
Kategorie: Zeichnung & Grafik
Dream #3 (The Port)
Her future was a blind spot, a blank page with an unwritten destiny, and this time, she held the pen
K.L.Harris: Equillian‘s key
Geschichten die das Leben schrieb (bzw. zeichnete): Belsenplatz
Direkt bei mir um die Ecke liegt der Belsenplatz, ein Verkehrsknotenpunkt in Oberkassel, an dem Busse und Straßenbahn aus allen Richtungen halten, sich umschauen und auf Fahrgäste warten, um anschließend weiterzufahren nach Neuss, Krefeld, rüber in die Innenstadt oder in andere unbekannte, rätselhafte und seltsame Gefilde.
Wenn man in die falsche – manche sagen „in die richtige“ – Straßenbahn einsteigt, gerät man gelegentlich in eine Art Zeitdilatation, die einen in eine parallel Realität befördert, wo sich Häuser bewegen, Menschen fliegen und generell Dinge nicht das sind, was sie zu sein scheinen.
Wer das Glück hat, Zeuge dieser erstaunlichen Begebenheiten zu werden, darf sich als Gesegneter des Daseins bezeichnen. Aber er kann’s auch lassen und wieder nach Hause gehen.
Die drei kleinen Ukrainerchen
Ich weiß, Body Shaming gehört sich nicht, und von der äußeren Erscheinung der Leute kann man nicht unbedingt auf ihr Inneres schließen.
Trotzdem fällt es auf, dass das ukrainische Machthaberpersonal, also die Insassen des Kiewer Korruptionssumpfes, zu einem nicht unerheblichen Teil aus übergewichtigen, unrasierten finster blickenden und generell ungepflegt wirkenden älteren weißen Dickerchen besteht.
Ich wollt‘s ja nur mal festgestellt haben.

Geschichten die das Leben schrieb: Mi sono innamorato di Marina
Noch eine Animation einer Zeichnung, die ich vor einigen Jahren angefertigt habe und die immer zu meinen Favoriten zählte.
Jedenfalls hatte ich das Gefühl, Rocco Granatas „Marina“ würde als Begleitmusik gut dazu passen. Die beschwingte alte Schnulze handelt von einer dunkelhaarigen Schönheit namens Marina, die der Sänger aufs Inbrünstigste anschmachtet. Während er im ersten Vers noch von ihr zurückgewiesen wird, gibt sie ihm im nächsten einen Kuss und er will sie sofort heiraten..
Naja, der Text dürfte egal sein, Hauptsache irgendwas mit Liebe und Romantik. Auf die Melodie kommt‘s an. Die kann, weil sie klare Ohrwurmqualität hat, jeder mitsingen, -summen oder -pfeifen.
Als ich genau das tue, während ich an dem Filmchen arbeite, werde ich von der Liebsten streng zur Ordnung gerufen: „Mach das aus! Hör auf zu singen! Solche Musik kann ja keiner aushalten!“
Doch, ich schon – aber der Troubadour gilt halt nichts in den eigenen vier Wänden.
Politische Bildung in Bewegtbildern: Wie man KRIEGSTÜCHTIGKEIT herstellt

Es erscheint verwunderlich, WARUM alle Medien bei der KRIEGSTÜCHTIGKEIT mitziehen und aus allen Rohren zum Angriff blasen (auf wen, muss man gar nicht erst fragen, das ist in Deutschland sowieso seit mindestens neunzig Jahren klar). Warum wabert mentaler Pulverdampf und von „Experten“ sachlich vorgetragene Hate Speech voller Feindbilder, Falschbehauptungen und Angstmacherei durch den öffentlichen (und teilweise auch durch den privaten) Informationsraum?
Die staatlich kontrollierten Sendeanstalten erfüllen natürlich den politischen Auftrag: Der Russe ist mal wieder fällig, Krieg muss her, Deutschland und Europa kann sich nur mit gigantischem Rüstungs- und Kriegsvorbereitungsprogramm gegen den Angriff des östlichen Untermenschenreiches stemmen. Das muss speziell deutschen Staatsbürgern nicht näher erläutert werden, es reichen allgemeine Hinweise auf die expansionistische Natur des Russen und den „hybriden Krieg“, den er bereits gegen uns führt – schon sind alle Härten gerechtfertigt, die die BRD-Führer ihrem Volk ungefragt spendieren.
