Mein Tag ist gerettet

Mein Tag ist gerettet:

Die morgendliche Lektüre der kompetenten „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ bestätigt die zunehmende Verzweiflung des kollektiven Westens über seine Niederlage in dem militärischen Showdown gegen Russland auf dem Stellvertreterschlachtfeld Ukraine und in dem Sanktionskrieg, der sich als ökonomischer Selbstmord für die Sanktionierer entpuppt.

Die wilden Spekulationen dieses Artikels über mögliche russische Absichten sind pure Projektionen von Schreiberlingen, die so komplett in die westliche Hybris eingebettet sind, dass sie nicht einmal auf das Naheliegendste kommen: einfach mal der russischen Regierung und ihren Präsidenten zuzuhören und zur Kenntnis zu nehmen, was die russische Seite über die Ziele der Speziellen Militäroperation in der Ukraine sagt.

Stattdessen wird aufs Küchenpsychologischste rumspekuliert, welche unterstellte Macke den Russen in seiner unerklärlichen, aber ihm nun mal innewohnenden, Fremd- und Bosartigkeit umtreibt, dass er, einfach so, mal eben diesen natürlich völlig sinnlosen Krieg vom Zaum bricht.

Der Artikel, in seiner ganzen jämmerlichen, schülerzeitungsmäßigen Dummheit und seiner ignorant-überheblichen Anmaßung dem gänzlich unverstandenen Feind gegenüber, scheint mir bemerkenswert, weil er das Denken der medialen und politischen Eliten des kollektiven Westens wiedergibt.

Kein Wunder, dass der Westen mit SOLCHEN Meinungsführern auch den ideologischen und kulturellen Kampf gegen Russland und die neue multipolare Weltordnung verliert. Und das ist auch gut so.

Der kosmische Kretinismus des kollektiven Westens

Dmitri Medwedew, stellvertretender Leiter des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, hat das Wort des Jahres 2022 geprägt, indem er vom kosmischen Kretinismus* des kollektiven Westens sprach.

Er bezog sich auf die Mischung aus Verlogenheit und Dreistigkeit, mit der NATOstan erst „Sanktionen aus der Hölle“ gegen Russland verhängt, die Russland ruinieren und zerstören sollen und dann bzw. gleichzeitig erwartet, dass dasselbe Russland brav und folgsam die Sanktionierer weiterhin mit all seinen Bodenschätzen und Erzeugnissen beliefert.

* Kretinismus ist eine Funktionsstörung der Schilddrüse, oft durch Jodmangel verursacht, die u.a. mentale Retardierung zur Folge hat

Marie-Agnes und der Glauben

Sie glaubt, die Marie-Agnes. Und spricht in der St. Antonius-Kirche in Oberkassel „über ihren Glauben“.

Dass es dabei weniger um den lieben Gott geht (auch wenn der bekanntlich gerne in Anspruch genommen wird, wenn’s Feinde zu besiegen gilt), legt das andere Plakat im Schaukasten des frommen Kinderschändervereins (der leitende Pfarrer von St. Antonius wurde vom Kölner Erzbischof im Rahmen des Missbrauchsskandals suspendiert) nahe:

„Beten und helfen“ soll man in Bezug auf das Nazi-Land mit der blaugelben Fahne. Und was „helfen“ aus Sicht der FDP-Tante bedeutet, weiß man: „Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, will die schleppend laufende Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine mit einem zentralen Regierungsbeauftragten beschleunigen. Er müsse – unabhängig von Industrie und Bundeswehr – das Steuer in die Hand nehmen. Das wäre ein „deutliches Signal“ an die Ukraine und Partnerländer in EU und in Nato.“

So schließt sich der gottesfürchtige Kreis und alles ist in schönster bürgerlicher Ordnung: Beten, Helfen und über seinen Glauben reden. Das ist solide und gottgefällig.

Beten für noch mehr Waffen zur erhofften Verlängerung des Krieges in der Ukraine: DARAN glaubt Marie-Agnes gewiß inbrünstig, das muß man ihr glauben.

Landtagswahl NRW 15.05.2022: die Mittelschicht wählt den Krieg

Das Entsetzen über die Verdreifachung der Stimmen für die kriegstreiberischste, russophobste und ideologischste aller bürgerlichen Parteien, die Olivgrünen, wird nur wenig gemildert von dem schwachen Trost, dass diese volksverhetzenden Ostlandkrieger nur aufgrund der geringen Wahlbeteiligung überhaupt eine Rolle spielen.

Immerhin – und das ist das Furchtbare – sieht ein knappes Fünftel der paar Leute, die überhaupt noch zur Wahl gehen, mit den fanatisierten Weltkriegern um Robert Habeck und Anna-Lena „Putin führt den Korn-Krieg!“ Baerbock Deutschlands Rolle im der Konfrontation, der Feindschaft und letztlich im KRIEG gegen Russland.

Das ist das Gruseligste, was mir in meinem bisherigen knapp sieben Jahrzehnte währenden Leben untergekommen ist. Die Wähler der grünen Kriegsfreunde machen mir fast genauso viel Angst wie die von ihnen gewählten Kriegstreiber selber. Sie sind die Biedermänner und -Frauen, die die Brandstifter für die Feuerwehr halten.

Campino: Bequemes Lakaiendasein als kulturschaffender Höfling der Machthaber

Merkel-Fan Andreas Frege („Campino“) als Hofmusikant der biederen Mittelschichtsspießer, die sich für Punks halten, steckt bis Oberkante Unterlippe in dem Sumpf von Bereicherung, Korruption und schlichter Abgreiferei, den die „Erfolgreichen“ im werteorientierten grünen Imperialismus als ihr natürliches Biotop empfinden.

