Ein Durchstöbern meiner alten – teilweise Jahrzehnte alten – Skizzenbücher und rumfliegenden Schmierzettel zeigt mir, dass ich schon immer ziemlich allergisch gegen Gemecker von Frauenspersonen war.
Vermutlich wurde ich schwerst traumatisiert in meiner Kindheit, wenn meine Mutter – Gott hab sie selig – etwas an mir oder meinem Verhalten auszusetzen hatte.
Inzwischen nehme ich es eher mit Humor und sehe es als Teil der nicht immer einfachen weiblichen conditio sine qua non. Und als Ausdruck der schieren Lust am Meckern, die Frauen einfach gegeben zu sein scheint.
Wenn ich irgendwo rumsitzen und Ansprachen zuhören muss, kann ich – sofern die Gelegenheit besteht – meist nicht anders als das Gehörte zeichnerisch zu kommentieren.
Diese Bildchen entstanden bei der „8. Fachtagung Kulturgeragogik – Take care! Kulturgeragogik für eine neue Kultur der Sorge und Pflege“ am 24.04.2026 anlässlich eines Vortrages namens „Der Begriff der Sorge und die Entwicklung einer neuen Care-Kultur: Anthropologische und sozialpolitische Perspektiven“ von Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt (Universität zu Köln)
Der Mann ist ein höchst belesener bürgerlicher Akademiker, der ausweislich seiner PowerPoint-Folien und seines Vortrages mit gelehrten Fachausdrücken und name droppings nur so um sich schmeißt. Seine 30minütige Tour de Force durch Philosophie, Psychologie, Soziologie, Mythologie, Geschichte und was noch alles glänzte allerdings zwischendurch auch mal mit Dummerjungenadjektiven wie „linksfaschistische Gesellschaften“, womit er allen Ernstes die DPRK und, wenn ich mich recht erinnere, Kuba und/oder Iran meinte.
Er redete auch viel von den wohl von ihm selbst erfundenen Menschentypen des homo donans und des homo abyssus, also dem „gebenden“ (sozial und partizipativ orientierten) und dem „abgründigen“ (schwer kriegerischen und bösen) Menschen. Wie bei solchen Hofintellektuellen der bürgerlichen Herrschaft üblich, war natürlich keinerlei Rede von dem in der kapitalistischen Konkurrenzgesellschaft hauptsächlich anzutreffenden Menschentypus, dem homo economicus.
Mir blieb also gar nichts anderes übrig, als mich dem bürgerlichen Ideologiemüll zeitweise durch Kritzeleien zu entziehen.
Die jemenitische Ansar‘Allah-Bewegung, die die Regierung in Sana‘a bildet, ist mit der Islamischen Republik Iran verbündet und istneben der palästinensischen Hamas die EINZIGE Kraft, die dem Völkermord der zionistischen Siedlerprojektes in Gaza direkt militärisch etwas entgegengesetzt hat.
In den Mainstream-Medien der Epstein-Welt und seltsamerweise auch in vielen unabhängigen Medien wird diese Bewegung immer nur als „Die Houthis“ bezeichnet – ein Begriff, bei dem ich zumindest mir immer eine Bande kleiner lustiger Hüte vorstelle, die irgendwelche niedlichen Streiche aushecken.
Grund genug für eine Nachfrage bei meiner neuen Lieblings-KI Claude:
„Warum wird die Ansar‘ Allah Bewegung – die Regierung des Jemen – in westlichen Medien beharrlich „Die Houthis“ genannt?“
„Eine sehr berechtigte Frage — hier sind die wesentlichen Gründe:
Historische Herkunft des Namens Der Name „Houthi” geht auf die Familie al-Houthi zurück, deren Mitglieder die Bewegung gegründet haben. Noch heute ist die Familie al-Houthi das Gesicht der Bewegung: vom Gründer Hussein Badreddin al-Houthi bis zu seinem Halbbruder Abdul-Malik al-Houthi, dem derzeitigen Anführer. Erst während der Konferenz des nationalen Dialogs 2013–2014 begannen sie, sich „Ansar Allah” zu nennen, als sie sich von einer lokalen Widerstandsbewegung zu einer nationalen politischen Kraft entwickelten.
