Deutsche Missverständnisse

Der Stolz, funktionierende Untertanen zu sein.

Die Werte des Sich-bewähren-Müssens in der kapitalistischen Konkurrenz.

Fleisch voller Antibiotika und Hormone aus menschen- und tier- und umweltschinderischen Tierfabriken.

Das Bier, das einen die oberen drei Dinge aushalten lässt.

Das Deutsch, das kaum einer von den stolzen, wertebewehrten carnivorischen Bierbäuchen richtig beherrscht – nicht gesprochen und erst recht nicht schriftlich.

Die Kultur eines Verstandes, der das alles für „Kultur“ hält

Ja, das ist Deutschland.

Der Bunte Totalitarismus in Reinkultur

(Bild: aus dem neuen Programmheft der Bundesakademie für kulturelle Bildung)

„Queer Performing“, bei dem „wir neue Allies finden“ und „Intimitätskultur“, die die „Implementierung von Schutzkonzepten in Kultureinrichtungen und Kollektiven“ thematisiert.

Man liegt sicher nicht falsch, wenn man vermutet, dass dieser „Schutz“ vor allem „queren Performern“ und ähnlichen „benachteiligten Gruppen“ gilt, deren schlimme Benachteiligung staatlicherseits durch üppige Alimentierung und Finanzierung einschlägiger Kurse, Workshops, Studiengängen, Lehrstühlen und Assistentenpöstchen ausgeglichen wird.

Die so ausgestattet Forschenden und Lehrenden finden dann immer wieder und immer neue Gründe, wieso die jeweilige Minderheit so arg benachteiligt ist und dringend ent-diskriminiert werden muss – nämlich vorzugsweise durch die Aufklärungsarbeit der Queer- und Intimitätsforscher in den Hörsälen und Workshops.

So ergibt sich wie von selbst ein wunderbarer sich selbst erhaltender Kreislauf von Angebot und Nachfrage: weil alle, die im Kulturbetrieb einen Förder-Euro benötigen – also JEDER – wissen, in welche Windrichtung heutzutage das Mäntelchen der Kukturförderungsbewerbung zu hängen ist, füllen sich die Workshops, das Einkommen der Referenten bleibt gesichert und nach einer Weile glauben immer mehr Leute, dass der diverse und gender-fluide queere Kaiser ganz wunderhübsche und vielfaltsbunte Kleidung anhat.

Das Menetekel

Daniel 5:25 – 30

So lautet aber die Schrift, die geschrieben steht: »Mene, mene, tekel upharsin! « Und das ist die Bedeutung des Spruches: »Mene« bedeutet: Gott hat die Tage deines Königtums gezählt und ihm ein Ende bereitet! »Tekel« bedeutet: Du bist auf einer Waage gewogen und zu leicht erfunden worden!

Der geheimnisvolle Pilz und die verschwundenen jungen Leute

In den abgelegenen Tälern des Schwarzwaldes, so erzählt man sich, wuchs zu Zeiten eine besondere Art Fliegenpilze: eine, die bei Verzehr der richtigen Menge die Gabe verlieh, die Sprache der Tiere zu verstehen. Aß man allerdings mehr als die richtige Menge, so konnte es einem widerfahren, dass man in ein Tier verwandelt wurde.

Darum sprachen Alte und Weise von diesem Pilz nur hinter vorgehaltener Hand, und die verborgenen Fundstellen waren nur Eingeweihten bekannt. So manch vorwitziger junge Bauer, so manche abenteuerlustige Magd hatten sich auf der Suche nach dem Pilz, getrieben vom Verlangen nach dem Außergewöhnlichen, auf den Weg in die Tiefen des Schwarzwaldes gemacht und waren niemals zurückgekehrt.

Ihre Eltern, ihre Freunde, die Dorfgemeinschaft – alle fragten sich beim gelegentlichen Anblick eines Fuchses, eines Bären, einer Eule oder eines Hasen, ob das nicht ihre lieben Vermißten sein könnten und versuchten mit allerlei Mitteln, die Tiere anzulocken und einzufangen. Doch selbst, wenn ihnen das gelang, konnten sie sich nicht mit ihnen verständigen, denn wenn die Verschollenen auch die Sprache der Tiere verstehen mochten – die der Menschen war ihnen für immer abhanden gekommen.

