Antwort auf Zottel-Tonis Facebookbeitrag

Habe mir erlaubt, auf Zottel-Tonis Facebookbeitrag zu antworten. Mal sehen, ob’s dafür gleich wieder Konto-Einschränkung gibt:

„Sie sind ein Kriegshetzer, Herr Hofreiter.

Ihre Sprache ist die eines Kriegsherren, Ihre Feindbildpflege ist eines früheren deutschen Ministers würdig, der vor einigen Jahrzehnten für die „Volksaufklärung“ zuständig war.

Wer sich als gewählter deutscher Parlamentarier – also angeblicher Vertreter deutscher Bürger – parteiisch auf die Seite einer Kriegspartei stellt, massive Waffenlieferungen und Geldzuwendungen an diese Seite befürwortet und wer vor allem einseitig, tendenziös und uneingeschränkt die Propagandamärchen und Lügen des Kiewer Regimes übernimmt, hat seinen Platz nicht im Deutschen Parlament, sondern vor einem Gericht, das diese Volksverhetzung ahndet.

Die abscheulichen Kriegsverbrechen der ukrainischen Seite (gefesselten Kriegsgefangenen in die Beine schießen, Ermordung russischer Kriegsgefangener vor laufender Kamera, Ankettung eines russischen Soldaten an eine Panzersperre mit anschließender Verbrennung)- gut dokumentiert durch die ukrainischen Soldaten, die ihre Taten auch noch prahlerisch ins Internet hochladen – dürften auch Ihnen bekannt sein, Herr Hofreiter.

Ebenso vermute ich, dass die Ihnen zugänglichen Geheimdienstquellen zumindest Hinweise auf die Urheberschaft des Kiewer Regimes für die False Flag Aktion von Butscha zur Verfügung stellen. Die ukrainische Verantwortung für den Raketenangriff auf den Kramatorsker Bahnhof ist ja inzwischen nachgewiesen – deshalb auch die ohrenbetäubende Stille im deutschen Medienwald.

Es ist auf abstoßende Weise faszinierend, wie Leute wie Sie – zumal in einer Partei, die einstmals „Raus aus der NATO!“ auf ihr Banner schrieb – es schaffen, sich zu Sprechpuppen amerikanischer Think-Tanks zu machen oder z.B. das Treiben der Nazi-Brigaden in der Ukraine (nicht erst in diesem Krieg) als demokratische Heimatverteidigung zu euphemisieren.

Auch mit welcher schlauen politischen Rationalisierung („Krim-Annektion!“, „Von Moskau unterstützte pro-russische Rebellen“) Sie acht Jahre lang Augen, Ohren, Herz und Verstand schließen und abschalten konnten um den Krieg in der Ukraine – nämlich den des Kiewer Regimes gegen die eigene Bevölkerung im Donbass – zu ignorieren, ist ein trauriges Beispiel selektiver Wahrnehmung und machtpolitischer Verlogenheit.

Ich will Ihre Rechtfertigungen eigentlich gar nicht wissen. Es ist mir egal, wieso Leute wie Sie tun was sie tun. Es reicht mir zu wissen, welchen Schaden Sie damit verursachen, auf welche perfide und verlogene Weise Sie damit das Leben für uns Bürger immer ungemütlicher und teurer machen und letztlich mit ihrem wahnwitzigen Kriegs- und Aufrüstungskurs den Krieg Ihrer NATO gegen Russland auf dem Stellvertreterkriegsschauplatz Ukraine in immer weitere Eskalationsstufen treiben.

Ich bin allerdings sicher, dass bei den nächsten Wahlen – wenn es noch welche geben wird und wir nicht dank Ihnen und der unappetitlichen Russophobie speziell Ihrer Partei in einer nuklearen Wüste überleben müssen – Ihr fürchterlicher bellizistischer grüner Verein so abgestraft wird, dass auch Sie wieder mit ehrlicher Arbeit Geld verdienen müssen.“

Nachrichten aus dem westlichen Propaganda-Wolkenkuckucksheim

Ich und etliche andere haben es schon nach „Butscha“ und „Kramatorsk“ vermutet: die nächste Propaganda-Eskalationsstufe und False Flag wird sein „Der Russe hat einen Chemiewaffenangriff gemacht!!“.

