Arestowitsch wird ehrlich: „Der gesamte Westen verliert“

„Der gesamte Westen verliert, sowohl die Globalisten als auch die Isolationisten – und wir, die darauf gesetzt haben, aufgrund unserer Dummheit.“

Da positioniert sich einer als Figur, mit der nach der Kapitulation der Ukraine gerechnet werden muss. Einstmals gehörte er als Chefberater des Koks-Clowns selber dazu: Aleksey Arestovich.
Er war der „Baghdad Bob“ des Kiewer Regimes.

Jetzt spricht er gelegentlichen Klartext und ab und zu sogar mal ein paar ehrliche Sätze, im Gegensatz zu der Propagandasülze, die er in seiner früheren Stellung mehrmals am Tag in Umlauf brachte.

Unten ein längerer Tweet von ihm, zitiert von Simplicius the Thinker in dessen neuestem Blog-Beitrag.

Im selben Blog-Beitrag ist auch folgendes zu lesen, ein weiterer Hinweis auf den Kollaps des in Kiew installierten NATO-Marionettenregimes:

Um einen kurzen Exkurs zu machen: Arestovich ist jetzt technisch gesehen ein Flüchtling. Er wohnt in New York City, wurde diese Woche beim Einkaufen in der Saks 5th Avenue fotografiert und hat zugegeben, dass in der Ukraine im Grunde ein Haftbefehl gegen ihn vorliegt, weil er sich in letzter Zeit so offen über Zelensky und die Bande geäußert hat.

Bei den jüngsten Besuchen von Yermak und Zelensky in den USA gab Arestovich zu, sich nicht mit ihnen getroffen zu haben. Kurz gesagt, er scheint ein vollwertiger Exil-Dissident zu sein, der dabei hilft, Zelenskys Sturz aus der Ferne zu inszenieren, damit er ins Land zurückkehren und den Thron besteigen kann.

Ich erwähne diesen Punkt, weil Zelenskys Parteiführer David Arakhamia in einem neuen Video enthüllt hat, dass viele der Abgeordneten der Werchowna Rada eigentlich zurücktreten und fliehen wollen, aber sie werden von der Rada daran gehindert (…)“

Das US-Repräsentantenhaus will sich trotz des Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wladimir Zelenskij in den Vereinigten Staaten vor den Ferien nicht mehr mit dem Antrag des Weißen Hauses auf neue Hilfe für Kiew befassen.

Dies ergibt sich aus dem Zeitplan der Legislative.Für uns bedeutet dies höchstwahrscheinlich die Öffnung der Gold- und Devisenreserven und das Drucken der Griwna.
Inflation. Große Probleme an der Front

.Heute ist es üblich, Zelensky und sein Team für das Scheitern ihrer Politik im Westen und innerhalb der Ukraine zu schelten.
Ich empfehle jedoch, die Situation in einem größeren Zusammenhang zu betrachten.

Der gesamte Westen verliert, sowohl die Globalisten als auch die Isolationisten – und wir, die darauf gesetzt haben, aufgrund unserer Dummheit.

Die Isolationisten haben gegen die Republikaner gewonnen; die globalistischen Demokraten sind nicht in der Lage, die Probleme zu lösen, die sie selbst im globalen Maßstab geschaffen haben.
Die Isolationisten glauben an die Vereinigten Staaten als Stadt auf einem Hügel und wollen die Sorgen um Europa in die Hände von Rechten wie Orban legen.

Und für den Anfang werfen sie gemeinsam die Ukraine ab, die als ein Konstrukt der Globalisten gilt.

Das Problem ist nicht, dass sie uns kein Geld geben können.
Das Problem ist, dass sie uns keine Muscheln geben können.

Vierzig Milliarden wurden in ein weithin bekanntes Mikrochip-Werk in Phoenix (Arizona) gesteckt, wie eine Überweisung aus Taiwan.

Das Werk steht still, es gibt keine Arbeiter.
Man hat versucht, Taiwaner einzustellen, aber auch das hat nicht funktioniert.

Die Amerikaner können den militärisch-industriellen Komplex unter dem bestehenden System weder mit Marokkanern, noch mit Mexikanern, noch mit Tänzern, noch mit Tamburinen in Gang bringen.

Die grundlegende Motivation des Marktes ist die Finanzspekulation.
Die Rüstungsunternehmen verzeichnen ein Wachstum der Kapitalisierung, aber niemals ein Wachstum der Produktion (weil es praktisch keine gibt).

Wenn die Produktion wächst, dann extrem langsam, um die Kapitalisierungspläne nicht zu durchbrechen.
Ihre Aufgabe ist es, den Wert der Aktien zu steigern, und nicht, neue Ausrüstungen zu schaffen.

Es werden Dutzende von Milliarden investiert, aber es gibt kein Produktionswachstum.
Und das wird es auch nicht, dafür ist es notwendig, das gesamte Paradigma zu ändern, alle Systeme, die sein Wohlergehen sicherstellen.

Ich habe mir die Jahres- und Quartalsberichte von Ratheon, Lockheed, Boeing angesehen – überall das Gleiche.
Nur Entscheidungen und Maßnahmen, die aus einer Katastrophe herausführen, können sowohl hier als auch im Westen etwas bewirken.

Aber es gibt noch ein anderes Problem – es gibt keine Instanz in den USA/EU, die einen solchen Befehl geben könnte.

Der Westen wurde wirklich mit heruntergelassenen Hosen erwischt.
Jetzt müssen sie sich zwischen drei Konflikten entscheiden – Ukraine, Taiwan, Israel.

70.000 Granaten von Israel in die Ukraine und zurück zu schleppen, ist die Krönung des Versagens, den Krieg zu führen, der ihnen aufgezwungen wurde.

Bei diesem Tempo werden sie einen vierten und fünften Konflikt haben, vermute ich, obwohl sie, um einen irgendwie zu bewältigen (!), aufhören müssen, in den beiden anderen zu helfen.

Für uns bedeutet das eine Katastrophe.

Außerdem ist die Katastrophe nicht die der letzten zwei Jahre, sondern die globale Katastrophe der letzten 32 Jahre.

Es ist an der Zeit, für unsere totale Dummheit, unseren Diebstahl und unseren dummen Stolz zu bezahlen.

(…)

Sofortiger Übergang in den Notfallkontrollmodus.

Das wird den Sturz verzögern und Zeit geben, nach Optionen zu suchen.

Sie können die Chancen dafür selbst einschätzen.

Aber regen Sie sich nicht auf.
Es ist nicht nur der Westen, der Probleme hat.
Wir alle, die gesamte Menschheit, sind gründlich verarscht worden.

Was ist die Rückzahlung für 32 Jahre?
Damals begann die Abrechnung für 500.

Aleksey Arestovich auf Twitter/X

Facebook-Gespräch über die letzten Dinge

FB-Freundin A.S.:

Mein Wissen über Religion ist äußerst rudimentär. Ich hab mich, hineingeboren in das Leben auf diesem Planeten, nie mit irgendeiner Gottheit identifiziert oder verbunden gefühlt und schon als ganz kleines Kind Religion und Glauben abgelehnt. Ich habe nur Religionsunterricht in der Grundschule gehabt und dort einige Bibelgeschichten kennengelernt, wie etwa den Empfang der Zehn Gebote, die ich, bis auf den Bezug zu Gott, immer recht sinnig fand, als Grundpfeiler eines gesellschaftlichen Wertekanons.

Das Zweite Gebot, so laut Wikipedia im 2. Buch Mose, besagt: „Du sollst dir kein Kultbild machen und keine Gestalt von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.“

Ich weiß das klingt wahrscheinlich echt dumm, aber ich hab die Frage an die Runde: In Moscheen werden keine Bilder gezeigt. In jüdischen Haushalten sieht man auch keine. Wie kommt es dazu dass die Christen ihre Kreuze aufhängen, und dass die Katholiken und die Orthodoxen überall ihre Ikonen aufstellen und durch das Dorf tragen? Wieso gibt es islamische Bildnisse von Heiligen? Wieso gibt es überhaupt Bilder, Kunstwerke, Malereien im Allgemeinen und von Gott im Speziellen in der christlichen Welt? Ich weiß meine Frage umfasst viele Themen aber vielleicht kann jemand das bündig erklären oder versuchen zu erklären?

Meine Antwort:

„Du sollst dir kein Bild(nis) machen…“ ist eine esoterische Unterweisung, die durchweg missverstanden wurde und wird (esoterisch im Sinne von mystisch/die innere Bedeutung betreffend).