Sein Bruder Michael, Anwalt und Insolvenzverwalter, hat sich im Zusammenhang mit der Abwicklung der deutschen Lehmann Bank Filiale um mehrfach dreistellige Millionenbeträge bereichert und auch Klein-Andy ist nicht auf Dornen gebettet.

Im Düsseldorfer Nobelviertel Oberkassel nennt er eine solide Altbau-Villa sein eigen, aus der heraus er freilich bequem sein Lakaiendasein als kulturschaffender Höfling für die deutschen Machthaber in die Welt hinausposaunen kann.

Punk als Rebellion war mal – heutzutage dient man sich der Herrschaft als Sprachrohr an und wird in seiner propagandistischen Sprachregelung umso ununterscheidbarer von dieser, je tiefer man im Rektum der Obrigkeit steckt.

Geschichten aus der Parallelrealität: gute Freunde, gute Ratschläge, gute Nacht

Wenn man alle naselang irgendwelche schlimmen Nachrichten aus Nicht-NATO-Medien über den Ukrainekonflikt postet, die auf die leichenträchtigen Buben- und Schurkenstücke des Kiewer Regimes aufmerksam machen, würde man Partei ergreifen und sich der Möglichkeit berauben, Leute argumentativ zu erreichen – „abzuholen“ – die vielleicht noch zögerlich sind in der Bewertung und Einschätzung dieses militärisch ausgetragenen geopolitischen Interessengegensatzes, höre ich von guten Freunden.

Auch von kommunistischen guten Freunden, die Wert auf ihre besonnen marxistische, abwägend neutrale und nicht Partei ergreifende Haltung zur Speziellen Militäroperation Russlands legen.

Besonders nutzlos sei es, wenn man dies unkommentiert täte und bloß die aktuellsten Meldungen aus Telegram-Kanälen wie „Neues aus Russland“ von Alina Lipp oder „Russländer und Freunde“ weiterverbreite, sagen diese Freunde.

Es würde schließlich in jedem Krieg gelogen und man solle sich (und die Gesprächspartner oder Leser) lieber fragen, was man denn davon hätte, unter IRGENDEINER kapitalistischen Herrschaft zu stehen.

Konkret: was für einen Unterschied macht es für einen ukrainischen Lohnarbeiter, ob seine Ausbeutung durch ukrainische oder russischen Kapitalisten erfolgt? Warum sollte ein Ukrainer oder ein Russe zu den Waffen greifen, wo doch beide unter derselben kapitalistischen Herrschaft stünden? Stattdessen sollten beide den Waffendienst verweigern und sich gegen ihre jeweilige Obrigkeit wenden. Der Nationalismus, der die Leute gegeneinander aufhetzt, wäre das eigentliche Problem.

Ich kann mit solchen Standpunkten nichts anfangen, auch wenn ich die Einschätzung teile, dass Nationalismus eine Art der Identifikation mit einer eingebildeten Entität ist, deren Wahrheitsgehalt von den Fakten der realen Klassengesellschaft blamiert wird. Offensichtlich können aber auch kapitalistische Herrschaftsformen stark unterschiedlich sein. Der ukrainische Nazismus dürfte unbestritten in seiner nach innen gerichteten Ideologie von Hass, Russophobie und Gewaltbereitschaft ungemütlicher sein als der konservativ-kapitalistische Staatsentwurf der Russischen Förderation mit seiner Betonung auf russischen Traditionen, Multinationalität und Родина (Rodina/Heimat). Ganz zu schweigen von der nach außen projizierten Aggressivität gegen abweichende Volksteile; eine Aggressivität, die in der Ukraine zuerst zu dem Bürgerkrieg des Kiewer Regimes gegen die abtrünnigen Donbass-Volksrepubliken geführt hat und schließlich zum begeisterten Fronteinsatz als Stellvertreter für den Krieg des US/NATO-Blocks gegen Russland (und, so muß man anfügen, als Warnung an und Testlauf für den Waffengang gegen China, den die strategischen Planer der Washingtoner NeoCons ohnehin als unvermeidlich ansehen).

Kurzum, ich denke, es macht einen Unterschied – und zwar einen entscheidenden- ob man sich in wie auch immer begründeter Äquidistanz ideell „aus allem raushält“, grundsätzlich-philosophisch die Absurdität jedes Krieges und jeder Gewalt beklagt und beiden Seiten vorwirft, Dreck am Stecken zu haben oder ob man hinschaut und sieht, welche Interessen hier aufeinanderprallen und welchen davon man schon aus humanistischen Gründen die Durchsetzung wünschen muß.

Adrien Boquete, ein ehemaliger Angehöriger einer französischen Spezialeinheit, half als Freiwilliger in der Ukraine bei der humanitären Versorgung. Wieder in Frankreich berichtete er:

🔺 von ukrainischen Kriegsverbrechen,

🔺 von in der Öffentlichkeit präsenten Neonazis,

🔺 von ausländischen Journalisten, die ukrainische Verbrechen decken

🔺 und von absichtlich in Wohnhäusern versteckten Waffen aus dem Westen.

Von ihm wird der Satz zitiert: “Es gibt zwei Seiten und etwas dazwischen. Mit meiner Haltung schneide ich mir sicher ins eigene Fleisch, aber ich habe die Konsequenzen bereits akzeptiert.”

Dem schließe ich mich gerne an.

Genug für heute (vorerst).