Aber warum marschieren Konzernmedien und selbst „unabhängige“ Medien weitgehend im ideologischen Gleichschritt zur russophoben Melodie? Warum fühlen sich „Kulturschaffende“ bemüßigt und ermächtigt, ihren eigenen Eimer Scheiße in die Jauchegrube der offiziellen Kriefspropaganda und Russophobie zu entleeren? Weil es so einfach ist, auf den alten Feindbildern aufzubauen? Weil man weiß, dass das Publikum dafür ansprechbar ist? So einfach ist das nicht.
Die Besitzer der privaten Medienhäuser lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen. Wenige Oligarchen bestimmen die Zeitungs- und Fernsehlandschaft und die darin verbreiteten „Narrative“ – einfach weil ihnen die Unternehmen, die Konzerne GEHÖREN.
Der finanzkapitalistische Umbau der BRD
Die Personen und Familien, deren Reichtum durch den privaten Besitz dieser Unternehmen gemehrt werden soll, verlassen sich gerade in Zeiten struktureller Krisen (z.B. der Zeitungsbranche) und dem globalen Niedergang des westlichen Kapitalismusmodells nicht auf ihre Anteile an Medienhäusern. Sie diversifizieren, sie sind auf vielfältige Art und Weise mit den übrigen Revenuequellen eines anspruchsvollen Kapitalstandortes wie Deutschland verbandelt. Insbesondere in den vielversprechend lukrativen Renditemöglichkeiten des finanzkapitalistischen Umbaus der BRD sehen die maßgeblichen Teile der herrschenden Eliten „Potenzial“. Dieser Umbau wird in Deutschland, passend und sachgerecht, direkt von einem vormaligen Blackrock-Statthalter angeleitet:
„(Friedrich Merz) steht für die endgültige Eroberung des deutschen Staates durch die Finanzklasse. Für diese Gruppe ist ein energieintensives Produktionswerk im Ruhrgebiet keine Quelle nationaler Stärke, sondern ein unterdurchschnittlich rentables Vermögen. Der unerbittliche Druck auf die Renditen der Aktionäre, der durch die künstlich herbeigeführte Energiekrise noch verstärkt wird, liefert den perfekten Vorwand für die Verlagerung der Produktion ins Ausland und die Umleitung von Kapital in Aktienrückkäufe und Investitionen in weniger greifbare, margenstärkere Sektoren wie Technologie und Finanzen.“
(https://open.substack.com/pub/ceinewsletter/p/germanys-deindustrialisation-is-a)
So wie der Blackrock-Kanzler sind fast alle Mitglieder der politischen, ökonomischen und kulturellen Eliten in der Wolle gefärbte Transatlantiker. Viele von ihnen haben die einschlägigen Institute, Kurse, Förderprogramme und Think-Tanks durchlaufen, mit denen die imperialistische Vormacht aus Übersee dafür sorgt, dass die europäischen Vasallen unabdingbar auf amerikanische Interessen ausgerichtet sind und bleiben. (Als Resultat werden der deutschen Bevölkerung bizarre Humunkuli als politische Führungsfiguren vorgesetzt, Leute wie Özdemir, Nouripour, Gabriel, Göring-Eckart, Röttgen und ähnliche Charaktermasken; Sprechpuppen der Macht, deren Nützlichkeit für den US-Imperialismus darin besteht, dass sie die Interessen des BRD-Imperialismus nur im Rahmen des Primats der Agenda ihrer Washingtoner Meister sehen und denken können – was in Zeiten der Trump-Administration keine einfache Aufgabe ist.)
Wo ist die ideologische und materielle Schnittstelle zu den Kapitalinteressen der BRD-Oligarchie? Sowohl in der gemeinsamen Einbettung in die transatlantische Ausrichtung, die die BRD-Eliten wie ein klebriger Brei umhüllt, wie vor allem in der Erwartung, durch Beteiligung am Ukraine-Projekt zu Einfluss und Reichtum zu kommen. Das Ukraine-Projekt der Vereinigten Staaten (egal unter welchem Präsidenten), in Wahrheit ein Projekt zur strategischen Ausschaltung Russlands, ist die Vorstufe zum Krieg gegen China, den das US-Imperium als Entscheidungsschlacht betrachtet – zwischen dem eigenen Anspruch auf globale Dominanz und dem Aufbegehren der von China und Russland angeführten globalen Mehrheit.