JEDES Bild/Abbild dessen, was manche „Gott“, andere „die Schwingungsfrequenz der Realität“, wieder andere „die Energie in allem“ nennen, ist zwangsläufig eine begrenzte, einengende und damit potentiell falsche und entstellende Beschreibung Gottes (wir bleiben der Einfachheit halber jetzt mal bei diesem missverständlichen Begriff).

Warum? Weil Gott unendlich und zeitlos ist, und alles Menschenwerk (und sogar alles Nicht-Menschenwerk, die Natur, die Planeten, alle Phänomene und alle Materie) endlich und der Vergänglichkeit unterworfen.

Die erhabene Unendlichkeit Gottes, der sich in seinen Schöpfungen gleichzeitig verbirgt und ausdrückt und in jedem Moment Welten und mehr Welten hervorbringt, in einem statischen, vergänglichen Abbild einfangen zu wollen, grenzt an Gotteslästerung und ist ein Schritt in den Abgrund menschlicher Hybris. Das haben die Muslime schon ganz gut erkannt.

Und jetzt das große ABER:

Gerade WEIL Gott unendlich und ALLES ist, gibt es nichts, worin er/sie nicht enthalten ist. “Der Atem des lebendigen Gottes durchdringt das gesamte Universum“, und natürlich auch jedwedes menschengemachte Abbild.

An dieser Stelle kommt es folglich auf die Hingabe und ehrliche Gottsuche des Individuums an. Dem aufrichtigen Erforscher der Mysterien des Lebens und Sterbens kann JEDES Abbild das Tor zum Göttlichen sein. Eine Marienstatue, ein Bild der Kaaba, ein tibetischer Dämon, ein hinduistischer Gott, eine Buddhafigur (muss auch kein „religiöses“ Abbild sein, ein Baum, eine Blume, eine Wolke oder ein Grashalm funktionieren genauso gut) … es ist egal, was dargestellt ist, es kommt auf die Bereitschaft des individuellen Geistes an, sich mit Meditation, Gebet, Versenkung und Hingabe mit dem zu verbinden, was keinen Anfang und keine Ende hat, was immer – vor der Geburt und nach dem Tod – DA ist; das, was alles hervorbringt und erhält; das, was nicht benannt werden kann (und doch von religiös Veranlagten „Gott“ genannt wird).

Es stimmt also beides:
„Du sollst dir kein Abbild machen“ und „Alles ist ein Abbild/ein Ausdruck Gottes“.

Parkspaziergang VII: Die Entführung

Diesmal haben sie es geschafft. Sie haben uns entführt. Die Zeitreisenden haben uns beide, mich und den Hund, in ihrem transtemporalen Beförderungsvehikel trans-, tele- oder sonstwie portiert, jedenfalls wurden wir aus unseren üblichen Parkrunde im Feldmühlepark heraus auf mysteriöse Weise in ihre „Schiffe“ hineingezogen (ohne dass ich eine physische Bewegung merkte) und innerhalb einer zeitlosen Spanne in eine andere Realität versetzt. 

Dabei befanden wir uns INNERHALB der „Schiffe“, umgeben von fremdartig anmutenden Gerätschaften, Messinstrumenten, Kontrollpanels usw., an denen schemenhafte „Aliens“ herumhantierten – und gleichzeitig war ich von der unhinterfragten Gewißheit durchdrungen, dass wir uns ebenso INNERHALB unseres eigenen Geistes aufhielten. Dabei waren der Geist des Hundes und meiner auf höchst belustigende Weise vermischt; so spürte ich zum Beispiel eine äußerst zufriedenstellende Fokussierung (um nicht zu sagen Reduktion) auf rein instinktive, intuitive Wahrnehmungen und ein starkes Verlangen nach Fleischsorten, deren Verzehr mich sonst ekeln würde – und zwar vorzugsweise zum Abzunagen von Knochen und Skelettteilen. Diese Wahrnehmungsphänomene beunruhigten oder verstörten mich jedoch mitnichten, sondern schienen mir im Gegenteil das Normalste und Natürlichste von der Welt; ich hinterfragte sie weder, noch machte ich mir überhaupt Gedanken dazu; sie waren einfach da.

Wie es dem Hund erging, ob er Ähnliches fühlte und sich nun auf einmal menschlicher Verstandesinhalte gewahr wurde, vermag ich nicht zu sagen. Jedenfalls sah er mich gelegentlich mit einem Blick an, der anders und gewissermaßen „schlauer“ als sonst wirkte und von einer Mischung aus Erstaunen und Belustigung geschient war.

All dies geschah wie gesagt innerhalb einer zeitlosen Spanne einer – so dünkte es uns – extratemporaler Lücken im Raum-Zeit-Kontinuum, deren Dauer nicht festzustellen war. Waren ein paar Sekunden vergangen oder ein halber Tag? Es gab keine Möglichkeit, dies festzustellen. Ähnlich wie im Traum verging keine Zeit im herkömmlichen Sinne. wurden wir Plötzlich wurden wir,  so wie man aus einem Traum aufwacht, jedoch in einen weiteren Bewusstseins- oder Realitätszustand befördert. Allerdings einen von der Art, den man ebenfalls aus Träumen kennt: man meint, zu erwachen, stellt aber nach wenigen Augenblicken fest, dass man in einen weiteren Traum „erwacht“ ist.

Die „Schiffe“ waren dabei einerseits die Hüllen, in denen wir von A nach B transportiert wurden, andererseits hatten sie den Charakter des gesamten INNEREN unseres (meines auf jeden Fall) Bewusstsein – ein INNEN allerdings, das sich auf das gesamte Universum erstreckte. Etwas in mir sträubt sich immer noch, diese Dinger „Raumschiffe“ zu nennen, obwohl sie mich diesmal eindeutig nicht nur durch die Zeit, sondern auch durch den Raum transportierten. 

Auch wenn von dem Transport nichts zu spüren war, befanden wir uns plötzlich in einer anderen – ja was? Realität? Zeit? Einem anderen Planeten? Wir waren nun in einer rötlichen Landschaft, die ein wenig wie Arizona oder der Mars aussah. Der Himmel war von fliegenden Geräten und Maschinen bevölkert, die irdischen Naturgesetzen zu trotzen schienen. Aber waren wir überhaupt auf der Erde? Oder im 21. Jahrhundert? 

Von unseren Entführern, die während des „Transports“ ohnehin mehr wie Schatten und Schemen umhergeflattert waren, war jetzt nichts mehr zu sehen. Ein viktorianisch anmutendes Luftschiff (diesmal ein Gefährt, dass diesen Namen tatsächlich verdiente), auf dem wir uns plötzlich wiederfanden, brachte uns zu einer felsigen Anhöhe, von der aus wir einen Blick in die Weite hatten. Alles war von einer Art staubiger, aber transparenter Substanz erfüllt, die der Kommunikation unter den zahlreichen Wesen, Geräten und Elementen dieser Welt zu dienen schien, denn all diese einzelnen belebten und unbelebten Wesenheiten waren in beständigem Austausch miteinander, einem wortlosen Flüstern ähnlich, das deutlich vernehmbar war. Nicht mit den Ohren allerdings, sondern als Grundrauschen der Existenz in dieser seltsamen Welt.

Auf meiner Schulter ließ sich ein mechanischer Vogel nieder – besser: er manifestierte sich – und „erklärte“ mir diese Zusammenhänge, indem er mich bzw. mein Gehirn einbezog in das flüsternde Gemurmel der (Un-)Wirklichkeit dieser Welt. Nach einer Weile stachen aus seinem leisen Gezwitscher einzelne Worte und Sätze heraus, die er unablässig wiederholte: „Es ist ein Traum“, „Du träumst, wach auf!“, „Die Substanz der Dinge ist Traum“. 

Dann hörte ich NUR noch diese Sätze, die Bilder verschwanden und ich wachte auf. Um nicht zu vergessen, was mir gerade (wenn auch nur im Traum) widerfahren war, stand ich um, ergriff Schreibfeder und Papier, und notierte die Erlebnisse von soeben. Als ich an der Stelle angelangt war, wo der mechanische Vogel sein Mantra in meine Ohr flüsterte, geschah etwas höchst Unerwartetes: ich wachte erneut auf und war zunächst völlig verwirrt und nicht schlaf-, sondern traumtrunken. Obwohl ich wach geworden war,  war mein Empfinden das eines Träumenden, mitsamt der unbezweifelten, nie in Frage gestellten  Gewissheit, mit im Traum auch Phänomene wahrgenommen werden, die Logik und Naturgesetzen widersprechen.