Im Autoradio höre ich (mal wieder im Soldatensender DLF) die schreckliche Neuigkeit. Der Sprecher nennt auch die zuverlässige Quelle für diese Anschuldigung: „das ASOW-Regiment, das einigen als extrem nationalistisch gilt“.

Diese tadellose Truppe, die – wiederum laut Sprecher – „die Hafenstadt Mariupol verteidigt“ (spätestens an dieser Stelle nässe ich mich fast ein vor Amüsement) hat eine russische Drohne beobachtet, die irgendein chemisches Zeug auf die Armen ASOW-Kämpfer hat runterrennend lassen.

Es wird dann noch immer absurder, grotesker und so unglaublich durchschaubar gefaked, dass ich lachen muss, trotzdem aber lieber auf WDR3 umschalte, da läuft Klassik.

Von der Unerträglichkeit

Dem Vernehmen nach wird der „prorussische“ Autokorso, der neulich in Berlin stattfand, von Politikern Deutschlands als unerträglich und makaber bezeichnet.

Dass so ein Autokorso gegen die neuerdings allgegenwärtige Russophobie, den Hass gegen alles Russische, überhaupt stattfindet: das halten diese Vertreter der öffentlichen Meinung und der Politik für unerträglich.

Damit geben Sie zu Protokoll, wie es um ihre sogenannte Toleranz bestellt ist. Toleranz bedeutet ohnehin nicht, dass man sich mit Argumenten und Standpunkten auseinander setzt, sondern dass man Argumente und Standpunkte die einem nicht passen, gerade so noch zähneknirschend zu ertragen bereit ist. Dazu sind sie in Kriegszeiten und in Falle der Meinungsäußerung von ethnischen Angehörigen des Feindstaates (selbst wenn diese BRD-Bürger sind) nicht mehr bereit. Toleranz ist also das Gegenteil eines Verständnisses oder eines Dialoges über unterschiedliche Ansichten.

Die Politiker, die Meinungsäußerungen wie den Autokorso der Russlanddeutschen so unerträglich finden, geben Auskunft darüber, wie weit ist die Gleichschaltung (man kann auch sagen: Faschisierung) dieser Gesellschaft bereits vorangeschritten ist.

Unerträglich ist für sie, dass es überhaupt noch Stimmen gibt, die aus der russophob gleichgeschalteten Volksmeinschaft ausscheren . Der totale (vorerst noch) mentale Krieg gegen Russland ist wieder Tageslosung in Deutschland.

Geschichten die das Leben schrieb: Parallelrealitäten aus dem Fernseher

Auf dem Weg in die Küche, zwischen zwei Gläsern Wein, bekomme ich das Fernsehprogramm im WDR mit, das die Liebste konsumiert.

Irgendeine Talk-Runde. Fritz Pleitgen, Intendant des WDR, sagt gerade „…, dass ich ihn für einen Kriegsverbrecher halte….“. Er ist nicht fertig mit seinem Satz, wird aber von tosendem Applaus des Studiopublikums unterbrochen. Ich ahne, von wem die Rede sein muss. Nachdem die Claqueure sich beruhigt haben, fährt Pleitgen fort: „… der seinen friedliebenden Nachbarn, die Ukraine, einfach überfallen hat.“

Ja, das muss es sein: ich bin unerwartet in einem Paralleluniversum debiler Teletubbyhirne gelandet in dem oben unten, links rechts und weiß schwarz ist. Insbesondere aber sind Nazis Demokraten und Waffen bringen Frieden. Es ist inzwischen SO absurd, dass die gesamte „Realität“ weit krasser als in der „Matrix“ eine Simulation zu sein scheint, in der einfach alle Gesetze von Logik, Intelligenz, Rationalität und Vernunft auf den Kopf gestellt sind und der nackte Wahnsinn regiert.

Jeder Restverstand beim Medienkonsumenten soll nach Möglichkeit ausgeschaltet werden; das Kiewer Regime schreibt anscheinend direkt die Wordings für die Sendezentralen des BRD-Fernsehens und in diesem irren Medientheater ist ohnehin schon alles egal, weil der Kollektive Westen sich kollektiv selber in eine mentale Gummizelle gesperrt hat.

Ich bin nur froh, dass ich noch genügend Weinvorräte habe.

Verliert Russland den Informationskrieg?

Die beste, präzise und gründlichste Analyse zu den langfristigen strategischen Plänen der USA/NATO in der Ukraine stammt von Laura Ruggeri. Nehmt euch die Zeit, den langen Artikel zu lesen.