BRICS-Gipfel und NATO-Medien: Der Geifer geht weiter

„Wenn wir schon darüber schreiben müssen, dann aber so negativ und herablassend wie möglich – DEN Erfolg gönnen wir dem Russenteufel im Kreml auf keinen Fall!!“ scheint das Motto der imperialen Journaille zu sein, die sich auch am dritten Tag des BRICS-Gipfels in Kazan nicht einkriegen kann vor Häme, Hass und Hetze gegen eine Veranstaltung, die den Abstieg des Kollektiven Westens überdeutlich macht, wenn nicht besiegelt.

Das Hamburger Fachblatt für angewandte Machthaberpsychologie prescht mal wieder mit den schönsten journalistischen Sudelperlen hervor und räumt in der Kategorie „Wenn wir den Himmel grün nennen und den Wald blau, glaubt uns das bestimmt jeder“ die Medaille für unfreiwillige Komik der Extraklasse ab:

Das BRICS-Treffen, die größte und am hochkarätigsten besetzte Versammlung von Staats- und Regierungschefs, die dieses Jahr stattfindet, ein Treffen, bei dem alles was Rang und Namen in der Globalen Mehrheit hat, sich in einer Stadt mit über tausend Jahren Geschichte in geradezu festlicher Atmosphäre einfindet – dieses Treffen ist beim „Spiegel“ eine Art Verschwörertreffen der 11c hinten im Schulhof, weil alle vom Direktor Rauchverbot gekriegt haben:

„Kremlchef Putin hat mehrere Schwellenländer zum Austausch geladen“

Desweiteren werden wir informiert, dass der UN-Generalsekretär „trotz vorheriger Kritik (kam)“ und seine Anwesenheit deswegen „umstritten“ war – umstritten bei wem? Das verrät uns der „Spiegel“ lieber nicht, den umstritten war dieser Besuch höchstens im Führerbunker in Kiew und bei dessen westlichen Kuratoren. Wenn der UN-Generalsekretär nicht zum größten internationalen Spitzentreffen des Jahres erscheint, wozu ist dann eine Organisation wie die UN gut?

Solche Fragen dürfen mediale Rektalwürmer wie die „Spiegel“-Journalisten natürlich weder sich noch der Leserschaft stellen, da ihre Darstellung aller Ereignisse, die auch nur entfernt mit Russland zu tun haben, unbedingt der emotional-obsessiven Russophobia und der gehässigen Niedertracht zu folgen. hat, mit der sie die wertewestliche Hegemonie verteidigen – auch oder gerade, wenn jeder sehen kann, dass es diese schon nicht mehr gibt.

BRICS-Treffen in Kazan: Es darf gegeifert werden – Westmedien mit Schnappatmung

Auch am zweiten Tag des BRICS-Treffens in Kazan ringt die westlichen Propagandajournaille sichtbar noch um Fassung und versucht, zwischen Berichterstattungspflicht und ideologisch geforderter Feindseligkeit gegen die Abweichler vom rechten NATO-Weltherrschaftspfad zu lavieren.

Kein einziges Medium bringt es Erwignis des Jahres dorthin, wo es – gemessen an der Wichtigkeit und den Auswirkungen auf den gesamten Globus – hingehört, nämlich auf die Titwlseiten bzw. in die „Breaking News“. Im Gegenteil, die meisten Zeutungen und Websites der westlichen Leitmedien verstecken Meldungen über BRICS auf eine Weise, das man sie erst über die Suchfunktion findet. WAS man dann findet, sind häufig schülerzeitungshafte Versuche, das Treffen und das gesamte BRICS-Bündnis herabsetzend und hochnäsig zu bekritteln.

Dabei tut sich besonders ein ehemaliges liberales Käseblatt aus Frankfurt hervor, dessen Leitartikel vor Gehässigkeit trieft und dem man in jeder Zeile das Bemühen des Schreibers anmerkt, Russland anstinken und BRICS lächerlich machen zu wollen. Der Umstand, schlicht niemals vom eingebildeten hohen Roß wertewestlucher Überlegenheit absteigen zu können, kennzeichnet allerdings auch die meisten sonstigen Kommentare und (notdürftig als „Nachrichten“ getarnte) Meinungsartikel.

Vergleichsweise zurückhaltend noch die „Tagesschau“ („Putin g nicht so isoliert“), erstaunlicherweise halbwegs realistisch ausgerechnet die „Rheinische Post“, die immerhin einräumen muss, dassBRICS die G7 überholt hat.