hat die Jahresprognose ausgesetzt und Routen gestrichen; United Airlines-CEO rechnet mit Preiserhöhungen von 15–20 Prozent. 
Die strukturelle Dimension Kerosin macht typischerweise 25–35 Prozent der Betriebskosten einer Airline aus — in Krisenzeiten über 40 Prozent. Und SAF (Sustainable Aviation Fuel) deckt gerade mal 0,6 Prozent des globalen Bedarfs. Ein schneller Ausweg über alternative Kraftstoffe existiert also schlicht nicht.
Südkorea ist der weltgrößte Kerosin-Exporteur, nutzt aber Rohöl aus dem Nahen Osten — asiatische Länder beginnen deshalb, ihre Kerosinexporte zu begrenzen, was auch den US-Markt unter Druck setzt. 
Was absehbar kommt Selbst wenn sich die geopolitische Lage entspannt, könnten die Kerosinpreise bis 2027 erhöht bleiben — wegen langer Reparaturzeiten für Energieinfrastruktur.
Das Billigflieger-Modell steht insgesamt unter Druck: Historisch sind Gebührenerhöhungen (Gepäck, Serviceleistungen) nie mehr zurückgenommen worden — und in Märkten, wo billige Carrier verschwinden, steigen die Preise dauerhaft durch fehlenden Wettbewerb. 
Tourismus und Handel Europa-Asien-Verbindungen sind am stärksten betroffen; Preise auf manchen Strecken sollen sich verfünffacht haben — allerdings auch aus Kapazitätsgründen, nicht nur wegen des Treibstoffs. Für den globalen Handel bedeutet das: Luftfracht wird teurer, zeitkritische Lieferketten (Elektronik, Pharma, frische Lebensmittel) geraten unter Druck.
Fazit Das ist kein vorübergehender Schock wie 2008, der sich binnen Monaten normalisierte. Die Kombination aus Kriegsschäden an Raffinerien, asiatischen Exportbeschränkungen und dem Wegfall billiger Carrier schafft neue strukturelle Realitäten. Das Zeitalter des billigen Massentourismus per Flugzeug — ohnehin klimapolitisch fragwürdig — dürfte damit dauerhaft enger werden. Wer davon am härtesten trifft: Wanderarbeiter, die teure Heimflüge kaum noch bezahlen können, und Länder des Globalen Südens, deren Tourismuswirtschaft von bezahlbaren Langstreckenverbindungen abhängt.
2. Frage:
Das sind düstere Aussichten für Teile der ökonomischen Infrastruktur moderner Gesellschaften. Andrerseits eventuell ein gar nicht unerwünschter Nebeneffekt aus ökologischer Hinsicht: weniger Umweltbelastung durch weniger Verbrennung fossiler Energieträger.
Kannst du eine ähnlich kompakte Einschätzung der Auswirkungen auf den Straßenverkehr bzw. auf die Strukturen moderner Arbeitsorganisation (Handel, Pendler, Logistik usw.) geben?
Claude:
Deine ökologische Einschätzung ist berechtigt — aber das Bild ist natürlich deutlich komplizierter. Hier die Zusammenfassung:
Straßenverkehr und Logistik Für den Straßentransport macht Kraftstoff normalerweise 30 Prozent der Betriebskosten aus — seit März 2026 ist dieser Anteil auf bis zu 50 Prozent gestiegen. Das ist ein massiver Schock für die gesamte Lieferkette.
Jeder Dieselpreisanstieg von 10 Prozent verteuert Konsumgüter innerhalb eines Quartals um bis zu 1,5 Prozent — der klassische Domino-Effekt: höhere Frachtkosten → höhere Großhandelspreise → teurere Regale. 
Besonders hart trifft es Kühllogistik, da sie doppelt abhängig ist — Diesel für den Lkw plus Kraftstoff für das laufende Kühlaggregat.  Und Just-in-time-Ketten (Automotive, Elektronik) haben kaum Puffer.
Globale Asymmetrien China und Indien sind stärker als Europa und die USA betroffen, da sie mehr Rohöl aus dem Nahen Osten beziehen. China begrenzt Diesel- und Benzinexporte, um den Inlandsmarkt zu schützen; Indien rationiert Gas für Industrie und Haushalte.
In Afrika sind die Folgen unmittelbar spürbar: In Kenia stiegen die Dieselpreise um etwa 24 Prozent, Petrol um 16 Prozent. Simbabwe erhöht den Ethanolanteil im Benzin, mehrere Länder führen Subventionen ein oder senken Kraftstoffsteuern.  Für Länder, die kaum Puffer haben, ist das kein abstrakter Marktschock, sondern eine direkte Versorgungskrise.
Pendler und Arbeitsorganisation Hier ist die Lage zweigeteilt: Wer im Homeoffice arbeiten kann, ist weit weniger betroffen. Wer auf Pendeln angewiesen ist — also Arbeiter in Produktion, Pflege, Handel — trägt die volle Last steigender Spritpreise, ohne ausweichen zu können. Transport machte zwischen Februar und März 2026 fast 7 Prozent des Verbraucherpreisindex aus — deutlich mehr als alle anderen Warenkategorien. Das ist regressiv: Es trifft ärmere Haushalte proportional härter.
Strukturelle Reaktionen Auf mittlere Sicht rechnen Experten mit einem historischen Wandel vergleichbar dem Ölschock 1973 — Nearshoring, Diversifizierung der Bezugsquellen und Beschleunigung der Energiewende. Sprich: Das geopolitische Ereignis wirkt als Strukturbeschleuniger für ohnehin anstehende Transformationen.
Zur ökologischen Kehrseite Der Punkt ist real, aber begrenzt: Der kurzfristige Rückgang von Verbrennung ist messbar, aber er hat seinen Preis in sozialer Ungleichheit. Die, die ihren Konsum am einfachsten einschränken können, sind selten diejenigen, die am meisten verbrauchen. Wer am stärksten leidet, sind Pendler ohne ÖPNV-Alternative und Länder des Globalen Südens mit fragilen Versorgungsstrukturen — nicht die Vielfliegenden und SUV-Fahrenden in reichen Ländern, die über Ausweichmöglichkeiten verfügen.
Ich denke, der Blackrockkanzler hat sich den Selenskij-Fluch eingefangen.
Sein Anblick löst – zumindest bei mir – genau dieselben Gefühle von Überdruss, Widerwärtigkeit und Genervtheit aus wie derjenige des Kiewer Bandenbosses. Man kann die Ohrfeigengesichter dieser Knalltüten einfach nicht mehr sehen.
Und erst recht nicht mehr kann man die wahlweise weinerlichen oder aggressiven Lamentos aus Selbstmitleid, Beleidigungen und Unverschämtheiten hören, die beide als Haupt-Kommunikationsstrategie einsetzen.
Der Regierungsführer trägt Sätze vor, die zur sofortigen Entlassung seiner Redenschreiber führen müssten. Wenn er sich diese peinlichen Schulhofgroßsprechereien selber ausgedacht hat, wäre eine umgehende Anmeldung bei einer wohlwollenden, aber konsequenten Psychologin fällig, die auf narzisstische Störungen in Verbindung mit nationalistischem Größenwahn spezialisiert ist.
Merz ist ein mental Magersüchtiger, der sich für einen Gorilla hält und an die eigene Hühnerbrust trommelt um eine Umgebung von ähnlich aufgestellten intellektuellen Hungerleidern zu beeindrucken.
In jeden Fall aber ist die Intelligenzbeleidigung, die verständige Menschen beim Anhören dieser peinlichen Selbstentblößung empfinden von einer Art, die den Einsatz eines Nagel-Clips erforderlich macht, da sie einem vor lauter Fremdscham die Fußnägel nach oben rollt.
Unabhängig, was man von dem Typen hält, in welchem politischen Lager man steht, ob man überhaupt grundsätzliche Kritik an der kapitalistischen Verfasstheit eines Standortes anzubringen hat oder (wie die Mehrheit) eben nicht – es gibt Kipp-Punkte im Leben der politischen Repräsentanten eines Staates, die den Point of No Return für den jeweiligen Politiker markieren.
Für den damaligen Kanzlerkandidaten Armin Laschet war dies eine Aufnahme seines fröhlichen Lachens, als er zu Besuch in den Ahrtal-Überschwemmungsgebieten war.
Für den jetzigen Kanzlerdarsteller Merz ist es sein Auftritt beim „Bürgerdialog“ in Salzwedel. Er dokumentiert, auf welche Art und Weise Merz einer krebskranken Frau begegnet.
Hier ist schon nicht mehr von unglücklicher Kommunikation zu reden; der Amtsinhaber zeigt sich in aller Öffentlichkeit, vor aller Welt, als der empathielose, zynische, gleichzeitig aber weinerliche und nur auf Selbstrechtfertigung bedachte Machthaber, der er ist. Vor allem aber zeigte er sich als dreister Lügner. Er lügt dieser Frau ins Gesicht mit einer Behauptung, die jeder mittels Sucheingabe bei Google durch die Fakten widerlegen kann.