Hinter dem imperialen Anspruch und Sendungsbewusstsein der westlichen Supermacht, in berechnender Unterordnung geteilt von den abhängigen europäischen US-Vasallen, steckt die Anmaßung der weißen Kolonialmächte des Alten Europas, als Zivilisationsbringer und Modernisierer dem braun-, schwarz-, rot- und gelbhäutigen rückständigen Rest der Welt die Bedingungen seiner Entwicklung diktieren zu wollen und zu dürfen. Dass es inzwischen mit der Zivilisation und Modernität nicht mehr weit her ist in USA und Europa, dass der westliche Block im Vergleich zu China (aber auch zu anderen BRICS-Ländern) mittlerweile ziemlich alt aussieht, ist für imperialistische Weltpolitiker in Washington, London, Paris und Berlin nur Anlass und Ermunterung, ihre schwindende Vorherrschaft erst recht mit Zähnen und Klauen, also mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Gewaltmitteln, zu verteidigen.
Der Kriegsvirus verwandelt das Land in ein dystopisches Irrenhaus
Zurück zum medial-kulturellen Überbau und zur anscheinend uneingeschränkten Lust der Sender und Blätter, der Publizisten und Autoren, sich in Anti-Putin-Rage und einen immer fanatischeren (und gleichzeitig absurderen) Kriegsrausch zu schreiben:
Beim Staatsfunk muss man nicht lange fragen, warum. Es liegt auf der Hand, dass das Prinzip „Wie der Herr, so‘s Gescherr“ bei den weisungs- und meinungsgebundenen Journalisten dieser Medien zur Anwendung kommt.
Im privaten Sektor, bei den Konzernmedien und bei den meisten „unabhängigen“ Medien in Privatbesitz liegen die Dinge ähnlich: die Lohnschreiber werden sich in der Regel hüten, Dinge zu schreiben und Meinungen zu äußern, die sie den Job kosten können. Wie schnell das geht, dafür kennt jeder inzwischen genug Beispiele aus der Mediasphäre und dem Kulturbetrieb. Hinzu kommt, dass die Staatsmacht in Form von Anzeigen, Strafprozessen, Hausdurchsuchungen usw. JEDEM deutlich macht, wohin abweichende Meinungen führen können.
Und so erleben wir die Verwandlung des Landes in ein dystopisches Irrenhaus, dessen maßgebliche Vertreter in Politik und Medien vom Kriegsvirus befallen zu sein scheinen. An sich gemütliche Zeitgenossen werden beim Stichwort „Ukraine“ und „Putin“ zu geifernden Propagandisten rücksichtsloser Gewalt, gepaart mit einem irrationalen, wütenden Hass auf Russland und alles Russische, der sprachlos macht. Sie wirken mitunter, als könnten sie‘s kaum erwarten, dass endlich wieder eine deutsche Armee gen Osten marschiert – als ob die Wut über die Niederlage von 1945 nur geschlummert hatte, betäubt war vom Nachkriegswiederaufbau- und wohlstand (und von gewissen Tabus, die es ein paar Jahrzehnte lang verboten, allzu laut und frech dem Militärischen zu frönen und sich erneut dem zu widmen, was Operation Barbarossa und Weltkrieg erst hervorgebracht hatte: dem deutschen Anspruch auf Weltgeltung, auf Vormachtstellung in Europa und – vor allem – auf die Unterwerfung Russlands).
Man lügt besser, wenn man die Lügen selber glaubt
Verständige Menschen fragen sich, wie im Grunde vernünftige Zeitgenossen aus den medialen Berufen es fertigbringen, so umstandslos auf Kriegskurs einzuschwenken. Die naheliegende Begründung ist, dass jeder mit seinem bißchen Lebensunterhalt, seinen Kreditraten, seinen Hypotheken, den Ausbildungskisten seiner Kinder, seinem ganzen Lebensstandard zu 100% abhängig ist vom regelmäßigen Gehalts- oder Honorareingang.
Aber vielleicht ist das noch gar nicht alles. Möglicherweise ist die Kriegspropaganda, die Feindbildpflege und das mentale Säbelrasseln journalistisch und feuilletonistisch einfacher durchzuhalten, wenn man es selber glaubt. Vielleicht halten die zahlreichen medialen Verkünder der Regierungspropaganda – die Talk-Show-Hosts, die Nachrichtensprecher, die Magazin-Moderatoren, die Leitartikler – ihre Rolle als Papageien der Macht, als Hausierer des Kriegskurses, nur aus, weil sie die Lügen, die sie erzählen (müssen), selber für wahr halten.
Ursache…

… und Wirkung:







