Von Oberkassel in die Neusser Furth

Wenn man aus Düsseldorf, zumal einem noblen Stadtteil wie Oberkassel, nach Neuss fährt, in die „Fuhrt“, die zentrale Straße vom Neusser Hbf nach Westen, kommt man in eine andere Welt. Hier ist nicht der Wohlstand zuhause, sondern die Armut.

Alles wirkt heruntergekommen, auf den Straßen reichlich Mitbürger mit „Migrationshintergrund“, die Ladengeschäfte in der Hand von türkischen, arabischen, afrikanischen und sonstigen geschäftstüchtigen Überlebenskünstlern, eine Menge Leerstand usw.

Als Bewohner einer städtebaulichen und haushaltseinkommensmäßigen Mittel- und Oberschichtsblase ist man diese Anblicke nicht gewohnt. Sie scheinen mir aber eher die wirkliche Lage im Land zu widerspiegeln als das gehobene Bürgertum der Viertel, in denen – neben der richtigen Investment- und Anlagestrategie – das einzige Problem der Stellplatz für den Zweit- oder Dritt-SUV ist.

Rektaljournalismus aus Hamburg

Der Bürger:
Kann man sich eigentlich als freiwilliges Verlautbarungsorgan der EU-Autokraten und als journalistisches Regierungzäpfchen noch unmöglicher machen, noch peinlichere Propaganda verbreiten, als man es ohnehin schon von bürgerlichen Medien wie dem Hamburger Rektalmagazin gewohnt ist?

Das Rektalmagazin so:

Kapitalismus war als Kind schon Scheiße, Folge 4897

Kapitalistisch geschulte Gemüter wissen, dass man mit Arbeit auf keinen grünen Zweig kommt. Ihre Schlussfolgerung daraus ist allerdings nicht, dann eben die (Lohn-)Arbeit abzuschaffen und die arbeitsteiligen menschlichen Tätigkeiten so zu organisieren, dass alle Leute ein anständiges Leben führen und keiner arm bleiben muss.

Nein, kapitalistisch geschulte Gemüter wissen, dass es nur EINEN Ausweg aus dem Gegensatz von Arbeit und Reichtum gibt: SELBER zu den Reichen gehören, die durch die Arbeit anderer reich werden und bleiben! Und die höchste Form dieser attraktiven Einkommensart ist die Spekulation auf die Profite und damit die Arbeitsergebnisse anderer:

„Fortwährende Marktanalyse“ und „fundierte Entscheidungen“ werden dann nämlich „Ihre Gewinne maximieren“ und „einen sicheren Erfolg im Aktienhandel“ gewährleisten.

Dass darauf noch keiner gekommen ist!

Die hier beworbene Trading Plattform ist mit diesem umschlagbaren Angebot sicher genauso selbstlos wie die ganze Veranstaltung namens Kapitalismus

Hatte ich bereits erwähnt, dass Kapitalismus als Kind schon Scheiße war?
Hatte ich? Macht nichts, kann man nicht oft genug betonen.

Die Finanzialisierung Deutschlands

In diesem exzellenten und sehr hörenswerten Beitrag spricht Alexander Mercouris über den Weg, der in Deutschland jetzt eingeschlagen wird.

Den Weg, in dem der frühere deutsche BlackRock-Statthalter, der künftig wohl Bundeskanzler wird, das von der deutschen Bevölkerung abgewählte Parlament noch schnell dazu benutzt, jegliche Limitierung der so genannten Schuldenbremse aufzuheben, um ein gigantisches Deficit Spending Programm aufzulegen, das in der Hauptsache Aufrüstung und Krieg zugute kommen soll.

Mercouris verweist hier auf die Erfahrung mit der Politik des Deficit Spending und der Umwandlung einer industriellen Volkswirtschaft in eine Finanzialisierungs-Ökonomie, die Großbritannien seit den späten siebziger Jahren gemacht hat und die das Land und seine Gesellschaftsstruktur komplett verändert hat.

Fazit von Mercouris:
Deutschlands wird, wenn diese Politik umgesetzt wird, in wenigen Jahren nicht wiederzuerkennen sein. Deutschlands Probleme werden davon nicht verschwinden, aber eine kleine Minderheit von Finanzkapitalisten und „Investoren“ wird sehr, sehr reich werden.

https://theduran.locals.com/upost/6738918/merz-plan-to-sell-germany-financialization-of-german-economy