Original veröffentlicht auf SCF (auf Facebook verboten). https://www.strategic-culture.org/news/2022/03/31/is-russia-losing-the-information-war/

Verliert Russland den Informationskrieg?

*** Der aktuelle Konflikt in der Ukraine zeigt, dass die Wiederherstellung des Realitätssinns einen hohen und blutigen Tribut fordert, schreibt Laura Ruggeri. ***

Als CIA-Direktor Bill Burns am 10. März vor dem US-Senat erklärte: “Russland verliert den Informationskrieg um die Ukraine”, wiederholte er eine Behauptung, die bereits seit Beginn der russischen Militäroperationen in der Ukraine von den anglo-amerikanischen Medien verbreitet wurde. Seine Aussage ist zwar sachlich richtig, sagt aber nichts über die Gründe aus und spiegelt hauptsächlich die Sichtweise des Westens wider. Wie üblich ist die Realität viel komplizierter.

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Geschichten aus der Kriegszeit: Haltet den Dieb, schrie der Räuberhauptmann

Auf dem Rückweg von der Arbeit den Fehler begangen, im Autoradio DLF zu hören. Als ich anschalte, läuft gerade ein Beitrag, der sich mit Bio- und Chemiewaffen beschäftigt und zunächst denke ich „Aha, endlich greifen die das mal auf, was die USA da an Schweinereien in der Ukraine anstellen mit ihren Bio-Laboren.“

Nach 20 Sekunden Zuhören werde ich aber eines Besseren belehrt: es geht schon wieder – Überraschung – um DEN RUSSEN und seine sinistren Machenschaften. Dass Russland bereits in den 1990er Jahren seine diesbezüglichen Waffen und Forschungslabore gemäß den damaligen Abrüstungsverträgen vernichtet bzw. geschlossen hat – geschenkt, mit so vielen Details will man beim DLF wohl die Hörer nicht behelligen.

In dem Radio-Feature ist jedenfalls die Rede von einem Biologischen Forschungslabor in Jekaterinburg; man erfährt, dass es „in Zusammenhang steht mit einem Bakterienausbruch im Jahr 1978“.

Wie bitte? Vor 45 Jahren zu Zeiten der Sowjetunion gab’s dort mal einen Unfall, ein Leck, was auch immer – und das macht das Labor HEUTE verdächtig?

Offensichtlich, denn obwohl die Sprecherin gleich anschließend darüber informiert, dass noch zu Sowjetzeiten die Forschungen dort beendet und in Kasachstan weitergeführt wurden, bleibt die aus DLF-Sicht wohl hochverdächtige Tatsache bestehen, dass es besagtes Labor in Jekaterinburg immer noch gibt! Zwar versichern die russische Behörden, dass keinerlei Forschung zu B- und C-Waffen in dem Labor betrieben würde, aber – so wird dem Hörer zwischen den vorgelesenes Zeilen suggeriert – wer weiß denn in diesen Zeiten schon so genau, ob man dem Russen da trauen kann oder ihm nicht viel eher grundsätzlich MISStrauen muß?!

Das zweite der Bio-Waffen-Forschung und -Herstellung verdächtige Objekt befindet sich in der Metropole St. Petersburg. Der DLF-Bericht vermeldet, dass Forschungszweck dort die Arbeit an Mitteln GEGEN biologische und chemische Kampfstoffen sei. So jedenfalls die Eigendarstellung des Instituts bzw. der zuständigen russischen Stellen. Eine vorbildliche DLF-Spürnase kann durch solche Abwiegeleien natürlich nicht in die Irre geführt werden. Im nächsten Satz erfährt man, was BEIDE Einrichtungen so höchst suspekt macht: beide wurden „in den letzten Jahren komplett erneuert und modernisiert“!

