
“Parting is such sweet sorrow that I shall say goodnight till it be morrow.”
― Shakespeare, Romeo and Juliet

― Shakespeare, Romeo and Juliet

Eine interessante Zeit, in der das Alte nicht mehr herrschen kann und das Neue schon geboren ist, sich aber noch nicht etabliert hat und gegen den erbitterten Widerstand und die tödliche Feindschaft des Alten zu kämpfen hat. Obwohl die Entwicklung unumkehrbar ist, ist der Ausgang ungewiß, da zwei Optionen möglich sind: eine multipolare Welt, in der der alte Westen seinen Platz finden muss – oder nukleare Vernichtung.
Glenn Diesen über Zeiten des Umbruchs, „wie sie nur alle hundert Jahre passieren“ (Xi Jinping):
Die multipolare Welt ist bereits Realität, auch wenn der Unwille, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen, Konflikte in der ganzen Welt schürt.
Ein zentrales Problem des Westens ist der Mangel an politischer Vorstellungskraft, um die neuen politischen Realitäten in der Welt zu bewältigen. Zum ersten Mal seit Jahrhunderten wird der Westen nicht mehr in der Lage sein, die Welt zu führen. Dies ist eine verheerende Herausforderung für westliche Führer, die nach dem Kalten Krieg glaubten, dies sei das „Ende der Geschichte“, in der sich die Welt unter der liberalen Demokratie und der Führung des kollektiven Westens auf ewig vereinen würde.
Es sollte uns beunruhigen, dass keiner unserer führenden Politiker sich die Rolle des Westens in einer multipolaren Welt vorstellen kann oder will, in der nicht-westliche Machtzentren ein gleichberechtigtes Mitspracherecht haben sollten.
(…)
Was wird der Westen tun? Sich den neuen Realitäten anpassen und die Möglichkeiten der neuen internationalen Machtverteilung erkunden oder sich weiter in die Bunkermentalität zurückziehen und daran glauben, dass die glorreiche Vergangenheit in einem großen finalen Showdown wiederhergestellt werden kann?“
Quelle: https://open.substack.com/pub/glenndiesen/p/the-end-of-hegemony-and-emergence
Hafenrundfahrt im Duisburger Binnenhafen, dem größten der Welt. Der Eindruck, den man mitnimmt: viele Industrieruinen ehemaliger Produktionsbetriebe. Heute ist dieser ganze Binnenhafen außer Schrottverwertung, einem Ankerbauer und einer chemischen Fabrik vor allem Logistik- und Warenumschlagsplatz. Und auf dem Sektor scheint so gut wie sämtliches Business mit den Wirtschaftsbeziehungen zu China verknüpft zu sein: riesige Containerterminals und -Lagerplätze, gigantische Versandlager usw.
Duisburg ist einer der europäischen Endpunkte der chinesischen BRI (Belt and Road Initiative). Jede Woche kommen 35 Eisenbahnzüge mit Waren aus China hier an. Man erfährt, dass die Stadt Duisburg aufgrund dieser Funktion für die BRI in China bekannter ist als die deutsche Hauptstadt Berlin.
Man wundert sich, wie unbedarfte Fanatiker und Ideologen, die es bis in höchste staatliche Ämter gebracht haben (dem Vernehmen nach soll so ein Clown sogar „Wirtschaftsminister“ sein) allen Ernstes vom „Decoupling“ (Entflechtung) der Beziehungen zu China sprechen und auch sonst keine Hemmung bei antichinesischen Feindseligkeiten und Provokationen kennen.











„Das US-Außenministerium teilte weiterhin mit, man habe zusammen mit Großbritannien und Kanada eine gemeinsame „diplomatische“ Kampagne gestartet, um „Verbündete und Partner in der ganzen Welt zu versammeln, damit sie sich uns anschließen, um der Bedrohung durch RT und andere russische Desinformations- und verdeckte Beeinflussungsmechanismen entgegenzutreten“.
Blinken sagte: „Wir fordern jeden Verbündeten und jeden Partner auf, die Aktivitäten von RT genauso zu behandeln wie andere nachrichtendienstliche Aktivitäten Russlands innerhalb ihrer Grenzen“.“
https://rtnewsde.tech/international/219299-usa-fordern-indien-auf-rt

In einem längeren Artikel nimmt Scott Ritter Stellung zu dem (durchsichtigen) Vorwurf der US Administration (genauer: des Blinken-Außenministeriums), er wäre ein „russischer Einflussagent“, weil er u.a. für RT schreibt und produziert und damit gegen den „Foreign Agent Registration Act“ (FARA) verstoße.
Sein eigentliches Vergehen aus Sicht des amerikanischen Außenamtes, das ihm das FBI ins Haus schickte und alle elektronischen Geräte und sämtliche Unterlagen (auch völlig sachfremde) konfiszierte: Scott Ritter widerspricht dem Regierungs-Narrativ über das Ukraine-Projekt und stellt der US-Propaganda die Fakten gegenüber.
Nach einem Exkurs über seine umfangreichen Erfahrungen mit US-Mainstream-Medien, für die Ritter häufig tätig war, schreibt er folgendes (es ist davon auszugehen, dass es in Deutschland – wo die zwangsgebührenfinanzierten Hauptsender dem DIREKTEN Zugriff des Staates unterworfen sind – genauso aussieht):
Ich war schockiert, als ich in den „Kriegsraum“ von CNN geführt wurde, wo die Produzenten bereits mit dem Pentagon zusammenarbeiteten, um Reporter in militärische Einheiten einzubetten. Meine Fragen zu diesem Ausmaß an Absprachen führten dazu, dass CNN kurz darauf das Interesse an mir verlor.
Das Fazit ist: Ich habe die amerikanischen Mainstream-Medien aus nächster Nähe erlebt.
Es gibt keinerlei Integrität, wenn es darum geht, faktenbasierte Wahrheiten zu berichten.
In jedem Fall, den ich erlebt habe, waren die Nachrichtenorganisationen dieser verschiedenen Medienunternehmen buchstäblich der US-Regierung untergeordnet und übernahmen ihre Aussagen direkt vom Weißen Haus, dem Außenministerium oder dem Pentagon.
Kurz gesagt, diese Nachrichtenorganisationen produzierten keine Nachrichten, sondern amerikanische Propaganda, die darauf abzielte, das breitere amerikanische Publikum über kritische Fragen von Krieg und Frieden zu täuschen.
Die Nachrichtenorganisationen, die ich aus erster Hand beobachten konnte, waren eher repräsentativ für staatlich kontrollierte Medien als für eine freie Presse.
Und wenn ich auf der Grundlage meiner persönlichen Erfahrungen das Niveau der journalistischen Integrität zwischen diesen US-Medien und RT vergleichen und gegenüberstellen soll, gewinnt RT ganz klar.
Wenn es um die Berichterstattung über politisch heikle Inhalte geht, wie z. B. die militärische Sonderoperation, bin ich ebenfalls auf der Seite von RT.
Die Regierung Biden hat offen zugegeben, dass sie nachrichtendienstliche Informationen, von denen sie weiß, dass sie falsch oder irreführend sind, absichtlich freigibt, um sie an die Mainstream-Medien weiterzugeben, damit diese die Berichterstattung kontrollieren können.
Nicht, um die Wahrheit zu sagen.
Ich hatte im Laufe der Jahre die Gelegenheit, mehrere RT-Journalisten und Reporter zu treffen und mit ihnen zusammenzuarbeiten, die über die militärische Sonderoperation berichten.
Jeder einzelne von ihnen hat bei der Berichterstattung tadellose Integrität bewiesen.
Ich hatte auch die Gelegenheit, mit vielen der Quellen, auf die sich die RT-Journalisten für ihre Berichterstattung stützen, in Kontakt zu treten und sie zu interviewen, und kann sagen, dass die Einschätzungen, die ich als unabhängiger Analyst treffe, oft denen der RT-Journalisten entsprechen.
Nicht, weil wir, wie in den Vereinigten Staaten, nach demselben von der Regierung diktierten Drehbuch arbeiten – die russische Regierung hat nie versucht, mir irgendeine Erzählung zu diktieren, und RT auch nicht.
https://open.substack.com/pub/scottritter/p/russia-has-never-tried-to-dictate?

Mir träumte, ich säße in einem abstürzenden Flugzeug. Die Triebwerke brannten, die Flügel brachen und die Piloten waren wahnsinnig geworden. Doch ich war der einzige, der es sah; die zahllosen Passagiere unterhielten sich gegenseitig mit allerlei Vergnügungen und das Kabinenpersonal war froh, den Job zu haben.
Ich rief ihnen zu, dass wir abstürzen und sagte ihnen, sie müssten nur einen Blick nach draußen werfen, um es zu sehen. Sie ignorierten mich. Manche allerdings sagten, ich wäre ein Schwarzseher und ein Propagandist des bösen Piloten der anderen Fluggesellschaft; die Airline bestrafte mich für meine Warnungen mit einem saftigen Aufpreis aufs Ticket.
Da wusste ich, dass es kein Entkommen gab und ich weiter zusammen mit ihnen allen als Geiseln der wahnsinnigen Piloten dem Boden entgegenstürzen musste.