Ich lag in meinem Bett, der Hund stand schwanzwedelnd am Fußende und wartete auf seine morgendliche Spazierrunde. Da es nichts anderes zu tun gab und der Kamerad sichtbar dringend Gassi zu gehen begehrte, stand ich auf, wusch kurz das Gesicht und kleidete mich in die Tagesgarderobe. 

Jetzt weiß ich nicht (mehr), wie Traum und Wirklichkeit auseinanderzuhalten sind. Findet unser Spaziergang statt, während ich träumend im Bett liege? Bin ich wirklich wach und erinnere mich an den Traum der vergangenen Nacht? Durchdringt sich am Ende gar beides und wäre damit erst recht ein Anzeichen einer von außerirdischen Zeitreisenden induzierten Parallelrealität?

Natürlich lässt sich keine dieser Fragen vernünftig beantworten. Eines steht fest: Vorläufig werden Hundi und ich den Feldmühle Park nicht mehr betreten.

Geschichten die das Leben schrieb: man kann nicht alles haben (oder sein)

Die Schwiegereltern haben aus dem Nachlass irgendeines Freundes einen riesengroßen, sehr schönen Spiegel aufgetrieben: hochwertig gerahmt wie ein Gemälde, bräunlich getönt, mit einem Muster aus von goldenen Linien begrenzten Quadraten versehen. Ein Schmuckstück für jede Wohnung, das in der Wohnung der Schwiegereltern aber keinen geeigneten Platz findet und nun an die Frau und mich abgegeben werden soll.

Nachdem ich das gediegene Stück vor Ort begutachtet und mir über Transportmöglichkeiten Gedanken gemacht habe (der Spiegel passt aufgrund seiner Größe nicht in unser Fahrzeug), berichte ich der Frau über die potentielle Neuerrungenschaft für unser gemeinsames Zuhause.

„Und wie wird der befestigt? Kann man den hinstellen?“ will sie wissen.

„Kann man“, entgegne ich, „aber das würde nicht so gut aussehen, wie wenn man ihn hinhängt. Der Rahmen hat extra dafür zwei Halterungen…“

„Dann erst nach Weihnachten. Das kostet doch nur wieder Geld und wir müssen den Handwerker kommen lassen…“ kriege ich zur Antwort. 

Das kann ich auf meinem männlichen Stolz nicht sitzen lassen: 

„Wie ‚den Handwerker kommen lassen“? Den bringe ich selber an der Wand an. Oder traust du mir nicht zu, dass ich mit einer Schlagbohrmaschine umgehen kann?“

„Nee.“ ist die knappe und ernüchternde Antwort. Zur Erläuterung legt sie aber nach: „Das sieht man doch an den kratergroßen Löchern bei deiner letzte Bohraktion!“

Meine handwerklich unbedarfte Gattin weiß natürlich nicht, dass selbst Profis wie ich mitunter mit der Tücke des Objekts zu kämpfen haben und dass Altbauwände von Natur aus schwierig anzubohren sind: oft stößt man unter einen dünnen Schicht von Putz auf steinharte Mauern, an denen der Bohrhammer gerne abrutscht und dann verheerende Löcher in den darüberliegenden Putz reißt – ein Grund, warum ich bei derlei Tätigkeiten immer einen Spachtel und etwas Spachtelmasse dabei habe.

„Du weißt wohl nicht, dass du es bei mir mit einem Handwerkergott zu tun hast“, weise ich sie zurecht. „Wenn du mir noch nicht mal das zutraust, wozu hast du mich dann geheiratet?“

Meine Liebste muss lachen und verweist mich mit folgender Antwort auf die Plätze: „Wegen gutem Sex; bestimmt nicht wegen deiner handwerklichen Fähigkeiten!“

Ich verkneife mir die naheliegende Bemerkung über die umgangssprachlichen Zusatzbedeutungen des Wortes „bohren“ und finde mich, einigermaßen geschmeichelt, fürs erste ab mit den Zweifeln meiner handwerklichen Kompetenz.