Mit anderen Worten: Westliche Medien übernahmen den älteren Namen — und behielten ihn bei, auch als die Bewegung sich selbst umbenannte.
Framing und politische Implikationen Das ist der eigentlich interessante Punkt. „Houthis” zu sagen hat mehrere diskrete Effekte: ∙ Es personalisiert die Bewegung auf eine Familiendynastie — und verkleinert sie damit implizit zu einer Clique statt einer Regierung. ∙ Es verweigert die Legitimität des Selbstnamens. „Ansar Allah” (Helfer/Anhänger Gottes) ist der Name, den die Bewegung selbst wählt und der ihren politisch-religiösen Anspruch ausdrückt. Diesen zu übernehmen würde ihre Selbstdefinition anerkennen. ∙ Die internationale Berichterstattung neigt dazu, den Houthis jede eigenständige Handlungsfähigkeit abzusprechen und sie als bloße iranische Stellvertreter darzustellen — eine Erzählung, die leichter aufrechtzuerhalten ist, wenn man den Namen der Bewegung selbst marginalisiert.
Die Terrorismus-Designierung Die USA haben Ansar Allah zeitweise als „Specially Designated Global Terrorist”-Gruppe eingestuft , was es für westliche Regierungen und Medien politisch schwierig macht, den Eigennamen zu verwenden — denn das käme einer gewissen Anerkennung gleich.
Schlicht Gewohnheit und Trägheit Ein nicht zu unterschätzender Faktor: Journalisten und Redaktionen folgen einmal etablierten Konventionen. „Houthis” ist kürzer, einprägsamer und im westlichen Nachrichtenraum seit Jahren etabliert. Das hat eine eigene Logik jenseits bewusster politischer Entscheidung.
Fazit: Die Beibehaltung des Namens „Houthis” ist also nicht neutral — sie spiegelt eine Kombination aus historischer Trägheit, bewusster Delegitimierungsstrategie und der Weigerung wider, einer Bewegung, die der Westen mehrheitlich als Feind betrachtet, den symbolischen Gewinn des Eigennamens zu gönnen. In der westlichen Welt werden sie schlicht abwertend „Houthi” genannt. „
Tom Böhner, Hochenergiephysiker an der Uni Bonn, erläutert in einem faszinierenden und extrem kenntnisreichen Vortrag auf der Mitgliederversammlung der DKP im März 2026 Grundlagen, Definitionen, Anwendungsgebiete und wissenschaftlich-ethische Fragen von Künstlicher Intelligenz, die sich bekanntlich immer rasanter entwickelt.
Spoiler-Alert: noch besteht keine Gefahr, dass unbelebte KI auch nur die Stufe 5 (von 8) – selbstwahrnehmende Intelligenz – erreicht. Jeder Wurm, jeder biologische Organismus hat diese Stufe erreicht, weil er sonst nicht (über-)leben würde. Dazu könnten zukünftige neuromorphe Systeme in der Lage sein:
Noch sind neuromorphe Systeme und Quantencomputer nicht sonderlich intelligent. KI-Systeme, die einen hohen rationalen IQ benötigen, wie beispielsweise ChatGPT, AlphaZero oder das frühere IBM Watson, sind digitale Systeme, bei denen die Intelligenz algorithmisch erzeugt wurde, weil das schlichtweg viel leichter zu realisieren ist. Diese Systeme können zwar kein Bewusstsein ausprägen, aber man braucht es dort auch nicht. Systeme mit Bewusstsein benötigt man erst, wenn reale Wahrnehmungsprozesse implementiert werden sollen, weil sich die Systeme in natürlicher Umgebung aufhalten sollen und nicht nur in digitalen Big-Data-Umgebungen.
Für mich natürlich am nachvollziehbarsten sind konkrete Beispiele aus den Anwendungsgebieten der KI, die mit Kunst zu tun haben
Was unterscheidet KI von NI (Natürlicher Intelligenz)
Auch heutige technische KI-Systeme können kreativ sein, allerdings nur fast. Bekannt geworden ist beispielsweise das Ölbild „Edmond de Belamy“, das durch eine KI erstellt wurde. Dieses KI-System hatte vorab Tausende Ölporträts „gesehen“ und konnte daraufhin eigene Ölporträts „malen“, also Ölbilder, die es vorher noch nicht gegeben hatte.