Dieser Auftritt war der Kipp-Punkt, der die Kanzlerschaft des einstigen Blackrockangestellten erledigt hat. Ab jetzt stellt sich nur die Frage, wie lange die Bevölkerung diese unselige Figur noch ertragen muss und wann er entweder freiwillig abtritt oder durch die jetzt einsetzenden Intrigen und Schadensbegrenzungsmaßnahmen seiner Umgebung dazu gezwungen wird.
Ein Durchstöbern meiner alten – teilweise Jahrzehnte alten – Skizzenbücher und rumfliegenden Schmierzettel zeigt mir, dass ich schon immer ziemlich allergisch gegen Gemecker von Frauenspersonen war.
Vermutlich wurde ich schwerst traumatisiert in meiner Kindheit, wenn meine Mutter – Gott hab sie selig – etwas an mir oder meinem Verhalten auszusetzen hatte.
Inzwischen nehme ich es eher mit Humor und sehe es als Teil der nicht immer einfachen weiblichen conditio sine qua non. Und als Ausdruck der schieren Lust am Meckern, die Frauen einfach gegeben zu sein scheint.
Es gibt ein Dokument, das Softwareunternehmen veröffentlichen, wenn sie Änderungen an ihren Produkten vornehmen. Es wird als Changelog bezeichnet. Eigentlich informiert es über Aktualisierungen, doch in der Praxis lesen es nur sehr wenige Menschen. Tatsächlich wissen die Unternehmen, dass es kaum jemand liest, doch das Changelog dient dazu, rechtlich nachweisen zu können, dass eine Kommunikation stattgefunden hat.
„Dies ist die Entstehung einer zweigeteilten KI-Realität, über die wir in der Vergangenheit im Zusammenhang mit der KI-Entwicklung gesprochen und vor der wir gewarnt haben. Diejenigen, die als Erste da sind, werden die Technologie horten und für ihre eigenen Zwecke nutzen. Im Moment erleben wir eine kleine Version davon. Eine leistungsstarke Version für Institutionen, die über die Ressourcen und Beziehungen verfügen, um darauf zuzugreifen, und eine bewusst eingeschränkte Version für alle anderen.“
Ich hab’s gerade mit der KI und den Risiken, die diese Technologie automatisch mit sich führt. Nicht weil die Technologie selbst „gefährlich“ wäre, sondern weil wir in einer kapitalistischen Welt leben, in der zu allem Überfluss auch noch die Epstein-KLasse, also die herrschenden Eliten (oder die Bourgeoisie, wie Marxisten sagen) die Macht nicht nur innehat und mit Klauen und Zähnen verteidigt, sondern sie zu einer dystopischen Diktatur ausbaut.
Dieser Artikel von Michelle Blair von „Collective Evolution“ (ein einigermaßen zurechnungsfähiges „Bewusstseins“-Portal mit leicht esoterischer Schlagseite, aber meistens soliden Beiträgen) beleuchtet ein paar Details, die tatsächlich beleuchtet gehören. Und zwar gründlich.
ich selber benutze Claude von Anthropic ausführlich für verschiedene Aufgaben, einmal um mich im Umgang mit solchen KI-Tools zu schulen und dann weil ich es für die Arbeit sehr gut und zeitsparend einsetzen kann. Ich halte Claude und KI generell für absolut kommunismustauglich, aber für eine reale Gefahr in einer imperialistischen Welt, von der kapitalistische Staaten miteinander konkurrieren und für ihren Erfolg in dieser Konkurrenz alles, wirklich ALLES, tun würden. Bis hin zur Totalüberwachung und Weltkrieg.
Darum hab ich mal den ganzen Artikel übersetzt.
Die Schlussfolgerungen von Michelle Blair – das „Bewusstsein“, nämlich das „der Menschen“ müsse sich ändern, damit die KI nicht in den Händen der bösen Oligarchen und anderer ausbeuterischer Finsterlinge bleibt und ganz böse Sachen damit angestellt werden – teile ich nicht unbedingt. Mir scheint, dass eine anständige sozialistische Umwälzung der Produktions- und Eigentumsverhältnisse ein viel bessere (die einzige) Option sind, der herrschenden Klasse den aus ihrer Sicht sachdienlichen Gebrauch (nämlich den nämlich zur Aufrechterhaltung ihrer Herrschaft) dieser Technologie zu verwehren.
Es gibt ein Dokument, das Softwareunternehmen veröffentlichen, wenn sie Änderungen an ihren Produkten vornehmen. Es wird als Changelog bezeichnet. Eigentlich informiert es über Aktualisierungen, doch in der Praxis lesen es nur sehr wenige Menschen. Tatsächlich wissen die Unternehmen, dass es kaum jemand liest, doch das Changelog dient dazu, rechtlich nachweisen zu können, dass eine Kommunikation stattgefunden hat.