Inzwischen sind die Worte „Bio-Waffen“, „Biologische Kampfstoffe“, „Biowaffen-Labor“ und „Russland“ so oft gefallen, dass man förmlich stündlich einen Biowaffenangriff durch aggressive Putin-Raketen erwartet. Der Bericht ist aber schon zu Ende; die Abmoderation betont nochmal: „Das war ein Bericht zu den russischen Forschungen an Bio-Waffen.“

Ich fahre auf die Abfahrt nach Düsseldorf-Oberkassel und frage mich, ob ich gerade richtig gehört habe. Die Medien (jedenfalls alle Nicht-NATO-Medien) sind seit Wochen voll von den Entdeckungen der russischen Armee über die Existenz umfangreicher Biowaffen-Forschung der USA in mindestens 15 Einrichtungen in der Ukraine; die Existenz dieser Einrichtungen wurde von niemand anderem als Victoria „Fuck the EU“ Nuland zugegeben; China und Russland fordern vehement Erklärungen und Auskünfte zu diesen militärischen Laboren; mittlerweile sind Dokumente aufgetaucht, die nicht nur die Art der in diesen Laboren betrieben Forschungen aufdecken (Pathogene, Milzbrand, Corona usw.), sondern das Netzwerk von Finanziers und Profiteuren dieses Geschäfts beschreiben(u.a. wird die lange bekannte Verwicklung von Hunter Biden, Sohne des US-Präsidenten, in die profitable Geschäftemacherei mit militärisch nutzbaren Viren, Bakterien usw. dokumentiert)…

All dies ist einem DLF keine Silbe wert; dafür wird eine hanebüchene Geschichte zusammenkonfabuliert, die scheinbar nur einen Zweck hat: möglichst oft das Wort „Biowaffen“ in Zusammenhang mit dem Wort „Russland“ zu erwähnen, ein propagandistisches „Haltet den Dieb!“, ausgerufen vom Räuberhauptmann persönlich.

Mir fällt ein, dass ich bereits auf der Hinfahrt in den Nachrichten innerlich über einen Satz gestolpert bin, den der Sprecher in Bezug auf eine Äußerung des Bundeskanzlers vorlas:

„Scholz kündigte ‚dramatische Maßnahmen‘ für den Fall an, dass Putin Bio- oder Chemiewaffen einsetzen würde“.

Noch ein „Haltet den Dieb“, diesmal vom Kammerdiener des Räuberhauptmannes. Und ein Signal, wie hier der kollektive Westen eventuell bereits eine False Flag-Aktion mit diesen Waffen durch seine ukrainischen Handlanger ankündigt. Eine False Flag, die man dann zur weiteren Eskalation des Krieges Russland in die Schuhe schieben kann. Darauf wird dass Publikum anscheinend schon mal eingestimmt.

Man hört jedenfalls die Nachtigall ziemlich laut trapsen – vor allem, wenn man sich an die „Hufeisen“-, „Brutkasten“- und „Massenvernichtungswaffen“-Lügen des Westens erinnert, die den jeweiligen Feinden zur Rechtfertigung westlicher Kriege untergejubelt wurden.

In diesem von beiden Seiten als Endkampf um ihre grundsätzliche Stellung in der Staatenkonkurrenz geführten Krieg hat die westliche Seite den eindeutigen Vorteil, mit dem Finger auf Russland als Aggressor deuten zu können; vor allem hat sie aber den Vorteil, dass der Krieg auf westlicher Seite von Truppen geführt wird, die zu einem Großteil aus Nazis bestehen. Diese Leute sind zu jeder Unmenschlichkeit, zu jeder Perversion fähig – das weiß man aus der Geschichte ihrer deutschen Vorbilder und den zahlreichen imzwischen verfügbaren Beweisen ukrainischer Kriegsverbrechen. Ein Bio- oder Chemiewaffen-Einsatz durch ukro-faschistische Verbände ist eine Option, die hundertprozentig zu der völkischen Ideologie und dem Russenhaß dieser Figuren passt.

Gibt es auch einen Vorteil Russlands in diesem Krieg?

Ja: dass es ihn in der Praxis, also am Boden, gewinnt (die überwiegende Lufthoheit über der Ukraine hat es anscheinend bereits) und dass es seinen Feind versteht (umgekehrt ist dies nicht der Fall).

Russland wird niemals dem Faschismus weichen oder ihm nachgeben. Das Land mag inzwischen kapitalistisch sein, sein Präsident ein Politiker, der gerne mal die nationalistische Karte spielt (welcher bürgerliche Politiker tut das nicht) – aber wenn es um eine existenzielle Bedrohung des Landes geht, um eine Feindschaftserklärungen der Art, wie sie 1941 die Deutschen Faschisten und spätestens seit 2014 die NATO-Demokraten manifestieren, dann ist auf Russland Verlass: Смерть фашизму!