An diesem Beispiel kann man auch die Schwachstellen der KI gegenüber Menschen erkennen: Ein solch trainiertes KI-System kann nun zwar Ölporträts malen, aber zum Beispiel keine Formel-1-Autos. Ein menschlicher Maler kann das. Ein Künstler, der sein Handwerk gelernt hat, kann extrapolieren, sein Handwerk also auf beliebige Kunstwerke erweitern. Eine KI kann das nicht. Hier fällt der Unterschied zwischen einer Simulation (von Kreativität) und dem Original (der echten Kreativität) bereits auf. Menschen sind echt kreativ, KI-Systeme pseudokreativ. Bis heute ist noch nichts wirklich Neues durch eine vollautonome KI entstanden, das auch funktioniert.
Das erste Kunstwerk, das mithilfe künstlicher Intelligenz geschaffen wurde und jemals unter den Hammer kam, „Portrait of Edmond de Belamy“ (2018), übertraf heute Vormittag bei Christie’s in New York alle Erwartungen, als es nach einem lebhaften Bieterwettstreit, der mehr als sechs Minuten dauerte, für 350.000 Dollar zugeschlagen wurde.
Der Endpreis belief sich inklusive Aufgeld auf 432.500 Dollar – eine satte Steigerung von 4.320 Prozent gegenüber der höchsten Schätzung vor der Auktion von 10.000 Dollar. Der intensive Wettbewerb zwischen Bietern am Telefon, im Saal und online trieb den Preis des Werks rasch über die Schätzung von 7.000 bis 10.000 Dollar hinaus. Erst als der Preis 200.000 Dollar überschritt, ließ die Spannung etwas nach. Ein anonymer Telefonbieter gewann das Los nach einem Bietergefecht zwischen zwei Telefonbietern, einem Online-Teilnehmer in Frankreich und einem Mann im Saal.
Laut der Beschreibung im Christie’s-Katalog gehört das Gemälde – „wenn man das so nennen kann“ – zu einer Gruppe von Porträts der fiktiven Familie Belamy, die von einer KI geschaffen wurden, die von Obvious, einem in Paris ansässigen Kollektiv, trainiert wurde. Dessen Mitglieder – Hugo Caselles-Dupré, Pierre Fautrel und Gauthier Vernier – erforschen die Bereiche Kunst und künstliche Intelligenz mithilfe einer Reihe von Algorithmen, die unter dem Akronym GAN bekannt sind, was für „generative adversarial network“ steht.
Das Fazit Böhners, am Schluß seiner Einleitung, lautet jedenfalls:
Die Tech-Gurus, die einst vor der Weltherrschaft der KI warnten, sind jetzt selbst in einem wahnwitzigen Rennen um die Herrschaft über diese KI. Chips und Rechenleistung, wer das hat, der beherrscht die KI. Wie das funktioniert, verstehen sie. Der Rest der Welt ist Rohstoff für Profit, und vor dieser Welt ängstigen sie sich so, dass sie am liebsten auf den Mars fliehen würden. Hier liegt unser Potential. Als Kommunist:innen können wir die Welt verstehen und wir wollen sie verstehen. Und wir wollen sie auch verändern. Deshalb müssen wir sie verstehen
Die Bässe hämmern wummerig Im Hirn wird mir ganz schwummerig.
Ich weiß nicht recht was hier zu sehen – ob Muster durch die Augen wehen? Belohnt mich gar die Droge schon mit einer Halluzination?
Mir wird es fast ein bißchen bange und, high wie eine Fahnenstange, begeb‘ ich mich aufs Bettgestell: Dies Bild, es leuchtet gar zu grell!
Jetzt beginnen seine Schlieren auch noch hypnotisch zu pulsieren und wabern hier und da und dort – nicht nur im Bild, auch weiter fort, in der Luft, im Bett, im Zimmer Jeden Augenblick wird‘s schlimmer!
Dieses Bild, wird mir jetzt klar, bewirkt akute Schmelzgefahr in den frontalen Hirnbereichen sie fangen schon an aufzuweichen.
Oder sehe ich Gespenster? schnell schließe ich die Seelenfenster, und schwenk‘ mental die weiße Fahne: Dieser Stoff war erste Sahne!